Ein Name in einer beschriebenen Zusammenkunft
Landa nennt Ixchel in einem Festtag der Heilkundigen. Die Teilnehmenden bringen ihre Bündel und kleine Bilder mit. Daneben stehen weitere angerufene Namen. Der Beleg betrifft eine benannte Figur in einem sozialen und rituellen Zusammenhang, keine vollständig erzählte Götterbiografie.
Der Bericht ist keine medizinische Bestätigung
Der Text bezeichnet die Figur als zur Medizin gehörig und führt verschiedene Gegenstände der Praxis an. Seine Wertungen und Bezeichnungen sind koloniale Vermittlung. Die Darstellung hält die Menschen, ihre Gegenstände und die angerufenen Figuren auseinander. Sie macht aus den historischen Angaben keine heutige Heilwirkung oder praktische Empfehlung.
Ein junges Bild ist noch kein Ix-Chel-Name
Tremain trennt in ihrer 2013-Untersuchung die jugendliche Göttin I von dem Mondbild auf Dresden 49 a. Sie untersucht Namenzeichen und Bildmuster. Diese begrenzte Identifizierung wird nicht als vollständige Namensgleichung mit Landas Ixchel-Nennung ausgegeben.
Die fehlenden Stationen bleiben sichtbar
Zwischen einem kolonialen Namen und einer früheren weiblichen Darstellung stehen mehrere Fragen: Ist eine Schriftlesung vorhanden? Bezeichnet sie dieselbe Figur? Gehört das Bild zu demselben Zeitraum und Ort? Das Profil gibt diesen Fragen Raum, bevor es eine Bildrolle mit allen Eigenschaften einer anderswo benannten Gestalt füllt.
Welche Eigenschaften trägt die Quelle?
Lies die benannte Feststelle und den gesonderten Bildvergleich. Welche Aussage ist unmittelbar belegt, welche benötigt einen zusätzlichen Identitätsnachweis? Alter, Geschlecht und ein ähnliches Bildmotiv reichen für eine ganze Biografie nicht aus.
Ein Bericht aus einem kolonialen Verhältnis
Landa beschreibt die Schriftbücher als Träger älterer Geschichte und von Wissen. Auf derselben Seite berichtet er, dass solche Bücher wegen der von ihm abgelehnten Religion verbrannt wurden und die Betroffenen darunter litten. Bewahrung von Angaben und gewaltsame Zerstörung ihrer Überlieferung gehören zum selben Quellenverhältnis.
Der Druck von 1864 setzt spanischen Text, französische Übersetzung und spätere Noten nebeneinander. Wir verwenden benannte spanische Stellen und kennzeichnen die Kommentare. Eine historische Zuschreibung zu Medizin oder Vorhersage wird dadurch nicht zur heutigen Behandlungsempfehlung oder erwiesenen Zukunftskenntnis.
Welches Faksimile siehst du?
FAMSI stellt das historische Förstemann-Faksimile aus Linda Scheles Exemplar bereit. Es vermittelt einen älteren Zustand des Dresdner Codex. Die drei gezeigten Bildstellen sind 49 a, 21 c und 22 c; ihre vollständigen Blattansichten stehen neben den vergrößerten Details. Tremains Forschungsabbildungen und ihre Identifizierungen bleiben eigene Nachweise.
Eine Reproduktion hat ihre eigene Zeit
Die SLUB unterscheidet Förstemanns Ausgaben 1880/1892 von späteren Nachzeichnungen, Reproduktionen und der Digitalisierung 2008. Das Faksimiledatum wird daher nicht als Entstehungsjahr des Maya-Manuskripts ausgegeben. Die konkrete Auflage des hier digitalisierten Exemplars bleibt ohne Titelblatt offen.
Die historische Namensstelle
Bildfenster 49 a
Das untere Register 21 c
Die beschädigte Fortsetzung 22 c
Die Figur in ihren Quellen
Ix Chel
Benannte Fassung
Genaue PDF-/Druck- und Objektnummern in den Profilabschnitten
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Relación de las cosas de Yucatán
Historischer spanischer Text im Sammeldruck 1864 mit gegenüberliegender französischer Übersetzung und Herausgebernoten. Die hier verwendeten spanischen Fenster sind einzeln begrenzt.
Alter des berichteten Motivs, koloniale Niederschrift und Druckjahr 1864 getrennt.
Sprache: Spanisch; yukatekische Namen historisch vermittelt
Benutzte Ausgabe
Relación de las cosas de Yucatán: ausgewählte Seiten im Sammeldruck 1864
Historischer spanischer Text im Sammeldruck 1864 mit gegenüberliegender französischer Übersetzung und Herausgebernoten. Die hier verwendeten spanischen Fenster sind einzeln begrenzt.
Brasseur de Bourbourg 1864; benannte PDF-/Druckstellen im Lesebeleg.
Sprache: Spanischer Haupttext; französische Übersetzung und Noten gesondert
Überlieferter Text
Dresdner Codex: konkreter historischer Bildzeuge
Ausgewählte Folioseiten 21/22/49 als eigene Bildzeugen für die begrenzte Bildnamensfrage.
Historisches Manuskript; Erscheinungsjahr des Faksimiles ist kein Manuskriptdatum.
Sprache: Maya-Bildschrift; keine eigene vollständige Entzifferung
Benutzte Ausgabe
Historisches Förstemann-Faksimile, FAMSI-Schele-Exemplar
Öffentlich angebotenes FAMSI-PDF 74 Seiten. Bildbyte-Abgleich des Teil-PDFs 46–59 zeigt Codex 49 auf Gesamt-PDF 28. Die Gesamt-PDF-Reihenfolge ist keine unbesehen übernommene Folionummerierung.
Förstemann-Ausgaben 1880/1892; konkrete Auflage hier nicht anhand eines fehlenden Titelblatts bestimmt.
Sprache: Historische Bildreproduktion; institutionelle Beschreibung auf Englisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Benannte yukatekische Kolonialtexte und konkrete klassische/postklassische Maya-Bildwerke, getrennte heutige Interpretationen
- Verwendeter Ausschnitt
- Landa und Lizana im1864-Druck, begrenzte Seiten; Tremain2013 als eigenes Forschungsargument; aktuelle Met-Kataloge als spezifische Objektinterpretationen.
- Landa: benannte yukatekische Rollen im spanischen Druck
Diego de Landa; Ausgabe und französische Übersetzung Charles-Étienne Brasseur de Bourbourg · 1864, Paris: Auguste Durand; koloniales Werk16.Jahrhundert
Ausgewählte spanische Hauptseiten 34/36/38,40/42,146/148,216/226,242/256,284/286/288/290,298/300/302,316 vollständig gelesen, samt dort sichtbaren historischen Noten. Deutsche Zusammenfassung vorwiegend aus dem spanischen Haupttext.
Keine Ganzlektüre des 647 seitigen Sammeldrucks. Französische gegenüberliegende Seiten teilweise mitgelesen, nicht vollständig kollationiert. Unvollständige OCR durch fünf tatsächliche Scanseiten geprüft; historische Schreibungen und Übersetzeranmerkungen getrennt. Missionsurteile und beschriebene Medizin werden nicht als heutige Aussagen übernommen. Abgerufen am 2026-10-14.
- Patterns in the Dresden Codex: Namen und Bildgestalten
Cara G. Tremain, University of Calgary · 2013, The PARI Journal14(1), S.6–12
Alle sieben PDF-Seiten einschließlich Literaturverzeichnis gelesen. Ganze gerenderte Seiten 6 und 9 mit Abb.1,6,7 gesehen.
Forschungsargument, keine eigene Entzifferung der Handschrift. Die Abbildungen vermitteln Kingsborough beziehungsweise Villacorta; keine direkte Ganzseitenkollation des Originals. Andere zitierte Studien nicht als selbst vollständig gelesen ausgeben. Kurze eigene Paraphrase, private Quellenbilder nicht als freie Besucherdateien deklarieren. Abgerufen am 2026-10-14.
- Dresdner Codex: historisches Förstemann-Faksimile aus Linda Scheles Exemplar
Ernst Wilhelm Förstemann, historischer Herausgeber; FAMSI, öffentlicher Digitalzugang · Förstemann-Ausgaben1880/1892; digitaler FAMSI-Zugang, PDF-Metadaten2003
Gesamte kurze FAMSI-Veröffentlichungsseite und die drei Bildfenster 21 c, 22 c und 49 a in ihrem ganzen Seitenkontext betrachtet. Seite 49 mit dem ausdrücklich beschrifteten Teilfaksimile 46–59 abgeglichen.
Keine Ganzlektüre der 74 Seiten oder eigene Schriftentzifferung. FAMSI nennt Förstemanns Version und Linda Scheles Exemplar; eine bestimmte Auflage ist hier nicht sicher datiert. Historisches Faksimile, kein modernes Foto des Originals. Tremains Deutungen bleiben ihr zugeordnet; Kingsborough und Villacorta sind andere Bildzeugen. Abgerufen am 2026-10-14.
- SLUB: Geschichte der Reproduktionen des Dresdner Codex
Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden · Institutioneller Vermittlungstext, abgerufen 2026-10-14
Gesamte relevante Reproduktionsgeschichte gelesen: 1880/1892, 1932, 1962, 1975 und 2008; Förstemanns Lebensdaten 1822–1906.
Kurze Datierungseinordnung. Verlinkte Ausgaben wurden dadurch nicht sämtlich gelesen; heutige SLUB-Fotos wurden aus diesem Text nicht erworben. Abgerufen am 2026-10-14.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-14. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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