Eine ausdrücklich weibliche Cemi-Figur
Kapitel XXIII nennt Guabancex im Gebiet des Amatex und beschreibt die Cemi-Gestalt ausdrücklich als weiblich. Sie wird aus Steinen des Landes hergestellt. Das französische Wortcimi hat selbst ein grammatisches Geschlecht; dieses ersetzt nicht die ausdrücklich berichtete weibliche Zuordnung der Figur.
Die Gefahr wird als Bewegung der Landschaft erzählt
Wenn Guabancex zürnt, bewegen sich nach dem Bericht Wind und Wasser. Häuser werden umgeworfen, Bäume ausgerissen. Die Quelle nennt damit Folgen in einer bewohnten Landschaft. Ihre religiöse Handlung erklärt nicht wissenschaftlich, wie ein Wirbelsturm entsteht.
Guatauva gibt den Auftrag weiter
Guatauva ist Bote und Vorläufer. Auf Guabancex’ Befehl fordert er die anderen Cemi derselben Provinz auf, beim Hervorrufen von Wind und Wasser mitzuwirken. Wissen, Auftrag und Weitergabe sind in dieser Fassung eigene Rollen, nicht bloß mehrere beliebige Namen desselben Sturms.
Coatrischie sammelt das Wasser
Coatrischie sammelt Wasser in Tälern zwischen Bergen und lässt es anschließend über das Land los. Die Folge macht einen besonderen Weg des Wassers sichtbar. Dieses Profil behandelt die Tätigkeit des Begleiters nicht als von Guabancex allein ausgeführte Handlung.
Eine spätere Deutung hat ihre eigene Stimme
González verbindet 2018 Guabancex mit Atabey und deutet die zerstörerische Kraft zugleich als Teil von Erneuerung. Diese Interpretation wird gesondert benannt. Das gelesene Pané-Kapitel erzählt nicht selbst die Mutterbeziehung aus seinem Prolog neu.
Ein früher Bericht hat einen begrenzten Blick
Pané stellt sich als Bruder eines christlichen Ordens vor und nennt den Auftrag des Admirals. Seine Wörter für die Religion der anderen tragen einen ablehnenden Blick. Die Erzählungen werden hier als benannte Überlieferung gelesen; diese Urteile werden nicht als Museumsurteil wiederholt.
Er erklärt ausdrücklich, über Hispaniola zu schreiben und die anderen Inseln nicht aus eigener Anschauung zu kennen. Der französische Druck vermittelt den Bericht über einen späteren Editionsweg. Weder seine einzelnen Namen noch heutige Deutungen bilden dadurch einen identischen Kanon für die gesamte Karibik.
Die Figur in ihren Quellen
Guabancex
Eigene weibliche Cemi-Rolle in Kapitel XXIII; Guatauva/Coatrischie eigene Kontextrollen, kein universeller Sturmname.
Benannte Fassung
Benannte Prolog-/Kapitel-/Wörterbuchstellen im Profil
Die Figur in ihren Quellen
Guatauva
Benannter Bote und Vorläufer. Er gibt Guabancex’ Auftrag an andere Cemi der Provinz weiter. Eigene Tätigkeit im Abschnitt Guatauva gibt den Auftrag weiter; keine Gleichsetzung mit Guabancex oder Coatrischie.
Guatauva in der benannten Fassung
Kapitel XXIII, S.456/PDF 581
Die Figur in ihren Quellen
Coatrischie
Benannter Begleiter mit eigener Wasseraufgabe: Er sammelt Wasser in Tälern zwischen Bergen und lässt es über das Land los. Eigener Abschnitt Coatrischie sammelt das Wasser; keine unterstellte Befehlsunterordnung unter Guatauva.
Coatrischie in der benannten Fassung
Kapitel XXIII, S.456/PDF 581
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Panés Bericht über benannte Überlieferungen auf Hispaniola
Der Verfasser beschreibt einen Auftrag des Admirals und grenzt sein Wissen ausdrücklich auf Hispaniola ein. Sprachliche und schriftliche Vermittlung bleiben sichtbare Bestandteile.
Früher kolonialer Bericht; genaue Entstehungsdatierung hier nicht allein aus 1864-Herausgebernoten abgeleitet.
Sprache: Koloniales Sprach-/Übersetzungsverhältnis; hier ausschließlich Französisch gelesen
Benutzte Ausgabe
Écrit du frère Romain Pané: französischer Druck 1864
Herausgeber erklärt den Zugang über die italienisch gedruckte Geschichte Fernando Colóns 1571 bei Verlust des spanischen Originals. Hier nur diese Überlieferungserklärung des Drucks verwendet, nicht eigenständig alle Handschriften kollationiert.
1864-Sammeldruck; Titel, Prolog und begrenztes Kapitel XXIII tatsächlich gelesen.
Sprache: Französisch mit historisch vermittelten Namen
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Benannte Pané-Fassung auf Hispaniola und namentlich zugeordnete heutige Taíno-Perspektiven
- Verwendeter Ausschnitt
- Pané im französischen1864-Druck: Prolog und KapitelXXIII. González2018 und Estevez2023 jeweils eigene veröffentlichte Perspektiven; RAE lexikalisch.
- Pané: französischer Überlieferungszugang, Namen und Sturmfiguren
Ramón Pané; französischer Abdruck im Sammelband Charles-Étienne Brasseur de Bourbourgs · 1864, Druckzugang zu einem frühen kolonialen Bericht
Pané-Teil: Prolog/Namensfenster, PDF 556–557 (Druckseite 432 und vorangehendes Titelblatt); Kapitel XXIII vollständig auf Druckseiten 455–456/PDF 580–581. Auf diesen Seiten stehende andere Kapitelenden/-anfänge und Herausgebernoten mitgelesen. Alle vier ganzen Seiten am Poppler-Scan gesehen.
Nicht das ganze Pané-Werk, keine eigene indigene Sprachkollation oder direkte spanische Originallektüre. Stark beschädigte OCR anhand tatsächlicher Scans aufgelöst. Französischer Haupttext und spätere Vergleichsnoten getrennt. Ältere Herausgeberdatierungen nicht als geprüftes Entstehungsjahr übernehmen. Die Vergleichsnote zu K’iche’Hurakan ist keine bewiesene Figurenidentität. Abgerufen am 2026-10-14.
- Abuelas, Ancestors and Atabey: öffentliche gegenwärtige Stimmen
Christina M. González; darin namentlich zugeordnete öffentliche Stimmen unter anderem Nasha Holguín, Marilyn Balana’ni Díaz und José Barreiro · Herbst2018, American Indian Magazine19(3), Smithsonian NMAI
Vollständiger öffentlich veröffentlichter Artikel einschließlich Bildunterschriften und Autorinnenprofil gelesen. Für die Seiten nur kurze öffentliche Aussagen zu Atabey, Landschaft, Wiederaufnahme und die ausdrücklich zugeordnete Sturmdeutung verwendet.
Zeitlich benannter Bericht, nicht Erklärung aller heutigen Taíno. Keine Bestätigung von Vorhersagen, Heilwirkung oder ungebrochener identischer Ritualpraxis. Private Zeremonieszenen und praktische Mittelherstellung werden nicht nacherzählt. Keine Foto- oder Kunstlizenz aus der Artikelveröffentlichung abgeleitet. Abgerufen am 2026-10-14.
- huracán: lexikalischer Herkunftsnachweis
Real Academia Española und Asociación de Academias de la Lengua Española · Laufender Wörterbucheintrag, abgerufen2026-10-14
Überschrift, Herkunftsangabe „Voz taína“ und alle vier Definitionen im öffentlichen Wörterbucheintrag gelesen.
Keine historische Wörterbuchreihe oder eigene Sprachrekonstruktion. Lexikalische Herkunft allein beweist weder einen Eigennamen Juracán noch eine göttliche Einzelbiografie. Der allgemeine Spracheintrag ist keine meteorologische Fachauskunft. Abgerufen am 2026-10-14.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-14. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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