Eigene Rollen und Textgrenzen
| Name oder Rolle | Handlung und Grenze |
|---|---|
| Aschmedai | Dämonenkönig, Lernender und zeitweiliger Gegner des menschlichen Herrschaftsanspruchs. |
| Salomo in der Talmudfolge | Will den Schamir, verliert seine Kontrolle und wird als Bettler auf seine behauptete Identität geprüft. |
| Benajahu / Benaja | Fängt Aschmedai und befragt ihn. Diese spätere Erzählrolle wird vom biblischen Benaja-Profil unterschieden. |
| Die Gelehrten | Beraten bei der Suche und prüfen später den Anspruch des Bettlers. |
| Die Witwe am Weg | Bewegt Aschmedai dazu, ihre Hütte zu schonen. |
| Der blinde Mann | Wird auf den Weg gebracht; Aschmedai erklärt seinen Beweggrund später. |
| Der Betrunkene | Erhält ebenfalls Hilfe, aber laut Aschmedais späterer Erklärung aus anderem Motiv. |
| Der Bräutigam | Sein Fest löst wegen der behaupteten nahen Zukunft Tränen aus. |
| Die Braut | Die erklärte Folge des nahenden Todes betrifft ihre lange unfreie Wartesituation. |
| Der minderjährige Eheschwager | Sein Alter spielt in der Erklärung dieser Wartesituation eine Rolle. |
| Der Käufer haltbarer Schuhe | Sein langfristiger Wunsch steht gegen Aschmedais behauptetes Wissen um die kurze Lebenszeit. |
| Der Schuster | Empfängt den Wunsch nach Schuhen für sieben Jahre. |
| Der Zauberer | Kennt laut Aschmedais Spott den Schatz unter dem eigenen Platz nicht. |
| Der Schamir | Gesuchtes Mittel des Steintrennens; die genaue moderne biologische Einordnung wird nicht erfunden. |
| Der Meeresfürst | Vertraut den Schamir einem Vogel an; keine automatische Identifikation mit einer anderen Meeresgottheit. |
| Der Trägervogel des Schamir | Trägt das Mittel und verliert es durch eine List. Die Ausgaben benennen den Vogel verschieden. |
| Die Jungen im Nest | Das abgedeckte Nest ist der Auslöser für die List. |
| Das Synedrium | Prüft die Behauptung des Bettlers, König zu sein. |
| Die Königinnen | Übermitteln Beobachtungen über den falschen König und helfen bei dessen Entlarvung. |
| Batseba in der späteren Erzählung | Wird als Mutter genannt, gegen die der falsche König eine sexuelle Forderung richtet. Keine neue Episode des Königsbuchs. |
| Rabh als Auslegungsstimme | Einer der beiden genannten Träger alternativer Auffassungen; welche Einzelmeinung zu wem gehört, lässt die Passage offen. |
| Samuel als Auslegungsstimme | Steht neben Rabh im nicht namentlich zugewiesenen Meinungsgegensatz; nicht der biblische Prophet. |
Zwei Übersetzungen sind nicht völlig deckungsgleich
Goldschmidt schreibt Auerhahn, die englische Davidson-Vermittlung erläutert den Vogel als wild rooster beziehungsweise dukhifat oder hoopoe. Beim Verschlingen markiert Goldschmidts Fußnote eine Mehrdeutigkeit, während die englische Fassung den Ring nennt. Die öffentliche Darstellung belässt den Trägervogel und den Machtverlust als sichere Erzählrollen, ohne eine einheitliche Tierart oder ein überall eindeutiges Satzobjekt zu erfinden.
Eine schwierige Form ist nicht gleich eine weitere Person
Rendsburg zeigt an einem Geniza-Lesartenbeispiel aus Gittin 68 b, wie eine seltene Form pronominal auf das Gegenüber weisen kann. Der Artikel untersucht mehrere Belege; die vorgeschlagene hurro-urartäische Herkunft bleibt eine sprachgeschichtliche Hypothese. Daraus entsteht weder eine zusätzliche Figur namens Nawla in dieser Szene noch eine Etymologie Aschmedais.
Weiterdenken
Wer kann in der Erzählung prüfen, ob ein König tatsächlich der König ist?
Die Figur in ihren Quellen
Die Gelehrten
Beraten bei der Suche und prüfen später den Anspruch des Bettlers.
Belegstelle im bezeichneten Text
68a, 7–8
Die Figur in ihren Quellen
Die Witwe am Weg
Bewegt Aschmedai dazu, ihre Hütte zu schonen.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 1
Die Figur in ihren Quellen
Der blinde Mann
Wird auf den Weg gebracht; Aschmedai erklärt seinen Beweggrund später.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 2.9
Die Figur in ihren Quellen
Der Betrunkene
Erhält ebenfalls Hilfe, aber laut Aschmedais späterer Erklärung aus anderem Motiv.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 2.10
Die Figur in ihren Quellen
Der Bräutigam
Sein Fest löst wegen der behaupteten nahen Zukunft Tränen aus.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 2.11
Die Figur in ihren Quellen
Die Braut
Die erklärte Folge des nahenden Todes betrifft ihre lange unfreie Wartesituation.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 11
Die Figur in ihren Quellen
Der minderjährige Eheschwager
Sein Alter spielt in der Erklärung dieser Wartesituation eine Rolle.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 11
Die Figur in ihren Quellen
Der Käufer haltbarer Schuhe
Sein langfristiger Wunsch steht gegen Aschmedais behauptetes Wissen um die kurze Lebenszeit.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 2.12
Die Figur in ihren Quellen
Der Schuster
Empfängt den Wunsch nach Schuhen für sieben Jahre.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 2
Die Figur in ihren Quellen
Der Zauberer
Kennt laut Aschmedais Spott den Schatz unter dem eigenen Platz nicht.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 2.13
Die Figur in ihren Quellen
Der Schamir
Gesuchtes Mittel des Steintrennens; die genaue moderne biologische Einordnung wird nicht erfunden.
Belegstelle im bezeichneten Text
68a, 7–8
Die Figur in ihren Quellen
Der Meeresfürst
Vertraut den Schamir einem Vogel an; keine automatische Identifikation mit einer anderen Meeresgottheit.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 6
Die Figur in ihren Quellen
Der Trägervogel des Schamir
Trägt das Mittel und verliert es durch eine List. Die Ausgaben benennen den Vogel verschieden.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 6–8
Die Figur in ihren Quellen
Die Jungen im Nest
Das abgedeckte Nest ist der Auslöser für die List.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 8
Die Figur in ihren Quellen
Das Synedrium
Prüft die Behauptung des Bettlers, König zu sein.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 16–18
Die Figur in ihren Quellen
Die Königinnen
Übermitteln Beobachtungen über den falschen König und helfen bei dessen Entlarvung.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 17–18
Die Figur in ihren Quellen
Rabh als Auslegungsstimme
Einer der beiden genannten Träger alternativer Auffassungen; welche Einzelmeinung zu wem gehört, lässt die Passage offen.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 16.20
Die Figur in ihren Quellen
Samuel als Auslegungsstimme
Steht neben Rabh im nicht namentlich zugewiesenen Meinungsgegensatz; nicht der biblische Prophet.
Belegstelle im bezeichneten Text
68b, 16.20
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Gittin: Salomo und Aschmedai
Nur 68a–68b.
Keine Datierung der erzählten Ereignisse aus der digitalen Ausgabe.
Sprache: Überlieferter Werkbestand; hier Deutsch
Benutzte Ausgabe
Gittin: Salomo und Aschmedai: bezeichnete digitale Fassung
Nur 68a–68b.
Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.
Sprache: Deutsch
Benutzte Ausgabe
Gittin: Salomo und Aschmedai: bezeichnete digitale Fassung
Nur 68a–68b.
Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.
Sprache: Deutsch
Benutzte Ausgabe
Gittin: Salomo und Aschmedai: bezeichnete digitale Fassung
Nur 68a–68b, englische Vermittlung.
Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.
Sprache: Englisch
Überlieferter Text
Rendsburg: Pronomen oder Eigenname?
Ganzer 12-seitiger Aufsatz; die ursprünglichen Handschriften nicht selbst geprüft.
Keine Datierung der erzählten Ereignisse aus der digitalen Ausgabe.
Sprache: Überlieferter Werkbestand; hier Englisch
Benutzte Ausgabe
Rendsburg: Pronomen oder Eigenname?: bezeichnete digitale Fassung
Ganzer 12-seitiger Aufsatz; die ursprünglichen Handschriften nicht selbst geprüft.
Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.
Sprache: Englisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Verwendeter Ausschnitt
- Die bezeichneten Textfenster und ausdrücklich zugeschriebene spätere Deutungen; keine aus unterschiedlichen Fassungen erfundene historische Biografie.
- Gittin 68a: Ašmodaj, Goldschmidt
Lazarus Goldschmidt, Der babylonische Talmud, bezeichnete deutsche Ausgabe 1929, Sefaria
Ganzes Blatt 68a, alle 13 Textsegmente samt eingebetteten deutschen Anmerkungen gelesen.
Historische deutsche Fassung; Der digitale Anbieter nennt die Lizenz Public Domain. Das ist keine globale Lizenzprüfung fremder Metadaten. Anmerkungen des Übersetzers vom Haupttext trennen. Kein ganzes Traktat, keine eigenen aramäischen Übersetzungen. Abgerufen am 2026-10-15.
- Gittin 68b: Ašmodaj, Goldschmidt
Lazarus Goldschmidt, Der babylonische Talmud, bezeichnete deutsche Ausgabe 1929, Sefaria
Ganzes Blatt 68b, alle 23 Textsegmente samt eingebetteten deutschen Anmerkungen gelesen.
Historische deutsche Fassung; Der digitale Anbieter nennt die Lizenz Public Domain. Das ist keine globale Lizenzprüfung fremder Metadaten. Anmerkungen des Übersetzers vom Haupttext trennen. Kein ganzes Traktat, keine eigenen aramäischen Übersetzungen. Abgerufen am 2026-10-15.
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William Davidson Edition, englische Übersetzung mit Steinsaltz-Erläuterungen, Sefaria
Alle englischen Textsegmente von Blatt 68b gelesen und an den bezeichneten Stellen mit Goldschmidt verglichen.
Metadaten CC BY-NC; keine Übernahme des Volltextes in die öffentliche Ausstellung. Moderne Erklärungen sind nicht automatisch Wortlaut des aramäischen Haupttextes. Abgerufen am 2026-10-15.
- Jewish Babylonian Aramaic nawla: Its Meaning and Etymology
Gary A. Rendsburg, JAOS 142.1 (2022), 145–156
Alle 12 PDF-Seiten mit englischen Erklärungen und Fußnoten gelesen.
Die behandelten Handschriften nur durch den Forschungsartikel vermittelt; keine eigene Geniza-Kollation. Hurro-urartäische Herkunft ist der Vorschlag des Autors, kein gesicherter Personenname und keine Dämonen-Etymologie. Abgerufen am 2026-10-15.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-15. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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