Ein Auftrag wird auf mehrere Beteiligte verteilt
Namma trägt die Klage der arbeitenden Götter zu Enki. Seine Antwort ist kein einsamer Schöpfungsakt: Namma soll Lehm vom Abzu kneten, Ninmah soll ihr beistehen, und weitere Gestalten sollen bei der Geburt bereitstehen. Den entstehenden Menschen wird die Arbeit des Korbtragens zugewiesen.
Die englische ETCSL-Übersetzung setzt hinter ihre Bezeichnung birth-goddesses ein Fragezeichen. Hier heißen die Beteiligten deshalb Geburtshelfende. Der gemeinsame Auftrag ist im Text erkennbar; eine genaue historische Berufsgruppe oder ein aufgeführtes Ritual ist damit noch nicht nachgewiesen.
Sechs lesbare Namen und eine beschädigte Stelle
Die benutzte Ausgabe nennt Ninimma, Cu-zi-ana, Ninmada, Ninbarag, Ninmug und Ninguna. Zwischen Ninmug und Ninguna steht eine beschädigte Namensstelle. Das sind sechs lesbare Namen und eine Lücke, keine sicher vollständig bekannte Siebenerliste.
Für jeden dieser sechs Namen belegt diese Passage dieselbe Aufgabe: bei Nammas Geburtshandlung bereitzustehen. Sie verteilt unter ihnen keine einzelnen Werkzeuge, Körperteile oder Zuständigkeiten. Solche Unterschiede werden daher nicht nachträglich erfunden. Die Schreibformen folgen der benutzten ETCSL-Ausgabe.
Namma und Ninmah bleiben von dieser Reihe unterscheidbar: Namma erhält den Auftrag zum Formen und Gebären, Ninmah wird ausdrücklich als Hilfe genannt und soll die Arbeit zuweisen. Die Erzählung führt anschließend in einen anderen Konflikt zwischen Enki und Ninmah weiter. Die kurze Helfendenliste ist ein Teil dieser längeren Komposition.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Was verändert sich, wenn wir die Helfenden neben den bekannteren Schöpfungsgestalten mitlesen?
Enki weist Namma und Ninmah Aufgaben zu. Eine Reihe weiterer Namen macht aus der Menschenerschaffung eine gemeinsame Arbeit.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Enki und Ninmah
Werkidentität getrennt von der modernen zusammengesetzten Übersetzung.
Antike Dichtung; hier weder Erstkomposition noch ein einzelner materieller Zeuge datiert.
Sprache: Sumerisch
Benutzte Ausgabe
ETCSL: Enki und Ninmah
Vollständiger verfügbarer Lesetext mit Lücken und Varianten gelesen, keine eigene Keilschriftkollation.
ETCSL-Revisionsgeschichte 1998–1999; Layoutänderung 2001.
Sprache: Englisch nach Sumerisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Benannte Geburtshelfende in Enki und Ninmah, ETCSL 1.1.2
- Verwendeter Ausschnitt
- Zusammengesetzte moderne Lesetexte mit Lücken und Varianten; weder vollständig erhaltene Einzelhandschriften noch eigene Keilschriftkollation.
- Enki and Ninmah, ETCSL 1.1.2
Electronic Text Corpus of Sumerian Literature, University of Oxford
Gesamter öffentlich angezeigter englischer Lesetext 1–141 einschließlich Varianten, Fragezeichen und Fehlstellen gelesen; für das Profil besonders 12–37, 52–111 und Schluss 140–141.
Zusammengesetzte englische Übersetzung, keine einzelne vollständige Tafel und keine eigene Keilschriftkollation. Stark beschädigter Schlussdialog nicht ergänzt. Körperbeschreibungen nicht in heutige Diagnosen, Geschlechtsidentitäten oder Werturteile über Menschen übersetzt. Keine genaue Erstkomposition datiert. Abgerufen am 2026-09-26.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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