Wiederholte Rufe lassen den Verlust näher kommen
Die Klage beschreibt einen jungen Mann, der auf einer Barke fortgeführt wird. Seine jüngere Schwester ruft nach ihm. In einer Folge ähnlicher Zeilen erscheinen Damu, Ictaran mit dem hellen Antlitz, Alla als Herr des Kampfnetzes, Lugal-cud-e und Ningišzida. Die Wiederholung hält das Weggeführtwerden fest, während die Anreden wechseln.
Bei Damu vermerkt die Ausgabe ausdrücklich eine Handschriftenvariante mit Ningišzida. Eine spätere Wiederholungsfolge enthält in einer Handschrift außerdem Lugal-ki-bura. In den Zeilen 20–28 steht Lugal-ki-suna, während andere Zeugen Ningišzida oder Lugal-ki-bura bieten. Diese Unterschiede gehören zur Überlieferung. Sie werden weder zu sieben voneinander unabhängig handelnden Reisenden noch zu einer zeitlosen Gleichung aller so benannten Gottheiten gemacht.
Die hier verwendeten Schreibformen folgen der ETCSL-Ausgabe. Der gemeinsame Zugang erklärt die Funktion der Namen in dieser Klage. Für jeden Namen in einer anderen Hymne, Stadt oder Epoche wäre die Verbindung erneut zu belegen.
Ama-šilama bietet mehr als ein Klagelied
Die in der Ausgabe Ama-cilama geschriebene Ama-šilama wird ausdrücklich Ningišzidas Schwester genannt. Sie will sein Leid begrenzen und bietet Dinge aus ihrer Hand sowie Lapislazuli-Schmuck von ihren Hüften an. Ihre Rede sucht nach einer Möglichkeit, auf den feindlichen Dämon einzuwirken.
Die angebotenen Gaben sind durch beschädigte Stellen unterbrochen. Der Text trägt deshalb keine lückenlose Liste und keine ausgerechnete Lösegeldsumme. Die Schwester bleibt eine handelnde Stimme mit einem eigenen Vorschlag; die Anredenreihe des Bruders macht sie nicht zu einer seiner Namensformen. Wie weit ihre Hilfe im beschädigten Fortgang reicht, erläutert das Ningišzida-Profil.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Was dürfen wir aus wechselnden Namen lernen, ohne daraus eine universelle Figurenidentität zu machen?
Eine junge Frau will den fortgeführten Bruder begleiten. Ihre Rufe wechseln zwischen mehreren Namen; die Handschriften verändern einzelne Anreden.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Ningišzidas Reise in die Unterwelt
Eigenes Werk; lokale Anreden und Varianten nicht mit sämtlichen anderen Götterüberlieferungen vereinheitlicht.
Antiker Werkzusammenhang; konkrete Überlieferung nicht aus moderner Webseitenrevision datiert.
Sprache: Sumerisch
Benutzte Ausgabe
ETCSL 1.7.3: englischer Lesetext
1–90 vollständig einschließlich Varianten, Fehlstellen und Revisionsende gelesen; kein verlorener vollständiger Rückkehrablauf ergänzt.
Übersetzung/Aufbereitung 2000, Layout 2001.
Sprache: Englisch nach Sumerisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Anreden, Varianten und Ama-šilamas Hilfsversuch in Ningišzidas Unterweltsreise
- Verwendeter Ausschnitt
- Benannte moderne zusammengesetzte Lesetexte mit Varianten und Fehlstellen; keine eigene Keilschriftkollation.
- ETCSL 1.7.3: Ningišzidas Reise in die Unterwelt
Electronic Text Corpus of Sumerian Literature, University of Oxford · Übersetzung/Aufbereitung 2000, Layout 2001.
1–90 vollständig einschließlich Varianten, Fehlstellen und Revisionsende gelesen; kein verlorener vollständiger Rückkehrablauf ergänzt.
Moderne englische Übersetzung. Keine eigene sumerische Kollation/Objekt-/Grabungsprüfung. Bildhafte göttliche/soziale Ansprüche nicht automatisch als unabhängig bestätigte Durchführung behandelt. Abgerufen am 2026-10-17.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
Eine Korrektur oder ein kulturelles Anliegen melden · Bitte den Titel oder die Seitenadresse nennen.
