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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Aschmedai, Benaja und die Grenzen des Königs

Gefangennahme, Wissensvorsprung und der Austausch der Herrscherrolle tragen die Talmudfolge.

5–6 Minuten Lesezeit

Eigene Rollen und Textgrenzen

Name oder RolleHandlung und Grenze
AschmedaiDämonenkönig, Lernender und zeitweiliger Gegner des menschlichen Herrschaftsanspruchs.
Salomo in der TalmudfolgeWill den Schamir, verliert seine Kontrolle und wird als Bettler auf seine behauptete Identität geprüft.
Benajahu / BenajaFängt Aschmedai und befragt ihn. Diese spätere Erzählrolle wird vom biblischen Benaja-Profil unterschieden.
Die GelehrtenBeraten bei der Suche und prüfen später den Anspruch des Bettlers.
Die Witwe am WegBewegt Aschmedai dazu, ihre Hütte zu schonen.
Der blinde MannWird auf den Weg gebracht; Aschmedai erklärt seinen Beweggrund später.
Der BetrunkeneErhält ebenfalls Hilfe, aber laut Aschmedais späterer Erklärung aus anderem Motiv.
Der BräutigamSein Fest löst wegen der behaupteten nahen Zukunft Tränen aus.
Die BrautDie erklärte Folge des nahenden Todes betrifft ihre lange unfreie Wartesituation.
Der minderjährige EheschwagerSein Alter spielt in der Erklärung dieser Wartesituation eine Rolle.
Der Käufer haltbarer SchuheSein langfristiger Wunsch steht gegen Aschmedais behauptetes Wissen um die kurze Lebenszeit.
Der SchusterEmpfängt den Wunsch nach Schuhen für sieben Jahre.
Der ZaubererKennt laut Aschmedais Spott den Schatz unter dem eigenen Platz nicht.
Der SchamirGesuchtes Mittel des Steintrennens; die genaue moderne biologische Einordnung wird nicht erfunden.
Der MeeresfürstVertraut den Schamir einem Vogel an; keine automatische Identifikation mit einer anderen Meeresgottheit.
Der Trägervogel des SchamirTrägt das Mittel und verliert es durch eine List. Die Ausgaben benennen den Vogel verschieden.
Die Jungen im NestDas abgedeckte Nest ist der Auslöser für die List.
Das SynedriumPrüft die Behauptung des Bettlers, König zu sein.
Die KöniginnenÜbermitteln Beobachtungen über den falschen König und helfen bei dessen Entlarvung.
Batseba in der späteren ErzählungWird als Mutter genannt, gegen die der falsche König eine sexuelle Forderung richtet. Keine neue Episode des Königsbuchs.
Rabh als AuslegungsstimmeEiner der beiden genannten Träger alternativer Auffassungen; welche Einzelmeinung zu wem gehört, lässt die Passage offen.
Samuel als AuslegungsstimmeSteht neben Rabh im nicht namentlich zugewiesenen Meinungsgegensatz; nicht der biblische Prophet.

Zwei Übersetzungen sind nicht völlig deckungsgleich

Goldschmidt schreibt Auerhahn, die englische Davidson-Vermittlung erläutert den Vogel als wild rooster beziehungsweise dukhifat oder hoopoe. Beim Verschlingen markiert Goldschmidts Fußnote eine Mehrdeutigkeit, während die englische Fassung den Ring nennt. Die öffentliche Darstellung belässt den Trägervogel und den Machtverlust als sichere Erzählrollen, ohne eine einheitliche Tierart oder ein überall eindeutiges Satzobjekt zu erfinden.

Nachlesen: [3] 68b, 6–8.15

Eine schwierige Form ist nicht gleich eine weitere Person

Rendsburg zeigt an einem Geniza-Lesartenbeispiel aus Gittin 68 b, wie eine seltene Form pronominal auf das Gegenüber weisen kann. Der Artikel untersucht mehrere Belege; die vorgeschlagene hurro-urartäische Herkunft bleibt eine sprachgeschichtliche Hypothese. Daraus entsteht weder eine zusätzliche Figur namens Nawla in dieser Szene noch eine Etymologie Aschmedais.

Weiterdenken

Wer kann in der Erzählung prüfen, ob ein König tatsächlich der König ist?

Die Figur in ihren Quellen

Die Gelehrten

Beraten bei der Suche und prüfen später den Anspruch des Bettlers.

Belegstelle im bezeichneten Text
68a, 7–8

Die Figur in ihren Quellen

Die Witwe am Weg

Bewegt Aschmedai dazu, ihre Hütte zu schonen.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 1

Die Figur in ihren Quellen

Der blinde Mann

Wird auf den Weg gebracht; Aschmedai erklärt seinen Beweggrund später.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 2.9

Die Figur in ihren Quellen

Der Betrunkene

Erhält ebenfalls Hilfe, aber laut Aschmedais späterer Erklärung aus anderem Motiv.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 2.10

Die Figur in ihren Quellen

Der Bräutigam

Sein Fest löst wegen der behaupteten nahen Zukunft Tränen aus.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 2.11

Die Figur in ihren Quellen

Die Braut

Die erklärte Folge des nahenden Todes betrifft ihre lange unfreie Wartesituation.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 11

Die Figur in ihren Quellen

Der minderjährige Eheschwager

Sein Alter spielt in der Erklärung dieser Wartesituation eine Rolle.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 11

Die Figur in ihren Quellen

Der Käufer haltbarer Schuhe

Sein langfristiger Wunsch steht gegen Aschmedais behauptetes Wissen um die kurze Lebenszeit.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 2.12

Die Figur in ihren Quellen

Der Schuster

Empfängt den Wunsch nach Schuhen für sieben Jahre.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 2

Die Figur in ihren Quellen

Der Zauberer

Kennt laut Aschmedais Spott den Schatz unter dem eigenen Platz nicht.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 2.13

Die Figur in ihren Quellen

Der Schamir

Gesuchtes Mittel des Steintrennens; die genaue moderne biologische Einordnung wird nicht erfunden.

Belegstelle im bezeichneten Text
68a, 7–8

Die Figur in ihren Quellen

Der Meeresfürst

Vertraut den Schamir einem Vogel an; keine automatische Identifikation mit einer anderen Meeresgottheit.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 6

Die Figur in ihren Quellen

Der Trägervogel des Schamir

Trägt das Mittel und verliert es durch eine List. Die Ausgaben benennen den Vogel verschieden.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 6–8

Die Figur in ihren Quellen

Die Jungen im Nest

Das abgedeckte Nest ist der Auslöser für die List.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 8

Die Figur in ihren Quellen

Das Synedrium

Prüft die Behauptung des Bettlers, König zu sein.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 16–18

Die Figur in ihren Quellen

Die Königinnen

Übermitteln Beobachtungen über den falschen König und helfen bei dessen Entlarvung.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 17–18

Die Figur in ihren Quellen

Rabh als Auslegungsstimme

Einer der beiden genannten Träger alternativer Auffassungen; welche Einzelmeinung zu wem gehört, lässt die Passage offen.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 16.20

Die Figur in ihren Quellen

Samuel als Auslegungsstimme

Steht neben Rabh im nicht namentlich zugewiesenen Meinungsgegensatz; nicht der biblische Prophet.

Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 16.20

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Gittin: Salomo und Aschmedai

Nur 68a–68b.

Keine Datierung der erzählten Ereignisse aus der digitalen Ausgabe.

Sprache: Überlieferter Werkbestand; hier Deutsch

Benutzte Ausgabe

Gittin: Salomo und Aschmedai: bezeichnete digitale Fassung

Nur 68a–68b.

Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.

Sprache: Deutsch

Benutzte Ausgabe

Gittin: Salomo und Aschmedai: bezeichnete digitale Fassung

Nur 68a–68b.

Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.

Sprache: Deutsch

Benutzte Ausgabe

Gittin: Salomo und Aschmedai: bezeichnete digitale Fassung

Nur 68a–68b, englische Vermittlung.

Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Rendsburg: Pronomen oder Eigenname?

Ganzer 12-seitiger Aufsatz; die ursprünglichen Handschriften nicht selbst geprüft.

Keine Datierung der erzählten Ereignisse aus der digitalen Ausgabe.

Sprache: Überlieferter Werkbestand; hier Englisch

Benutzte Ausgabe

Rendsburg: Pronomen oder Eigenname?: bezeichnete digitale Fassung

Ganzer 12-seitiger Aufsatz; die ursprünglichen Handschriften nicht selbst geprüft.

Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Verwendeter Ausschnitt
Die bezeichneten Textfenster und ausdrücklich zugeschriebene spätere Deutungen; keine aus unterschiedlichen Fassungen erfundene historische Biografie.
  1. Gittin 68a: Ašmodaj, Goldschmidt

    Lazarus Goldschmidt, Der babylonische Talmud, bezeichnete deutsche Ausgabe 1929, Sefaria

    Ganzes Blatt 68a, alle 13 Textsegmente samt eingebetteten deutschen Anmerkungen gelesen.

    Historische deutsche Fassung; Der digitale Anbieter nennt die Lizenz Public Domain. Das ist keine globale Lizenzprüfung fremder Metadaten. Anmerkungen des Übersetzers vom Haupttext trennen. Kein ganzes Traktat, keine eigenen aramäischen Übersetzungen. Abgerufen am 2026-10-15.

  2. Gittin 68b: Ašmodaj, Goldschmidt

    Lazarus Goldschmidt, Der babylonische Talmud, bezeichnete deutsche Ausgabe 1929, Sefaria

    Ganzes Blatt 68b, alle 23 Textsegmente samt eingebetteten deutschen Anmerkungen gelesen.

    Historische deutsche Fassung; Der digitale Anbieter nennt die Lizenz Public Domain. Das ist keine globale Lizenzprüfung fremder Metadaten. Anmerkungen des Übersetzers vom Haupttext trennen. Kein ganzes Traktat, keine eigenen aramäischen Übersetzungen. Abgerufen am 2026-10-15.

  3. Gittin 68b: William-Davidson-Fassung

    William Davidson Edition, englische Übersetzung mit Steinsaltz-Erläuterungen, Sefaria

    Alle englischen Textsegmente von Blatt 68b gelesen und an den bezeichneten Stellen mit Goldschmidt verglichen.

    Metadaten CC BY-NC; keine Übernahme des Volltextes in die öffentliche Ausstellung. Moderne Erklärungen sind nicht automatisch Wortlaut des aramäischen Haupttextes. Abgerufen am 2026-10-15.

  4. Jewish Babylonian Aramaic nawla: Its Meaning and Etymology

    Gary A. Rendsburg, JAOS 142.1 (2022), 145–156

    Alle 12 PDF-Seiten mit englischen Erklärungen und Fußnoten gelesen.

    Die behandelten Handschriften nur durch den Forschungsartikel vermittelt; keine eigene Geniza-Kollation. Hurro-urartäische Herkunft ist der Vorschlag des Autors, kein gesicherter Personenname und keine Dämonen-Etymologie. Abgerufen am 2026-10-15.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-15. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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