Die Wiederholung macht aus vielen Häusern einen Verlust
Immer wieder heißt es, eine Gottheit habe Haus oder Stadt verlassen und Wind ziehe durch den verwaisten Pferch. Die Reihe nennt bekannte Gestalten wie Inana, Nanna, Ningal und Enki neben kürzer belegten Namen. Der Verlust betrifft dadurch verschiedene Orte und Beziehungen, nicht nur ein einzelnes Gebäude.
Ninisina wird mit dem Heiligtum Egal-mah bei Isin verbunden. Cara verlässt das Emah; Ud-sahara wird bei Umma genannt. Bau steht bei Irikug und ihrem überschwemmten Gemach. Ab-Bau wird ausdrücklich ihr Sohn genannt und beim Maguenna verortet. Dies sind die Zuordnungen der Klage, keine aus dieser Stelle gewonnene vollständige Kultgeschichte jedes Namens.
Weitere Namen behalten ihre eigenen Orte
Jatumdug wird beim Haus Lagash genannt. Dumuzid-abzu gehört in dieser Passage zum Haus Kinirša; der Namensanfang allein erlaubt keine Gleichsetzung mit dem Hirten Dumuzi. Ninmarki steht beim Heiligtum Guaba. Neben diesen Namen erscheinen auch eine Schutzgöttin und eine große Königin ohne an dieser Stelle erhaltenen Eigennamen.
Die Schreibformen Ninisina, Cara, Ud-sahara, Ab-Bau, Jatumdug, Dumuzid-abzu und Ninmarki folgen hier der benutzten ETCSL-Übersetzung. Die knappen Einträge bleiben in diesem gemeinsamen Kontext. Eine ungenannte Gestalt erhält keinen aus einer anderen Erzählung eingesetzten Namen.
Ningals Einspruch verändert den Blick auf den Anfang
Die später sprechende Ningal betont, sie habe die Stadt nicht aufgeben wollen. Sie bittet An und Enlil um Schonung und scheitert. Die anfängliche Formel des Verlassens ist deshalb kein ausreichender Beleg für eine überall freiwillige oder endgültige Abkehr der Gottheiten.
Am Ende stehen Bitten um Rückkehr und Erneuerung. Der Text hält Verlust, Einspruch und Hoffnung nebeneinander. Die Namensreihe öffnet diesen größeren Klagebogen; das eigene Ningal-Profil folgt der Stimme, die dem beschlossenen Schicksal widerspricht.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Wie erzählt eine Liste von Gottheiten den Zusammenbruch einer ganzen bewohnten Welt?
Die Klage um Urim beginnt mit einer Folge verlassener göttlicher Häuser. Auch kurze Namensnennungen binden den Verlust an unterschiedliche Orte.
Verweise auf die gemeinsam ausgearbeiteten Gudea-Akteurszugänge
Neue quellenbezogene Verknüpfungen; vorhandene Handlungen und Identitäten bleiben erhalten.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Die Klage um Urim
Eigener, in der modernen Edition zusammengesetzt vermittelter Textzusammenhang; Unterschiede anderer Dichtungen bleiben erkennbar.
Antiker Werkzusammenhang; keine neue präzise Erstkompositions- oder Einzeltafeldatierung.
Sprache: Sumerisch
Benutzte Ausgabe
ETCSL 2.2.2, englischer Lesetext
Vollständiger vorhandener englischer Umfang tatsächlich gelesen: 1–438 mit elfkirugu-Abschnitten, Refrains, Varianten und Fehlstellen.
Moderne Übersetzungs-/Aufbereitungsdaten laut Revisionsgeschichte, gesichert17.10.2026.
Sprache: Englisch nach Sumerisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Namen und Ortsbezüge im Anfang der Klage um Urim, im Zusammenhang des ganzen ausgewählten Lesetexts; Verweise auf die gemeinsam ausgearbeiteten Gudea-Akteurszugänge
- Verwendeter Ausschnitt
- Zusammengesetzte moderne Lesetexte mit Lücken und Varianten; weder vollständig erhaltene Einzelhandschriften noch eigene Keilschriftkollation.
- ETCSL 2.2.2: Die Klage um Urim
Electronic Text Corpus of Sumerian Literature, University of Oxford · Übersetzungsbearbeitung1998–2000 und elektronische Aufbereitung1999–2001 je nach Text; genaue Revisionsgeschichte im gesicherten Lesetext.
Ganzer vorhandener englischer Lesetext tatsächlich gelesen: 1–438 mit elfkirugu-Abschnitten, Refrains, Varianten und Fehlstellen; einschließlich Revisionsgeschichte.
Zusammengesetzte Übersetzung; keine eigene sumerische Kollation, Datierung einer Erstkomposition oder Tafelautopsie. Literarische Rede und Bitte nicht als neutrale Ereignisreportage oder Nachweis abgeschlossener Wiederherstellung behandelt. Abgerufen am 2026-10-17.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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