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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Kottos: der Hundertarmige gibt eine Antwort

Kottos besitzt nicht nur hundert Arme. Bei Hesiod antwortet er auf Zeus’ Bitte und begründet das Bündnis, bevor die drei Brüder den Titanenkampf entscheiden.

3 Minuten Lesezeit

Befreite Kraft braucht einen Entschluss

Kottos heißt in der hier gelesenen englischen Theogonie Cottus. Er gehört mit Briareos und Gyes zu den Kindern von Gaia und Uranos, die jeweils hundert Arme und fünfzig Köpfe besitzen. Der Vater fesselt sie und hält sie lange unter der Erde. Erst die mit Zeus verbundenen Gottheiten bringen sie auf Gaias Rat ans Licht.

Zeus reicht den drei Nektar und Ambrosia und bittet um Hilfe im noch unentschiedenen Krieg. Kottos’ besondere Rolle beginnt deshalb nicht mit einer zusätzlichen Körperfähigkeit. Er wird als derjenige genannt, der auf die Bitte eine Antwort gibt.

Eine Rede verwandelt Hilfe in ein Bündnis

Kottos bestätigt Zeus’ Weisheit und erinnert an die Befreiung aus der unerbittlichen Fesselung. Anschließend erklärt er, die Brüder würden mit festem Entschluss und bewusster Überlegung helfen. Die übrigen Götter begrüßen seine Worte. Der Text verbindet so Dank, Beratung und Zustimmung mit der späteren Gewalt des Kampfes.

Diese Rede unterscheidet Kottos von den beiden Brüdern im gelesenen Fenster. Sie macht ihn zu einem Sprecher des gemeinsamen Entschlusses; daraus folgt noch kein dauerhafter Rang als Herrscher der Hekatoncheiren. Der konkrete Gesprächsbeleg ist ergiebiger als eine erfundene allgemeine Führungsbiografie.

Nach der Zustimmung handeln die drei gemeinsam

Kottos, Briareos und Gyes werfen gemeinsam dreihundert Felsen. Nach der Niederlage werden die Titanen unter der Erde eingeschlossen, und die drei erscheinen als zuverlässige Wächter des Zeus. Die Bibliotheke übernimmt die Wache als Aufgabe der Hundertarmigen, ohne in ihrem gelesenen Fenster Kottos’ Rede wiederzugeben.

Ein späteres Theogoniefenster setzt Kottos und Gyes an die Fundamente des Okeanos. Das wird als zusätzliche Raumangabe gezeigt; es ersetzt nicht still die frühere Darstellung im Tartaroszusammenhang. Von Kottos führt der Weg deshalb sowohl zur gemeinsamen Geschichte als auch zur schmaleren Einzelrolle des Gyes.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Befreite Kraft braucht einen Entschluss
Theogonie 147–162 und 617–654

Eine Rede verwandelt Hilfe in ein Bündnis
Theogonie 654–678

Nach der Zustimmung handeln die drei gemeinsam
Theogonie 713–735 und 807–819; Bibliotheke 1.2.1

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Hesiod: Theogonie

Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.

Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Evelyn-White: Kyklopen und Hundertarmige

Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster einer historischen englischen Übersetzung; keine eigene griechische Kollation oder Volllektüre.

Theogonie 139–162, 617–735 und 807–819; Editionsfußnote 6, Ausgabe 1914.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Bibliotheke des Pseudo-Apollodor

Werkbezeichnung für die mythographische Sammlung. In diesem Museum sind nur ausgewählte Ausschnitte erschlossen; die einzelnen Editionsdatensätze benennen die tatsächlich gelesenen Stellen.

Antike mythographische Zusammenstellung; genaue Entstehungszeit und Autorschaft aus dieser Lektüre nicht bestimmt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Frazer: Befreiungen und Waffengaben

Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster einer historischen englischen Übersetzung; keine eigene griechische Kollation oder Volllektüre.

Bibliotheke 1.1.1–1.1.7 und 1.2.1; Ausgabe 1921.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Hesiodische Göttergenealogie und jeweils benannte andere literarische Fassungen.
Verwendeter Ausschnitt
Theogonie 139–162; weitere konkrete Fenster stehen an jedem Abschnitt.
  1. Hesiods Kyklopen und Hundertarmige

    Hesiod; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · 1914, historische englische Leseausgabe

    Theogonie 139–162, 617–735, 807–819; Editionsfußnote 6.

    Benannte Fenster und historische Namensglossen; keine eigene griechische Etymologie oder ganze Werklektüre. Briareos/Obriareus beobachtete englische Formen; Ortsangaben nicht harmonisiert. Abgerufen am 2026-10-01.

  2. Kyklopen und Hekatoncheiren in der Bibliotheke

    Pseudo-Apollodor; englische Übersetzung J. G. Frazer · 1921, historische englische Leseausgabe

    Bibliotheke 1.1.1–1.1.7 und 1.2.1.

    Neue begrenzte Lektüre derselben archivierten Ausgabe; keine Ausweitung alter Lesebelege. Reihenfolge und erneute Fesselung dieser Fassung kenntlich; kollektive Waffen nicht einzeln verteilen. Abgerufen am 2026-10-01.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-01. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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