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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Ix Chel: benannter Kult und vorsichtige Bildzuordnung

Was sagt eine historische Namensnennung, wenn das zugehörige Bild nicht eindeutig benannt ist?

4–5 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Ein Name in einer beschriebenen Zusammenkunft

Landa nennt Ixchel in einem Festtag der Heilkundigen. Die Teilnehmenden bringen ihre Bündel und kleine Bilder mit. Daneben stehen weitere angerufene Namen. Der Beleg betrifft eine benannte Figur in einem sozialen und rituellen Zusammenhang, keine vollständig erzählte Götterbiografie.

Der Bericht ist keine medizinische Bestätigung

Der Text bezeichnet die Figur als zur Medizin gehörig und führt verschiedene Gegenstände der Praxis an. Seine Wertungen und Bezeichnungen sind koloniale Vermittlung. Die Darstellung hält die Menschen, ihre Gegenstände und die angerufenen Figuren auseinander. Sie macht aus den historischen Angaben keine heutige Heilwirkung oder praktische Empfehlung.

Nachlesen: [1] S.288/PDF411

Ein junges Bild ist noch kein Ix-Chel-Name

Tremain trennt in ihrer 2013-Untersuchung die jugendliche Göttin I von dem Mondbild auf Dresden 49 a. Sie untersucht Namenzeichen und Bildmuster. Diese begrenzte Identifizierung wird nicht als vollständige Namensgleichung mit Landas Ixchel-Nennung ausgegeben.

Die fehlenden Stationen bleiben sichtbar

Zwischen einem kolonialen Namen und einer früheren weiblichen Darstellung stehen mehrere Fragen: Ist eine Schriftlesung vorhanden? Bezeichnet sie dieselbe Figur? Gehört das Bild zu demselben Zeitraum und Ort? Das Profil gibt diesen Fragen Raum, bevor es eine Bildrolle mit allen Eigenschaften einer anderswo benannten Gestalt füllt.

Welche Eigenschaften trägt die Quelle?

Lies die benannte Feststelle und den gesonderten Bildvergleich. Welche Aussage ist unmittelbar belegt, welche benötigt einen zusätzlichen Identitätsnachweis? Alter, Geschlecht und ein ähnliches Bildmotiv reichen für eine ganze Biografie nicht aus.

Ein Bericht aus einem kolonialen Verhältnis

Landa beschreibt die Schriftbücher als Träger älterer Geschichte und von Wissen. Auf derselben Seite berichtet er, dass solche Bücher wegen der von ihm abgelehnten Religion verbrannt wurden und die Betroffenen darunter litten. Bewahrung von Angaben und gewaltsame Zerstörung ihrer Überlieferung gehören zum selben Quellenverhältnis.

Der Druck von 1864 setzt spanischen Text, französische Übersetzung und spätere Noten nebeneinander. Wir verwenden benannte spanische Stellen und kennzeichnen die Kommentare. Eine historische Zuschreibung zu Medizin oder Vorhersage wird dadurch nicht zur heutigen Behandlungsempfehlung oder erwiesenen Zukunftskenntnis.

Welches Faksimile siehst du?

FAMSI stellt das historische Förstemann-Faksimile aus Linda Scheles Exemplar bereit. Es vermittelt einen älteren Zustand des Dresdner Codex. Die drei gezeigten Bildstellen sind 49 a, 21 c und 22 c; ihre vollständigen Blattansichten stehen neben den vergrößerten Details. Tremains Forschungsabbildungen und ihre Identifizierungen bleiben eigene Nachweise.

Eine Reproduktion hat ihre eigene Zeit

Die SLUB unterscheidet Förstemanns Ausgaben 1880/1892 von späteren Nachzeichnungen, Reproduktionen und der Digitalisierung 2008. Das Faksimiledatum wird daher nicht als Entstehungsjahr des Maya-Manuskripts ausgegeben. Die konkrete Auflage des hier digitalisierten Exemplars bleibt ohne Titelblatt offen.

Die historische Namensstelle

Eigener Leseausschnitt aus S.288. Name und Praxiszusammenhang tragen noch keine Identifikation sämtlicher früherer Bilder. Vollständiges Original öffnen

Bildfenster 49 a

Dresden 49 a im historischen Förstemann-Bildzeugen. Originalbild und wissenschaftliches Namensetikett bleiben getrennt. Vollständiges Original öffnen

Das untere Register 21 c

Dresden 21 c: Der Bild-/Namensvergleich wird im Haupttext als benanntes Forschungsargument erschlossen. Hier steht ein historischer Bildzeuge ohne ergänzte Zeichen. Vollständiges Original öffnen
Nachlesen: [3] Codex21c/PDF21

Die beschädigte Fortsetzung 22 c

Dresden 22 c: Beschädigung wird sichtbar gelassen. Ein Vorschlag zur Lesung ist keine erhaltene Linie im Faksimile. Vollständiges Original öffnen
Nachlesen: [3] Codex22c/PDF22

Die Figur in ihren Quellen

Ix Chel

Benannte Fassung
Genaue PDF-/Druck- und Objektnummern in den Profilabschnitten

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Relación de las cosas de Yucatán

Historischer spanischer Text im Sammeldruck 1864 mit gegenüberliegender französischer Übersetzung und Herausgebernoten. Die hier verwendeten spanischen Fenster sind einzeln begrenzt.

Alter des berichteten Motivs, koloniale Niederschrift und Druckjahr 1864 getrennt.

Sprache: Spanisch; yukatekische Namen historisch vermittelt

Benutzte Ausgabe

Relación de las cosas de Yucatán: ausgewählte Seiten im Sammeldruck 1864

Historischer spanischer Text im Sammeldruck 1864 mit gegenüberliegender französischer Übersetzung und Herausgebernoten. Die hier verwendeten spanischen Fenster sind einzeln begrenzt.

Brasseur de Bourbourg 1864; benannte PDF-/Druckstellen im Lesebeleg.

Sprache: Spanischer Haupttext; französische Übersetzung und Noten gesondert

Überlieferter Text

Dresdner Codex: konkreter historischer Bildzeuge

Ausgewählte Folioseiten 21/22/49 als eigene Bildzeugen für die begrenzte Bildnamensfrage.

Historisches Manuskript; Erscheinungsjahr des Faksimiles ist kein Manuskriptdatum.

Sprache: Maya-Bildschrift; keine eigene vollständige Entzifferung

Benutzte Ausgabe

Historisches Förstemann-Faksimile, FAMSI-Schele-Exemplar

Öffentlich angebotenes FAMSI-PDF 74 Seiten. Bildbyte-Abgleich des Teil-PDFs 46–59 zeigt Codex 49 auf Gesamt-PDF 28. Die Gesamt-PDF-Reihenfolge ist keine unbesehen übernommene Folionummerierung.

Förstemann-Ausgaben 1880/1892; konkrete Auflage hier nicht anhand eines fehlenden Titelblatts bestimmt.

Sprache: Historische Bildreproduktion; institutionelle Beschreibung auf Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte yukatekische Kolonialtexte und konkrete klassische/postklassische Maya-Bildwerke, getrennte heutige Interpretationen
Verwendeter Ausschnitt
Landa und Lizana im1864-Druck, begrenzte Seiten; Tremain2013 als eigenes Forschungsargument; aktuelle Met-Kataloge als spezifische Objektinterpretationen.
  1. Landa: benannte yukatekische Rollen im spanischen Druck

    Diego de Landa; Ausgabe und französische Übersetzung Charles-Étienne Brasseur de Bourbourg · 1864, Paris: Auguste Durand; koloniales Werk16.Jahrhundert

    Ausgewählte spanische Hauptseiten 34/36/38,40/42,146/148,216/226,242/256,284/286/288/290,298/300/302,316 vollständig gelesen, samt dort sichtbaren historischen Noten. Deutsche Zusammenfassung vorwiegend aus dem spanischen Haupttext.

    Keine Ganzlektüre des 647 seitigen Sammeldrucks. Französische gegenüberliegende Seiten teilweise mitgelesen, nicht vollständig kollationiert. Unvollständige OCR durch fünf tatsächliche Scanseiten geprüft; historische Schreibungen und Übersetzeranmerkungen getrennt. Missionsurteile und beschriebene Medizin werden nicht als heutige Aussagen übernommen. Abgerufen am 2026-10-14.

  2. Patterns in the Dresden Codex: Namen und Bildgestalten

    Cara G. Tremain, University of Calgary · 2013, The PARI Journal14(1), S.6–12

    Alle sieben PDF-Seiten einschließlich Literaturverzeichnis gelesen. Ganze gerenderte Seiten 6 und 9 mit Abb.1,6,7 gesehen.

    Forschungsargument, keine eigene Entzifferung der Handschrift. Die Abbildungen vermitteln Kingsborough beziehungsweise Villacorta; keine direkte Ganzseitenkollation des Originals. Andere zitierte Studien nicht als selbst vollständig gelesen ausgeben. Kurze eigene Paraphrase, private Quellenbilder nicht als freie Besucherdateien deklarieren. Abgerufen am 2026-10-14.

  3. Dresdner Codex: historisches Förstemann-Faksimile aus Linda Scheles Exemplar

    Ernst Wilhelm Förstemann, historischer Herausgeber; FAMSI, öffentlicher Digitalzugang · Förstemann-Ausgaben1880/1892; digitaler FAMSI-Zugang, PDF-Metadaten2003

    Gesamte kurze FAMSI-Veröffentlichungsseite und die drei Bildfenster 21 c, 22 c und 49 a in ihrem ganzen Seitenkontext betrachtet. Seite 49 mit dem ausdrücklich beschrifteten Teilfaksimile 46–59 abgeglichen.

    Keine Ganzlektüre der 74 Seiten oder eigene Schriftentzifferung. FAMSI nennt Förstemanns Version und Linda Scheles Exemplar; eine bestimmte Auflage ist hier nicht sicher datiert. Historisches Faksimile, kein modernes Foto des Originals. Tremains Deutungen bleiben ihr zugeordnet; Kingsborough und Villacorta sind andere Bildzeugen. Abgerufen am 2026-10-14.

  4. SLUB: Geschichte der Reproduktionen des Dresdner Codex

    Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden · Institutioneller Vermittlungstext, abgerufen 2026-10-14

    Gesamte relevante Reproduktionsgeschichte gelesen: 1880/1892, 1932, 1962, 1975 und 2008; Förstemanns Lebensdaten 1822–1906.

    Kurze Datierungseinordnung. Verlinkte Ausgaben wurden dadurch nicht sämtlich gelesen; heutige SLUB-Fotos wurden aus diesem Text nicht erworben. Abgerufen am 2026-10-14.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-14. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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