Ein geordneter Bildzugang
Der Met-Katalog datiert die Jin-Chushi-Rolle 30.76.293 vor 1195 und beschreibt eine Folge zeitlich geordneter Prüfungen. Die Datierung beruht dort auf der Analyse von Beischriften; hier ist die Katalogerklärung gelesen, nicht die Inschrift selbst entziffert.
Ein fünftes und ein zehntes Gericht
Der Yuli-Zugang benennt Yanluos fünftes Gericht mit der Heimatschau. Sein zehntes Gericht führt Register und verteilt Wiedergeburten; die Vergessensplattform ist ein eigener Übergang. Das sind voneinanderunterschiedene Räume und Aufgaben desselben Textzugangs, keine Karte einer empirisch beobachteten Unterwelt.
Räume und Zuständigkeiten dieser Fassung
| Textort | Aufgabe | Beleggrenze |
|---|---|---|
| Fünftes Gericht/Heimatschau | Prüfung und Blick auf die veränderte Lebenswelt | Der Herrscher besitzt eine eigene Versetzungsgeschichte. |
| Zehntes Gericht | Register und Verteilung der Wiedergeburt | Die soziale Ordnung und moralischen Urteile sind Aussagen des Textes. |
| Vergessensplattform | Erinnerungsverlust vor dem weiteren Übergang | Ein eigener Ort mit Meng Po und Begleitrollen. |
Der Text widerspricht auch einer Pauschalisierung
Der Abschnitt Wangsi cheng erklärt, nicht jede ungerecht verstorbene Seele werde dort bestraft. Er unterscheidet Opfer, zu Verurteilende und verschiedene Weiterwege. Diese interne Unterscheidung wird erhalten. Sie ersetzt keine allgemeine Übersicht sämtlicher chinesischer buddhistischer oder daoistischer Jenseitsmodelle.
Übertragung und chinesische Neuordnung
Der Met-Katalog erläutert, wie ein indisch-buddhistischer Zusammenhang von Urteilen nach dem Tod in eine chinesische Gerichtsverwaltung umgeformt wird. Der Dunhuang-Lerntext beschreibt die Verbindung buddhistischer Wiedergeburt mit Ahnenvorstellungen und einem kaiserlich geordneten Jenseits.
Im dort erschlossenen Zehnkönigstext wird Yama als Gerichtsgestalt benannt. Das erklärt einen Übertragungs- und Anpassungskontext; es macht den fünften Yuli-Gerichtsherrscher nicht zu einer unveränderten Kopie sämtlicher südasiatischer Yama-Fassungen.
Textentstehung, Abschrift und Bildgeschichte
Der Dunhuang-Textzugang unterscheidet eine Zehnkönigsschrift nach der Mitte des 8. Jahrhunderts von der erläuterten Bildrolle des 10. Jahrhunderts. Der Met-Katalog datiert sein ausgewähltes Rollbild vor 1195. Diese Daten betreffen verschiedene Zeugnisse und dürfen nicht zu einem einzigen Ursprung des gesamten chinesischen Jenseits zusammengezogen werden.
Kwons Studie zur Entwicklung der Zehnkönigsbilder ist über ihre Verlagsbeschreibung als weiterer Forschungsweg erschlossen. Sie untersucht auch regionale Veränderungen in Korea und Japan. Die Studie und ihre Abbildungen selbst wurden hier nicht gelesen oder betrachtet.
Zehnkönigsbilder als eigenes Forschungsfeld
Kwons Verlagsbeschreibung behandelt Zehnkönigsbilder in mehreren ostasiatischen Überlieferungszusammenhängen. Die kollektive Bezeichnung erhält einen eigenen Gruppenbezug; sie liefert hier keine überall gleiche Liste zehn individuell geprüfter Richter.
Die Beschreibung verweist auf den Mönch Zangchuan als zugeschriebenen Schrifturheber. Diese Zuschreibung gehört zur Quellen- und Personenarbeit. Sie macht den Verfasser nicht zu einer Jenseitsgottheit und ersetzt keine Lektüre der Schrift oder Betrachtung der untersuchten Bilder.
Gruppe oder Wesentyp in den Quellen
Zehnkönigsgruppen im benannten Forschungsfeld
Forschungsgegenstand der Verlagsbeschreibung
Nur die kollektive Beschreibung des Bildthemas; kein selbst betrachteteter Bildzyklus und keine vollständige Königsliste.
Welche Zeit ist gemeint?
- Nach der Mitte des 8. Jahrhunderts: Einordnung der Zehnkönigsschrift im IDP-Lerntext, nicht Datierung des gesamten Yuli.
- 10. Jahrhundert: die im IDP-Lerntext erläuterte illustrierte Zehnkönigsrolle.
- Vor 1195: Datierung des ausgewählten Met-Rollbilds 30.76.293; ein eigener Bildzeuge.
Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Yuli-Gerichtsstellen, chinesisch-buddhistischer Manuskriptkontext und eigener Met-Bildkatalog
- Verwendeter Ausschnitt
- Ausgewählte Text- und institutionelle Katalogfenster; keine universelle Jenseitskarte und keine eigene Ganzschrift- oder Bildprüfung der hier neu zitierten Rollenzeugnisse.
- Sprachen und Übersetzungszugänge
- Klassisches Chinesisch und Englisch; deutsche Wiedergabe
- Regionen und Erzählräume
- Erzählte chinesische Jenseitsgerichte; Dunhuang als Manuskriptkontext; getrennte ostasiatische Bildkontexte der benannten Forschung
- Met: Ten Kings of Hell,30.76.293
Benannte Texttradition oder Institution
Katalogbeschreibung 10–13,Objektdaten 43–55,PDHinweis 16/93gelesen; keine Objektbilder/Inschrift Audio selbstgeprüft.
Ausgewählter benannter institutioneller Artikel-/Katalogtext; keine eigene Feldforschung, Bild-/Inschriftenprüfung oder Lektüre der dort zitierten Werke. Abgerufen am 2026-10-08.
- Yuli baochao: Gericht, Wiedergeburt und Vergessen
玉歷寶鈔; benannter digitaler Wikisource-Textzeuge
Ausgewählte vollständige Abschnitte: 五殿閻羅王, 十殿轉輪王, 轉劫所, 孟婆神 und 枉死城; zusätzlich der Herdgottabsatz unter 八殿都市王. Ursprüngliche Zeilenangaben bleiben in der Lesequittung; bei der erneuten direkten Lektüre lauten sie 181–183/219/224/228/233/207. Keine ganze Schrift oder kritische Ausgabe.
Benannte digitale chinesische Ausschnitte mit eigener deutscher Wiedergabe; keine Ganzwerklektüre, kritische Edition, Scan-Kollation oder unabhängige chinesische Fachgegenlektüre. Behauptete Lebenszeit/Autorschaft und Entstehung des Textzeugen getrennt. Abgerufen am 2026-10-08.
- Dunhuang: Zehnkönigsschrift und chinesisch-buddhistischer Jenseitskontext
International Dunhuang Programme / British Library
Ausschließlich Abschnitt Sutra of the Ten Kings, Zeilen229–237, tatsächlich gelesen. Bilder und übrige Manuskripte nicht als erschlossen.
Institutionelle Erläuterung eines benannten Manuskriptkontexts; Schrift und Bilder selbst nicht vollständig gelesen oder betrachtet. Beschriebene religiöse Urteile und Riten sind Vorstellungen der Überlieferung, keine Museumsregeln. Abgerufen am 2026-10-08.
- Cheeyun Lilian Kwon: Zehnkönigsbilder als Forschungsweg
University of Hawai‘i Press
Titel/Autor61–63, Ausgabe79–88 und Beschreibung90–96 tatsächlich gelesen.
Nur Verlagsbeschreibung, keine Lektüre der Studie oder Betrachtung ihrer mehr als fünfhundert herangezogenen Werke. Allgemeine Forschungsaussagen datieren nicht automatisch einen hier ausgewählten chinesischen Text. Abgerufen am 2026-10-08.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-09. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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