Personifikation: Der Stadtname bekommt einen Körper
Roma bezeichnet hier die als Gestalt vorgestellte Stadt Rom. Zwei konkrete Zeugnisse erschließen ihre Funktionen; sie liefern keine Abenteuerbiografie.
Der Münzkatalog identifiziert einen Kopf als Roma, der Monumenttext beschreibt sie vergöttlicht neben Venus. Andere behelmte Gestalten sind damit nicht automatisch identifiziert.
Ein republikanischer Denar macht Roma zum Münzzeichen
Das Penn Museum datiert den republikanischen Silberdenar 88-13-106 auf 137–134 v. Chr. Der Katalog beschreibt Romas Kopf mit Helm und Ohrring, auf der Rückseite die Dioskuren sowie C. PLVTI und ROMA. Hier liegt keine neue Bildbetrachtung oder eigene Legendenlesung zugrunde.
Das Münzbild macht das Gemeinwesen als Gestalt sichtbar. Die allgemeine Herkunftsangabe Mediterranean belegt jedoch weder einen bestimmten Umlaufweg noch eine lokale Kultpraxis. Was einzelne Menschen beim Bezahlen dachten, bleibt offen.
Der Tempel macht Roma zur Kultempfängerin
Das italienische Kulturministerium nennt Hadrian und den Baubeginn 121 n. Chr. Zwei entgegengesetzt orientierte Kulträume gehören Venus und Roma. Die Stadt ist hier göttliche Kultempfängerin.
Dieser kaiserzeitliche Bau und der republikanische Münzkopf haben verschiedene Funktionen. Ein Bildkopf belegt noch kein bestimmtes Ritual; der Tempel identifiziert nicht automatisch jede ältere Münzdarstellung.
Politische Bildgeschichte ist keine unveränderte Tradition
Der Monumenttext deutet Roma im Zusammenhang mit Dauer und Zukunft der Stadt. Diese politische Lesart ist keine überall gültige Erklärung sämtlicher Romabilder.
Der erhaltene Bau enthält außerdem spätere Wiederherstellungen. Antiker Anspruch, heutiger Rest und museale Deutung gehören verschiedenen Zeiten an. Eine vollständige Kultgeschichte ist mit diesen beiden Zeugnissen nicht erschlossen.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Republikanischer Münzkopf
Penn Museum 88-13-106, Katalogbeschreibung und Datierung
Kultempfängerin neben Venus
Monumenttext zu Tempel und Kult von Venus und Roma
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Roma als benannte Personifikation und Kultempfängerin an zwei verschiedenen materiellen Zeugnissen.
- Verwendeter Ausschnitt
- Penn Museum 88-13-106 und die benannte Beschreibung des Tempels der Venus und Roma. Keine aus Collatia, Cures oder einer literarischen Gründungsfolge übernommene Biografie.
- Roma auf einem republikanischen Denar: Penn Museum 88-13-106
Penn Museum, University of Pennsylvania · Aktueller Objektkatalog; Münzdatierung dort 137–134 v. Chr.
Vollständige Objektfelder von Denarius / 88-13-106 bis zur Bibliografie gelesen: Kultur, Herkunftsangabe, Herstellungsort, Datierung, Material, Ikonografie, beide Seitenbeschreibungen, Durchmesser, Erwerbung und Literaturangaben.
Institutionelle Katalogidentifikation, kein selbst betrachtetes Münzbild und keine unabhängige Lesung der Legenden. Angegebene Bibliografie nicht gelesen. Katalog nennt nur Mediterranean als Provenienz; kein präziser Fundort, keine Rekonstruktion des Umlaufs, keine Bildrechte angenommen. Abgerufen am 2026-10-17.
- Tempel von Venus und Roma: politischer Kult und spätere Bausubstanz
Italienisches Ministero della cultura · Presse-/Monumenttext, auf der Seite veröffentlicht und aktualisiert am 27. Oktober 2020.
Vollständiger Haupttext mit Einleitung sowie La storia, Il culto di Venere e Roma und Il progetto di sistemazione dell’area monumentale gelesen. Historische Besuchsinformationen sichtbar, nicht als aktuell verwendet.
Heutiger institutioneller Vermittlungstext, keine eigene Lektüre des dort erwähnten Athenaeus oder der Münze zur Kultdatierung. Kein vollständiger Kult-, Provinz- oder Restaurierungsbericht. Formulierung zu Aeneas als Gründer nicht als historische Feststellung übernommen. Historische Öffnungszeiten, Preise und Verwaltungssituation nicht fortgeschrieben; keine Bildlizenz. Abgerufen am 2026-10-17.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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