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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Koios: Titan und Vater von Leto und Asteria

Koios wird bei Hesiod als Titan genannt und mit Phoibe Vater von Leto und Asteria. Pseudo-Apollodor führt dieselbe Familie und eine abweichende kollektive Titanenszene.

2–3 Minuten Lesezeit

Ein Sohn von Gaia und Uranos

Koios steht in Hesiods Aufzählung der Titanen zwischen Okeanos und Kreios. Die englische Evelyn-White-Übersetzung schreibt den Namen Coeus. Pseudo-Apollodor nennt ihn ebenfalls in der ersten Titanengeneration.

Diese Nennung verortet ihn innerhalb der Familie; ein eigener Herrschaftsbereich oder eine persönliche Tat ist mit der Liste nicht belegt.

Phoibe, Leto und Asteria

Später erzählt die Theogonie, dass Phoibe mit Koios Leto und Asteria hervorbringt. Asteria wird im Anschluss Partnerin des Perses; Leto gehört in anderen Erzählungen zum Zusammenhang von Apollo und Artemis.

Pseudo-Apollodor nennt ebenfalls Asteria und Leto, in seiner englischen Übersetzung Latona. Die Übereinstimmung der Elternbeziehung macht die Töchter nicht zu austauschbaren Figuren.

Ein späterer Gruppenangriff ist keine Einzelszene

Hesiod lässt bei Gaias Aufruf gegen Uranos die anderen Söhne schweigen; Kronos antwortet. Pseudo-Apollodor berichtet stattdessen von einem Angriff der Titanen außer Okeanos. So gehört Koios in der späteren Fassung zur angreifenden Gruppe.

Der mythografische Sammelsatz beschreibt aber weder Koios' einzelne Bewegung noch einen eigenen Plan. Er darf nicht als verdeckte Koios-Episode in Hesiods Fassung erscheinen.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Hesiod: Herkunft und Töchter
133–138 und 404–410.

Bibliotheke: Paar und kollektiver Angriff
1.1.3–4 und 1.2.2; keine individuelle Koios-Kampfszene.

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Hesiod: Theogonie

Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.

Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Theogonie nach Evelyn-White: Uranfang und Nachtgeschlecht

Nur Verse 116–233 und 617–820 im Zusammenhang gelesen. Anfangsfolge, Uranos-Konflikt, Nyx' Nachkommen, Titanenkampf und kosmografische Ortsrollen; keine Volllektüre oder griechische Kollation.

Historische Übersetzung von 1914; digitale Wiedergabe bei Theoi.

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Theogonie nach Evelyn-White: Titanen, Flüsse und Rheas List

Nur 233–265, 334–405 und 453–506 hier neu gelesen; der Uranos-Angriff und Titanenkampf liegen in eigenen begrenzten Quellenquittungen.

Historische Übersetzung 1914, digital bei Theoi.

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Überlieferter Text

Bibliotheke des Pseudo-Apollodor

Werkbezeichnung für die mythographische Sammlung. In diesem Museum sind nur ausgewählte Ausschnitte erschlossen; die einzelnen Editionsdatensätze benennen die tatsächlich gelesenen Stellen.

Antike mythographische Zusammenstellung; genaue Entstehungszeit und Autorschaft aus dieser Lektüre nicht bestimmt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Bibliotheke 1 nach Frazer: Generationen und Gaia-Konflikte

1.1.1–1.2.6 und 1.6.1–1.6.3 gelesen; späterer mythografischer Vergleich zu Hesiod, keine zusammengeschriebene Urfassung.

Historische Übersetzung 1921, digital bei Theoi.

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Theogonie 404–452 nach Evelyn-White

Gemeinsame Genealogie und Hekate-Ehren gelesen; keine Gesamtausgabe kollationiert.

Historische Übersetzung 1914

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Griechische genealogische Dichtung und spätere Mythografie
Verwendeter Ausschnitt
Theogonie 133–185 und 404–410; Bibliotheke 1.1.3–1.1.4 und 1.2.2.
  1. Theogonie: kosmische Anfänge und Nachtgeschlecht

    Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung Hugh G. Evelyn-White · Antike Dichtung; historische englische Übersetzung 1914

    Verse 116–233 zu Chaos, Gaia, Tartaros, Eros, Erebos, Nyx, Aither, Hemera, Uranos, Pontos, den Titanen, Kronos' Angriff und Nyx' Nachkommen; 617–820 zu Titanenkampf, Tartaros, Atlas sowie Nacht und Tag an der Schwelle tatsächlich gelesen. Keine Volllektüre der Theogonie behauptet.

    Historische Übersetzung ohne eigene griechische Kollation oder kritischen Apparat. Die Reihenfolge des Auftretens ist keine naturwissenschaftliche Entstehungschronologie. Genealogische Personifikation, Ortsbeschreibung und handelnde Figur auseinanderhalten. Erebos als Kind des Chaos in Vers 123 nicht automatisch mit jedem späteren Raumbeleg gleichsetzen. Einzelne Namen der Nyx-Liste nicht zu Lebensgeschichten ausbauen. Abgerufen am 2026-09-29.

  2. Theogonie 233–405 und 453–506: Nereiden, Flussnachkommen, Titanen und Zeus' Rettung

    Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung Hugh G. Evelyn-White · Antike Dichtung; historische englische Übersetzung 1914

    Verse 233–265, 334–405 und 453–506 im Zusammenhang gelesen: Thetis in der Nereidenliste, Flüsse und Okeaniden aus Okeanos und Tethys, Styx' Entscheidung, Kronos' und Rheas Kinder, das Verschlingen, Zeus' Verbergen, Stein und Machtwechsel. Die bereits separat registrierte Uranos-Szene 139–210 bleibt eigenes Lesefenster.

    Historische englische Übersetzung ohne eigene griechische Kollation. Namenslisten ergeben keine ausgeführten Biografien. Thetis ist in 240–265 eine Nereide und nicht Tethys. Okeanos' Rolle im Krieg ist in dieser Theogonie-Lektüre nicht aus jeder Namensnennung abzuleiten; Pseudo-Apollodors abweichende Szene bleibt getrennt. Abgerufen am 2026-09-29.

  3. Bibliotheke 1,1–2 und 1,6: frühe Göttergenerationen

    Pseudo-Apollodor; englische Übersetzung James G. Frazer · Antike mythografische Sammlung; englische Übersetzung 1921

    Bibliotheke 1.1.1–1.2.6 und 1.6.1–1.6.3 gelesen: Uranos' Herrschaft, abweichende Geburtsfolge, gemeinsamer Angriff der Titanen außer Okeanos, Kronos' Machtwechsel, Tartaros als Raum, Pontos' Kinder sowie Gaias Reaktion nach Titanen- und Gigantenkampf.

    Spätere mythografische Zusammenstellung, keine fehlende Fortsetzung Hesiods. Besonders Dione in der Titanidenliste, Reihenfolge der ersten Kinder und Beteiligung der Titanen nicht in Hesiods Fassung hineinmischen. Frazer-Übersetzung; Fußnoten und Varianten nur begrenzt geprüft. Abgerufen am 2026-09-29.

  4. Theogonie 404–452: Leto, Asteria und Hekates Ehren

    Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung Hugh G. Evelyn-White · Antike Dichtung; historische englische Übersetzung 1914

    404–409: Koios/Phoibe und die Töchter Leto/Asteria, Asteria mit Perses; 410–452: Hekate als deren Tochter, von Zeus bewahrte Rechte in Himmel, Erde und Meer, Hilfe bei Königen, Wettkämpfen, Pferden, Fischfang und Herden sowie Kinderpflege. Nur dieser Textabschnitt für die drei Profile gelesen.

    Historische englische Übersetzung ohne griechische Kollation. Hesiod gibt Hekate breite Ehren, aber hier weder eine Kreuzweg-Szene noch eine pauschale moderne Hexenrolle. Leto ist hier genealogisch kurz; Asteria wird noch nicht zur Insel Delos. Keine spätere Fassung rückwirkend einsetzen. Abgerufen am 2026-09-29.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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