Eine Tochter der Themis
Hesiod nennt Eunomia gemeinsam mit ihren Schwestern Dike und Eirene. Als Horen sind sie Töchter von Zeus und Themis; gemeinsam beachten sie das Tun der Menschen.
Der griechische Name wird gewöhnlich mit guter Ordnung umschrieben. Hesiod liefert hier aber keine Rede, kein Attribut und keinen separaten Auftrag an Eunomia.
Pindars Anfang mit Korinth
Pindar preist Xenophons Sieg und Korinth. Unmittelbar nach der Stadt nennt er Eunomia und ihre Schwestern Dike und Eirene. Sie sind der sichere Grund von Städten und stehen gegen Hybris.
Das Lob erklärt, warum Ordnung, gerechtes Urteil und Frieden zusammen gedacht werden. Es beweist nicht, dass Korinth jederzeit so regiert wurde, wie das Gedicht es idealisiert.
Eine eigenständige Figur trotz knapper Belege
Eunomia ist nicht bloß ein anderer Name für Dike. In den gelesenen Texten stehen beide ausdrücklich nebeneinander, und Pindar nennt Eunomia zuerst. Mehr individuelle Handlung als diese poetische Setzung lässt sich aus den beiden Stellen nicht gewinnen.
Eine Bildfigur wird hier nicht behauptet, weil die gelesenen Quellen kein sicher ihr zugewiesenes erhaltenes Einzelbild liefern.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Hesiods Dreiergruppe
Theogonie 901–906.
Korinths poetische Ordnung
Olympische Ode 13,1–15.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Hesiod: Theogonie
Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.
Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Theogonie 211–225, 901–911, 945–946 nach Evelyn-White
Drei Figurengruppen im genealogischen Gedicht; widersprüchliche Moiren-Herkunft bleibt sichtbar.
Historische Übersetzung 1914
Sprache: Englisch nach Altgriechisch
Überlieferter Text
Pindar: Olympische Oden
Werkebene; nur die Oden 13 und 14 für diesen Komplex begrenzt gelesen.
Antike Siegesdichtung; hier keine genaue Entstehungsdatierung aller Oden festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Olympische Ode 13,1–15 nach Svarlien
Eunomia, Dike und Eirene im Lob Korinths.
Übersetzung 1990
Sprache: Englisch nach Altgriechisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Griechische Dichtung und Bildzeugnisse; begrenzte Quellenfenster
- Verwendeter Ausschnitt
- Hesiods Theogonie mit ausdrücklich benannten Gegenstellen.
- Theogonie 211–225, 901–911 und 945–946: Horen, Moiren, Chariten
Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · Antike Dichtung; historische englische Übersetzung 1914
211–225: Nyx bringt Moiren mit Klotho, Lachesis, Atropos hervor; 901–906: Zeus und Themis als Eltern der drei Horen und nochmals der Moiren; 907–911: Zeus und Eurynome als Eltern der drei Chariten; 945–946: Hephaistos nimmt Aglaia, die jüngste Charis, zur Frau. Die beiden Moiren-Genealogien nicht harmonisiert.
Eine historische englische Übersetzung, keine griechische Textkollation. Der Text bietet keine feste Einzelfunktion für jede Hore, Moire oder Charis; insbesondere kein standardisiertes Fadenschneiden. Die zweimalige Moiren-Abstammung ist ein Problem der überlieferten Textgestalt, keine von uns zu glättende Biografie. Abgerufen am 2026-09-29.
- Pindar, Olympische Ode 13,1–15: drei Horen in Korinth
Pindar; englische Übersetzung Diane Arnson Svarlien, Perseus · Antike Siegesode; englische Übersetzung 1990
Olympische Ode 13,1–15: Lob Korinths und Xenophons; Eunomia, Dike und Eirene als Schwestern und Töchter der Themis, Fundament der Stadt und Gegnerinnen der Hybris. Keine Behauptung über einen separat belegten Kult jeder Schwester aus dieser Ode.
Pindars Lobgedicht preist einen Sieger und seine Stadt; sein personifizierender Sprachgebrauch ist kein neutraler Stadtbericht und belegt keine individuelle Ikonografie der drei Horen. Abgerufen am 2026-09-29.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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