Ein Name kann eine veränderte Gestalt begleiten
In Kapitel VI der Historia nimmt Tezcatlipoca nach der Wiederaufrichtung des Himmels den Namen Mixcoatl an. Die Episode verbindet den Wandel mit neu entzündetem Feuer. Die alte englische Namensdeutung wird hier nicht als gesicherte heutige Etymologie übernommen. Sicher belegt ist zunächst die ausdrückliche Verbindung in diesem Kapitel.
Camasale trägt ebenfalls diesen Namen
Kapitel VIII nennt Camasale und fügt an, dass er auch Mixcoatl heiße. Es erzählt die Erschaffung von Menschen, Kämpfe, Opfer und einen besonderen zweiköpfigen Hirsch. Der Hirsch bringt in der Erzählung Sieg; sein späterer Verlust verändert die Lage. Die Verbindung ist ein Textbefund, keine unbesehene Gleichung aller in unterschiedlichen Orten verehrten Gestalten.
Ein Sohn führt nach Tula
Derselbe Abschnitt berichtet von einer Verbindung mit einer Frau, deren Herkunft auf Tezcatlipocas geschaffene Frauen bezogen wird. Der Sohn Ceacalt übt, kämpft und wird zum Herrn von Tula gewählt. Sein späterer Weggang und Tod gehören zur benannten Folge. Die Mutter wird hier nicht mit einem aus einer anderen Fassung vertrauten Namen ergänzt.
Eine Abstammung ist keine allgemeine Volksgeschichte
Die historische englische Vermittlung setzt Gruppen mit pauschalen Namen und abwertenden Beschreibungen zueinander in Beziehung. Dieses Profil übernimmt diese Gleichsetzungen nicht als heutige ethnische Klassifikation. Es zeigt stattdessen, wie Feuerrolle, Camasale-Verbindung und Ceacalt-Abstammung in bestimmten Abschnitten zusammenkommen und dennoch unterschiedliche Nachweise benötigen.
Jagdgeräte begründen eine mögliche regionale Bildzuordnung
Das Museo Nacional de Antropología beschreibt 2015 das Pektoral 03.0-00678 aus Antiguo Tamuín in der Huasteca. Eine nach rechts blickende Gestalt trägt Pfeile; der Museumstext erwägt deshalb eine Mixcoatl-Zuordnung. Der Jagdbezug ist ein begründeter Vorschlag für dieses Werk. Er ist keine sichere universelle Identifizierung jeder Pfeilgestalt und kein Ersatz für die verschiedenen Namensfolgen der Historia.
Eine Fassung hat einen eigenen Überlieferungsweg
Koloniale Texte geben ältere Erzählungen durch bestimmte Sprachen, Schreibungen und Auswahlverfahren weiter. Hier sind historische Übersetzungen, französischer Textzeuge und spätere wissenschaftliche Kommentare einzeln benannt. Eine gleiche Rolle in zwei Texten macht deren unterschiedliche Ereignisse nicht automatisch zu einem einzigen Lebenslauf.
Die englische Historia erklärt selbst, dass Namen nach Gemeinschaft und Sprache wechseln. Das ist ein Grund, Beziehungen sorgfältig zu lesen; es ist keine Erlaubnis, Nahua-, Maya- und karibische Figuren in einen gemeinsamen Stammbaum einzutragen.
Überlebende und ein benanntes Siegmittel bleiben unterscheidbar
KapitelVIII nennt vier unbenannte Söhne und eine Tochter Camasales sowie Ximbel und Mimichil unter den Überlebenden eines Angriffs. Ein zweiköpfiger Hirsch erscheint als gefangenes, verehrtes und mitgeführtes Siegmittel. Namen, Gruppe und einzelnes Wesen erhalten gesonderte Einträge. Die pauschalen abwertenden Gruppenurteile der historischen englischen Übersetzung werden nicht als heutige Klassifikation übernommen.
Die Figur in ihren Quellen
Mixcoatl
Eigene Rolle in benannten Fassungen; lokale Namen, Herausgebernormalisierung und unterschiedliche Textbiografien nicht universal gleichgesetzt.
Benannte Fassung
Genaue Kapitel-/Druckstellen in den Profilabschnitten
Die Figur in ihren Quellen
Camasale in Kapitel VIII der Historia
Ausdrücklich auch Mixcoatl genanntes Rollenfenster, unterschieden vom Tezcatlipoca-Namenswechsel in Kapitel VI. Keine universelle Gleichsetzung aller lokal benannten Gestalten.
Benannte Fassung
Kapitel VIII, S.622–624
Gruppe im Quellenbezug
Vier Söhne und eine Tochter Camasales
Ausdrücklich unbenannte geschaffene Gruppe mit Herabstieg und Angriff. Anzahl und Handlung belegt, keine fünf erfundenen Namen.
Benannte Fassung
Kapitel VIII, S.622–623
Die Figur in ihren Quellen
Ximbel als Überlebender der Historia
Individuell benannter Überlebender neben Mimichil und dem verwandelten Camasale. Knappe Attestation, keine ergänzte Familie oder weitere Abenteuer.
Benannte Fassung
Kapitel VIII, S.623
Die Figur in ihren Quellen
Mimichil als Überlebender der Historia
Eigene Namensnennung unter den Überlebenden. Keine pauschale Gleichsetzung mit ähnlich geschriebenen Namen anderer Fassungen.
Benannte Fassung
Kapitel VIII, S.623
Die Figur in ihren Quellen
Zweiköpfiger Hirsch der Historia
Unbenanntes individuelles Wesen: herabfallend, gefangen, als göttlich verehrt und als Siegmittel mitgeführt. Kein zoologischer Befund oder universelles Hirschsymbol.
Benannte Fassung
Kapitel VIII, S.623
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Historia de los Mexicanos por sus pinturas
Englische Ausgabe 1883, online FAMSI; nur dokumentierte Kapitel.
Werk, Textzeuge, Druck und heutige digitale Bereitstellung haben verschiedene Daten.
Sprache: Historische englische Übersetzung eines kolonialen spanischen Berichts
Benutzte Ausgabe
Historia de los Mexicanos por sus pinturas: benannter Lesezugang
Nur die im Quellenregister dokumentierte Lektüre; keine universelle Nahua-Gesamtfassung.
Englische Ausgabe 1883, online FAMSI; nur dokumentierte Kapitel.
Sprache: Historische englische Übersetzung eines kolonialen spanischen Berichts
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Benannte Nahua-Fassungen; lokale Zuschreibungen und Forschungsbegriffe getrennt
- Verwendeter Ausschnitt
- Quellenfenster in Phillips1883, de Jonghe1905, Velázquez1992 und Sahagún/Bustamante1829; Forschungsargumente1999/2016 separat.
- Historia de los Mexicanos por sus pinturas: historische englische Übersetzung
Anonymer kolonialer Bericht; Henry Phillips Jr., Übersetzer und Herausgeber 1883; digitale Vermittlung Alec Christensen · 1883; kolonialer Ausgangstext16. Jahrhundert
FAMSI section 01–09: Einleitung und Kapitel I–VIII vollständig gelesen; section 22: ausschließlich kosmologischer Anfang von Kapitel XXI bis zum Regenabsatz; section 25: Anmerkungen 1–16 gelesen.
Digitale Wiedergabe einer historischen Übersetzung. Keine eigene spanische Kollation. Ältere englische Tierbezeichnungen und Etymologien sind nicht ohne Prüfung moderne Identifizierungen. Die Kapitelzählung ist nicht die section-Dateinummer. Abgerufen am 2026-10-13.
Zur Textstelle: Ein Name kann eine veränderte Gestalt begleiten Zur Textstelle: Camasale trägt ebenfalls diesen Namen Zur Textstelle: Ein Sohn führt nach Tula Zur Textstelle: Eine Abstammung ist keine allgemeine Volksgeschichte Zur Textstelle: Eine Fassung hat einen eigenen Überlieferungsweg Zur Textstelle: Überlebende und ein benanntes Siegmittel bleiben unterscheidbar - Pektoral 03.0-00678: eine mögliche Mixcoatl-Zuordnung
Museo Nacional de Antropología, INAH · 2015-03
Überschrift, Katalognummer und erste zwei bereitgestellte Absätze zur Huasteca, Antiguo Tamuín und möglicher Mixcoatl-Zuordnung gelesen.
Begrenzte bereitgestellte Textlektüre oder erworbenen INAH-Bilder. Pfeile begründen im Museumstext eine mögliche Zuordnung, keine sichere Biografie eines Bildakteurs. Abgerufen am 2026-10-14.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-13. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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