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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Yemayá: Verschiedene Wege innerhalb eines Namens

Ramos’ Kapitel unterscheidet mehrere caminos und ihre Handlungen. Del Pozos Kunst vermittelt daneben eine eigene, reich ausgestattete Bildfigur.

5–6 Minuten Lesezeit

Geduld und Entschlossenheit gehören zu verschiedenen Zugängen

Ramos stellt Asesu und Ogunte beziehungsweise Okute nebeneinander: Bei Asesu erzählt er vom immer wieder begonnenen Zählen der Federn einer Ente; bei Ogunte hebt er entschlossenes, bewaffnetes Handeln hervor. Der Kontrast steht innerhalb seines Yemayá-Abschnitts.

Die Beispiele zeigen, weshalb der Oberbegriff „mütterlich“ die konkreten Rollen nicht ersetzt. Ein camino ist hier eine benannte Ausprägung innerhalb der religiösen Darstellung, keine Stufe einer von uns rekonstruierten Lebensgeschichte.

Eine Kunstfigur hat ihren eigenen Rahmen

Auf del Pozos Bildkarte sitzt eine geschmückte Figur unter einem Baldachin. Wellenförmige blaue und violette Muster in Kopfbedeckung und Kleidung verbinden sie optisch mit dem umliegenden Bildraum. Oben erscheinen Tiere beziehungsweise Meeresformen innerhalb der ornamentalen Einfassung.

Die spanische Legende ergänzt eine Verwandlung zwischen Meer und Land sowie tierische Begleiter. Diese Erzählhinweise gehören zu genau dieser Vermittlung. Sie legen die Gestalt aller anderen Yemayá-Bilder nicht fest.

Weder ein Stammbaum noch eine Gegenrolle für Ochún

Ramos nennt eine Fassung, die Yemayá siebzehn Orishas als Kinder zuschreibt. Die Kunstlegende spricht pauschaler von der Mutter aller Orichas. Das Museum hält die Aussagen bei ihren jeweiligen Texten; es macht daraus keinen verbindlichen Stammbaum.

Ebenso wenig ergibt sich daraus eine universale Aufteilung zwischen einer mütterlichen Meeresfigur und einer verführerischen Flussfigur. Im gemeinsamen Exponat werden bestimmte Texte und Bilder verglichen.

Der Entenbote kann auf verschiedene Weise scheitern

Diéguez gibt zunächst eine Geschichte wieder, in der Yemayá ihren Entenboten mit einer wichtigen Nachricht zu Olofi schickt. Der Bote verändert sie absichtlich. Yemayá bemerkt den Eingriff; die Erzählung endet damit, dass sie ihn unter einem blauen Tuch bedeckt und verzehrt.

In der ausdrücklich anders erzählten Fassung soll der Bote einen Gegenstand von Olofi zurückbringen. Auf dem Rückweg erschrickt er und verschluckt ihn. Yemayá kann ihn nicht wieder herausholen. Die Erzählung verbindet damit den Verlust der Stimme. Hier steht ein missglückter Transport im Mittelpunkt, während die andere Fassung eine absichtliche Veränderung der Nachricht schildert.

Eine gemeinsame Figur ergibt keinen gemeinsamen Ablauf

Die beiden Fassungen werden nicht zur Lebensgeschichte einer einzigen Ente zusammengesetzt. Auch die bei Ramos dargestellte Asesu-Erzählung über wiederholtes Federzählen ist damit nicht automatisch dieselbe Episode. Der jeweilige Text legt fest, welche Handlung und welche Erklärung tatsächlich vorliegen.

Diéguez deutet den Tierboten und den verschluckten Gegenstand literaturwissenschaftlich. Ihre zusätzlich beschriebenen religiösen Anwendungen werden hier nicht als Anleitung wiedergegeben. Aus der Erzählung über eine verlorene Stimme folgt auch keine naturkundliche Erklärung realer Enten.

Die Figur in ihren Quellen

Yemayá und benannte caminos bei Ramos

Die benannten caminos Asesu und Ogunte/Okute werden nach Ramos unterschieden. Del Pozos Bildfigur und die zwei Entenboten-Fassungen sind eigene Quellenfenster. Diese Unterschiede werden weder zu einem Stammbaum noch zu einer bloßen Gegenrolle für Ochún zusammengezogen.

Geduld und Entschlossenheit gehören zu verschiedenen Zugängen
Ramos 1996, S. 67–68, Asesu und Ogunte/Okute.

Eine Kunstfigur hat ihren eigenen Rahmen
Vollständig betrachtete digitale Bildkarte yemaya01.jpg; spanischer Werktext

Weder ein Stammbaum noch eine Gegenrolle für Ochún
Ramos 1996, S. 67: als „One myth says“ gekennzeichnete Genealogie; Bildkartenlegende zur Mutterschaft.

Die Figur in ihren Quellen

Der Entenbote in zwei Yemayá-Fassungen

Getrennte Teilprofile: absichtliche Nachrichtenänderung beziehungsweise erschrockener Transporteur. Nicht zu einem gemeinsamen Lebenslauf oder zur Asesu-Ente zusammengesetzt.

Der Entenbote in zwei Yemayá-Fassungen
Diéguez 2000, S. 119–120 / PDF S. 124–125. Die Handlung ist auf diese Fassung begrenzt.

Gegenstand oder Zeichen in den Quellen

Der verschluckte Gegenstand des Entenboten

Von Olofi mitgebrachter unbestimmt bezeichneter Gegenstand für einen Schutzbezug, versehentlich verschluckt. Material, Form und medizinische Wirkung nicht ergänzt.

Der verschluckte Gegenstand des Entenboten
Diéguez 2000, S. 119 / PDF S. 124. Die Handlung ist auf diese Fassung begrenzt.

Die Wege zum gelesenen Material

Werk, Fassung und verwendeter Zugang

Eine Geschichte kann in mehreren Fassungen vorliegen. Ein Katalogtext, ein Gesprächsbericht oder ein Bild ist jeweils ein eigener Zugang. Die Angaben zeigen, was hier tatsächlich gelesen oder betrachtet wurde; sie belegen keine selbst gehörte Aufführung.

Werk oder Erzählzusammenhang

Afro-Cuban Orisha Worship

Alle 28 PDF-Seiten als Seitenbilder betrachtet und gelesen: Umschlag, Copyrightseite und das ganze Kapitel S. 51–76 mit Tabelle, Fortsetzungen, Endnoten und Literatur. Gelesen wurde dieses Kapitel, nicht der ganze Sammelband oder die zitierte Literatur. Keine religiöse Handlung beobachtet, kein Orakel ausgeführt und keine Tonaufnahme gehört. Historische Verallgemeinerungen, ethnische Zuschreibungen, Etymologien und Gesundheitswirkungen sind nicht unabhängig bestätigt. Regeln zu Geschlecht und Priesterschaft bleiben zeitgebundene Positionen des Autors; Endnote 18 wurde mitgelesen. Keine Rezepte oder Handlungsanweisungen übernommen.

Sammelband 1996 nach der Copyrightseite; Kapitel S. 51–76. Technische Scan-Metadaten von 2017 sind kein Werkdatum.

Sprache beziehungsweise Bildzugang: Englisch, mit religiösen Namensformen

Werk oder Erzählzusammenhang

Alberto del Pozo: Yemayá – verzeichnete Bildkarte

Die ganze Einzelobjektseite und beide Sprachfassungen der Legende gelesen; das zugehörige, 350 Pixel breite Digitalbild vollständig betrachtet. Eine zusätzliche korrekt dekodierte Lesefassung erschließt denselben Text. Die Metadaten datieren eine Bildkarte, nicht automatisch die Originalillustration. Der Katalog nennt 7¾ × 5¾ in und 18,5 × 13,5 cm; die rechnerische Abweichung bleibt kenntlich, es erfolgte keine eigene Vermessung. Die beiden Sprachfassungen der Legende stimmen nicht durchgehend überein. Keine freie Bildlizenz nachgewiesen. Die Einbindung einer Abbildung zur Werkbesprechung hat einen eigenen, beitragsbezogenen Rechte- und Zitierkontext.

Als Bildkarte in Miami, ca. 1981, verzeichnet. Das Datum der ursprünglichen großformatigen Illustration ist damit nicht gesichert.

Sprache beziehungsweise Bildzugang: Englisch und Spanisch, mit religiösen Namensformen

Werk oder Erzählzusammenhang

Zwei Yemayá-Erzählungen über den Entenboten

Zwei getrennte Fassungen über Yemayás Entenboten: absichtliche Nachrichtenänderung und erschrockener Transporteur eines verschluckten Gegenstands. Sie werden nicht miteinander oder mit Ramos’ Asesu-Federzählung verschmolzen.

Gelesene Vermittlung: Diéguez Caballero 2000. Kein zusätzliches mündliches Aufführungsdatum ermittelt.

Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanische schriftliche Vermittlung

Konkrete veröffentlichte Fassung

Zwei Yemayá-Erzählungen über den Entenboten – Fassung mit veränderter Nachricht

S. 119 / PDF S. 124. Fassung mit absichtlich veränderter Nachricht und Ausgang mit blauem Tuch. Ritualanweisungen werden nicht übernommen. Gelesen wurde diese vermittelte Wiedergabe, keine neue mündliche Aufzeichnung.

Diéguez Caballero 2000; Datum einer früheren mündlichen Fassung nicht ermittelt.

Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanisch; eigene deutsche Einordnung

Benutzter Lese- oder Bildzugang

Zwei Yemayá-Erzählungen über den Entenboten – Fassung mit veränderter Nachricht (gelesener Zugang)

S. 119 / PDF S. 124. Fassung mit absichtlich veränderter Nachricht und Ausgang mit blauem Tuch. Ritualanweisungen werden nicht übernommen. Gelesen wurde diese vermittelte Wiedergabe, keine neue mündliche Aufzeichnung.

Diéguez Caballero 2000; Datum einer früheren mündlichen Fassung nicht ermittelt.

Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanisch; eigene deutsche Einordnung

Konkrete veröffentlichte Fassung

Zwei Yemayá-Erzählungen über den Entenboten – Fassung mit verschlucktem Gegenstand

S. 119–120 / PDF S. 124–125. Andere Fassung: Schreck, verschluckter Gegenstand und Verlust der Stimme. Kein bestimmtes Material, Rezept oder medizinischer Effekt ergänzt. Gelesen wurde diese vermittelte Wiedergabe, keine neue mündliche Aufzeichnung.

Diéguez Caballero 2000; Datum einer früheren mündlichen Fassung nicht ermittelt.

Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanisch; eigene deutsche Einordnung

Benutzter Lese- oder Bildzugang

Zwei Yemayá-Erzählungen über den Entenboten – Fassung mit verschlucktem Gegenstand (gelesener Zugang)

S. 119–120 / PDF S. 124–125. Andere Fassung: Schreck, verschluckter Gegenstand und Verlust der Stimme. Kein bestimmtes Material, Rezept oder medizinischer Effekt ergänzt. Gelesen wurde diese vermittelte Wiedergabe, keine neue mündliche Aufzeichnung.

Diéguez Caballero 2000; Datum einer früheren mündlichen Fassung nicht ermittelt.

Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanisch; eigene deutsche Einordnung

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte kubanische und kubanisch-diasporische Lukumí-Zugänge; kein einheitliches Universalpantheon.
Verwendeter Ausschnitt
S.67–68, Yemoja/Yemayá und benannte caminos
  1. Afro-Cuban Orisha Worship

    Miguel „Willie“ Ramos, in Arturo Lindsay (Hg.), Santería Aesthetics in Contemporary Latin American Art · Sammelband 1996 nach der Copyrightseite; Kapitel S. 51–76. Technische Scan-Metadaten von 2017 sind kein Werkdatum.

    Alle 28 PDF-Seiten als Seitenbilder betrachtet und gelesen: Umschlag, Copyrightseite und das ganze Kapitel S. 51–76 mit Tabelle, Fortsetzungen, Endnoten und Literatur.

    Gelesen wurde dieses Kapitel, nicht der ganze Sammelband oder die zitierte Literatur. Keine religiöse Handlung beobachtet, kein Orakel ausgeführt und keine Tonaufnahme gehört. Historische Verallgemeinerungen, ethnische Zuschreibungen, Etymologien und Gesundheitswirkungen sind nicht unabhängig bestätigt. Regeln zu Geschlecht und Priesterschaft bleiben zeitgebundene Positionen des Autors; Endnote 18 wurde mitgelesen. Keine Rezepte oder Handlungsanweisungen übernommen. Abgerufen am 2026-10-16.

  2. Alberto del Pozo: Yemayá – verzeichnete Bildkarte

    Alberto del Pozo, Kunst; zweisprachige Legende in der Vermittlung der University of Miami Libraries · Als Bildkarte in Miami, ca. 1981, verzeichnet. Das Datum der ursprünglichen großformatigen Illustration ist damit nicht gesichert.

    Die ganze Einzelobjektseite und beide Sprachfassungen der Legende gelesen; das zugehörige, 350 Pixel breite Digitalbild vollständig betrachtet. Eine zusätzliche korrekt dekodierte Lesefassung erschließt denselben Text.

    Die Metadaten datieren eine Bildkarte, nicht automatisch die Originalillustration. Der Katalog nennt 7¾ × 5¾ in und 18,5 × 13,5 cm; die rechnerische Abweichung bleibt kenntlich, es erfolgte keine eigene Vermessung. Die beiden Sprachfassungen der Legende stimmen nicht durchgehend überein. Keine freie Bildlizenz nachgewiesen. Die Einbindung einer Abbildung zur Werkbesprechung hat einen eigenen, beitragsbezogenen Rechte- und Zitierkontext. Abgerufen am 2026-10-16.

  3. Las construcciones metafóricas en Yemayá y Ochún: La Santería cubana desde las teorías literarias – ausgewählte Passagen

    Ileana Diéguez Caballero / UNAM, Facultad de Filosofía y Letras; Betreuung Gabriel Weisz Carrington · Masterarbeit im Fach Vergleichende Literaturwissenschaft, México D. F. 2000, nach der betrachteten Titelseite.

    Titel-, Rechte- und Inhaltsseiten (PDF S. 1–5), Einleitungsbeginn (S. 6–9), die gesamte Auswahl PDF S. 121–125 / Druck S. 116–120 sowie der Cabrera-Nachweis im Literaturverzeichnis auf PDF S. 260 gelesen. Vollständig in dieser Wiedergabe: Ogúns Rückkehr, Ochúns Friedensbitte, die Honig-Fürsprache für Babalú-Ayé und zwei getrennte Entenboten-Fassungen zu Yemayá. Ausgewählte Seitenbilder wurden zusätzlich betrachtet. Die Entenpassage auf PDF S. 124–125 wurde später nochmals herangezogen.

    Auswahl aus einer 266-seitigen Masterarbeit, keine Ganzlektüre der Arbeit oder der Einleitung und keine neu geführte ethnografische Untersuchung. Grundlage ist unter anderem Cabreras Yemayá y Ochún, im Literaturverzeichnis Madrid 1974; dieses Buch wurde nicht selbst gelesen. Wiederkehrende Episoden sind keine zusätzlichen unabhängigen mündlichen Bezeugungen. Praxis- und Opferanleitungen, Körper- und Geschlechterstereotype sowie medizinische Wirkungsbehauptungen werden nicht übernommen. Der Bibliothekszugang ist keine freie Reproduktionslizenz. Abgerufen am 2026-10-16.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-16. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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