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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Mūsā: Berufung, Angst und eigene Verantwortung

Mehrere koranische Erzählfenster ordnen Kindheit, Flucht, Berufung und Konflikte unterschiedlich in die Verkündigung ein. Spätere Auslegung ergänzt eigene Einzelheiten.

4–5 Minuten Lesezeit

Mutter, Schwester und Pharaos Frau

Sure 28 erzählt die Rettung durch die Eingebung an die Mutter, das Beobachten durch die Schwester und die Fürsprache von Pharaos Frau. Zur Mutter wird das Kind zum Stillen zurückgebracht. Diese Figuren bleiben im Koranfenster ohne Eigennamen. Die Frau des Pharao wird nicht mit der Königstochter aus Exodus 2 vertauscht.

Nachlesen: [1] 28,3–13

Eine Tötung wird als Schuld benannt

Mūsā greift in einen Streit ein und tötet den Gegner seines Volksangehörigen mit einem Schlag. Er bittet um Vergebung und verspricht, Schuldige nicht zu unterstützen. Ein Warnender meldet die Tötungsabsicht der Mächtigen; Mūsā flieht nach Midian. Die Todesfolge wird nicht zu einer bloßen Geschicklichkeitsprobe verharmlost.

Nachlesen: [1] 28,14–22

Helfen und selbst auf Hilfe angewiesen sein

Am Wasser von Midian trifft Mūsā zwei Frauen, die mit ihren Herden warten. Er tränkt für sie und bittet anschließend im Schatten um Gutes. Eine Frau lädt ihn zum Vater ein; eine empfiehlt seine Einstellung. Die Vereinbarung verbindet Arbeit mit einer Heirat. Der Vater und die beiden Frauen werden in diesem Fenster nicht Jitro, Schuʿaib oder Zippora genannt.

Nachlesen: [1] 28,23–29

Der Ruf beginnt mit einer alltäglichen Suche

Mūsā sieht Feuer und hofft auf Nachricht oder eine wärmende Brandfackel für seine Angehörigen. Am Feuer wird er angesprochen; Stab und unversehrte weiße Hand werden zu Zeichen. Die Bitte um Hārūn begründet er mit dessen verständlicherem Sprechen und seiner eigenen Angst wegen der früheren Tötung. Eine allgemeine Rangordnung von Hautfarben oder eine Krankheitsdiagnose folgt daraus nicht.

Nachlesen: [1] 28,29–35

Gemeinsam und mit einem sanften Wort

Sure 20 lässt Mūsā um Entlastung, verständliches Sprechen und seinen Bruder als Helfer bitten. Beide sollen Pharao mit einem sanften Wort ansprechen. Ihre Angst wird ausgesprochen und mit der Zusage beantwortet, gehört und gesehen zu werden. Auch beim Wettbewerb mit den Zauberkundigen empfindet Mūsā zunächst Furcht.

Nachlesen: [2] 20,9–76

Das Streitgespräch über Macht

In Sure 26 erinnert Pharao an die frühere Erziehung und die Tötung. Mūsā weist zugleich darauf hin, dass die Unterwerfung der Israeliten nicht durch eine persönliche Wohltat aufgehoben wird. Die Zauberkundigen wechseln nach dem Zeichen ihre Bindung und bekennen den Herrn des Mose und Aaron, obwohl Pharao ihnen Gewalt androht.

Nachlesen: [3] 26,10–51

Rückkehr, Zorn und Bitte um Erbarmen

Sure 7 erzählt die vierzig Nächte, die Bitte zu sehen, den erschütterten Berg und den späteren Zorn beim Kalb. Mūsā wirft die Tafeln hin und fasst seinen Bruder am Kopf. Dessen Erklärung führt zur Bitte um Erbarmen für beide. Sure 20 entfaltet dagegen besonders das Gespräch mit as-Sāmirī. Die Abschnitte werden gemeinsam gelesen, ohne ihre verschiedenen Gesprächsfolgen einzuebnen.

Nachlesen: [4] 7,142–156

Eine spätere Ergänzung auf dem Fluchtweg

Der gelesene Kommentar zu 28,21–24 berichtet einen Engel zu Pferd als Wegweiser und beschreibt Mūsās früheres Leben als behütet und wohlhabend. Beides ist zusätzliche Auslegung. Die Verse selbst nennen diesen Reiter nicht.

Ein weiteres Berufungsfenster

Sure 27,7–14 verbindet Feuer, Ruf, Stab und unversehrte Hand in einem kurzen Rückblick. Die Zeichen stoßen auf den Vorwurf der Zauberei. Dieser Abschnitt benennt neun Zeichen, zählt in dem gelesenen Fenster aber nicht neun einzelne Handlungsszenen auf. Die fehlenden Einzelheiten werden nicht aus Exodus aufgefüllt.

Nachlesen: [6] 27,7–14

Weiterdenken

Wie verändert sich Mūsās Rolle, wenn die Erzählung sowohl seine Angst als auch seine Bitte um einen Helfer ausspricht?

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Belegstelle im bezeichneten Text
28,3–43; weitere bezeichnete Koranfenster

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Koran: ausgewählte Familien- und Prophetenerzählungen

Die auf dieser Seite bezeichneten Fenster: Suren 20 und 28 vollständig, 7,103–157, 26,10–68 und 27,7–14 als Auswahl; keine gesamte Koranlektüre.

Verkündigung im frühen 7.Jahrhundert; hier keine einheitliche Feindatierung aller Verse.

Sprache: Arabisches Werk; hier englische Vermittlung

Benutzte Ausgabe

Sure 28, 1–88: Pickthall, Mūsā und Erzählrahmen

Nur das tatsächlich gelesene Fenster 28,1–88.

Übersetzung von Pickthall; hier die digital gelieferte Gutenberg-Fassung, kein Faksimile der Erstausgabe.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Sure 20, 1–135: Pickthall, Mūsā und Erzählrahmen

Nur das tatsächlich gelesene Fenster 20,1–135.

Übersetzung von Pickthall; hier die digital gelieferte Gutenberg-Fassung, kein Faksimile der Erstausgabe.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Sure 26, 10–68: Pickthall, Mūsā und Erzählrahmen

Nur das tatsächlich gelesene Fenster 26,10–68.

Übersetzung von Pickthall; hier die digital gelieferte Gutenberg-Fassung, kein Faksimile der Erstausgabe.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Sure 7, 103–157: Pickthall, Mūsā und Erzählrahmen

Nur das tatsächlich gelesene Fenster 7,103–157.

Übersetzung von Pickthall; hier die digital gelieferte Gutenberg-Fassung, kein Faksimile der Erstausgabe.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Ibn Kaṯīrs Koranauslegung: ausgewählte Kommentare

Nur die bezeichneten tatsächlich gelesenen englischen Kurzkommentare; keine Lektüre der dort angeführten älteren Werke.

Ibn Kaṯīr, 14.Jahrhundert; gekürzte englische Vermittlung in moderner Ausgabe.

Sprache: Arabisches Werk; hier englische Vermittlung

Benutzte Ausgabe

Ibn Kaṯīr, gekürzt englisch: Mūsās Flucht, 28,21–24

Gesamten gelieferten englischen Kommentar zu 28,21–24 gelesen.

Genau bezeichnete digitale englische Auswahl, Abruf 2026.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Sure 27, 7–14: Pickthall, Mūsā und Erzählrahmen

Nur das tatsächlich gelesene Fenster 27,7–14.

Übersetzung von Pickthall; hier die digital gelieferte Gutenberg-Fassung, kein Faksimile der Erstausgabe.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Verwendeter Ausschnitt
Die bezeichneten Textfenster und ausdrücklich zugeschriebene spätere Deutungen; keine aus unterschiedlichen Fassungen erfundene historische Biografie.
  1. Sure 28, 1–88: Pickthall, Mūsā und Erzählrahmen

    Koran; englische Übersetzung Marmaduke Pickthall, Gutenberg 16955 P: -Einträge

    28,1–88 vollständig gelesen. Damit die gesamte Sure.

    Englische Vermittlung; keine eigene arabische Übersetzung oder Kollation. Andere im Gutenberg-Sammeldokument enthaltene Übersetzungen nicht verwendet. Keine aus biblischen oder späteren Quellen ergänzten Namen als Koranwortlaut. Abgerufen am 2026-10-15.

  2. Sure 20, 1–135: Pickthall, Mūsā und Erzählrahmen

    Koran; englische Übersetzung Marmaduke Pickthall, Gutenberg 16955 P: -Einträge

    20,1–135 vollständig gelesen. Damit die gesamte Sure.

    Englische Vermittlung; keine eigene arabische Übersetzung oder Kollation. Andere im Gutenberg-Sammeldokument enthaltene Übersetzungen nicht verwendet. Keine aus biblischen oder späteren Quellen ergänzten Namen als Koranwortlaut. Abgerufen am 2026-10-15.

  3. Sure 26, 10–68: Pickthall, Mūsā und Erzählrahmen

    Koran; englische Übersetzung Marmaduke Pickthall, Gutenberg 16955 P: -Einträge

    26,10–68 vollständig gelesen. Keine gesamte Sure gelesen.

    Englische Vermittlung; keine eigene arabische Übersetzung oder Kollation. Andere im Gutenberg-Sammeldokument enthaltene Übersetzungen nicht verwendet. Keine aus biblischen oder späteren Quellen ergänzten Namen als Koranwortlaut. Abgerufen am 2026-10-15.

  4. Sure 7, 103–157: Pickthall, Mūsā und Erzählrahmen

    Koran; englische Übersetzung Marmaduke Pickthall, Gutenberg 16955 P: -Einträge

    7,103–157 vollständig gelesen. Keine gesamte Sure gelesen.

    Englische Vermittlung; keine eigene arabische Übersetzung oder Kollation. Andere im Gutenberg-Sammeldokument enthaltene Übersetzungen nicht verwendet. Keine aus biblischen oder späteren Quellen ergänzten Namen als Koranwortlaut. Abgerufen am 2026-10-15.

  5. Ibn Kaṯīr, gekürzt englisch: Mūsās Flucht, 28,21–24

    Ibn Kaṯīr; moderne englische Kurzfassung, Quran.com

    Gesamten gelieferten englischen Kommentar zu 28,21–24 gelesen.

    Nicht der Kommentar zur späteren Heirat. Engel zu Pferd, Luxus und einzelne Deutungsdetails gehören zu dieser Auslegung, nicht zum ausgeschriebenen Korantext. Keine eigene Lektüre der angeführten älteren Quellen. Abgerufen am 2026-10-15.

  6. Sure 27, 7–14: Pickthall, Mūsā und Erzählrahmen

    Koran; englische Übersetzung Marmaduke Pickthall, Gutenberg 16955 P: -Einträge

    27,7–14 vollständig gelesen. Keine gesamte Sure gelesen.

    Englische Vermittlung; keine eigene arabische Übersetzung oder Kollation. Andere im Gutenberg-Sammeldokument enthaltene Übersetzungen nicht verwendet. Keine aus biblischen oder späteren Quellen ergänzten Namen als Koranwortlaut. Abgerufen am 2026-10-15.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-15. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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