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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Phobos: Furcht im Krieg und auf dem Schild

Hesiod nennt Phobos mit Deimos als Kind des Ares und der Aphrodite. In Kampfszenen handelt Furcht als Begleiter; das Heraklesschild-Gedicht macht sie zusätzlich zum erschreckenden Bildmotiv.

2 Minuten Lesezeit

Ein Name in der Familie des Ares

Die Theogonie nennt Furcht und Schrecken als Kinder des Ares und der Aphrodite. Zusammen mit Ares bringen sie in der Schlacht Reihen durcheinander. Das Gedicht gibt damit eine genealogische und kriegerische Rolle, noch keine lange individuelle Lebensgeschichte.

Phobos ist von Deimos zu unterscheiden, obwohl beide oft als Paar auftreten. Eine bloße Übersetzung von „Furcht“ an anderer Stelle muss nicht jedes Mal die eigenständige Gestalt meinen.

Der Wagen wird angespannt

In Ilias 15 will Ares nach dem Tod seines Sohnes in die Schlacht eingreifen. Er lässt Furcht und Schrecken seine Pferde anschirren, doch Athena stoppt ihn. Diese kurze Handlung zeigt Phobos im Umfeld des Kriegsgottes, nicht als Herrscher einer eigenen Welt der Angst.

Historische Übersetzungen wählen unterschiedliche Wörter für die beiden Namen. Der Handlungskern ist die gemeinsame Begleitung des Ares; eine sichere je eigene Kostüm- oder Waffenliste liefert die Passage nicht.

Furcht als Bild auf einem dichterischen Schild

Im Heraklesschild-Gedicht sitzt eine schreckliche Furchtgestalt in der Mitte des beschriebenen Schildes; später stehen Furcht und Flucht neben Ares in einem weiteren Schildbild. Nach Ares’ Verwundung bringen Panic und Dread seinen Wagen und heben ihn auf. Bildbeschreibung und erzählte Handlung sind zwei Ebenen desselben Gedichts.

Das Gedicht wird Hesiod zugeschrieben, doch die Autorschaft ist nicht sicher. Aus der poetischen Schildbeschreibung folgt kein erhaltenes antikes Schildobjekt. Die englischen Wörter Fear, Flight, Panic und Dread reichen ohne eigene griechische Kollation nicht aus, jede Stelle als eindeutiges Porträt desselben Phobos zu markieren.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Ares-Familie und Wagen
Theogonie 933–937; Ilias 15.

Furcht im Schild-Gedicht
Heraklesschild 139–200 und 450–467.

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Griechische genealogische und epische Kriegspoesie
Verwendeter Ausschnitt
Theogonie 933–937; Ilias 15,113–130; Heraklesschild 139–200 und 450–467.
  1. Theogonie 176–206 und 921–946: Aphrodites Herkunft und göttliche Beziehungen

    Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung Hugh G. Evelyn-White · antiker Text; historische englische Übersetzung

    Verse 176–206 und 921–946 gelesen: Aphrodite aus Meerschaum, Ares und Hephaistos in späterer Göttergenealogie, abweichende Hephaistos-Verbindung.

    Eine genealogische Dichtung; ihre Aphrodite-Herkunft nicht mit Tochter des Zeus in Hymnus, Ilias und Odyssee harmonisieren. Hephaistos-Verbindung nicht zur universalen Ehe erklären. Abgerufen am 2026-09-28.

  2. Ilias 15,113–130: Furcht und Schrecken am Wagen des Ares

    Homer zugeschriebene Ilias; Übersetzung A. T. Murray, Perseus · antiker Epostext; historische Übersetzung

    Ares lässt nach dem Tod seines Sohnes Furcht und Schrecken seine Pferde anschirren; Athena verhindert den beabsichtigten Auszug in den Kampf. Das Paar handelt im Kriegskontext als Begleiter des Ares; die Passage gibt keine je eigene lange Biografie und keine sicheren Bildattribute.

    Indexnotiz der begrenzten Weblektüre. Nur Ilias 15,113–130 gelesen; englische Übersetzungswörter Terror/Rout sind nicht mit einer zeitlosen deutschen Namensübersetzung gleichzusetzen. Abgerufen am 2026-09-30.

  3. Heraklesschild 139–200 und 450–467: Furchtbild und Ares-Wagen

    Hesiod zugeschriebenes Schild-Gedicht; Übersetzung H. G. Evelyn-White · antikes Gedicht unsicherer Autorschaft; Übersetzung 1914

    Das Gedicht beschreibt Furcht im Zentrum des Herakles-Schildes und Furcht/Flucht neben Ares in einem weiteren Schildbild. Nach Ares’ Verwundung bringen Panic und Dread seinen Wagen, heben ihn auf und fahren nach Olymp; der Text benennt beide als Paar in einer Handlung. Schildbild und erzählte Handlung sind verschiedene Ebenen des Gedichts; aus der dichterischen Ekphrasis folgt kein erhaltenes historisches Schildobjekt.

    Indexnotiz der begrenzten Weblektüre. Autorschaft des Schild-Gedichts nicht als gesichert „Hesiod“ ausgeben; Übersetzungswörter Fear, Flight, Panic, Dread begründen nicht ohne griechische Kollation jede Einzelnamen-Zuweisung im Schildbild. Abgerufen am 2026-09-30.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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