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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Šauška: Das Lied vor einem unerreichbaren Gegner

Das Ullikummi-Lied nennt die handelnde Gestalt Ištar; die hurritische Zuordnung verlangt einen eigenen Beleg.

2 Minuten Lesezeit

Den Namen des Lesetexts nicht verbergen

Im deutschen Ullikummi-Lesetext heißt die Göttin Ištar; die erste Tafel nennt sie Königin von Ninive. Schwemer erläutert für den hurritischen Götterkreis die Ištar-Šauška-Beziehung und ihre Stellung neben Teššub. Dieser Forschungskontext trägt die Zuordnung dieses Profils.

Eine solche Zuordnung macht nicht jede Ištar jedes Orts zur gleichen handelnden Gestalt. Selbst Verwandtschaft und Stellung im Pantheon ändern sich zwischen den von der Forschung behandelten Regionen. Die Beleggrenze gehört deshalb zum Namen.

Ein eigener Versuch gegen Ullikummi

Die zweite Tafel lässt die Göttin aufbrechen, Instrumente spielen und singen. Eine Welle fragt nach dem Zweck: Der steinerne Gegner höre und sehe nicht. Die Göttin beendet den Versuch und wendet sich wieder ihrem Bruder zu.

Das Lied stellt damit nicht nur körperliche Stärke auf die Probe. Ein anderes Mittel erweist sich an diesem besonderen Gegner als ungeeignet. Die Aussagen über den mythischen Stein werden hier nicht zu einem Urteil über heutige Menschen oder ihre Wahrnehmung gemacht.

Handlung statt Sammelgleichung

Verfolge zuerst, was die Göttin selbst versucht, und dann, weshalb sie abbricht. Vergleiche erst danach Namen aus anderen Überlieferungen. Ein eigener Handlungsbogen wird sichtbar, ohne alle Darstellungen einer Göttin in eine gemeinsame Biografie zu zwingen.

Nachlesen: [2] Kola 91–108

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Im benannten Quellenfenster
Was kann eine Stimme bewirken, wenn ihr Gegenüber sie nicht hört?

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Ullikummi-Lied, CTH 345

Werkidentität getrennt von einzelnen erhaltenen Tafeln und moderner Übersetzung.

Hurritischer Überlieferungskontext; keine eigene Erstkompositionsdatierung.

Sprache: Hethitisch

Benutzte Ausgabe

CTH 345.I.1: Ullikummi-Lied, Tafel I – deutsche TITUS-Übersetzung

Verfügbarer deutscher Haupttext mit Lücken vollständig gelesen; kritischer Apparat nur in ausgewählten Anmerkungen, keine eigene Kollation.

TITUS 2010; Marburger Bearbeitung 2005–2009.

Sprache: Deutsch

Benutzte Ausgabe

CTH 345.I.2: Ullikummi-Lied, Tafel II – deutsche TITUS-Übersetzung

Verfügbarer deutscher Haupttext mit Lücken vollständig gelesen; kritischer Apparat nur in ausgewählten Anmerkungen, keine eigene Kollation.

TITUS 2010; Marburger Bearbeitung 2005–2009.

Sprache: Deutsch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Konkret bezeichnete anatolische/hurritisch-hethitische Text- und Forschungskontexte
Verwendeter Ausschnitt
Die hier bezeichneten CTH-Textfenster und Ausgaben
  1. CTH 345.I.1: Ullikummi-Lied, Tafel I

    Anna Bauer, Felix Esser, Susanne Görke, Jürgen Lorenz und Elisabeth Rieken (Leitung), Marburg 2005–2009; TITUS-Bearbeitung Jost Gippert, Frankfurt 2010

    Gesamter verfügbarer deutscher Haupttext 1–253 und Zeugenübersicht gelesen; ausgewählte Anmerkungen, nicht der vollständige Apparat.

    Zusammengesetzter Lesetext, keine eigene Kollation. Steinbezeichnung nicht als gesicherte moderne Gesteinsbestimmung, Größenangaben nicht als präzise Messwerte behandelt. Nicht mit der Volllektüre aller Kumarbi-Lieder gleichgesetzt. Abgerufen am 2026-09-26.

  2. CTH 345.I.2: Ullikummi-Lied, Tafel II

    Anna Bauer, Felix Esser, Susanne Görke, Jürgen Lorenz und Elisabeth Rieken (Leitung), Marburg 2005–2009; TITUS-Bearbeitung Jost Gippert, Frankfurt 2010

    Gesamter verfügbarer deutscher Haupttext 1–169 und Zeugenübersicht gelesen; ausgewählte Anmerkungen, insbesondere 18 zur Steinbezeichnung.

    Keine sichere Ergänzung beschädigter Reden oder durchgängige Rekonstruktion der Schlacht. Namen Šerišu und Tella nach diesem Lesetext; nicht stillschweigend durch ein anderes Stierpaar ersetzt. Ištar in diesem Kontext nicht mit jeder mesopotamischen Kultgestalt identifiziert. Abgerufen am 2026-09-26.

  3. Wettergott(heiten). A. Philologisch: § 4 Teššub, S. 82–84

    Daniel Schwemer, Reallexikon der Assyriologie 15, Lieferung 2016

    § 4 auf gedruckten S. 82–84 gelesen, einschließlich Kultverbreitung, Götterkreis und Handlungsprofil. Diese drei PDF-Seiten zusätzlich gerendert und betrachtet; Verlags-/Lieferungsangaben im Vorspann gelesen.

    Archiviert ist der ganze 604-seitige Band, gelesen hier nur der benannte Ausschnitt und Metadaten. Freilassungslied lediglich als Sekundärhinweis erfasst, nicht als primär erschlossen. Genealogien und Gleichsetzungen bleiben regional und textbezogen. Abgerufen am 2026-09-26.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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