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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Tanit: Ein Name, ein Zeichen und konkrete Stimmen

Punische Stelen nennen Tanit und Baal Hammon gemeinsam, bewahren Namen der Stiftenden und beschreiben unterschiedliche Bildprogramme.

3 Minuten Lesezeit

Der Name steht in einer Widmung

Die Stele AO 23164 nennt Tanit mit der Bezeichnung Gesicht des Baal und richtet die Weihung zugleich an Baal Hammon. Der Stifter Bodeshmoun wird über Vater und Großvater eingeordnet. Die Inschrift ist eine Handlung einer bestimmten Person, keine vollständige Göttergeschichte.

Die andere Stele AO 5153 bewahrt eine weibliche Dedikation: Ṣophonibaʿal stiftet und wird ebenfalls durch eine Namensreihe bezeichnet. Dass ihre Stimme gehört worden sei, gehört zur Aussage der Weihung.

Ein Zeichen ist keine sichere Porträtaufnahme

Der Katalog beschreibt auf AO 23164 ein sogenanntes Tanit-Zeichen über einem Sockel beziehungsweise Altar. Auf AO 5153 stehen in der Beschreibung hingegen architektonische und pflanzliche Ornamente im Vordergrund.

Benennung, Zeichen und dargestellte Gestalt sind deshalb nicht automatisch dasselbe. Hier wird die Katalogbeschreibung erläutert; eine eigene neue Bildsichtung oder eine sichere historische Porträtidentifizierung wird nicht daraus gemacht.

Unsicherheit gehört zum lokalen Profil

Für AO 23164 ist Carthage angegeben, die genauere Zuordnung zum Tophet mit einem Fragezeichen versehen. Für AO 5153 nennt der Katalog Carthage als unsicher und überliefert eine alternative Herkunftsangabe Utique.

Beide Widmungen erlauben den Vergleich von Anrede und Stiftenden. Für eine vollständige Rekonstruktion eines Ritualablaufs oder jedes zugehörigen Opfergeschehens reichen diese kurzen Texte allein nicht.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

In den benannten lokalen Quellen
Wie unterscheiden sich eine benannte Göttin, ein ihr zugeordnetes Zeichen und ein identifiziertes Porträt?

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Weihung des Bodeshmoun an Tanit und Baal Hammon

Vierzeilige Widmung; beschädigter Träger und Kataloglesung nach Foto/CIS, nicht eigene Zeichenkollation.

Die jeweilige Katalogdatierung gehört zum Träger, nicht zur Entstehung einer universellen Gottesbiografie.

Sprache: Punisch

Erhaltener Textzeuge

AO 23164 / CIS 2203, Kalksteinstele aus Carthage (Tophet ?)

AO 23164 / CIS 2203, Kalksteinstele aus Carthage (Tophet ?); keine unabhängige Autopsie.

Träger- und Herkunftsangaben aus dem benannten Katalog.

Sprache: Punisch

Benutzte Ausgabe

Französische Museumswiedergabe: Weihung des Bodeshmoun an Tanit und Baal Hammon

Vierzeilige Widmung; beschädigter Träger und Kataloglesung nach Foto/CIS, nicht eigene Zeichenkollation. Eigene deutsche Erläuterungen, keine vollständige öffentliche Übernahme der französischen Übersetzung.

Gelesene Online-Katalogfassung am 2026-10-17

Sprache: Französisch nach Punisch

Überlieferter Text

Weihung der Ṣophonibaʿal an Tanit und Baal Hammon

Sechszeilige weibliche Dedikation; unsichere Provenienz und breit angesetzte Datierung nicht präzisiert.

Die jeweilige Katalogdatierung gehört zum Träger, nicht zur Entstehung einer universellen Gottesbiografie.

Sprache: Punisch

Erhaltener Textzeuge

AO 5153 / CIS 371, Carthage (?) / alternative Herkunft Utique nach Hérisson

AO 5153 / CIS 371, Carthage (?) / alternative Herkunft Utique nach Hérisson; keine unabhängige Autopsie.

Träger- und Herkunftsangaben aus dem benannten Katalog.

Sprache: Punisch

Benutzte Ausgabe

Französische Museumswiedergabe: Weihung der Ṣophonibaʿal an Tanit und Baal Hammon

Sechszeilige weibliche Dedikation; unsichere Provenienz und breit angesetzte Datierung nicht präzisiert. Eigene deutsche Erläuterungen, keine vollständige öffentliche Übernahme der französischen Übersetzung.

Gelesene Online-Katalogfassung am 2026-10-17

Sprache: Französisch nach Punisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Konkret benannte levantinische, ägyptische und punische Zeugnisse sowie griechische Vermittlung
Verwendeter Ausschnitt
Die je Abschnitt genannten Inschriften, Kataloge und begrenzten wissenschaftlichen Textfenster
  1. Punische Weihstele AO 23164 / CIS 2203

    Musée du Louvre

    Vollständiger kurzer Sach-Katalogtext einschließlich vier transliterierter Zeilen, französischer Übersetzung, Beschädigung, Zeichenbeschreibung und Datierung gelesen.

    Keine eigenständige epigraphische oder visuelle Kontrolle. Der Katalog gründet seine Lesung auf Foto und CIS; das ist nicht unsere eigene Fotolesung. Carthage ist angegeben, Tophet-Zuordnung hat ein Fragezeichen. Kein Opferablauf aus der kurzen Widmung erfunden. Abgerufen am 2026-10-17.

  2. Punische Weihstele der Ṣophonibaʿal, AO 5153 / CIS 371

    Musée du Louvre

    Vollständiger kurzer Sach-Katalogtext einschließlich sechs transliterierter Zeilen, französischer Übersetzung, weiblicher Dedikation und unsicherer Provenienz gelesen.

    Keine eigene Zeichen- oder Bildprüfung. Carthage fraglich; als alternative Herkunft wird Utique nach Hérisson genannt. Breite Katalogdatierung nicht als präzises Einzeljahr ausgegeben. Keine vollständige Biografie der Stifterin aus ihrer Namensreihe. Abgerufen am 2026-10-17.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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