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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Hiʻiakaikapoliopele: Verhandeln, heilen und widersprechen

Die jüngste Hiʻiaka übernimmt Peles Auftrag, handelt Bedingungen aus, benötigt Begleiterinnen und Helfer und bricht schließlich mit dem Hof. Sie rettet Leben, tötet aber auch und muss von zerstörerischer Rache abgehalten werden.

5–6 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Zwei gemalte Frauen stehen auf einem Küstenfelsen. Eine weist zur hoch liegenden dunklen Höhle, die andere stützt sich auf den Fels und blickt ebenfalls hinauf; darunter bewegt sich das Meer.
Freie heutige KI-Illustration zur schwierigen Annäherung an Lohiʻaus Höhle in Emersons Hiʻiaka-Zyklus von 1915, KapXXIII–XXVIII. Hiʻiaka und Wahine-omaʻo betrachten gemeinsam den noch ungelösten Aufstieg. Körper, Kleidung, Gesten und Küstenlandschaft sind frei gestaltet; keine historische Aufnahme, vermessene Ansicht oder Zugangsempfehlung für einen realen Ort bei Hāʻena. Die Wiederbelebung und Regenbogen gehören zu späteren Handlungsmomenten. Keine Übernahme der bei Mālama Mākua vorgestellten Kunst. Textgrundlage

Welche Hiʻiaka?

Der Name Hiʻiaka gehört im Buch mehreren Schwestern. Die Reiseheldin ist Hiʻiaka-i-ka-poli-o-Pele. Andere betreuen Peles Schlaf, werden selbst um die Reise gebeten, treten als Feuerbrigade auf oder verlassen später den Hof. Ein Name mit anderem Zusatz bezeichnet nicht automatisch dieselbe Frau.

Auch die Geburt hängt von der Fassung ab: Emersons Einleitung und der heutige Kahoʻiwai-Eintrag erzählen unterschiedliche Vorgänge bei Haumea. Kahoʻiwai nennt ein Ei aus dem Mund, das Pele an ihrer Brust trägt. Eine einzige nahtlose Geburtsgeschichte würde diese beiden Zeugnisse verändern.

Der Tanz und das schutzbedürftige Zuhause

Zu Beginn sammelt Hiʻiaka lehua und begegnet Hōpoe und Haena beim Tanz. Hōpoe vermittelt ihr Wissen und steht ihr besonders nahe. Die Waldblüten und die Freundin sind daher keine Dekoration der späteren Reise: Ihr Schutz gehört zu der Bedingung, unter der Hiʻiaka den Auftrag annimmt.

Ihre Zustimmung ist nicht von Anfang an ein souveräner Vertrag zwischen Gleichrangigen. Sie wird zur Loyalität gedrängt und muss Kraft und Begleitung erst erlangen. Mehrere Angehörige wirken daran mit, dass Pele die nötige Unterstützung gewährt.

Retten und gefährden

Im Kampf schützt sie ihre Begleiterinnen, ist aber auf deren Wache und weitere Mächte angewiesen. Pa-pulehu stirbt auf einem Weg, vor dem sie gewarnt hatte. In Maui gewinnt Hiʻiaka die Zuneigung zu Mana-mana-ia-kalu-ea erst, nachdem Wahine-omaʻo sich für die Frau interessiert. Die Wiederbelebung folgt aus diesem gemeinsamen Geschehen.

Andere Begegnungen enden durch Hiʻiakas Gewalt: Sie tötet einen Häuptling im Streit um Bewirtung und später Frauen, die keinen Fisch abgeben. Ihre Macht ist nicht bei jedem Einsatz fürsorglich. Die Begriffe und Urteile des Herausgebers entschuldigen diese Folgen nicht.

Eine lange Arbeit für Lohiʻau

Die tote Person, die sie finden soll, bringt den Auftrag an eine neue Grenze. Hiʻiaka überwindet Wächterinnen und Felswand; Wahine-omaʻo hilft beim Körper und hört die Gebete kritisch an. Malae-haʻa-koa schützt die Arbeit vor Zuschauern. Heilung ist als längere Folge und Zusammenarbeit erzählt.

Die Erläuterungen im Buch unterscheiden mehrere angerufene Namen, darunter Laka ausdrücklich von der hula-Göttin gleichen Namens. Die Vorgänge werden hier beschrieben, ohne daraus eine Aufführung oder eine Heilanleitung zu machen.

Der Bruch ist nicht nur Eifersucht

Von Oʻahu aus erkennt Hiʻiaka den Schaden in Puna und den Verlust Hōpoes. Sie beginnt, Peles Auftrag gegen dessen Urheberin zu wenden. Auch Lohiʻau und Wahine-omaʻo werden dabei von ihr beeinflusst. Das verändert ihre Rolle von der bedrängten Schwester zur Akteurin, die andere selbst in ihre Pläne zieht.

Als Lohiʻau stirbt, droht ihre Suche in eine Flut umzuschlagen, die mehr als Pele zerstören würde. Wahine-omaʻo, zuvor von Hiʻiaka aus dem Tod zurückgeholt, erreicht sie mit der Erinnerung an geteilte Not. Hiʻiaka lässt sich umstimmen. Ihre Beziehung zu einer Begleiterin begrenzt ihre Macht.

Fortgehen und wiedererkennen

Hiʻiaka nimmt ihren früheren Platz am Hof nicht mehr ein. Mit den beiden Begleiterinnen und mehreren Schwestern fährt sie fort. Ausgerechnet Pele-ula, ihre frühere Gegenspielerin beim kilu, bietet ihr wieder Aufnahme.

Lohiʻau ist von Kāne-milo-hai erneut ins Leben gebracht worden. Im Tanzhaus von Kou antwortet er auf ihr Lied. Die Stimme ermöglicht das Wiedererkennen. Emersons Ende ist diese Begegnung; die beabsichtigte Fahrt nach Kauaʻi ist kein zusätzlich erzähltes Schlusskapitel.

Der eigene Ort einer anderen Fassung

In der von Mālama Mākua veröffentlichten Auswahl belebt Hiʻiaka eine junge Bewohnerin wieder, die der zurückgewiesene Pōhakuloa getötet hat. Sie spricht mit einem zunächst zweifelnden Ortsoberhaupt, mit Frauen aus dem Bergland und mit einem bedrohten Rätselreisenden. Die Auswahl zeigt andere Begegnungen, statt nur die bekannteste Vulkanszene zu wiederholen.

Der Kahoʻiwai-Eintrag benennt neben Heilung und hula auch ihre Beziehungen und Namen. Beide heutigen Vermittlungen werden kenntlich gemacht. Sie werden nicht als Zustimmung zu jeder Übersetzungsentscheidung Emersons ausgegeben.

Die moderne Namensorientierung

Kahoʻiwai behandelt Hiʻiakaikapoliopele als benannten Eintrag und verbindet sie mit Hōpoe, dem Pele-Kreis, der Reise nach Kauaʻi, Heilung und hula. Die Beschreibung und das Namenfeld sind ein eigener Wissenszugang; die dort genannte Literatur wird nicht schon durch ihren Eintrag vollständig gelesen.

Wer belebt Lohiʻau am Ende wieder?

Die kurze DTL-Nacherzählung lässt Hiʻiaka nach Peles tödlichem Feuer Lohiʻau ein zweites Mal ins Leben zurückholen. Eine Rückkehr des Paares nach Kauaʻi nennt sie ausdrücklich für einige Versionen. Hōpoe wird dort als zur Steingestalt verwandelte Freundin beschrieben. Das sind konkrete Angaben dieser Zusammenfassung.

Emersons vollständige Buchfassung verteilt die Schlussarbeit anders: Kāne-milo-hai übernimmt die erneute Wiederbelebung, und das Wiedererkennen folgt im Tanzhaus von Kou. Der Unterschied wird im Vergleich sichtbar gehalten. DTLs kurzer Schluss wird weder in Emersons Handlung eingesetzt noch als tatsächlich gelesenes vollständiges Ende sämtlicher anderen Versionen bezeichnet.

Weiterdenken

Wie lässt sich Hiʻiakas eigene Perspektive erzählen, ohne sie zur bloßen Helferin oder zur fehlerlosen Heldin zu machen?

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Eigene Handlungen im gemeinsam gelesenen Hiʻiaka-Zyklus
Quellenstellen und Unterschiede im eigenen Profil; keine universelle Lebensgeschichte aller Fassungen.

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Pele and Hiiaka: Emersons literarische Zusammenstellung

Emerson verarbeitet Zeitungsserien, Auskünfte und weitere Beiträge. Auslassungen, Varianten und eigene Erläuterungen gehören zur erhaltenen Werkgestalt.

Werkgestalt in der Ausgabe von 1915; keine Datierung sämtlicher Überlieferungen oder der erzählten Ereignisse.

Sprache: Englische Erzählprosa mit hawaiianischen Liedern und englischen Übersetzungen

Benutzte Ausgabe

Pele and Hiiaka, Honolulu, März 1915

Erworbener historischer Scan und OCR, vollständig gelesen; punktuelle Namenkontrolle am Scan. Keine vollständig visuelle Durchsicht aller Buchseiten.

1915 an Titel- und Copyrightseiten bestätigt.

Sprache: Historische englische Herausgeberfassung und hawaiianische Paralleltexte

Überlieferter Text

He Moʻolelo Kaʻao no Hiʻiaka-i-ka-poli-o-Pele, Ka Hōkū o Hawaiʻi 1924–1928

Julia Keonaona, Stephen Desha Sr. und weitere Mitwirkende nach den Angaben der öffentlichen Vermittlung. Nicht der gesamte Zeitungstext gelesen.

18. September 1924 bis 17. Juli 1928 nach Mālama Mākua.

Sprache: Hawaiianische Zeitungsserie, hier nur durch öffentliche englische Auswahl erschlossen

Benutzte Ausgabe

Kepa Malys öffentliche Mākua-Auswahl bei Mālama Mākua

Vollständige öffentliche Seitenauswahl gelesen. Die Unvollständigkeit der Gesamtübersetzung und ein fehlender Rätselabschnitt werden ausdrücklich genannt.

Webseite und Auswahl undatiert; die einzelnen Zeitungsausschnitte tragen Daten von 1926/1927.

Sprache: Englische Synopsen mit ausgewählten hawaiianischen Chants und Übersetzungen

Welche Zeit ist gemeint?

  • Erzählte Reisezeit; ohne historisch gesichertes Kalenderdatum.
  • 1915: Emersons gedruckte Zusammenstellung.

Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Hiʻiaka-Zyklus in Emersons vollständiger Ausgabe; heutige öffentliche Mākua-Vermittlung dort, wo ausdrücklich genannt.
Verwendeter Ausschnitt
Nathaniel B. Emerson, Honolulu 1915; Mākua-Auswahl separat nach Kepa Maly und Mālama Mākua.
  1. Pele and Hiiaka: Nathaniel B. Emersons Ausgabe von 1915

    Nathaniel B. Emerson, Herausgeber und Übersetzer einer Zusammenstellung; keine unveränderte einzelne Erzählerstimme · Honolulu: Honolulu Star-Bulletin, veröffentlicht März 1915

    Vorwort, Einleitung, Kapitel I–XXXVIII, sämtliche englische Übersetzungen und Fußnoten, Erstzeilenregister und Abbildungsverzeichnis vollständig in der erworbenen OCR gelesen (89679 Wörter). Titel/Copyright und vier kritische Namenstellen am Quellenscan betrachtet.

    Hawaiianische Texte nicht eigenständig philologisch übersetzt. Herausgeber verbindet und kürzt Fassungen; seine Wertungen, zoologischen Angaben, Klimabehauptungen und geografischen Spekulationen bleiben historisch zugeordnet. Kamapuaʻa nur beiläufig; kein vollständiger Kumulipo. Nicht der gesamte PDF-Band visuell geprüft. Abgerufen am 2026-10-14.

  2. Hiʻiaka in Mākua: öffentliche Vermittlung durch Mālama Mākua

    Mālama Mākua; englische Synopsen von Kepa Maly; Zeitungsvorlage zusammengestellt von Julia Keonaona, Stephen Desha Sr. und weiteren Mitwirkenden · Undatierte öffentliche Webseite; bezeichnete Zeitungsausschnitte November 1926 bis Januar 1927 aus einer Serie 1924–1928

    Vollständiger erworbener öffentlicher Seitentext einschließlich Überlieferungsangaben, ausgewählter Mākua/Waiʻanae-Episoden und Grenzen gelesen; 7015 Wörter in drei vollständigen Fenstern.

    Keine vollständige Übersetzung oder Lektüre der ganzen Zeitungssendung. Öffentlich ausgewählte Synopsen und eingebettete Chants, nicht Aufführungserlaubnis oder physische Zugangserlaubnis. Haley Kailiehus Kunst von 2014 nicht übernommen. Verlinkte Literatur und heutiger Rechtsstatus nicht pauschal geprüft. Abgerufen am 2026-10-14.

  3. Kahoʻiwai: Hiʻiakaikapoliopele

    Puaokamele Dizon und Annemarie Paikai; genaue Erstellungs-/Bearbeitungsrollen im Eintrag · Undatierter öffentlicher Kahoʻiwai-Eintrag

    Vollständige englische Beschreibung, Namenfeld, Zuordnungs-/Quellenfelder und Ersteller-/Bearbeiterangaben gelesen. Hawaiianische Paralleltexte nicht eigenständig philologisch ausgewertet.

    Benannte heutige Wissensordnung, keine einzelne unveränderte alte Erzählfassung. Verzeichnete Literatur wurde nicht allein durch ihre Nennung vollständig gelesen. Kein Nachvollzug religiöser Formeln oder Kopieren geschützter Kunstbilder. Abgerufen am 2026-10-14.

  4. DTL: Cultural Narrative, prepared for Hawaiʻi State Energy Office — ausgewählte kulturelle Erzählfenster

    DTL, Hawaiian strategy studio; im Auftrag des Hawaiʻi State Energy Office · 2022, tatsächlich in Kopfzeilen gesehen

    PDF-Seiten 0–20 und54–56 vollständig als Text gelesen; sechs bezeichnete Quellenseiten zusätzlich am Scan gesehen. Herkunfts-/Kumulipo-Synopse, benannte Kāne/Kanaloa-Wasserreise und eigene Gegenwartsrahmung.

    Auswahl aus57 Seiten, nicht ganzer Bericht. Synopsis keine vollständige Übersetzung; allgemeine Superlative/Population/Politik nicht unabhängig geprüft. Bibliografie nicht mit vollständiger Lektüre ihrer Bücher gleichgesetzt; moderne Reportbilder nicht automatisch frei nutzbar. Abgerufen am 2026-10-15.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-15. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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