Ein Schreiber bittet um ein richtiges Handeln
Robsons Untersuchung gibt das Siegelgebet des Schreibers Aššur-šumi-aṣbat wieder. Er bittet Nabû um Gerechtigkeit, Wahrheit und einen guten Eintritt in den Palast. Schriftkundigkeit erscheint hier als verantwortliches Handeln in einer Institution.
Der Artikel unterscheidet diese persönliche Verehrung von königlicher Kultförderung. Für die Zeit des Schreibers wird Nabû nicht einfach aus dessen Siegel in alle Königsinschriften hineingelesen.
Eine Widmung ist noch kein Porträt Nabûs
Für Kalhu behandelt Robson zwei göttliche Begleiterstatuen, die Bēl-tarṣi-ilumma Nabû widmete. Ihre Inschrift nennt den Gott gelehrt und mit dem Griffel verbunden; die Bitte schließt langes Leben und Gesundheit ein. Die dargestellten Begleiter werden vom Empfänger ihrer Widmung unterschieden.
Der Vergleich von Kalhu, Sargons Dūr-Šarrukēn und dem späteren Assur zeigt wechselnde Nähe zum Hof. Nabûs Rolle wird weder auf einen abstrakten Schriftgott reduziert noch automatisch mit Hermes gleichgesetzt. Der Zugang beruht auf der benannten Forschungsdarstellung samt übersetzten Inschriften; eine eigene Prüfung der Originalstatuen oder aller Königsinschriften wird damit nicht behauptet.
Die andere Schreiberpatronin verschwindet nicht aus jedem Text
Nabonidus 44 nennt nach der Editionslesung den Schutz Nisabas und die Erwählung durch Nabû unmittelbar nacheinander. Bei Nisabas Namen ist eine Zeichenkorrektur kenntlich. Ein solcher Beleg verlangt einen genauen Textbezug, statt einen vollständigen Austausch der beiden Gottheiten vorauszusetzen.
Für Nabûs spätere Hofnähe bleiben die konkreten assyrischen Zeugnisse des Profils maßgeblich. Der babylonische Inschriftensplitter und die verschiedenen assyrischen Kultkontexte werden nicht zu einer einzigen überall gültigen Entwicklungskurve zusammengefügt.
Eine fragmentarische Königsstimme verwendet mehrere Götternamen
Nabonidus44 stellt Nisabas ausgestreckte Hand und Nabûs Wahl des Herrschers nebeneinander. Der beschädigte Anfang nennt außerdem Ištar und gibt in einer späteren Zeile den Namen Nannāru wieder. Die folgenden Aussagen über Gestalt, Hand und Herrschaft sind lückenhaft. Der Zugang setzt daher nicht jedes unklare Pronomen sicher mit Nannāru gleich und macht aus der Namensform ohne weiteren Nachweis keinen automatischen Alias eines anderen Profils.
Šamaš und Marduk werden ebenfalls genannt; Marduks Herrschaftsgabe führt in den Renovierungs- und Gebetsrahmen des Königs. Nabû-balāssu-iqbi erscheint als menschlicher Vater des Sprechers. Sein Personenname wird nicht mit Nabû selbst verwechselt. Auch die in der Seitennavigation aufgeführten anderen Könige sind keine Figuren dieser Inschrift. Die beschädigte Selbstbeschreibung bleibt ein Zeugnis königlicher Autorisierung, kein unabhängig bewiesener göttlicher Auftrag.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Benannte örtliche und literarische Rollen
Ausschließlich direkt gelesene Texte und ausdrücklich alsFachübersicht/Bildbeschreibung bezeichneteBelege; keine universelleLebens-/Kultgeschichte.
Nisaba und Nabû in Nabonidus 44 mit ausdrücklicher editorischer Korrektur
Gemeinsame Nennung zweier Gestalten, keine universelle Gleichsetzung oder vollständige Auslöschung der früheren Schreiberpatronin.
Weitere Götternamen und menschlicher Vater im fragmentarischen Nabonidus44-Rahmen, Nannāru ausdrücklich nicht automatisch kanonisiert
Namen und unbenannte Rollen im konkret benannten Textbereich, historische Personen als Quellenkontext und nicht automatisch Figurenatlas-Identitäten.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Nabonidus 44: fragmentarische Königsinschrift
Königliche Selbstbeschreibung und Baukontext; Nisaba und Nabû werden nach ausdrücklich kommentierter Editionslesung genannt. Historischer Quellenkontext, keine daraus abgeleitete vollständige Mythenerzählung.
Katalog: neubabylonisch, Nabonidus; keine engere Datierung des Einzelzeugen aus dem bloßen Königsnamen.
Sprache: Akkadisch
Benutzte Ausgabe
RIBo Q005441: verfügbare Übersetzung mit vier Textanmerkungen
Alle verfügbaren englischen Textblöcke und Anmerkungen gelesen; große Fehlstellen nicht ergänzt. Die Nisaba-Lesung der ersten Zeile enthält eine ausdrücklich erklärte Zeichenkorrektur.
Moderner Editionsstand, gesichert 17. Oktober 2026.
Sprache: Englisch nach Akkadisch
Erhaltener Textzeuge
BM 034706: Zeuge der Edition Nabonidus 44
Als EX001 im Editionskopf benannter materieller Zeuge. Nur über die Edition erfasst, weder Fotoautopsie noch neue Kollation.
Nach dem RIBo-Kopf neubabylonisch; keine unabhängig verifizierte Fund- oder Erwerbsgeschichte.
Sprache: Akkadisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Schrift, persönliche Verehrung und königliche Kultförderung in den bezeichneten Fachübersichten und Widmungen; Nisaba und Nabû im fragmentarischen Nabonidus-44-Zeugnis. Die editorische Korrektur und unsichere Namensbezüge bleiben kenntlich.
- Verwendeter Ausschnitt
- Archivierte Lesetexte und ausdrücklich bezeichnete Quellenfenster. Verwendete Fassungen und gelesener Umfang stehen bei den einzelnen Quellen. Fachartikel, Bildbeschreibungen und eigenes Bildsehen bleiben unterschieden.
- Nabu, god of wisdom
Eleanor Robson · 18.12.2019
Alle 19832 Zeichen in den anschließenden Fenstern 0–10500 und 10500–Ende tatsächlich gelesen. Übersetzte Siegel-/Statuen-/Königsinschriften als Vermittlung dieses Artikels; nicht sämtliche zugrunde liegende Editionen oder Objekte eigenständig geprüft.
Historische Fachzusammenstellung in benanntem Seitenstand, keine eigene Feldforschung, vollständige neue Korpus-/Keilschriftprüfung oder selbst ausgeführte Sichtung/Nutzungsprüfung der erwähnten Bilder. Verbindungen verschiedener Gottheiten an die einzelnen Belege gebunden. Abgerufen am 2026-10-17.
- RIBo Nabonidus 44, Q005441 / BM 034706
Frauke Weiershäuser und Jamie Novotny, MOCCI / RIBo · Digitale Bearbeitung 2015–2020; Katalog: neubabylonisch, Nabonidus
Ganze verfügbare statische Editionsseite mit 5716 Zeichen tatsächlich gelesen: Kopf, Textgliederung, alle verfügbaren englischen Übersetzungsblöcke, Fehlstellen, vier Anmerkungen und Credits. Vorderseite 1–31, erhaltene Reversezeile 20′; übriger Reverse ausdrücklich fragmentarisch. Besonders Anmerkung 1 zur korrigierten Nisaba-Schreibung.
Fragmentarische königliche Selbstdarstellung, keine unabhängig bestätigte göttliche Erwählung. Keine eigene Tafelautopsie, Keilschriftkollation oder Betrachtung des verlinkten Exemplarfotos. Die in der Seitennavigation aufgezählten Könige sind keine Akteure der Inschrift. Abgerufen am 2026-10-17.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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