Ein eigener Name, ein knapper genealogischer Satz
In Hesiods Theogonie sind Deimos und Phobos Kinder des Ares und der Aphrodite. Beide tragen zur Unordnung des Krieges bei. Deimos ist dadurch benannt, aber das Gedicht erzählt hier keine eigene Geburtsszene oder getrennte Lebensgeschichte.
Das deutsche „Schrecken“ hilft beim Lesen des Namens, ersetzt aber keine Prüfung, ob eine andere Stelle wirklich diese individuelle Gestalt meint.
An Ares’ Wagen
Ilias 15 lässt Furcht und Schrecken Ares’ Pferde anschirren, als er in die Schlacht ziehen will. Athena verhindert die Fahrt. Deimos ist somit Teil einer konkreten Handlung, nicht bloß ein abstraktes Gefühl des Lesers.
Die Passage erklärt weder ein eigenes Aussehen des Deimos noch einen besonderen Kult. Beide Figuren müssen für diesen Vorgang gemeinsam beschrieben werden; getrennte Erfindungen würden die Quelle überdehnen.
Ein zweiter Auftritt im Heraklesschild
Das Hesiod zugeschriebene Heraklesschild-Gedicht lässt Furcht und Schrecken den verwundeten Ares in den Wagen heben und zum Olymp zurückfahren. Es ist eine präzisere gemeinsame Tat als die genealogische Aufzählung.
Das Gedicht beschreibt an anderer Stelle auch Furcht auf dem Schild selbst. Deimos darf nicht einfach mit jeder erschreckenden Figur dieser Bildbeschreibung identifiziert werden. Eine historische Darstellung nur für Deimos ist aus dem hier gelesenen Material nicht gesichert; die Seite bleibt bewusst textgeführt.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Genealogie und Wagen
Theogonie 933–937; Ilias 15.
Ares-Rettung
Heraklesschild 450–467.
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Griechische genealogische und epische Kriegspoesie
- Verwendeter Ausschnitt
- Theogonie 933–937; Ilias 15,113–130; Heraklesschild 450–467.
- Theogonie 176–206 und 921–946: Aphrodites Herkunft und göttliche Beziehungen
Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung Hugh G. Evelyn-White · antiker Text; historische englische Übersetzung
Verse 176–206 und 921–946 gelesen: Aphrodite aus Meerschaum, Ares und Hephaistos in späterer Göttergenealogie, abweichende Hephaistos-Verbindung.
Eine genealogische Dichtung; ihre Aphrodite-Herkunft nicht mit Tochter des Zeus in Hymnus, Ilias und Odyssee harmonisieren. Hephaistos-Verbindung nicht zur universalen Ehe erklären. Abgerufen am 2026-09-28.
- Ilias 15,113–130: Furcht und Schrecken am Wagen des Ares
Homer zugeschriebene Ilias; Übersetzung A. T. Murray, Perseus · antiker Epostext; historische Übersetzung
Ares lässt nach dem Tod seines Sohnes Furcht und Schrecken seine Pferde anschirren; Athena verhindert den beabsichtigten Auszug in den Kampf. Das Paar handelt im Kriegskontext als Begleiter des Ares; die Passage gibt keine je eigene lange Biografie und keine sicheren Bildattribute.
Indexnotiz der begrenzten Weblektüre. Nur Ilias 15,113–130 gelesen; englische Übersetzungswörter Terror/Rout sind nicht mit einer zeitlosen deutschen Namensübersetzung gleichzusetzen. Abgerufen am 2026-09-30.
- Heraklesschild 139–200 und 450–467: Furchtbild und Ares-Wagen
Hesiod zugeschriebenes Schild-Gedicht; Übersetzung H. G. Evelyn-White · antikes Gedicht unsicherer Autorschaft; Übersetzung 1914
Das Gedicht beschreibt Furcht im Zentrum des Herakles-Schildes und Furcht/Flucht neben Ares in einem weiteren Schildbild. Nach Ares’ Verwundung bringen Panic und Dread seinen Wagen, heben ihn auf und fahren nach Olymp; der Text benennt beide als Paar in einer Handlung. Schildbild und erzählte Handlung sind verschiedene Ebenen des Gedichts; aus der dichterischen Ekphrasis folgt kein erhaltenes historisches Schildobjekt.
Indexnotiz der begrenzten Weblektüre. Autorschaft des Schild-Gedichts nicht als gesichert „Hesiod“ ausgeben; Übersetzungswörter Fear, Flight, Panic, Dread begründen nicht ohne griechische Kollation jede Einzelnamen-Zuweisung im Schildbild. Abgerufen am 2026-09-30.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-30. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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