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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Juda und Tamar: Erkennen und Verantwortung

Tamar erhält den zugesagten nächsten Ehemann nicht. Die zurückbehaltenen Pfänder zwingen Juda später, sein eigenes Verhalten anzuerkennen.

3–4 Minuten Lesezeit

Beteiligte mit eigenen Textangaben

Name oder RolleBezeugte Handlung und Grenze
TamarWird Ers Frau und nach seinem Tod Onan zugewiesen. Als Juda ihr Schela vorenthält, sucht sie verkleidet eine Begegnung mit Juda und behält seine Pfänder.
HiraFreund Judas aus Adullam; geht mit ihm und sucht später vergeblich die Frau, um die Pfänder gegen ein Ziegenböckchen zurückzuholen.
SchuaAls kanaanäischer Vater von Judas Frau genannt; er wird nicht selbst als ihr Ehemann dargestellt.
Judas unbenannte FrauTochter Schuas; gebiert Er, Onan und Schela und stirbt später. Ihr Name wird in diesem Kapitel nicht genannt.
ErJudas Erstgeborener und Tamars erster Mann. Der Erzähler wertet sein Verhalten als böse und berichtet seinen Tod, ohne die konkrete Tat auszuführen.
OnanSoll dem verstorbenen Bruder Nachkommen verschaffen, verweigert diesen Zweck jedoch. Die Szene ist keine allgemeine medizinische oder moderne sexualrechtliche Auskunft.
SchelaJudas jüngerer Sohn. Juda verspricht ihn Tamar für später, hält ihn ihr aber auch nach seinem Heranwachsen vor.
PerezSohn Tamars und Judas; wird vor dem zuvor markierten Zwillingsbruder geboren.
Serach, Tamars SohnSeine zuerst ausgestreckte Hand wird mit einem Faden markiert, doch dann kommt Perez vor ihm zur Welt.
Tamars HebammeMarkiert die zuerst ausgestreckte Hand und kommentiert den überraschenden Geburtsverlauf; die Quelle nennt keinen Namen.
Nachlesen: [1] 38,1–30

Den Text genau lesen

Juda verlangt zunächst Tamars Bestrafung. Als er Siegel, Schnur und Stab erkennt, spricht er ihr größeres Recht zu, weil er ihr Schela nicht gegeben hat. Die Erzählung verschiebt damit den Blick auf seine Verantwortung. Sie wird weder als erotische Abenteuergeschichte noch als zeitlose Vorschrift präsentiert.

Nachlesen: [1] 38,1–30

Weiterdenken

Warum ändern die erkannten Gegenstände das Urteil desjenigen, der zuvor über Tamar richten wollte?

Die Figur in ihren Quellen

Tamar

Wird Ers Frau und nach seinem Tod Onan zugewiesen. Als Juda ihr Schela vorenthält, sucht sie verkleidet eine Begegnung mit Juda und behält seine Pfänder.

Belegstelle im bezeichneten Text
38,1–30

Die Figur in ihren Quellen

Hira

Freund Judas aus Adullam; geht mit ihm und sucht später vergeblich die Frau, um die Pfänder gegen ein Ziegenböckchen zurückzuholen.

Belegstelle im bezeichneten Text
38,1–30

Die Figur in ihren Quellen

Schua

Als kanaanäischer Vater von Judas Frau genannt; er wird nicht selbst als ihr Ehemann dargestellt.

Belegstelle im bezeichneten Text
38,1–30

Die Figur in ihren Quellen

Judas unbenannte Frau

Tochter Schuas; gebiert Er, Onan und Schela und stirbt später. Ihr Name wird in diesem Kapitel nicht genannt.

Belegstelle im bezeichneten Text
38,1–30

Die Figur in ihren Quellen

Er

Judas Erstgeborener und Tamars erster Mann. Der Erzähler wertet sein Verhalten als böse und berichtet seinen Tod, ohne die konkrete Tat auszuführen.

Belegstelle im bezeichneten Text
38,1–30

Die Figur in ihren Quellen

Onan

Soll dem verstorbenen Bruder Nachkommen verschaffen, verweigert diesen Zweck jedoch. Die Szene ist keine allgemeine medizinische oder moderne sexualrechtliche Auskunft.

Belegstelle im bezeichneten Text
38,1–30

Die Figur in ihren Quellen

Schela

Judas jüngerer Sohn. Juda verspricht ihn Tamar für später, hält ihn ihr aber auch nach seinem Heranwachsen vor.

Belegstelle im bezeichneten Text
38,1–30

Die Figur in ihren Quellen

Perez

Sohn Tamars und Judas; wird vor dem zuvor markierten Zwillingsbruder geboren.

Belegstelle im bezeichneten Text
38,1–30

Die Figur in ihren Quellen

Serach, Tamars Sohn

Seine zuerst ausgestreckte Hand wird mit einem Faden markiert, doch dann kommt Perez vor ihm zur Welt.

Belegstelle im bezeichneten Text
38,1–30

Die Figur in ihren Quellen

Tamars Hebamme

Markiert die zuerst ausgestreckte Hand und kommentiert den überraschenden Geburtsverlauf; die Quelle nennt keinen Namen.

Belegstelle im bezeichneten Text
38,1–30

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Genesis: Erzeltern- und Familiengeschichten

Genesis-Familiengeschichten; hier die tatsächlich gelesenen, einzeln gebundenen Kapitel einschließlich 29–50. Die ältere 12–28-Bearbeitungsnotiz am gemeinsamen Werkdatensatz ist kein aktueller Vollständigkeitsanspruch dieses Profils.

Antiker, literarisch zusammengesetzter Textbestand; keine exakte Datierung aller Episoden behauptet.

Sprache: Hebräisches Werk; hier englische Vermittlung

Benutzte Ausgabe

Genesis 38, JPS-1917-basierte Webfassung

Vollständiges Kapitel 38 tatsächlich englisch gelesen; keine eigene hebräische Übersetzung oder Handschriftenkollation.

Grundübersetzung 1917; digitale Bearbeitung Mechon-Mamre, Abruf 2026.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Verwendeter Ausschnitt
Eigene Profile im benannten Genesis-Text und ausdrücklich zugeschriebene spätere Deutung. Keine lückenlose historische Biografie oder Vereinheitlichung biblischer und koranischer Erzählungen.
  1. Genesis 38: englischer JPS-1917-basierter Mechon-Mamre-Text

    Biblischer Text; Jewish Publication Society 1917, digitale Bearbeitung Mechon-Mamre

    Kapitel 38 vollständig englisch gelesen; keine eigene hebräische Übersetzung.

    Quellengebundene Erzählung, keine unabhängige Bestätigung von Personen oder Ereignissen. Moderne Webbearbeitung nicht pauschal als frei lizenziert behandelt. Abgerufen am 2026-10-15.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-15. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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