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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Oberon: Der Feenkönig stellt Bedingungen

Im Huon-Stoff bindet Auberon seine Hilfe an Wahrheit und Gehorsam. Shakespeares Oberon greift in andere Gefühle ein. Wieland erklärt ausdrücklich, wie er die Figur neu zusammensetzt.

9–11 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Drei Werkwege statt eines uralten Lebenslaufs

Der kleine Auberon des mittelalterlichen Huon de Bordeaux, Shakespeares Oberon und Wielands Feenkönig gehören zu verschiedenen Werken. Sie dürfen miteinander verglichen werden; ihre Handlungen bilden aber keinen einzigen Lebenslauf. Der ältere französische Weg wird hier in der Ausgabe von François Guessard und Charles Grandmaison von 1860 gelesen, die mehrere Handschriften als Grundlage nennt.

Der Druck von 1860 ist weder das Entstehungsjahr des mittelalterlichen Stoffs noch die später gekürzte Nacherzählung Gaston Paris’. Gelesen sind ausgewählte altfranzösische Stellen: Ankündigung, Waldbegegnung, Gaben und Schluss. Diese Begrenzung bleibt sichtbar, wenn wir nach den Bedingungen der Hilfe fragen.

Auberons Schönheit schützt nicht vor seiner Drohung

Der Prolog nennt Auberon den Sohn von Julius Cäsar und Morge. Das ist die phantastische Herkunftserzählung des Werks, kein historischer Stammbaum. Geriaume warnt Huon vor dem kleinen, schönen Herrscher im Wald: Wer ihm antworte, könne nicht mehr entkommen. Als die Reisenden schweigen und fliehen, setzt Auberon Sturm, Wassererscheinung und sein Horn gegen sie ein.

Schließlich will er die Schweigenden sogar töten lassen. Gloriant rät ihm, noch einmal um Antwort zu bitten und ihnen Sicherheit zuzusagen. Huon antwortet nun. Die hilfreiche Verbindung beginnt also nicht mit einem durchgehend harmlosen Naturgeist, sondern mit Furcht, Drohung, Vermittlung und einer veränderten Ansprache.

Seine Macht wird ausdrücklich christlich gerahmt

Auberon weist die Deutung als Dämon zurück. Er bezeichnet sich als körperlichen Menschen, beruft sich auf Jesus, Taufe und die ihm gegebene Macht. Zugleich erzählt er von Feengaben: Sein Wachstum habe nach dem dritten Lebensjahr aufgehört, dafür besitze er außerordentliche Schönheit und weitere Fähigkeiten. Ein auf seinen Wunsch erscheinender Palast versorgt die hungrigen Reisenden.

Der goldene Becher füllt sich mit Wein, nachdem Auberon ein Kreuzzeichen darüber gemacht hat. Trinken kann daraus nach seiner Erklärung nur ein von tödlicher Sünde freier Mensch. Der Gegenstand prüft eine religiös formulierte moralische Eigenschaft. Er ist kein Beleg dafür, dass es einen solchen Testbecher außerhalb der Erzählung gab.

Gaben schaffen eine Bindung

Becher und Horn kommen mit Regeln. Eine Lüge soll Huon die Freundschaft und die Kraft des Bechers kosten. Das Horn darf er nur in wirklicher Not blasen. Huon erprobt es dennoch ohne Gefahr; Auberon erscheint mit Bewaffneten und ist zornig. Auf Huons Eingeständnis hin verzeiht er und erneuert die Bedingungen.

Die Hilfe ist damit persönlich und widerrufbar. Auberon kann warnen, unterstützen und vergeben, verlangt aber Gehorsam und droht bei Verstößen mit schwerer Strafe. Das macht ihn zu einem mächtigen Verbündeten, dessen Nähe selbst ein Risiko enthält.

Am Ende schützt er Huon und verweigert dessen Bitte um Gnade

Im gelesenen Schluss befreit Auberon Huon, Esclarmonde und Geriaume aus der Gefangenschaft. Er zwingt den verräterischen Bruder Gerars zur Offenlegung seiner Taten und lässt die gestohlenen Beweisstücke erscheinen. Huon bittet um Verzeihung für den Bruder und bietet sogar die Hälfte seines Landes an. Auberon lehnt ab und lässt Gerars und drei Mitverantwortliche durch seine Macht hinrichten.

Die Wiederherstellung von Huons Recht enthält also keine allgemeine Schonung. Danach kündigt Auberon an, ihm in drei Jahren seine Herrschaft zu übertragen, weil er selbst ins Paradies gehen wolle. Der Text erzählt hier die Zusage und den Abschied nach Monmur, nicht bereits eine ausgeführte Krönung Huons zum Feenkönig.

Shakespeares Streit betrifft die Verfügung über ein Kind

Im Sommernachtstraum will Oberon einen Jungen in sein Gefolge nehmen. Robin berichtet zuerst, Titania habe ihn einem indischen König entzogen. Titania erklärt später selbst, die Mutter sei eine verstorbene Vertraute gewesen und sie erziehe das Kind um ihretwillen. Diese unterschiedlich gerahmten Aussagen werden nicht zu einem neutralen Herkunftsbericht geglättet.

Titania beschreibt außerdem, wie ihr Streit mit Oberon Wetter und Jahreszeiten durcheinandergebracht habe. Das ist ihre Rede innerhalb der Komödie. Oberon lässt sich davon nicht zur Anerkennung ihres Neins bewegen, sondern will ihre Gefühle durch einen Zauber verändern, um den Jungen zu bekommen.

Die Versöhnung folgt einem gezielten Eingriff

Oberon träufelt Titania den Blumensaft auf die schlafenden Augen. Sie soll das erste Lebewesen lieben, das sie beim Erwachen sieht. Puck versieht den Weber Bottom mit einem Eselskopf; Titania verliebt sich unter dem Zauber in ihn. Oberon berichtet später, sie habe ihm währenddessen den Jungen gegeben. Erst danach hebt er ihren Zauber auf.

Bei den menschlichen Liebenden löst Pucks Verwechslung weitere Verletzungen und Streit aus. Oberon lässt die Rivalen trennen und Lysanders frühere Liebe wiederherstellen. Demetrius’ veränderte Zuneigung bleibt in den gelesenen Aufhebungsszenen dagegen bestehen. Die folgende Ordnung beruht damit nicht einfach darauf, dass jede betroffene Person frei einen neuen Entschluss gefasst hätte.

Ein später Feentanz im Bild

Links eine gekrönte bärtige Gestalt und eine Frau, daneben erhobene Arme; rechts verbinden sich tanzende Figuren vor blaugrünem Laub.
William Blake, Oberon, Titania and Puck with Fairies Dancing, um 1786 nach Dateibeschreibung. Aquarell und Graphit auf Papier, Tate Britain, N02686. Gemeinfreies historisches Werk und mechanische Reproduktion über Wikimedia Commons, PDM 1.0. Datei unverändert, WebP proportional. Spätere Shakespeare-Deutung; keine Darstellung der altfranzösischen Auberon-Fassung und keine sichere Identifizierung jeder unbeschrifteten Person. Bildnachweis Bildlizenz

Blake wählt Nähe und Bewegung

Links stehen ein gekrönter bärtiger Mann und eine Frau eng beieinander; neben ihnen hebt eine weitere Figur die Arme. Rechts verbinden sich tanzende Gestalten durch Handhaltungen und wehende Gewänder. Blaugrünes Laub füllt den Hintergrund. Die Titelzuordnung folgt der benannten Bilddatei, nicht einer im Bild lesbaren Beschriftung jeder Person.

Das Aquarell zeigt eine spätere künstlerische Auslegung des Shakespeare-Stoffs. Der Tanz lässt sich mit den gelesenen Versöhnungs- und Segensszenen vergleichen. Er ist keine Aufnahme einer Aufführung um 1600 und kein Beweis für Auberons Gestalt in der altfranzösischen Dichtung. Gerade der friedliche Bildeindruck braucht den Text daneben, der die vorausgegangenen Eingriffe erzählt.

Wieland macht seine Bearbeitung selbst zum Thema

Wielands Oberon wird in der bereitgestellten Ausgabe als romantisches Heldengedicht von 1780 bezeichnet. In der Vorrede nennt der Autor einen freien Auszug Tressans als Vermittlung des Huon-Stoffs und unterscheidet seinen Oberon ausdrücklich von der älteren Ritterromanfigur. Er verbindet Hüons Auftrag und dessen Liebe zu Rezia mit der erhofften Versöhnung Oberons und Titanias.

Das ist Wielands eigene Begründung seiner Komposition. Seine Behauptung von Figurenidentität mit anderen Autoren übernehmen wir nicht als zeitlose Tatsache. Gelesen sind die Vorrede und der Beginn des ersten Gesangs; die zwölf Gesänge, Tressans Auszug und die späteren Opernfassungen werden hier nicht als vollständig erschlossen ausgegeben.

Ein gedruckter Helfer ist ein weiteres Textzeugnis

Die Ballade von Robbin Good-fellow lässt ihre Ichfigur im Auftrag Oberons durch die Nacht ziehen. Das verbindet die Namen, beweist aber keine umfassende Geschichte eines überall gleich regierenden Feenkönigs. Das konkrete Blatt ist nur unsicher auf 1601–1640 datiert und damit nicht automatisch eine vor Shakespeare aufgezeichnete Quelle. Das Puck-Profil behandelt diesen eigenen gedruckten Erzählweg genauer.

Dein Blick auf die Figuren

Wovon hängt Oberons Hilfe in den verschiedenen Werken ab, und wer trägt die Folgen seiner Entscheidungen?

Die Figur in ihren Quellen

Oberon

Eigene Werkprofile mit begrenzten Verbindungen. Gleiche Namen begründen keine weltweite Gleichsetzung aller regionalen Gestalten.

Huon de Bordeaux: Auberons Waldbegegnung, Gaben und Schluss
Prolog, Verse 1–28; Waldbegegnung und Gaben, Verse 3120–3927; Schluss, Verse 10100–10497 gelesen.

Huon de Bordeaux: Titel und Editionsgrundlage von 1860
Titel-, Editionsseite und Inhaltsverzeichnis vollständig gelesen. Die Ausgabe nennt Handschriften aus Tours, Paris und Turin als Grundlage.

A Midsummer Night’s Dream: ausgewählte Feen- und Verwechslungsszenen
II.1–2, III.1–2 und IV.1 vollständig; außerdem das Ende von V.1 einschließlich der Verse 388–455 gelesen.

Oberon: Wielands Kompositionsbegründung und Beginn
Die Vorrede An den Leser und der erste Gesang, Strophen 1–14, vollständig gelesen; digitale Werkangabe 1780 geprüft.

The mad-merry prankes of Robbin Good-fellow: ein konkretes Balladenblatt
Die Katalogmetadaten vollständig gelesen: Datierung 1601–1640 mit Fragezeichen, London, Printed for H.G., ESTC S118283 und unsichere Autorschaft.

Robbin Good-fellow: beide Teile des Balladentexts
Alle zwölf Strophen beider Teile bis zum Schluss- und Druckvermerk vollständig gelesen.

A Midsummer Night’s Dream: frühe Drucke und moderne Edition
Den Abschnitt Early printed texts vollständig sowie Einleitungsabsätze gelesen: erstes Quarto 1600, zweites Quarto 1619 und First Folio 1623; Grundbezug der modernen Ausgabe auf das erste Quarto.

Erstes Quarto des Sommernachtstraums: Folger STC 22302
Bibliografische Angaben, Exemplarinformationen und den kurzen Erstdruckkommentar vollständig gelesen: Druck 1600 und wahrscheinliche Werkentstehung 1594–1596.

William Blake: Oberon, Titania and Puck with Fairies Dancing
Dateibeschreibung und Rechteangaben gelesen; Original 2000 × 1414 sowie WebP mit 320, 640, 960 und 1536 Pixel Breite betrachtet. Metadaten nennen Aquarell und Graphit, um 1786, 47,5 × 67,5 cm.

Weitere Rollen in den gelesenen Quellen (18)

Die Einträge gehören jeweils zum benannten Textfenster. Gleiche Namen werden dadurch nicht zu einer gemeinsamen Biografie.

Auberon

Name und Selbstbericht im französischen Text; nicht vollständig mit jedem späteren Oberon gleichgesetzt.

V. 1–28 und 3490–3565 · Quellenangabe

Jules César

Fiktiver Vater Auberons im Werk, keine reale Abstammungsurkunde.

V. 9–18 und 3490–3500 · Quellenangabe

Morge

Fiktive Mutter; ihre Rolle hier nicht mit allen Morgana-Erzählungen verschmolzen.

V. 15–18 und 3490–3500 · Quellenangabe

Huon / Hues

Schützling, Regelbrecher und künftiger Nachfolger nach Auberons Zusage.

V. 3120–3927 und 10100–10497 · Quellenangabe

Geriaume

Warner und Wegkundiger; soll für treue Hilfe Huons Land erhalten.

V. 3120–3690 und 10435–10450 · Quellenangabe

Gloriant

Vermittelt vor der Tötungsdrohung und bringt später den Becher.

V. 3390–3408 und 3640–3650 · Quellenangabe

Auberons Bote

Öffnet mit goldenem Stab den Wasserweg; in diesem Fenster kein Eigenname ergänzt.

V. 3759–3779 · Quellenangabe

Esclarmonde

Mit Huon befreite Frau; keine eigenständige Gesamtbiografie aus bloßem Schlussfenster.

V. 10100–10497 · Quellenangabe

Charlemagne / Karles

Herrscher, dessen Vorgehen Auberon korrigiert, dessen Lehnsherrschaft aber bestätigt wird.

V. 10120–10470 · Quellenangabe

Nales

Kann aus dem Becher trinken; Bewertung innerhalb der Erzählung.

V. 10230–10245 · Quellenangabe

Gerars

Huons verräterischer Bruder, den Auberon trotz Huons Fürbitte töten lässt.

V. 10260–10370 · Quellenangabe

Gibouars und die beiden geistlichen Mitverantwortlichen

Weitere Hingerichtete; den beiden Geistlichen keine ungenannten Eigennamen gegeben.

V. 10270–10370 · Quellenangabe

Titania

Widerspricht Oberon, wird von ihm verzaubert; eigene Begründung für die Pflege des Jungen.

II.1 und IV.1 · Quellenangabe

Der Junge und seine verstorbene Mutter

Unterschiedliche Herkunftsrahmung in Robins und Titanias Rede; nicht neutral zusammengezogen.

II.1.18–150 · Quellenangabe

Robin / Puck

Bote und Ausführender mit eigenem Einfall, Irrtum und Korrekturaufgabe.

II.1–IV.1, ausgewählte Szenen · Quellenangabe

Bottom

Verwandelter Weber, nicht die historische Person eines realen Feenberichts.

III.1 und IV.1 · Quellenangabe

Lysander, Demetrius, Helena und Hermia

Vier unterschiedlich betroffene Liebende; Verwechslung und gezielte Verzauberung getrennt.

II.2, III.2, IV.1 · Quellenangabe

Hüon und Rezia

Figuren von Wielands Kompositionsbegründung; nicht alle Handlungen des französischen Werks übertragen.

Vorrede und I.1–14 · Quellenangabe

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Benutzte Ausgabe

Guessard und Grandmaison: Huon de Bordeaux, 1860

Ausgewählt gelesen: Prolog 1–28, Verse 3120–3927 und 10100–10497. Keine Ganzlektüre aller Verse oder Handschriften.

Paris, F. Vieweg, 1860.

Sprache: Altfranzösisch

Benutzte Ausgabe

Moderne digitale Folger-Ausgabe: ausgewählte Szenen

II.1–2, III.1–2 und IV.1 vollständig, außerdem das Ende von V.1 einschließlich 388–455 gelesen. Nicht die ganze Komödie.

Moderne Folger-Ausgabe mit digitaler Bearbeitungsangabe 2015.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Digitaler Oberon-Text, Project Gutenberg 2187

Ganze Vorrede An den Leser und erster Gesang, Strophen 1–14, gelesen. Nicht alle zwölf Gesänge.

Digitale Fassung mit Werkangabe 1780; zugrunde liegender Druck und Vorredejahr nicht identifiziert.

Sprache: Deutsch

Erhaltener Textzeuge

Folger STC 22302: erstes Quarto von 1600

Institutionellen Titel- und Exemplarkommentar gelesen; kein vollständig betrachteter und kollationierter Druck.

Erstes Quarto von 1600.

Sprache: Englisch

Erhaltener Textzeuge

British Library, Roxburghe 1.230–231: EBBA 30163

Alle zwölf Strophen im digitalen Lesetext gelesen; kein Scanabgleich und keine sichere Autorschaft ergänzt.

Katalogdatierung 1601–1640 mit Fragezeichen.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Huon de Bordeaux

Mittelalterliches Heldengedicht mit Auberons bedingter Hilfe und einer eigenen Nachfolgezusage. Hier sind ausgewählte Verse der Edition von 1860 gelesen, nicht alle Handschriften oder das ganze Werk.

Mittelalterlicher Stoff, hier ausgewählte Stellen der Edition von 1860.

Sprache: Altfranzösisch

Überlieferter Text

A Midsummer Night’s Dream

Shakespeares Komödie verknüpft Feenstreit, Liebeszauber und Theater. Die hier gelesenen Folger-Szenen sind bezeichnet; Datierung und erster Quarto-Druck werden davon getrennt nachgewiesen.

Wahrscheinlich 1594–1596 nach Folger; Erstdruck 1600. Keine genaue Erstaufführung behauptet.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

The mad-merry prankes of Robbin Good-fellow

Die Ichstimme dieses zwölfstrophigen Balladenblatts erzählt Streiche, Dienste und Übergriffe. Es ist ein eigener Textzeuge mit unsicherer Datierung und Autorschaft, nicht das gleichnamige Prosabuch von 1628.

Unsicher datiertes Balladenblatt; nicht das gleichnamige Prosabuch von 1628.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Oberon: romantisches Heldengedicht in zwölf Gesängen

Wielands romantisches Heldengedicht gestaltet Oberons Bedingungen literarisch neu. Gelesen sind die Vorrede und I.1–14; der übrige Verlauf der zwölf Gesänge ist damit nicht vollständig erschlossen.

Werkangabe 1780; nicht jeder Bestandteil der digitalen Fassung damit sicher datiert.

Sprache: Deutsch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Auberon im Huon-Stoff, Oberon auf der Shakespeare-Bühne und Wielands eigene Bearbeitung; gesondertes Balladen- und Bildzeugnis.
Verwendeter Ausschnitt
Huon: Verse 1–28, 3120–3927 und 10100–10497; Folger: bezeichnete Feenszenen; Wieland: Vorrede und I.1–14. Keine Ganzlektüre der drei Werke.
  1. Huon de Bordeaux: Auberons Waldbegegnung, Gaben und Schluss

    Anonym; altfranzösische Edition von François Guessard und Charles Grandmaison, Paris, F. Vieweg, 1860

    Prolog, Verse 1–28; Waldbegegnung und Gaben, Verse 3120–3927; Schluss, Verse 10100–10497 gelesen.

    Keine Ganzlektüre der 10497 Verse oder der Handschriften. Diese Edition ist nicht Gaston Paris’ Bearbeitung von 1898. Cäsar und Morge bilden eine fiktive Werkherkunft. Auberon bezeichnet sich als Mensch und beruft sich auf christliche Macht. Die Nachfolge in drei Jahren ist zugesagt, keine bereits vollzogene Krönung. Editorische Zeichen bleiben Zeichen dieser Ausgabe. Abgerufen am 2026-10-16.

  2. Huon de Bordeaux: Titel und Editionsgrundlage von 1860

    François Guessard und Charles Grandmaison, Paris, F. Vieweg, 1860; digital vermittelt durch Wikisource

    Titel-, Editionsseite und Inhaltsverzeichnis vollständig gelesen. Die Ausgabe nennt Handschriften aus Tours, Paris und Turin als Grundlage.

    Die ganze Vorrede und Varianten sind nicht gelesen. Das digitale Inhaltsverzeichnis gehört laut Hinweis nicht zum Originaldruck. Das Jahr 1860 datiert die benutzte Edition, nicht die Entstehung des mittelalterlichen Werks. Abgerufen am 2026-10-16.

  3. A Midsummer Night’s Dream: ausgewählte Feen- und Verwechslungsszenen

    William Shakespeare; moderne digitale Ausgabe der Folger Shakespeare Library

    II.1–2, III.1–2 und IV.1 vollständig; außerdem das Ende von V.1 einschließlich der Verse 388–455 gelesen.

    Keine Ganzlektüre aller Akte: I, IV.2 und der Anfang von V.1 sind nicht gelesen. Moderne Edition mit ergänzten Bühnenanweisungen, keine eigene Quarto-Kollation. Szenenzeilen und digitaler Gesamtzähler sind unterschieden. Herkunftsreden über den Jungen bleiben verschieden; Demetrius’ Zauber wird in den gelesenen Aufhebungsszenen nicht aufgehoben. Abgerufen am 2026-10-16.

  4. Oberon: Wielands Kompositionsbegründung und Beginn

    Christoph Martin Wieland; digitaler Text Project Gutenberg 2187, bereitgestellt von Michael Pullen

    Die Vorrede An den Leser und der erste Gesang, Strophen 1–14, vollständig gelesen; digitale Werkangabe 1780 geprüft.

    Nicht alle zwölf Gesänge sind gelesen. Die Werkangabe 1780 datiert nicht sicher jeden Teil der Vorrede oder ein identifiziertes Druckexemplar. Tressan, Chaucer und spätere Opern sind hier nicht selbst gelesen. Figurenidentität ist als Wielands Autorposition gekennzeichnet. Abgerufen am 2026-10-16.

  5. The mad-merry prankes of Robbin Good-fellow: ein konkretes Balladenblatt

    UCSB English Broadside Ballad Archive, Nr. 30163; British Library, Roxburghe 1.230–231, C.20.f.7.230–231

    Die Katalogmetadaten vollständig gelesen: Datierung 1601–1640 mit Fragezeichen, London, Printed for H.G., ESTC S118283 und unsichere Autorschaft.

    Die Zuschreibung an Ben Jonson ist unsicher. Das Blatt beweist weder ein genaues Jahr 1628 noch eine mündliche Ursprungsdatierung oder sichere Priorität vor Shakespeare. Bildnutzungsrechte für das Balladenblatt sind nicht vorausgesetzt. Abgerufen am 2026-10-16.

  6. Robbin Good-fellow: beide Teile des Balladentexts

    Anonym beziehungsweise unsicher Ben Jonson zugeschrieben; Textansicht zu EBBA 30163

    Alle zwölf Strophen beider Teile bis zum Schluss- und Druckvermerk vollständig gelesen.

    Kein Scanabgleich und keine gehörte Melodie. Der benutzte Lesetext stammt aus der XML-Ansicht; die andere Transkriptionsseite lieferte nur einen Rahmen. Eine auffällige Zeichenfolge wird nicht als sicherer historischer Wortlaut ausgewertet. Die prahlerische Ich- und Wirrede ist kein neutraler Tatsachenbericht; Gewalt und Kindesentführung bleiben benannt. Abgerufen am 2026-10-16.

  7. A Midsummer Night’s Dream: frühe Drucke und moderne Edition

    Folger Shakespeare Library

    Den Abschnitt Early printed texts vollständig sowie Einleitungsabsätze gelesen: erstes Quarto 1600, zweites Quarto 1619 und First Folio 1623; Grundbezug der modernen Ausgabe auf das erste Quarto.

    Nicht alle verlinkten Essays und keine vergleichende Kollation der Drucke gelesen. Die moderne Einleitung und Ausgabe ersetzen keine Untersuchung jedes historischen Exemplars. Abgerufen am 2026-10-16.

  8. Erstes Quarto des Sommernachtstraums: Folger STC 22302

    Folger Shakespeare Library; Shakespeare Documented, DOI 10.37078/269

    Bibliografische Angaben, Exemplarinformationen und den kurzen Erstdruckkommentar vollständig gelesen: Druck 1600 und wahrscheinliche Werkentstehung 1594–1596.

    Das Titelbild ist nicht gesondert betrachtet. Die genannten Bücher Oxford Companion und Mays sind nicht selbst gelesen. Der verwendete Lesetext bleibt eine moderne Folger-Ausgabe. Abgerufen am 2026-10-16.

  9. William Blake: Oberon, Titania and Puck with Fairies Dancing

    William Blake; Tate Britain, N02686 nach individueller Wikimedia-Commons-Dateibeschreibung

    Dateibeschreibung und Rechteangaben gelesen; Original 2000 × 1414 sowie WebP mit 320, 640, 960 und 1536 Pixel Breite betrachtet. Metadaten nennen Aquarell und Graphit, um 1786, 47,5 × 67,5 cm.

    Der Tate-Katalog ist nicht separat geprüft. Spätere Shakespeare-Deutung, keine Aufführungsaufnahme oder Huon-Illustration. Der Titel identifiziert nicht unabhängig jede unbeschriftete Bildperson. Eine separate kleine bearbeitete Ausschnittdatei wurde nicht übernommen. Abgerufen am 2026-10-16.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-16. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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