Ein Relief nennt beide Adressaten
Toussaints archäologischer Katalog von 1950 beschreibt einen 1895 bei Sarrebourg gefundenen Weihstein. Die wiedergegebene Inschrift nennt Sucellus und Nantosuelta; Bellausus, Sohn des Massa, erfüllt ein Gelübde. Das männliche Bild wird mit langstieligem Hammer und einem Gefäß beschrieben.
Name, Darstellung und menschliche Weihhandlung treffen hier in einem überlieferten Objektbericht zusammen. Der Fund nahe einem Mithraeum bedeutet jedoch nicht ohne Weiteres, dass das Paar zu dessen Kult gehörte. Fundnähe und kultische Zugehörigkeit sind verschiedene Aussagen.
Andere Objekte sprechen über ihre Kataloge
Das Relief aus Les Bolards wird im modernen Katalog ebenfalls als Sucellus mit Nantosuelta identifiziert. Er trägt Hammer und Vase, sie eine Schale und ein Füllhorn mit Früchten. Die hier gelesene Beschreibung enthält keine dazugehörige Namensinschrift.
Bei der Straßburger Stele ist die Lage nochmals anders: Nach der Beschädigung von 1870 blieb nur ein Teil des Reliefs erhalten. Die Angaben zur Partnerin und zum Tier links beruhen laut Museum auf einer alten Fotografie. Der Katalog bezeichnet selbst das Gefäß in der linken Hand vorsichtig mit einem Fragezeichen.
Der Hammer erklärt nicht das ganze Profil
Ein Hammer kann zum Wiedererkennen beitragen. Er entscheidet für sich allein weder über Unterwelt, Fruchtbarkeit noch über eine bestimmte Handwerkszuständigkeit. Solche Deutungen brauchen mehr als die moderne Erwartung an ein Werkzeug.
Der Vergleich ist gerade deshalb ergiebig, weil die Zeugnisse ungleich sind: einmal ein benanntes Paar, einmal eine Katalogzuweisung, einmal ein stark beschädigtes Bild mit alter Fotodokumentation. Keine dieser Lücken muss durch eine erfundene Lebensgeschichte geschlossen werden.
Namen und Rollen im Quellenfenster
Die Einträge gehören zu den jeweils genannten Quellenstellen. Eine gemeinsame Liste macht sie weder zu derselben Gestalt noch zu Mitgliedern eines einheitlichen Pantheons. Die Bezeichnungen sind redaktionelle Lesebezeichnungen; originale Schreibungen und Ergänzungen werden im Haupttext eigens erklärt.
4 getrennte Namens- und Rollenbezüge ansehen
| Name oder Bezeichnung | Rolle in diesem Zusammenhang | Einordnung |
|---|---|---|
| Sucellus | Namentlich angerufener Adressat desselben Reliefs. | Göttliche Anrede oder Zuordnung |
| Nantosuelta | Eigene namentliche Adressatin, keine bloße unbenannte Begleiterin. | Göttliche Anrede oder Zuordnung |
| Bellausus | Weihender des benannten Paars. | Menschlicher Personenbezug |
| Massa | Als Vater des Weihenden genannt, keine dritte Gottheit. | Menschlicher Personenbezug |
Die Figur in ihren Quellen
Sucellus
Sucellus aus namentlicher Weihung und ausdrücklich getrennten Bildzuschreibungen; Attribute belegen keine vollständige Zuständigkeitslehre.
Sarrebourg: benannte Weihung
Toussaint 1950, Druck S. 184–185, erstes Relief
Namen in der Quelle
Weitere Namen und Rollen bei Sucellus
Redaktioneller Zugang zu getrennten Namen in den bezeichneten Quellenfenstern. Die Einträge sind keine Aliase und bilden keine antike Gruppe oder Götterordnung. Menschen, Lesefragen, Erzählfiguren und spätere Zuschreibungen behalten ihre jeweiligen Rollen.
Abgegrenzte Quellenfenster
Die nachstehend bezeichneten Inschriften-, Katalog-, Fach- oder Erzählstellen; keine Vollinventur aller Überlieferungen.
Quellenarten unterscheiden
Texte, Objekte und moderne Zugänge
Moderner Dokumentations- oder Fachzugang
Sarrebourg: zwei Reliefbeschreibungen im Répertoire archéologique de la Moselle
Titelblätter PDF 1–2 und Sarrebourg-Auswahl PDF 179–180 / Druck 184–185 gelesen; erste Weihung vollständig und zweites Relief bis zum Beginn von Eintrag 3. Beide ausgewählten Scan-Seiten nativ betrachtet. Historischer Katalog, keine aktuelle Museumsinventur. Nur erstes Relief mit den Namen Sucellus/Nantosuelta beschriftet; zweites als wahrscheinlich gedeutet. Alte Zuschreibungen von Haus, Bienenkorb und Vogel bleiben Deutungen. Keine vollständige 248-Seiten-Lektüre und keine Autopsie der Reliefs.
1950, Druck S. 184–185.
Sprache oder Dokumentationsform: Französisch
Moderner Dokumentations- oder Fachzugang
Sucellus und Nantosuelta: Relief aus Les Bolards, POP M0144002766
Alle Objekt-/Material-/Maß-/Fundfelder und vollständige Beschreibung mit Attributen und Erhaltung gelesen. Museumsidentifizierung ohne hier wiedergegebene Namensinschrift. Breiter Datierungsrahmen nicht auf ein einzelnes Jahrhundert verkürzt. Foto ©Jean-Louis Bernuy nicht übernommen; keine eigene Bildautopsie.
Katalograhmen 1–300 n. Chr.; Fund 1965.
Sprache oder Dokumentationsform: Französisch
Moderner Dokumentations- oder Fachzugang
Stèle de Sucellus, Strasbourg MAS 20368
Gesamte Beschreibung, Material, Maße, Datierung und Erklärung der alten Aufnahme gelesen. Nur oberer rechter Teil heute erhalten. Partnerin und Cerberus werden anhand einer alten Fotografie beschrieben, nicht als heute vollständig erhaltene Reliefteile. Keine historische oder aktuelle Aufnahme selbst betrachtet oder übernommen; Becher bleibt fraglich.
3. Jahrhundert nach Katalog; 1870 stark beschädigt.
Sprache oder Dokumentationsform: Französisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Sucellus aus namentlicher Weihung und ausdrücklich getrennten Bildzuschreibungen; Attribute belegen keine vollständige Zuständigkeitslehre.
- Verwendeter Ausschnitt
- Toussaint 1950, Druck S. 184–185, Weihinschrift des ersten Reliefs
- Sarrebourg: zwei Reliefbeschreibungen im Répertoire archéologique de la Moselle
Maurice Toussaint; Société des Sciences de Nancy, mit Unterstützung des CNRS · 1950, Druck S. 184–185.
Titelblätter PDF 1–2 und Sarrebourg-Auswahl PDF 179–180 / Druck 184–185 gelesen; erste Weihung vollständig und zweites Relief bis zum Beginn von Eintrag 3. Beide ausgewählten Scan-Seiten nativ betrachtet.
Historischer Katalog, keine aktuelle Museumsinventur. Nur erstes Relief mit den Namen Sucellus/Nantosuelta beschriftet; zweites als wahrscheinlich gedeutet. Alte Zuschreibungen von Haus, Bienenkorb und Vogel bleiben Deutungen. Keine vollständige 248-Seiten-Lektüre und keine Autopsie der Reliefs. Abgerufen am 2026-10-16.
- Sucellus und Nantosuelta: Relief aus Les Bolards, POP M0144002766
Ministère de la Culture, POP/Joconde; Musée de Nuits-Saint-Georges · Katalograhmen 1–300 n. Chr.; Fund 1965.
Alle Objekt-/Material-/Maß-/Fundfelder und vollständige Beschreibung mit Attributen und Erhaltung gelesen.
Museumsidentifizierung ohne hier wiedergegebene Namensinschrift. Breiter Datierungsrahmen nicht auf ein einzelnes Jahrhundert verkürzt. Foto ©Jean-Louis Bernuy nicht übernommen; keine eigene Bildautopsie. Abgerufen am 2026-10-16.
- Stèle de Sucellus, Strasbourg MAS 20368
Musées de la Ville de Strasbourg, Musée archéologique · 3. Jahrhundert nach Katalog; 1870 stark beschädigt.
Gesamte Beschreibung, Material, Maße, Datierung und Erklärung der alten Aufnahme gelesen.
Nur oberer rechter Teil heute erhalten. Partnerin und Cerberus werden anhand einer alten Fotografie beschrieben, nicht als heute vollständig erhaltene Reliefteile. Keine historische oder aktuelle Aufnahme selbst betrachtet oder übernommen; Becher bleibt fraglich. Abgerufen am 2026-10-16.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-16. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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