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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Eunomia: Die Ordnung einer Stadt

Eunomia gehört mit Dike und Eirene zu den drei Horen der Theogonie. Pindar setzt ihren Namen an den Anfang seines Korinth-Lobs und macht gute Ordnung zu einem poetischen Fundament der Stadt.

2 Minuten Lesezeit

Eine Tochter der Themis

Hesiod nennt Eunomia gemeinsam mit ihren Schwestern Dike und Eirene. Als Horen sind sie Töchter von Zeus und Themis; gemeinsam beachten sie das Tun der Menschen.

Der griechische Name wird gewöhnlich mit guter Ordnung umschrieben. Hesiod liefert hier aber keine Rede, kein Attribut und keinen separaten Auftrag an Eunomia.

Pindars Anfang mit Korinth

Pindar preist Xenophons Sieg und Korinth. Unmittelbar nach der Stadt nennt er Eunomia und ihre Schwestern Dike und Eirene. Sie sind der sichere Grund von Städten und stehen gegen Hybris.

Das Lob erklärt, warum Ordnung, gerechtes Urteil und Frieden zusammen gedacht werden. Es beweist nicht, dass Korinth jederzeit so regiert wurde, wie das Gedicht es idealisiert.

Eine eigenständige Figur trotz knapper Belege

Eunomia ist nicht bloß ein anderer Name für Dike. In den gelesenen Texten stehen beide ausdrücklich nebeneinander, und Pindar nennt Eunomia zuerst. Mehr individuelle Handlung als diese poetische Setzung lässt sich aus den beiden Stellen nicht gewinnen.

Eine Bildfigur wird hier nicht behauptet, weil die gelesenen Quellen kein sicher ihr zugewiesenes erhaltenes Einzelbild liefern.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Hesiods Dreiergruppe
Theogonie 901–906.

Korinths poetische Ordnung
Olympische Ode 13,1–15.

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Hesiod: Theogonie

Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.

Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Theogonie 211–225, 901–911, 945–946 nach Evelyn-White

Drei Figurengruppen im genealogischen Gedicht; widersprüchliche Moiren-Herkunft bleibt sichtbar.

Historische Übersetzung 1914

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Überlieferter Text

Pindar: Olympische Oden

Werkebene; nur die Oden 13 und 14 für diesen Komplex begrenzt gelesen.

Antike Siegesdichtung; hier keine genaue Entstehungsdatierung aller Oden festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Olympische Ode 13,1–15 nach Svarlien

Eunomia, Dike und Eirene im Lob Korinths.

Übersetzung 1990

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Griechische Dichtung und Bildzeugnisse; begrenzte Quellenfenster
Verwendeter Ausschnitt
Hesiods Theogonie mit ausdrücklich benannten Gegenstellen.
  1. Theogonie 211–225, 901–911 und 945–946: Horen, Moiren, Chariten

    Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · Antike Dichtung; historische englische Übersetzung 1914

    211–225: Nyx bringt Moiren mit Klotho, Lachesis, Atropos hervor; 901–906: Zeus und Themis als Eltern der drei Horen und nochmals der Moiren; 907–911: Zeus und Eurynome als Eltern der drei Chariten; 945–946: Hephaistos nimmt Aglaia, die jüngste Charis, zur Frau. Die beiden Moiren-Genealogien nicht harmonisiert.

    Eine historische englische Übersetzung, keine griechische Textkollation. Der Text bietet keine feste Einzelfunktion für jede Hore, Moire oder Charis; insbesondere kein standardisiertes Fadenschneiden. Die zweimalige Moiren-Abstammung ist ein Problem der überlieferten Textgestalt, keine von uns zu glättende Biografie. Abgerufen am 2026-09-29.

  2. Pindar, Olympische Ode 13,1–15: drei Horen in Korinth

    Pindar; englische Übersetzung Diane Arnson Svarlien, Perseus · Antike Siegesode; englische Übersetzung 1990

    Olympische Ode 13,1–15: Lob Korinths und Xenophons; Eunomia, Dike und Eirene als Schwestern und Töchter der Themis, Fundament der Stadt und Gegnerinnen der Hybris. Keine Behauptung über einen separat belegten Kult jeder Schwester aus dieser Ode.

    Pindars Lobgedicht preist einen Sieger und seine Stadt; sein personifizierender Sprachgebrauch ist kein neutraler Stadtbericht und belegt keine individuelle Ikonografie der drei Horen. Abgerufen am 2026-09-29.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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