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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Menoitios: Sohn des Iapetos und Namensvetter

Hesiod erzählt vom stolzen Iapetos-Sohn, den Zeus mit dem Blitz niederschlägt. Die spätere Bibliotheke nennt einen anderen Ort und führt außerdem einen gleichnamigen Argonauten mit anderem Vater auf.

2 Minuten Lesezeit

Ein kurzer Auftritt bei Hesiod

Die Theogonie nennt Menoitios als Sohn von Iapetos und Klymene neben Atlas, Prometheus und Epimetheus. Sie beschreibt ihn als überheblich und erzählt, Zeus habe ihn mit dem Blitz getroffen und in den Erebos gestoßen.

Anders als bei Prometheus folgt hier keine längere Konfliktgeschichte. Die wenigen Verse tragen eine Aussage über Stolz und Bestrafung, aber keine ausgeschmückte Biografie.

Eine spätere Ortsangabe

Pseudo-Apollodor nennt Asia als Mutter der vier Iapetos-Söhne. Er lässt Zeus Menoitios im Titanenkampf treffen und in den Tartaros hinabstoßen. Muttername, Erzählrahmen und Zielort unterscheiden sich von Hesiods knapper Fassung.

Erebos und Tartaros werden hier nicht stillschweigend gleichgesetzt. Der Unterschied zeigt, wie eine spätere Zusammenstellung denselben Namen in eine andere Erzählordnung einfügt.

Nicht jeder Menoitios ist derselbe

In einer Argonautenliste derselben Bibliotheke steht ein Menoitios, der ausdrücklich Sohn des Actor heißt. Der gemeinsame Name belegt keine Identität mit Iapetos' Sohn.

Die beiden Vaterangaben sind die entscheidende Grenze dieser Seite: Der Argonaut wird erwähnt, um eine Verwechslung zu vermeiden, nicht um die knappe Titanenfigur um fremde Abenteuer zu erweitern.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Hesiod: Erebos
Theogonie 507–520.

Bibliotheke: Tartaros und Namensvetter
Bibliotheke 1.2.3 und 1.9.16.

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Hesiod: Theogonie

Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.

Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Theogonie nach Evelyn-White: vier Iapetos-Söhne

507–616: genealogischer Ausgangspunkt, verschiedene Strafen, Opferteilung, Feuer und erste Frau.

Historische englische Übersetzung, digital bei Theoi.

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Überlieferter Text

Bibliotheke des Pseudo-Apollodor

Werkbezeichnung für die mythographische Sammlung. In diesem Museum sind nur ausgewählte Ausschnitte erschlossen; die einzelnen Editionsdatensätze benennen die tatsächlich gelesenen Stellen.

Antike mythographische Zusammenstellung; genaue Entstehungszeit und Autorschaft aus dieser Lektüre nicht bestimmt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Bibliotheke 1 nach Frazer: Iapetos-Söhne und Namensvetter

1.2.3, 1.7.1 und 1.9.16: genealogische Variante, Menschenformung, Menoitios Sohn des Actor.

Historische englische Übersetzung, digital bei Theoi.

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Griechische Genealogiedichtung und spätere Mythografie
Verwendeter Ausschnitt
Theogonie 507–520; Bibliotheke 1.2.3 und 1.9.16.
  1. Theogonie 507–616: Iapetos-Söhne, Opferteilung, Feuer und erste Frau

    Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung Hugh G. Evelyn-White · Antike Dichtung; historische englische Übersetzung 1914

    507–616: Iapetos und Klymene als Eltern; Menoitios' Sturz, Atlas' Himmelslast, Prometheus' Fesselung und Herakles' Befreiung, Mecone-Opferteilung, Feuerentzug und Feuerraub, Herstellung der ersten Frau und ihre Folgen. Die einzelnen Handlungen je Sohn getrennt gelesen.

    Historische Übersetzung ohne griechische Kollation. Zeus erkennt laut Text den Opfertrick; Prometheus' Verhältnis zu den Menschen nicht zu modernem einheitlichem Schöpfermythos glätten. Theogonie schildert nicht das Öffnen von Pandoras Gefäß wie Werke und Tage. Abgerufen am 2026-09-29.

  2. Bibliotheke 1.2.3, 1.7.1 und 1.9.16: vier Söhne, Menschenformung und anderer Menoitios

    Pseudo-Apollodor; englische Übersetzung James G. Frazer · Antike mythografische Sammlung; englische Übersetzung 1921

    1.2.3: Iapetos und Asia, Atlas, Prometheus, Epimetheus, Menoitios und Zeus' Schlag gegen letzteren; 1.7.1: Prometheus formt Menschen aus Erde und Wasser, Feuerraub, Kaukasos, Adler und Herakles; 1.9.16: ein Menoitios, Sohn des Actor, in der Argonautenliste. Diese beiden Menoitioi nicht gleichsetzen.

    Spätere Mythografie ist keine Fortsetzung Hesiods. Asia statt Klymene als Mutter und die explizite Menschenformung sind eigene Angaben. Der Argonaut ist anhand des Vaters Actor von Iapetos' Sohn zu trennen. Historische Übersetzung ohne griechische Kollation. Abgerufen am 2026-09-29.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-29. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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