Eine Sprecherin legt ihren Fall dar
Puduḫepa spricht die Sonnengöttin als Herrin der Länder und als Königin über Himmel und Erde an. Ihre Bitte begründet sie mit geleisteter Fürsorge und den Beziehungen zum Wettergott von Nerik. Im Mittelpunkt steht das erhoffte Leben Ḫattušilis.
Das Gebet ist keine neutrale Chronik aller genannten Ereignisse. Es stellt Verdienste, Bedrohung und wechselseitige Verpflichtung aus der Perspektive der Bittenden zusammen. Eine historische Selbstaussage muss als solche erkennbar bleiben.
Arinna und Ḫepat in einer bestimmten Aussage
Bereits am Anfang verbindet die Rede die Benennungen Sonnengöttin von Arinna und Ḫepat mit zwei Ländern. Diese ausgesprochene Beziehung ist genauer als die pauschale Behauptung, alle örtlichen Göttinnen seien ohnehin dieselbe.
Das anschließende Gebet umfasst weitere göttliche Vermittlerinnen und Vermittler. Mezzulla, Zintuḫi und der Wettergott von Zippalanda sollen die Bitte weitertragen; für Lelwani wird eine eigene Gabe in Aussicht gestellt. Auch zugesagte Menschen und materielle Zuwendungen machen Machtverhältnisse im Wortlaut sichtbar.
Eine Bitte ist mehr als eine Titelliste
Wähle eine Bezeichnung der Göttin und frage, welche Erwartung die Sprecherin daran knüpft. Vergleiche anschließend eine der weiterleitenden Stimmen: Wie soll Nähe zur Herrin der Bitte helfen? Ein solcher Vergleich hält die Redehandlung im Blick, statt nur Namen zu sammeln.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Im benannten Quellenfenster
Wie gewinnt eine Bitte an die göttliche Herrin ihr Gewicht?
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Puduḫepas Gebet an die Sonnengöttin von Arinna (CTH 384.1)
Der ausdrücklich benannte und tatsächlich gelesene Textzusammenhang.
Antiker Textzusammenhang; kein Trägerdatum aus erzählter Zeit oder modernem Editionsdatum abgeleitet.
Sprache: Hethitisch, hier über deutsche wissenschaftliche Übersetzung
Benutzte Ausgabe
Puduḫepas Gebet an die Sonnengöttin von Arinna (CTH 384.1) – benannte deutsche Online-Ausgabe
Zusammengesetzter, mit Ergänzungen und Unsicherheitsmarkierungen vermittelter Lesetext; nicht mit dem vollständig erhaltenen Wortlaut eines einzigen Trägers gleichgesetzt.
hethiter.net, TRde 2017-10-29
Sprache: Deutsch nach Hethitisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Konkret bezeichnete anatolische/hurritisch-hethitische Text- und Forschungskontexte
- Verwendeter Ausschnitt
- Die hier bezeichneten CTH-Textfenster und Ausgaben
- Puduḫepas Gebet an die Sonnengöttin von Arinna: CTH 384.1
hethiter.net, Editionsprojekt Gebete der Hethiter · Angezeigte Fassung TRde 2017-10-29
Gesamte angezeigte deutsche Übersetzung, Paragraphen 1–17 / Kola 1–163 und Anmerkungen 1–79 gelesen. Namensverbindung in § 2, königliche Falldarlegung, Lelwani, Zintuḫi, Mezzulla und Wettergott von Zippalanda verfolgt.
Lesetext mit Ergänzungen und abweichenden Deutungen im Kommentar; keine eigene Zeichenlesung oder unabhängige Bestätigung aller historischen Selbstaussagen Puduḫepas. Die genannte Beziehung ist kein globaler Alias sämtlicher Ḫebat-/Arinna-Zeugnisse. Abgerufen am 2026-10-17.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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