Zum Museumsinhalt
MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Die vier Taucher von Joolundoo

Gundhareen, Goonarring, Goolagwangwan und Billagoola handeln nacheinander. Unerreichter Grund, abgelehnte Fische und ein Stück Fleisch sind verschiedene Ergebnisse.

3–4 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Vier Zeilen nennen Gundhareen, Goonarring, Goolagwangwan und Billagoola nacheinander. Ihre Ergebnisse unterscheiden unerreichten Grund, zurückgewiesene Fische und das schließlich erhaltene Stück Fleisch.

Vier eigene Rollen statt eines anonymen Helferkollektivs

1 · Gundhareen

black duck im englischen Text. Erreicht den Grund nicht. Kein Beleg für fehlende Bereitschaft.

Zur benannten Quelle

2 · Goonarring

wood duck im englischen Text. Versucht es ebenfalls erfolglos. Eigene benannte Gestalt.

Zur benannten Quelle

3 · Goolagwangwan

diver im englischen Text. Bringt zunächst einen kleinen, dann einen größeren Fisch. Mirrigan weist beide zurück.

Zur benannten Quelle

4 · Billagoola

shag im englischen Text. Erreicht den großen Fisch, kann ihn nicht lösen und bringt ein abgerissenes Stück Fleisch.

Zur benannten Quelle

Eigene quellengenaue Vergleichsgrafik zum Mathews-Text, englischer Nachdruck 2007,S. 136. Keine Tierporträts, Tauchtiefenmessung oder zusätzliche Handlung erfunden. Grafik vergrößern Textgrundlage

Ein Auftrag, verschiedene Ergebnisse

Mirrigan bittet seine Freunde um ihre besten Taucher, weil Gurangatch in einem sehr tiefen Wasserloch Schutz sucht. Mathews nennt vier Beteiligte. Ihre Reihenfolge und ihre unterschiedlichen Ergebnisse erklären, wie aus dem Wunsch des Jägers ein tatsächlicher Zugriff wird.

Nachlesen: [1] S. 135–136

Gundhareen: Der Grund bleibt unerreichbar

Gundhareen wird als black duck bezeichnet. Er geht zuerst hinunter, kehrt jedoch zurück und berichtet, den Grund nicht erreicht zu haben. Ein Versuch ist hier eine eigenständige Handlung, auch wenn er die Beute nicht liefert. Der Text nennt dafür keine fehlende Bereitschaft oder moralische Schwäche.

Goonarring: Ein zweiter erfolgloser Versuch

Goonarring, die wood duck, versucht es als Nächster und bleibt ebenfalls erfolglos. Die zweite Ente wird ausdrücklich benannt. Sie ist kein weiterer Name für Gundhareen. Aus den englischen Tierbezeichnungen wird hier keine ungesicherte zoologische Artbestimmung abgeleitet.

Goolagwangwan: Er findet etwas, aber nicht das Verlangte

Der als diver bezeichnete Goolagwangwan holt zunächst einen kleinen oder jungen Gurangatch herauf. Mirrigan weist ihn zurück. Auch ein zweiter, größerer Fisch genügt ihm nicht. Der Taucher scheitert also nicht einfach am Hinabtauchen: Seine tatsächliche Leistung passt nicht zum Anspruch des Auftraggebers.

Billagoola: Der letzte Zugriff

Billagoola, die Scharbe, findet den großen Fisch, den kleinere Fische mit Schlamm zu bedecken versuchen. Kopf und Schwanz sitzen in Felsspalten fest. Billagoola kann ihn nicht herausziehen, reißt aber ein großes Stück Fleisch ab und bringt es nach oben. Erst damit erhält Mirrigan etwas, das er als seine gesuchte Beute anerkennt.

Diese Schlusshandlung erzählt eine Verletzung und das anschließende Mahl. Sie begründet keine vom Text nicht ausgesprochene Tötung. Alle vier Helfer erhalten hier Teilprofile auf derselben Seite, weil erst der Vergleich ihre verschiedenen Rollen sichtbar macht.

Weiterdenken

Warum sind die vier Helfer keine austauschbare Gruppe?

Die Figur in ihren Quellen

Billagoola

Scharbe; holt ein Stück Fleisch herauf. Rollenfall in Mathews’ überlieferter Fassung.

Belegstelle im bezeichneten Text
S. 136

Die Figur in ihren Quellen

Goolagwangwan

Taucher; bringt kleinere Fische herauf, die Mirrigan ablehnt. Rollenfall in Mathews’ überlieferter Fassung.

Belegstelle im bezeichneten Text
S. 136

Die Figur in ihren Quellen

Gundhareen

Black duck; erreicht den Grund nicht. Rollenfall in Mathews’ überlieferter Fassung.

Belegstelle im bezeichneten Text
S. 136

Die Figur in ihren Quellen

Goonarring

Wood duck; zweiter erfolgloser Tauchversuch. Rollenfall in Mathews’ überlieferter Fassung.

Belegstelle im bezeichneten Text
S. 136

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Some Mythology of the Gundungurra Tribe, New South Wales

Historische englische Erzählaufzeichnung von R. H. Mathews nach Gundungurra-Auskunft; historische Vermittlung, keine heutige autorisierte Gesamtfassung.

1908, Zeitschrift für Ethnologie 40, S. 203–206; hier gelesen im Nachdruck 2007, S. 133–137.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Some Mythology… im Sammelband Culture in Translation, 2007

Tatsächlich gelesener Nachdruck des englischen Texts von 1908 mit unterscheidbaren Endnoten. Kein neuer deutscher Übersetzungstext und keine Kollation des Originaldrucks.

ANU Press 2007; gedruckte S. 133–137, fünfseitiger Kapitel-PDF.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Verwendeter Ausschnitt
Vier quellengebundene Teilprofile aus dem benannten historischen Text; englische Tierbezeichnungen ohne spekulative Artidentifikation. Keine zusätzlichen Namen oder Abenteuer ergänzt.
  1. Some Mythology of the Gundungurra Tribe, New South Wales

    R. H. Mathews; Nachdruck herausgegeben von Martin Thomas, 2007

    Vollständige fünf PDF-Seiten, gedruckte S. 133–137, Erzähltext und Endnoten.

    Englische Aufzeichnung von 1908, gelesen im Nachdruck 2007. Kein Originaldruck oder Gundungurra-Sprachmitschnitt; moderne Anmerkungen bleiben unterscheidbar. Abgerufen am 2026-10-15.

  2. Introduction: Mythology, Culture in Translation

    Martin Thomas

    Vollständige acht PDF-Seiten, gedruckte S. 125–132 samt Endnoten.

    Die Einleitung und ihre Endnoten, kein vollständiger Sammelband. Die allgemeine Editionskritik beweist keine beliebige Einzelkorrektur einer Erzählstelle. Abgerufen am 2026-10-15.

  3. Note on Text, Culture in Translation

    Martin Thomas, Mathilde de Hauteclocque, Christine Winter

    Vollständige zwei PDF-Seiten, gedruckte xiii–xiv.

    Allgemeine Editionspolitik. Daraus wird keine andere Originalsprache des englisch veröffentlichten Mythologietextes abgeleitet. Abgerufen am 2026-10-15.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-15. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

Eine Korrektur oder ein kulturelles Anliegen melden · Bitte den Titel oder die Seitenadresse nennen.