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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

ʿĪsā: Sendung, Zeichen und Gotteserlaubnis

Der Koran erzählt Jesus als Sohn Maryams und als von Gott gesandten Propheten.

3 Minuten Lesezeit

Sohn Maryams und Sprecher in der Wiege

Sure 19 lässt das Kind seine Bindung an Gott, Schrift, Prophetentum, Gebet und Fürsorge für seine Mutter aussprechen. Seine besondere Geburt führt in dieser Darstellung nicht zur Gottessohnschaft. Im anschließenden Text wird eine solche Sohnschaft vielmehr zurückgewiesen. Der Eigenname im Seitentitel ist eine redaktionelle Standardform; die gelesene Pickthall-Fassung schreibt Jesus.

Nachlesen: [1] 19,16–40

Zeichen geschehen durch Gottes Erlaubnis

Sure 3 nennt den geformten Lehmvogel, Heilung und das Erwecken Toter jeweils mit dem Bezug auf Gottes Erlaubnis. Sure 5 greift diese Zeichen im Rückblick auf. Die Rolle des Gesandten wird dadurch ausgezeichnet und zugleich begrenzt. Ein Vergleich mit anderen Schöpfungs- und Heilungsmotiven darf diesen wiederholten Rahmen nicht entfernen.

Die Jünger bitten um ein Zeichen

In 5,112–115 wünschen die Jünger eine vom Himmel kommende Speisetafel, um essen und Gewissheit gewinnen zu können. ʿĪsā bittet Gott; das folgende Versprechen ist mit Verantwortung verbunden. Die Szene ist kein Bericht über ein selbstständig verfügbares Zaubermittel des Propheten.

Nachlesen: [3] 5,109–115

Die Kreuzigungsstelle benennt keinen Ersatzmann

Die gelesene Übersetzung von 4,157 bestreitet den behaupteten Erfolg von Tötung und Kreuzigung und spricht von einem Erscheinen beziehungsweise ungesicherter Kenntnis. Sie nennt dort weder Judas noch einen anderen Ersatzmann. Vers 158 spricht von Gottes Erheben. Die Aussage wird zuerst in dieser Textgrenze erschlossen; eine weitere konkrete Ablaufschilderung braucht eine andere Quelle.

Nachlesen: [4] 4,156–159

Die Auslegung erzählt mehr

Der gelesene Ibn-Kaṯīr-Kommentar vermittelt eine freiwillige junge Ersatzgestalt und die Erhebung durch eine Öffnung im Haus. Diese Einzelheiten sind spätere Erzählvermittlung, nicht ausgeschriebener Koranwortlaut. Seine Polemik gegen Juden und Christen übernimmt das Museum nicht.

Eine eigene Antwort auf die Frage nach Gott

Sure 5 lässt ʿĪsā die Aufforderung zu seiner und seiner Mutter Vergöttlichung ausdrücklich verneinen. Er verweist auf Gottes Wissen und auf die Verehrung des gemeinsamen Herrn. Die christliche Trinitätslehre wird auf ihrer eigenen Seite erklärt. Die zwei Darstellungen werden nicht mit einer rechnerischen Gleichung der Namen verwechselt.

Nachlesen: [3] 5,116–120

Weiterdenken

Wie begrenzt die wiederholte Gotteserlaubnis die Macht der erzählten Zeichen?

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Belegstelle im bezeichneten Text
19,30–36

Zusätzlicher belegter Textkontext
5,109–117

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Koran: ausgewählte Familien- und Prophetenerzählungen

Die bezeichneten Erzählfenster und zugeschriebene spätere Deutungen, keine harmonisierte historische Gesamtbiografie.

Verkündigung im frühen 7.Jahrhundert; hier keine einheitliche Feindatierung aller Verse.

Sprache: Arabisches Werk; hier englische Vermittlung

Benutzte Ausgabe

Koran: 19,1–40: bezeichneter gelesener Zugang

19,1–40

Digitale Ausgabe beziehungsweise genau begrenzte Beobachtung, keine Originalhandschrift.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Koran: 3,33–64: bezeichneter gelesener Zugang

3,33–64

Digitale Ausgabe beziehungsweise genau begrenzte Beobachtung, keine Originalhandschrift.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Koran: 5,72–77; 5,109–120: bezeichneter gelesener Zugang

5,72–77; 5,109–120

Digitale Ausgabe beziehungsweise genau begrenzte Beobachtung, keine Originalhandschrift.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Koran: 4,156–172: bezeichneter gelesener Zugang

4,156–172

Digitale Ausgabe beziehungsweise genau begrenzte Beobachtung, keine Originalhandschrift.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Ibn Kaṯīrs Koranauslegung: ausgewählte Kommentare

Zwei konkret gelesene Kommentargruppen, kein vollständiger Tafsīr-Durchgang.

Ibn Kaṯīr, 14.Jahrhundert; gekürzte englische Vermittlung in moderner Ausgabe.

Sprache: Arabisches Werk; hier englische Vermittlung

Benutzte Ausgabe

Ibn Kaṯīr: Kreuzigung und Erhebung: bezeichneter gelesener Zugang

Nur ausdrücklich begrenzter Anfang, nicht spätere Wiederkunftsberichte.

Digitale Ausgabe beziehungsweise genau begrenzte Beobachtung, keine Originalhandschrift.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Koran: 61,6–6: bezeichneter gelesener Zugang

61,6–6

Digitale Ausgabe beziehungsweise genau begrenzte Beobachtung, keine Originalhandschrift.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Koran: 112,1–4: bezeichneter gelesener Zugang

112,1–4

Digitale Ausgabe beziehungsweise genau begrenzte Beobachtung, keine Originalhandschrift.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Verwendeter Ausschnitt
Die bezeichneten Textfenster und ausdrücklich zugeschriebene spätere Deutungen; keine aus unterschiedlichen Fassungen erfundene historische Biografie.
  1. Pickthall: Maryam und ʿĪsā, 19,1–40

    Koran; Marmaduke Pickthall, Gutenberg 16955, nur bezeichnete P-Einträge

    19,1–40 vollständig gelesen; nur Sure 112 ganz.

    Englische Übersetzung; keine eigene arabische Kollation. Pickthall schreibt Mary/Jesus/John; redaktionelle Standardformen Maryam/ʿĪsā/Yaḥyā werden nicht als eigene arabische Übersetzung ausgegeben. Polemik bleibt der Quelle zugeschrieben, keine heutige Gruppenbewertung. Abgerufen am 2026-10-15.

  2. Pickthall: Maryam und ʿĪsā, 3,33–64

    Koran; Marmaduke Pickthall, Gutenberg 16955, nur bezeichnete P-Einträge

    3,33–64 vollständig gelesen; nur Sure 112 ganz.

    Englische Übersetzung; keine eigene arabische Kollation. Pickthall schreibt Mary/Jesus/John; redaktionelle Standardformen Maryam/ʿĪsā/Yaḥyā werden nicht als eigene arabische Übersetzung ausgegeben. Polemik bleibt der Quelle zugeschrieben, keine heutige Gruppenbewertung. Abgerufen am 2026-10-15.

  3. Pickthall: Maryam und ʿĪsā, 5,72–77; 5,109–120

    Koran; Marmaduke Pickthall, Gutenberg 16955, nur bezeichnete P-Einträge

    5,72–77; 5,109–120 vollständig gelesen; nur Sure 112 ganz.

    Englische Übersetzung; keine eigene arabische Kollation. Pickthall schreibt Mary/Jesus/John; redaktionelle Standardformen Maryam/ʿĪsā/Yaḥyā werden nicht als eigene arabische Übersetzung ausgegeben. Polemik bleibt der Quelle zugeschrieben, keine heutige Gruppenbewertung. Abgerufen am 2026-10-15.

  4. Pickthall: Maryam und ʿĪsā, 4,156–172

    Koran; Marmaduke Pickthall, Gutenberg 16955, nur bezeichnete P-Einträge

    4,156–172 vollständig gelesen; nur Sure 112 ganz.

    Englische Übersetzung; keine eigene arabische Kollation. Pickthall schreibt Mary/Jesus/John; redaktionelle Standardformen Maryam/ʿĪsā/Yaḥyā werden nicht als eigene arabische Übersetzung ausgegeben. Polemik bleibt der Quelle zugeschrieben, keine heutige Gruppenbewertung. Abgerufen am 2026-10-15.

  5. Ibn Kaṯīr: ausgewählter Kommentar zur Kreuzigungsstelle

    Ibn Kathir (Abridged), englische Vermittlung auf Quran.com

    Nur Anfang von The Crimes of the Jews bis unmittelbar vor All Christians Will Believe in Isa Before He Dies gelesen: Anklage, Ersatzgestalt, Erhebung und vermittelte Ibn-Abbas-Erzählung.

    Nicht ganze angebotene Kommentargruppe 4,155–159 oder folgender langer Hadith-/Endzeitteil. Antijüdische und antichristliche Polemik nicht übernommen. Ersatzmann und Schauplatz sind Kommentarerzählung, nicht ausdrücklich benannter Ersatz im Koran. Keine eigene Hadith-Echtheitsprüfung. Abgerufen am 2026-10-15.

  6. Pickthall: Maryam und ʿĪsā, 61,6–6

    Koran; Marmaduke Pickthall, Gutenberg 16955, nur bezeichnete P-Einträge

    61,6–6 vollständig gelesen; nur Sure 112 ganz.

    Englische Übersetzung; keine eigene arabische Kollation. Pickthall schreibt Mary/Jesus/John; redaktionelle Standardformen Maryam/ʿĪsā/Yaḥyā werden nicht als eigene arabische Übersetzung ausgegeben. Polemik bleibt der Quelle zugeschrieben, keine heutige Gruppenbewertung. Abgerufen am 2026-10-15.

  7. Pickthall: Maryam und ʿĪsā, 112,1–4

    Koran; Marmaduke Pickthall, Gutenberg 16955, nur bezeichnete P-Einträge

    112,1–4 vollständig gelesen; nur Sure 112 ganz.

    Englische Übersetzung; keine eigene arabische Kollation. Pickthall schreibt Mary/Jesus/John; redaktionelle Standardformen Maryam/ʿĪsā/Yaḥyā werden nicht als eigene arabische Übersetzung ausgegeben. Polemik bleibt der Quelle zugeschrieben, keine heutige Gruppenbewertung. Abgerufen am 2026-10-15.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-15. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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