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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Gegner, Gottheiten und die geteilte Nachfolge

Fremdgötterkritik und politische Gegenkräfte stehen nebeneinander. Die religiösen Abwertungen werden als Stimme des Königsbuchs erklärt.

5–6 Minuten Lesezeit

Eigene Rollen und genau bezeichnete Textgrenzen

Name oder RolleHandlung und Grenze
Aschtoret im KönigsbuchAls Göttin der Sidonier in der Anklage gegen Salomo genannt. Das ist eine polemische Fremddarstellung, keine vollständige Selbstbeschreibung ihres Kultes.
Milkom im KönigsbuchDie englische Ausgabe nennt ihn abwertend im Ammoniter-Zusammenhang. Die Abwertung wird nicht zur Museumssprache übernommen.
Kemosch im KönigsbuchWird im Moab-Zusammenhang genannt; Salomos Kultstätte gehört zur Anklage. Andere regionale Quellen bleiben eigene Zugänge.
Molech als Belegform dieser AusgabeIn 11,7 steht Molech, an anderen Stellen Milcom. Die unterschiedlichen Formen werden hier nicht ohne eigenen Beleg zu einer vollständigen gemeinsamen Biografie verschmolzen.
HadadEntkommt als edomitisches Kind der Gewalt, wird in Ägypten aufgenommen und will später in sein Land zurück. Nicht ungeprüft mit jedem gleichnamigen König aus Genesis gleichgesetzt.
TachpenesDie ägyptische Königin ist mit der Frau Hadads verschwistert und entwöhnt Genubat im Königshaus.
Tachpenes SchwesterPharao gibt sie Hadad zur Frau; sie wird Mutter Genubats. Ein eigener Name wird nicht genannt.
GenubatHadads Sohn, der im Haus Pharaos bei dessen Söhnen aufwächst.
Pharao im Hadad-BerichtGibt dem Flüchtling Haus, Versorgung, Land und eine Frau; beim Rückkehrwunsch fragt er nach dessen Grund. Keine sichere Identität mit anderen unbenannten Pharaonen.
ResonEliadas Sohn, der von Hadad-Eser flieht und mit einer Schar in Damaskus zur Gegenkraft wird.
EliadaAls Vater Resons genannt.
Hadad-EserKönig von Zoba und früherer Herr Resons im Rückverweis.
JerobeamWird über Arbeit gesetzt, erhält Ahijas Zeichenwort, flieht zu Schischak und wird später König der sich abwendenden Stämme.
NebatAls Vater Jerobeams genannt.
ZeruaJerobeams Mutter wird ausdrücklich als Witwe genannt.
Ahija von SchiloZerreißt das neue Gewand in zwölf Stücke und erklärt Jerobeam die Reichsteilung. Nicht Ahija, der Schreiber aus der Amtsliste.
SchischakKönig von Ägypten, zu dem Jerobeam flieht. Die hier erhaltene Namensnennung unterscheidet sich von den unbenannten Pharaonen.
RehabeamVerwirft den entlastenden Rat der Älteren und droht mit noch schwererem Joch; muss nach dem Tod Adorams fliehen.
Die älteren RatgeberEmpfehlen eine dienende, entgegenkommende Antwort auf die Klage.
Die mit Rehabeam aufgewachsenen RatgeberEmpfehlen die Verschärfung der Drohung; ihre Rede wird nicht als Modell guter Herrschaft ausgegeben.
Adoram in 1 Könige 12Über das Aufgebot gesetzt und von der empörten Gemeinschaft gesteinigt. Die Namensform wird nicht ohne Begründung mit jeder früheren Amtsnennung gleichgesetzt.
SchemajaMann Gottes, dessen Wort den geplanten Krieg gegen die Brüder stoppt.
Die um Entlastung bittende VersammlungFordert eine Erleichterung des väterlichen Jochs und wendet sich nach der schroffen Antwort ab.
Die beiden goldenen KälberWerden von Jerobeam als kultpolitische Alternative zu Jerusalem aufgestellt; kein nachträgliches Einzelporträt des Kalbes aus Exodus.

Weiterdenken

Wie verschränken sich die Bewertung eines Königs und die Klage über die Last seiner Herrschaft?

Die Figur in ihren Quellen

Aschtoret im Königsbuch

Als Göttin der Sidonier in der Anklage gegen Salomo genannt. Das ist eine polemische Fremddarstellung, keine vollständige Selbstbeschreibung ihres Kultes.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,5.33

Die Figur in ihren Quellen

Milkom im Königsbuch

Die englische Ausgabe nennt ihn abwertend im Ammoniter-Zusammenhang. Die Abwertung wird nicht zur Museumssprache übernommen.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,5.33

Die Figur in ihren Quellen

Kemosch im Königsbuch

Wird im Moab-Zusammenhang genannt; Salomos Kultstätte gehört zur Anklage. Andere regionale Quellen bleiben eigene Zugänge.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,7.33

Die Figur in ihren Quellen

Molech als Belegform dieser Ausgabe

In 11,7 steht Molech, an anderen Stellen Milcom. Die unterschiedlichen Formen werden hier nicht ohne eigenen Beleg zu einer vollständigen gemeinsamen Biografie verschmolzen.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,7

Die Figur in ihren Quellen

Hadad

Entkommt als edomitisches Kind der Gewalt, wird in Ägypten aufgenommen und will später in sein Land zurück. Nicht ungeprüft mit jedem gleichnamigen König aus Genesis gleichgesetzt.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,14–22

Die Figur in ihren Quellen

Tachpenes

Die ägyptische Königin ist mit der Frau Hadads verschwistert und entwöhnt Genubat im Königshaus.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,19–20

Die Figur in ihren Quellen

Tachpenes Schwester

Pharao gibt sie Hadad zur Frau; sie wird Mutter Genubats. Ein eigener Name wird nicht genannt.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,19–20

Die Figur in ihren Quellen

Genubat

Hadads Sohn, der im Haus Pharaos bei dessen Söhnen aufwächst.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,20

Die Figur in ihren Quellen

Pharao im Hadad-Bericht

Gibt dem Flüchtling Haus, Versorgung, Land und eine Frau; beim Rückkehrwunsch fragt er nach dessen Grund. Keine sichere Identität mit anderen unbenannten Pharaonen.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,18–22

Die Figur in ihren Quellen

Reson

Eliadas Sohn, der von Hadad-Eser flieht und mit einer Schar in Damaskus zur Gegenkraft wird.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,23–25

Die Figur in ihren Quellen

Eliada

Als Vater Resons genannt.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,23

Die Figur in ihren Quellen

Hadad-Eser

König von Zoba und früherer Herr Resons im Rückverweis.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,23–24

Die Figur in ihren Quellen

Jerobeam

Wird über Arbeit gesetzt, erhält Ahijas Zeichenwort, flieht zu Schischak und wird später König der sich abwendenden Stämme.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,26–40; 12

Die Figur in ihren Quellen

Nebat

Als Vater Jerobeams genannt.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,26

Die Figur in ihren Quellen

Zerua

Jerobeams Mutter wird ausdrücklich als Witwe genannt.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,26

Die Figur in ihren Quellen

Ahija von Schilo

Zerreißt das neue Gewand in zwölf Stücke und erklärt Jerobeam die Reichsteilung. Nicht Ahija, der Schreiber aus der Amtsliste.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,29–39

Die Figur in ihren Quellen

Schischak

König von Ägypten, zu dem Jerobeam flieht. Die hier erhaltene Namensnennung unterscheidet sich von den unbenannten Pharaonen.

Belegstelle im bezeichneten Text
11,40

Die Figur in ihren Quellen

Rehabeam

Verwirft den entlastenden Rat der Älteren und droht mit noch schwererem Joch; muss nach dem Tod Adorams fliehen.

Belegstelle im bezeichneten Text
12,1–24

Die Figur in ihren Quellen

Die älteren Ratgeber

Empfehlen eine dienende, entgegenkommende Antwort auf die Klage.

Belegstelle im bezeichneten Text
12,6–7

Die Figur in ihren Quellen

Die mit Rehabeam aufgewachsenen Ratgeber

Empfehlen die Verschärfung der Drohung; ihre Rede wird nicht als Modell guter Herrschaft ausgegeben.

Belegstelle im bezeichneten Text
12,8–14

Die Figur in ihren Quellen

Adoram in 1 Könige 12

Über das Aufgebot gesetzt und von der empörten Gemeinschaft gesteinigt. Die Namensform wird nicht ohne Begründung mit jeder früheren Amtsnennung gleichgesetzt.

Belegstelle im bezeichneten Text
12,18

Die Figur in ihren Quellen

Schemaja

Mann Gottes, dessen Wort den geplanten Krieg gegen die Brüder stoppt.

Belegstelle im bezeichneten Text
12,22–24

Die Figur in ihren Quellen

Die um Entlastung bittende Versammlung

Fordert eine Erleichterung des väterlichen Jochs und wendet sich nach der schroffen Antwort ab.

Belegstelle im bezeichneten Text
12,1–20

Die Figur in ihren Quellen

Die beiden goldenen Kälber

Werden von Jerobeam als kultpolitische Alternative zu Jerusalem aufgestellt; kein nachträgliches Einzelporträt des Kalbes aus Exodus.

Belegstelle im bezeichneten Text
12,26–33

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

1 Kings: gelesene königliche Erzählfenster

Nur die bezeichneten Kapitel; keine vollständigen Samuelbücher oder eigene hebräische Kollation.

Antike literarische Überlieferung; erzählte Regierungsjahre sind keine unabhängige Datierung.

Sprache: Biblischer Werkbestand; hier englische Vermittlung

Benutzte Ausgabe

1 Kings 11: Mechon-Mamre, englisch

Vollständig gelesenes bezeichnetes Kapitel, kein materieller antiker Textzeuge.

JPS-1917-basierte digitale Vermittlung; Abruf 2026.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

1 Kings 12: Mechon-Mamre, englisch

Vollständig gelesenes bezeichnetes Kapitel, kein materieller antiker Textzeuge.

JPS-1917-basierte digitale Vermittlung; Abruf 2026.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Verwendeter Ausschnitt
Die bezeichneten Textfenster und ausdrücklich zugeschriebene spätere Deutungen; keine aus unterschiedlichen Fassungen erfundene historische Biografie.
  1. 1 Kings 11: JPS-1917-basierter Mechon-Mamre-Text

    Biblischer Text; englische JPS-1917-Tradition, digitale Bearbeitung Mechon-Mamre

    Kapitel 11 vollständig englisch gelesen; Zählung dieser Ausgabe beibehalten.

    Keine historische Bestätigung von Wunder, Reichsgröße, Zahlen oder Königsgenealogie. Keine eigene hebräische Übersetzung; moderne HTML-Bearbeitung nicht pauschal relizenziert. Abgerufen am 2026-10-15.

  2. 1 Kings 12: JPS-1917-basierter Mechon-Mamre-Text

    Biblischer Text; englische JPS-1917-Tradition, digitale Bearbeitung Mechon-Mamre

    Kapitel 12 vollständig englisch gelesen; Zählung dieser Ausgabe beibehalten.

    Keine historische Bestätigung von Wunder, Reichsgröße, Zahlen oder Königsgenealogie. Keine eigene hebräische Übersetzung; moderne HTML-Bearbeitung nicht pauschal relizenziert. Abgerufen am 2026-10-15.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-15. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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