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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Drei Schlangenrollen in der letzten Nachtstunde

Der Katalog von Shepeset-heryts Papyrus unterscheidet Verjüngung, Abwehr und weitere Beteiligte. Seine Zahlenangaben sind nicht überall gleich.

2–3 Minuten Lesezeit

Die gleiche Tierform hat verschiedene Aufgaben

Die Barke gelangt laut Turiner Katalog durch den Körper der lebensspendenden Schlange Ankh-netscheru, dort auch anx-nTr.w geschrieben. Der Name wird als Leben der Götter erläutert. Diese Verjüngungsrolle unterscheidet sie vom abgewehrten Apophis.

Im unteren Register nennt die ausführlichere Beschreibung eine weitere Schlange, nsr-m-ir.t=f. Schon die Lage und der eigene Name sprechen dafür, die Aussagen zunächst getrennt festzuhalten. Eine eigene Lesung ihrer Beischriften oder eine neue universelle Schlangentaxonomie folgt daraus nicht.

Namen, Formen und Gruppen auseinanderhalten

Chepri und Schu markieren den Übergang zum Morgen. Die als Bild des Fleisches erläuterte Form sSm-iwf bezieht der Katalog auf Osiris. Weitere Figuren erscheinen als Ziehende, Rudernde, urzeitliche Gottheiten oder Verehrende. Ein solcher Gruppenname liefert noch keine vollständige Liste einzelner Identitäten.

Nicht jede Zahl ist im Katalog gleich

Die allgemeine Szenenliste und die ausführlichere Beschreibung wechseln bei einzelnen Göttinnengruppen zwischen zwölf und dreizehn. Dieser Unterschied bleibt als Quellenbefund bestehen. Wir wählen daraus keine scheinbar sicher am Bild nachgezählte Anzahl.

Mit einer Rollenfrage zum Bild zurückgehen

Frage beim nächsten Schlangenbild zuerst nach Stelle, Handlung und Benennung. Erneuert es Leben, bedroht es die Fahrt oder ist seine genaue Rolle noch offen? Die vertraute Tierform allein beantwortet das nicht.

Die Figur in ihren Quellen

Ankh-netscheru

Lebensschlange der kuratorisch beschriebenen zwölften Stunde; anx-nTr.w als katalogisierte Umschrift, nicht mit Apep gleichgesetzt.

Benannter Bezug auf Cat.1783
Lebensschlange der kuratorisch beschriebenen zwölften Stunde; anx-nTr.w als katalogisierte Umschrift, nicht mit Apep gleichgesetzt.

Die Figur in ihren Quellen

nsr-m-ir.t=f

Im unteren Register separat benannte Schlange der Katalogbeschreibung; keine aus dem Namen erfundene weitere Biografie oder automatische Identität mit anderen Schlangen.

Benannter Bezug auf Cat.1783
Im unteren Register separat benannte Schlange der Katalogbeschreibung; keine aus dem Namen erfundene weitere Biografie oder automatische Identität mit anderen Schlangen.

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Amduat (Buch von dem, was in der Unterwelt ist)

Stundenweise gegliederte Darstellungen und Texte der naechtlichen Sonnenfahrt. Die vorliegenden Kataloge erschliessen nur konkrete spaetere Zeugnisse.

Fruehe koenigliche Grabausstattungen des Neuen Reiches; hier spaetere Objektzeugen, kein einheitliches Entstehungsjahr oder vollstaendiger Text.

Sprache: Altägyptisch

Erhaltener Textzeuge

Shepeset-heryt, Turin Cat. 1783: zwoelfte Stunde des Amduat

Konkreter Papyruszeuge mit drei Registern der zwoelften Stunde. Hier wurde die kuratorische Szenenbeschreibung und nur die abgedruckte Uebersetzung des Besitzervermerks gelesen, nicht der gesamte Amduat-Text.

21. Dynastie, Dritte Zwischenzeit; Besitzernennung auf dem Verso.

Sprache: Altägyptisch in kursiver Hieroglyphenschrift, Bild und Text

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Kuratorische Beschreibung von Museo Egizio Cat.1783, zwölfte Amduat-Stunde.
Verwendeter Ausschnitt
General description, Drawing description und abgedruckter Besitzervermerk des vorhandenen Katalogabrufs.
  1. Museo Egizio Cat. 1783: Papyrus of Shepeset-heryt, Amduat Twelfth Hour

    Museo Egizio, Turin, Papyrussammlung · 21. Dynastie; heutiger wissenschaftlicher Sammlungskatalog

    Katalogeintrag zu Cat. 1783 mit Besitzerin Shepeset-heryt, drei Registern der zwölften Amduat-Stunde und Beschreibung der Nachtbarke mit widderkoepfigem Re, regenerativer Schlange und Khepri am Morgen gelesen. Die vom Katalog beschriebene Rolle von Schutzgottheiten und Apophis wurde als kuratorische Deutung, nicht als eigene Textuebersetzung, notiert.

    Nur Katalogbeschreibung und Metadaten begrenzt gelesen; keine vollstaendige Uebersetzung oder eigene Hieroglyphenkollation. Die Online-Abbildung traegt keine hier gepruefte Nachhost-Lizenz und wird nicht lokal als Publikumsmedium uebernommen. Der Papyrus ist ein eigener Zeuge, keine Fortsetzung von Wereshnefers Szenenfolge. Abgerufen am 2026-09-30.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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