Das Leise zuerst
Was müsstest du hören können, um eine Grenze zuverlässig zu bewachen? Schritte auf einer Brücke vielleicht, den Ruf eines Ankommenden oder das Rutschen von Steinen. Die Gylfaginning beschreibt Heimdallrs Wahrnehmung viel ungewöhnlicher: Er hört Gras auf der Erde und Wolle auf Schafen wachsen.
Unser heutiges Bild stellt dafür Gras, Schafe, den stillen Wächter und einen fernen Horizont in Beziehung. Es zeigt keinen messbaren Hörvorgang. Die beinahe unmögliche Wahrnehmung ist eine Aussage des Textes; Nähe, Ferne und Ruhe sind die Mittel unserer Illustration.
Aufmerksamkeit über große Entfernung

Eine Wache am Rand des Himmels
Gylfaginning XXVII nennt Heimdallr den Wächter der Götter. Er wohnt in Himinbjörg bei Bifröst, sitzt am Ende des Himmels und bewacht die Brücke gegen Bergriesen. Seine Fähigkeiten passen zu dieser Aufgabe: Er braucht weniger Schlaf als ein Vogel und sieht bei Nacht ebenso weit wie bei Tag.
Brodeur übersetzt die Sichtweite mit hundert leagues. Wir rechnen das nicht in eine scheinbar präzise moderne Kilometerzahl um. Die Aussage setzt ein außergewöhnliches Maß; sie liefert keine nachprüfbare Geländeaufnahme.
Grímnismál 13 zeigt daneben den Wächter in seiner guten Halle beim Mettrinken. Eine Zeile über seine Herrschaft hält Bellows für unsicher. Tolleys Wiedergabe des bei Snorri zitierten Verses nennt Heiligtümer, wo Bellows’ Gedichtübersetzung Menschen nennt. Wir bauen aus dieser abweichenden Lesestelle keine zweifelsfreie umfassende Zuständigkeit.
Das Horn weckt alle – es rettet nicht alle
Das Gjallarhorn gehört in Gylfaginning XXVII zu Heimdallrs Ausstattung. Sein Klang wird in allen Welten gehört. Später, in Kapitel LI, bläst Heimdallr es, als die Gegner zum letzten Kampf heranrücken. Die Götter erwachen und halten Rat.
Auch Völuspá 46 in Bellows’ Zählung nennt Heimdallrs erhobenes Horn. Bellows erläutert jedoch, dass die gedruckte Strophe aus unterschiedlich angeordneten Zeilen der Textzeugen zusammengestellt ist. Der übersichtliche Absatz einer Übersetzung ist deshalb noch kein unveränderter Handschriftenblock.
Der Warnruf bedeutet in diesen Erzählungen nicht, dass der Untergang abgewendet wird. Gylfaginning LI lässt Heimdallr und Loki einander töten. Der Wächter erkennt und meldet die Gefahr; der Text verleiht ihm damit keine unbegrenzte Macht, sie zu verhindern.
Horn oder Gehör unter dem Baum?
In Völuspá 27 übersetzt Bellows eine unter dem heiligen Baum verborgene Sache Heimdallrs als Horn. Seine Anmerkung verbindet sie mit dem Gjallarhorn. Diese Entscheidung wirkt vertraut, weil das Horn auch an anderen Stellen vorkommt.
Clive Tolley diskutiert 2021 das altnordische Wort hljóð dagegen vor allem als Gehör, zugleich als Klang, den das Horn verkörpern kann. Er verbindet diese Lesart mit Heimdallrs Verhältnis zur Weltordnung. Das ist eine benannte Forschungsdeutung, keine sicher beobachtete Szene.
Für das Bild folgt daraus eine Grenze: Wir zeigen weder ein abgetrenntes Ohr noch ein unter dem Baum ausgegrabenes Horn als feststehende Tatsache. Zwei Übersetzungs- und Deutungswege bleiben sichtbar. Die Fähigkeit zu hören, der Klang eines Instruments und ein körperliches Ohr sind nicht einfach austauschbare Bildmotive.
Neun Mütter und ein verlorenes Gedicht
Gylfaginning XXVII erzählt, neun Schwestern hätten Heimdallr geboren. Als Beleg werden zwei kurze parallele Aussagen aus Heimdallargaldr angeführt, in denen er selbst seine Herkunft von neun Müttern und neun Schwestern nennt. Der vollständige Text dieses Gedichts liegt uns nicht vor.
Hyndluljóð 37–40 nennt ebenfalls einen mächtigen, von neun Frauen geborenen Sohn. Die gelesenen Verse nennen diese Frauen einzeln, aber den Sohn nicht mit dem Namen Heimdallr. Bellows identifiziert ihn im Kommentar und versetzt Strophe 40 gegenüber ihrer im Kommentar angegebenen Handschriftenposition. Das muss neben der Vergleichbarkeit der Motive stehen bleiben.
Tolley untersucht den verlorenen Heimdallargaldr und betont die Grenze einer Rekonstruktion. Wir kennen das kurze Zitat und Snorris Hinweise; daraus lässt sich keine vollständige Geburtsgeschichte oder ein sicher rekonstruierter Zauberspruch herstellen. Die neun Frauen werden hier deshalb auch nicht ungeprüft mit einer anderen benannten Neunergruppe verschmolzen.
Namen sind unterschiedlich gut verbunden
Hallinskíði und Gullintanni stehen in Gylfaginning XXVII ausdrücklich als weitere Benennungen Heimdallrs. Der Text verbindet Gullintanni mit goldenen Zähnen. Skáldskaparmál VIII nennt außerdem Vindlér. Diese Zuweisungen lassen sich mit konkreten Stellen belegen; eine vollständige Namensetymologie ist damit noch nicht gewonnen.
Bei Rígr ist der Weg anders: Das Prosavorwort der Rígsþula erzählt, Heimdallr sei an einer Küste entlanggegangen und habe sich Rígr genannt. Die erste Strophe spricht dann von Rígr. Die Gleichsetzung steht also im rahmenden Vorwort; sie darf nicht so zitiert werden, als nenne jeder Vers beide Namen.
Bellows bezweifelt die Verbindung und schlägt Odin vor. Tolley berichtet dagegen von unterschiedlichen neueren Deutungen, einschließlich einer Verbindung von Eigenschaften beider Götter. Wir ersetzen die ausdrücklich vorhandene Zuschreibung nicht durch eine ebenso ungeprüfte andere Identität. Rígr bleibt hier eine quellenspezifische und diskutierte Verbindung.
Völuspá 1 spricht von Heimdallrs Söhnen, hohen und niedrigen. Das macht die Frage nach seinem Verhältnis zu Menschen interessant, erklärt aber allein noch keine vollständige Gesellschaftsordnung. Die Rígsþula ist für dieses Porträt nur in ihrem Anfang gelesen; ihre weiteren sozialen Zuschreibungen verlangen eine eigene ausführliche Behandlung.
Ein Streit, von dem nur wenig erzählt wird
Skáldskaparmál VIII verbindet Heimdallr mit dem Schmuck Brísingamen und einem Streit mit Loki. Die Prosa nennt Vágasker und Singasteinn, verweist auf Úlfr Uggasons Húsdrápa und erklärt, die beiden hätten Robbengestalt angenommen. Kapitel XVI zitiert einen kurzen Abschnitt aus diesem Gedicht.
Der zitierte Vers nennt den Kampf und den Sohn von acht und einer Mutter. Die Prosa liefert weitere Erläuterungen. Wir machen daraus keine vollständig erhaltene Abenteuererzählung mit ausgeschmückten Gesprächen, Beweggründen oder Kampfschritten.
Auch die Verbindung von Kopf und Schwert ist schwierig: Brodeur lässt Heimdallrs Schwert in Gylfaginning XXVII „Head“ heißen. Tolley versteht die Wendung eher als dichterische Umschreibung eines Kopfes und vergleicht die umgekehrte Formulierung in Skáldskaparmál. Das Porträt führt deshalb kein sicher bestimmtes Schwert namens Kopf als historisch festgelegtes Attribut vor.
Was wissen wir – und durch welchen Text?
Diese Übersicht ordnet Aussagen ihrem tatsächlichen Überlieferungszusammenhang zu. Sie ist keine vollständige Liste aller Heimdallr-Belege.
| Aussage | Konkreter Ort | Reichweite |
|---|---|---|
| Er hört Gras und Wolle wachsen. | Gylfaginning XXVII. | Eine erzählte Fähigkeit; das Bild kann sie veranschaulichen, nicht messen. |
| Er bläst das Horn vor dem letzten Kampf. | Gylfaginning LI; Völuspá 46 nach Bellows. | Alarm und Versammlung, keine erfolgreiche Rettung aller Götter. |
| Sein hljóð liegt verborgen. | Völuspá 27; Bellows und Tolley lesen unterschiedlich. | Horn, Gehör und Klang als Deutungsfrage sichtbar halten. |
| Neun Frauen haben ihn geboren. | Gylfaginning XXVII zitiert Heimdallargaldr. | Das Zitat ersetzt das verlorene Gesamtgedicht nicht. |
| Er wird Rígr genannt. | Prosavorwort der Rígsþula. | Ausdrückliche Zuschreibung des Rahmens, nicht überall gesicherte Namensgleichheit. |
Eine Namensverbindung genau beschreiben
Du liest das Prosavorwort der Rígsþula und anschließend Strophe 1. Welche Formulierung hält den Unterschied fest?
Das Prosavorwort verbindet Rígr mit Heimdallr; die erste Strophe nennt Rígr, und die Identifikation wird diskutiert.
Diese Formulierung trägt der Beleg.
Die Zuschreibung ist tatsächlich vorhanden. Ihre Position im Prosarahmen und die Unterschiede der Deutung bleiben aber benannt.
Jeder Vers der Rígsþula nennt Heimdallr und beweist deshalb die Identität aller Rígr-Figuren.
Hier geht die Formulierung zu weit oder verfehlt den Beleg.
Die gelesene erste Strophe nennt Rígr. Der Name Heimdallr und die Gleichsetzung stehen hier im Vorwort; über jeden anderen Vers oder Namensträger folgt daraus nichts.
Weil Bellows die Gleichsetzung bezweifelt, existiert das Prosavorwort als Beleg nicht.
Hier geht die Formulierung zu weit oder verfehlt den Beleg.
Ein Kommentar kann eine Zuschreibung kritisieren. Er entfernt damit nicht die tatsächlich überlieferte Rahmenerklärung.
Vom Wachen zu den Grenzen des Wissens
Kehre zum sitzenden Wächter zurück. Sein Horn ruht, Gras und Schafe liegen in seinem Wahrnehmungsraum. Die Szene stellt eine Frage: Wie viel kann jemand bemerken, und was kann er mit diesem Wissen tatsächlich verhindern?
Der Ragnarök-Beitrag führt vom Erkennen der Gefahr zu den verschiedenen Darstellungen des Untergangs und des Danach. Bei den Nornen geht es um zugeteiltes Leben, bei den Jenseitswegen um unterschiedliche Aussagen über die Toten. Die Quellenangaben und Werkansichten helfen, jedes Detail zu seinem Text zurückzuverfolgen. Das Porträt bleibt so überprüfbar, auch wo eine endgültige Antwort fehlt.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Wahrnehmung und Bewachung
Gylfaginning XXVII; Grímnismál 13.
Warnruf und Grenze der Abwehr
Benannter LI-Absatz; Völuspá 46.
Fragmentarische Herkunft und diskutierte Namen
Geburtszitat, Benennungen und ausgewählte Forschungsdiskussion.
Belegte Beziehungen
- Als Odins Sohn in Skáldskaparmál VIII bezeichnet; nicht in jede andere Passage übertragen. Odin / ÓðinnBelege [2] : VIII
- Streit in Skáldskaparmál; gegenseitiger Tod in Gylfaginning als andere Szene. Loki / LoptrBelege [1] [2] : Gylfaginning LI, benannter Absatz; Skáldskaparmál VIII/XVI
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Snorris Edda
Brodeur: Gylfaginning XXVII mit beiden Zitaten und der benannte LI-Prosabsatz bis vor das folgende Völuspá-Zitat; Skáldskaparmál VIII und XVI mit dem Húsdrápa-Ausschnitt. Wahrnehmung, Horn, Namen, Geburtsfragment und der knapp erhaltene Loki-Konflikt werden nicht zur vollständigen Biografie verbunden. Tolley wird nur mit S. 285–288 und 292–293 ergänzend herangezogen.
Werk- und Stoffgeschichte nicht mit Datum der benutzten Übersetzung gleichgesetzt.
Sprache: Altnordisch
Überlieferter Text
Völuspá
Hier Bellows 1, 27 und 46 mit Anmerkungen: Heimdallrs Söhne, verborgenes Horn in dieser Übersetzung und der Alarmruf. Die editorische Zusammenstellung von 46 und Tolleys andere Deutung von hljóð bleiben sichtbar. Keine vollständige Handschriftenstrophe aus der Druckanordnung abgeleitet.
Mittelalterlich überliefert; Entstehungszeit hier nicht festgelegt.
Sprache: Altnordisch
Überlieferter Text
Grímnismál
Hier Bellows 13 mit Anmerkung für Himinbjörg und Met. Die unsichere Zeile über die Herrschaft und Tolleys anders wiedergegebenes Snorri-Zitat liefern keine überall gleiche Zuständigkeitsbeschreibung.
Keine genaue Entstehungsdatierung angesetzt.
Sprache: Altnordisch
Benutzte Ausgabe
Henry Adams Bellows: Voluspo
Ausgewählte Strophen und Anmerkungen gelesen. Zählung und Eingriffe dieser Übersetzung werden offengelegt; keine diplomatische Wiedergabe einer einzelnen Handschrift.
Historische englische Ausgabe des 20. Jahrhunderts; digital bei Sacred Texts.
Sprache: Englisch
Benutzte Ausgabe
Bellows: Grímnismál, Jenseits- und Hallenpassagen
8–24 und 36 samt Anmerkungen; nur die benannten Passagen erschlossen, keine vollständige Gedichtlektüre.
Digitale Ausgabe mit Titelseite 1936.
Sprache: Englisch
Überlieferter Text
Rígsþula
Bellows: Einleitung, Prosavorwort, nur Strophe 1 und die zugehörigen Anmerkungen. Die Heimdallr-/Rígr-Verbindung steht im Vorwort. Bellows’ Zweifel und Tolleys Überblick werden als Deutungen genannt; die weitere soziale Ordnung des Gedichts wurde für dieses Profil nicht ausgewertet.
Mittelalterliche Überlieferung bzw. Zitatüberlieferung; keine genaue Entstehungsdatierung festgelegt.
Sprache: Altnordisch
Überlieferter Text
Hyndluljóð
Bellows: nur 37–40 mit Anmerkungen. Der Sohn von neun benannten Frauen bleibt in den Versen unbenannt; die Heimdallr-Zuordnung und die Versetzung von 40 stammen aus der Ausgabe. Keine Gleichsetzung mit einer anderen Neunergruppe.
Mittelalterliche Überlieferung bzw. Zitatüberlieferung; keine genaue Entstehungsdatierung festgelegt.
Sprache: Altnordisch
Überlieferter Text
Heimdallargaldr
Nur das kurze bei Snorri überlieferte Geburtszitat in Brodeurs Gylfaginning XXVII und die benannten Hinweise bei Tolley. Das verlorene Gedicht wird weder als vollständig gelesen noch aus seinen zwei parallelen Aussagen rekonstruiert.
Mittelalterliche Überlieferung bzw. Zitatüberlieferung; keine genaue Entstehungsdatierung festgelegt.
Sprache: Altnordisch
Überlieferter Text
Húsdrápa
Nur der bei Brodeur in Skáldskaparmál XVI zitierte Abschnitt und die erläuterte Verbindung in VIII. Die Robbengestalt gehört zur Prosaerklärung; das eingebettete Gedichtzitat wird nicht mit einer vollständig erhaltenen Abenteuererzählung gleichgesetzt.
Mittelalterliche Überlieferung bzw. Zitatüberlieferung; keine genaue Entstehungsdatierung festgelegt.
Sprache: Altnordisch
Benutzte Ausgabe
Brodeur: Gylfaginning, Heimdallr-Auswahl
XXVII und benannter Prosabsatz aus LI; eingebettetes Heimdallargaldr-Zitat gesondert benannt.
1916
Sprache: Englisch
Benutzte Ausgabe
Brodeur: Skáldskaparmál VIII und XVI
Benennungskatalog und eingebettete Húsdrápa-Strophe.
1916
Sprache: Englisch
Benutzte Ausgabe
Bellows: Rígsþula, Anfang
Einleitung, Prosavorwort, Strophe 1 und Anmerkungen; keine vollständige Gedichtlektüre.
Digitale Ausgabe mit Titelseite 1936.
Sprache: Englisch
Benutzte Ausgabe
Bellows: Hyndluljóð 37–40
Verse und zugehörige Anmerkungen; unbenannter Sohn und editorische Strophenreihenfolge kenntlich.
Digitale Ausgabe mit Titelseite 1936.
Sprache: Englisch
Welche Zeit ist gemeint?
- Mitte des 14. Jahrhunderts: Codex Wormianus, mit dem Rígsþula-Blatt, nach Tolley. Kein Entstehungsdatum des Gedichts.
- 1916: verwendete Brodeur-Übersetzung.
- 1936: Ausgabeangabe des digitalen Bellows-Texts.
- 2021: Tolleys Forschungsbeitrag; nur benannte Seiten gelesen.
Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Ausgewählte altnordische Gedichte und Snorris Prosa in historischen Übersetzungen; moderne Forschungsdeutung gesondert
- Verwendeter Ausschnitt
- Gylfaginning XXVII und benannter LI-Absatz; Skáldskaparmál VIII/XVI; Völuspá 1/27/46, Grímnismál 13, Rígsþula-Vorwort/1 und Hyndluljóð 37–40 nach benannten Ausgaben. Tolley 2021 nur S. 285–288 und 292–293.
- Gylfaginning: Heimdallrs Wache und Hornruf
Snorri Sturluson; englische Übersetzung Arthur Gilchrist Brodeur, 1916
XXVII vollständig samt beiden eingeschobenen Zitaten; LI, der Prosabsatz ab When these tidings come to pass bis vor dem anschließenden Völuspá-Zitat, gelesen.
Nur die genannten Ausschnitte. Die Schwert-/Kopf-Formulierung wird mit Tolleys anderer Übersetzung verglichen; keine historische Entfernungsumrechnung. Keine Gesamtlektüre von Gylfaginning. Abgerufen am 2026-09-27.
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Snorri Sturluson; englische Übersetzung Arthur Gilchrist Brodeur, 1916
VIII sowie XVI einschließlich des Húsdrápa-Zitats und des Schlusssatzes zu neun Müttern gelesen.
Kennings, erklärende Prosa und eingebetteter Vers getrennt. Keine vollständige Húsdrápa oder Rekonstruktion der nicht erhaltenen Heimdallargaldr gelesen. Abgerufen am 2026-09-27.
- Rígsþula: Wer identifiziert Rígr mit Heimdallr?
Henry Adams Bellows; englische Übersetzung, digitale Ausgabe mit Titelseite 1936
Einleitung, Prosavorwort, Strophe 1 und die Anmerkungen zu Vorwort und Strophe 1 gelesen.
Nur der Gedichtanfang erschlossen. Historische Datierungs- und Herkunftshypothesen sowie Bellows’ Odin-Zuschreibung nicht als gesicherte Ergebnisse übernommen. Kein vollständiges Gedicht und keine eigene Handschriftenkollation. Abgerufen am 2026-09-27.
- Hyndluljóð: das Kind der neun Frauen
Henry Adams Bellows; englische Übersetzung, digitale Ausgabe mit Titelseite 1936
Strophen 37–40 und ihre Anmerkungen gelesen.
In den gelesenen Versen bleibt der Sohn unbenannt; die Zuordnung zu Heimdallr und die veränderte Stellung von 40 stehen im Kommentar. Kein vollständiges Gedicht oder eigenständiger Nachweis einer ursprünglichen Muttergenealogie. Abgerufen am 2026-09-27.
- Heimdallr’s Charm: verlorener Text und Deutungsfragen
Clive Tolley, 2021; in Frog / Joonas Ahola (Hg.), Folklore and Old Norse Mythology, FFC 323, S. 285–378
Druckseiten 285–288 und 292–293 vollständig gelesen und als gerenderte PDF-Seiten betrachtet. Bibliografische Metadaten des Forschungsportals der Universität Turku gelesen.
Nur sechs Seiten des 94-seitigen Beitrags. Die PDF-Textextraktion enthält defekte Zeichen; die genannten Seiten wurden deshalb am gerenderten Original nachgelesen. Autor ist Clive Tolley; Frog ist Mitherausgeber. Dronke, Cöllen und andere zitierte Arbeiten nicht eigenständig gelesen. Tolleys Interpretationen sind keine sichere Wiederherstellung der verlorenen Dichtung. Abgerufen am 2026-09-27.
Zur Textstelle: Eine Wache am Rand des Himmels Zur Textstelle: Horn oder Gehör unter dem Baum? Zur Textstelle: Neun Mütter und ein verlorenes Gedicht Zur Textstelle: Namen sind unterschiedlich gut verbunden Zur Textstelle: Ein Streit, von dem nur wenig erzählt wird Zur Textstelle: Was wissen wir – und durch welchen Text? Zur Textstelle: Eine Namensverbindung genau beschreiben - Völuspá: englische Übersetzung und Anmerkungen von Henry Adams Bellows
Henry Adams Bellows; The Poetic Edda, historische englische Ausgabe; Sacred Texts
Einleitung, Strophen 1–8, 21–30 und 43–66 mit zugehörigen Anmerkungen gelesen; vertieft 1–2, 27–30, 44, 48, 57–66.
Auswahllektüre, keine Handschriftenkollation. Strophenzählung und Anordnung nach Bellows. Seine Emendationen, Personenwechsel und religionsgeschichtlichen Annahmen sind ausdrücklich von den Gedichtaussagen unterschieden. Abgerufen am 2026-09-27.
- Grímnismál: Walhall, Fólkvangr und die Frauen beim Gelage
Henry Adams Bellows; englische Übersetzung, digitale Ausgabe mit Titelseite 1936
8–24 und 36 samt den zugehörigen Anmerkungen gelesen. Verwendet werden 8–10, 14, 18, 23 und 36.
Begrenzte Gedichtlektüre in historischer Übersetzung. Die abweichende Reihenfolge von 23/24 und Herausgeberdeutungen bleiben als solche kenntlich; Bellows’ Gleichsetzungs- und Rekonstruktionsbehauptungen zu Freyja/Frigg werden nicht übernommen. Kein direktes Handschriftenstudium. Abgerufen am 2026-09-27.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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