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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Chaac: Regenfigur, Mehrzahl und menschliche Helfer

Welche Beteiligten verbergen sich hinter ähnlichen Schreibungen?

4 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Bemalter Maya-Teller mit zentraler Figur, umlaufenden Bild- und Schriftregistern.
Plate with the god Chahk, 600-800 CE. The Metropolitan Museum of Art, 2021.320. Gift of the Mol Collection, 2021. Foto: The Metropolitan Museum of Art, Open Access/CC0. Der Katalog identifiziert Chak-Xib-Chahk; das konkrete Objekt ersetzt weder alle Regenmächte noch die menschlichen Helferrollen im Landa-Bericht. Originalmaster unverändert; Webansichten nur proportional verkleinert. Bildnachweis Bildlizenz

Göttliche Chaces in der beschriebenen Mehrzahl

Landas Festbericht nennt Chaces im Plural als Mächte der Maisfelder. Eine jährliche Tempelerneuerung umfasst die Erneuerung von Bildern und Räuchergeräten. In einem weiteren Fenster werden sie angerufen, um einen guten Jahresverlauf zu erhoffen. Der Zusammenhang ist Versorgung durch Anbau, nicht die vollständige Biografie einer einzigen Wetterperson.

Vier menschliche chaces als eigene Helfergruppe

Bei einer von Landa als Taufe beschriebenen Handlung wählt man vier alte, angesehene Männer, die dem Priester helfen. Der Text nennt auch sie chaces. Sie sitzen an den vier Ecken und halten eine Schnur um die Teilnehmenden. Die gleiche ähnliche Bezeichnung bezeichnet hier menschliche Rollen. Sie erzeugt keinen Nachweis von vier persönlich anwesenden Gottheiten.

Chak-Xib-Chahk auf dem benannten Teller

Auf dem Met-Teller 2021.320, 600–800 n.Chr., identifiziert Doyle Chak-Xib-Chahk als Protagonisten. Wasserregister, Schrift und verzweigte Gestalt gehören zum Bild; andere Namen sind teils erodiert oder vorsichtig gelesen. Der einzelne Gegenstand trägt einen bestimmten Namen, ohne alle Pluralformen des späteren Berichts zu ersetzen.

Ein Kopf lässt auch Mischmerkmale zu

Der Katalog des Kalksteinkopfs 1978.412.24 aus Chichén Itzá verbindet viele Merkmale mit Chahk. Linien unter den Augen können zugleich einen Sonnenaspekt anzeigen. Die präzise Identität bleibt qualifiziert. Ein Museumstitel ist daher kein Grund, jedes erhaltene Merkmal zu einer einzigen ausschließlichen Zuständigkeit zu erklären.

Die Schreibung folgt dem einzelnen Zugang

Der heutige Ausstellungsführer erläutert Chahk anhand von Namenszeichen und der ergänzenden Silbe ki. Dieses Profil verwendet Chaac als ursprünglichen Inventarnamen, zeigt aber die jeweilige Text- oder Objektbezeichnung. Buchstabenähnlichkeit ersetzt weder die Sprachgeschichte noch den unterschiedlichen Nachweis der dargestellten Rolle.

Ein Bericht aus einem kolonialen Verhältnis

Landa beschreibt die Schriftbücher als Träger älterer Geschichte und von Wissen. Auf derselben Seite berichtet er, dass solche Bücher wegen der von ihm abgelehnten Religion verbrannt wurden und die Betroffenen darunter litten. Bewahrung von Angaben und gewaltsame Zerstörung ihrer Überlieferung gehören zum selben Quellenverhältnis.

Der Druck von 1864 setzt spanischen Text, französische Übersetzung und spätere Noten nebeneinander. Wir verwenden benannte spanische Stellen und kennzeichnen die Kommentare. Eine historische Zuschreibung zu Medizin oder Vorhersage wird dadurch nicht zur heutigen Behandlungsempfehlung oder erwiesenen Zukunftskenntnis.

Ein zweites eigenes Regenbild

Historischer skulptierter Maya-Kopf, im Museumskatalog als Kopf eines Regengottes bezeichnet.
Head of a Rain God, 10th–11th century. The Metropolitan Museum of Art, 1978.412.24. The Michael C. Rockefeller Memorial Collection, Gift of Nelson A. Rockefeller, 1963. Foto: The Metropolitan Museum of Art, Open Access/CC0. Ein eigenes historisches Objekt mit eigenem Katalograhmen; keine automatisch identische Szene mit dem bemalten Teller. Originalmaster unverändert; Webansichten nur proportional verkleinert. Bildnachweis Bildlizenz

Die Figur in ihren Quellen

Chaac

Inventarnamen Chaac, historische göttliche Mehrzahl und menschliche chaces unterschieden; Objekt-Chahk-Rollen einzeln benannt.

Benannte Fassung
Genaue PDF-/Druck- und Objektnummern in den Profilabschnitten

Gruppe im Quellenbezug

Göttliche Chaces im Landa-Bericht

Eigene göttlich bezeichnete Mehrzahl im benannten Fest-/Maisfeldzusammenhang. Die eigene Gruppe ist keine einzelne Gottheit Chaac und nicht die vier menschlichen Helfer einer anderen Stelle.

Benannte Fassung
Spanischer Haupttext S.242/PDF 365 und 256/PDF 379

Gruppe im Quellenbezug

Vier menschliche chaces im Landa-Bericht

Vier ausgewählte ältere Menschen helfen in der beschriebenen Handlung, sitzen an Ecken und halten eine Schnur. Menschliche Gruppenrolle trotz ähnlicher Bezeichnung; keine vier identifizierten Gottheiten oder erfundenen Personennamen.

Benannte Fassung
Spanischer Haupttext S.146/148, PDF 269/271

Die Figur in ihren Quellen

Chak-Xib-Chahk auf dem Teller 2021.320

Konkrete Katalogidentifizierung des Protagonisten auf einem bestimmten Bildträger, mit Namen-/Wasserbezug. Eigenes objektbezogenes Teilprofil, nicht sämtliche Regenmächte oder eine beliebige Landa-Festhandlung.

Benannte Fassung
Met, Objekt 718242/Inventar 2021.320, benannter Katalogkommentar

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Relación de las cosas de Yucatán

Historischer spanischer Text im Sammeldruck 1864 mit gegenüberliegender französischer Übersetzung und Herausgebernoten. Die hier verwendeten spanischen Fenster sind einzeln begrenzt.

Alter des berichteten Motivs, koloniale Niederschrift und Druckjahr 1864 getrennt.

Sprache: Spanisch; yukatekische Namen historisch vermittelt

Benutzte Ausgabe

Relación de las cosas de Yucatán: ausgewählte Seiten im Sammeldruck 1864

Historischer spanischer Text im Sammeldruck 1864 mit gegenüberliegender französischer Übersetzung und Herausgebernoten. Die hier verwendeten spanischen Fenster sind einzeln begrenzt.

Brasseur de Bourbourg 1864; benannte PDF-/Druckstellen im Lesebeleg.

Sprache: Spanischer Haupttext; französische Übersetzung und Noten gesondert

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte yukatekische Kolonialtexte und konkrete klassische/postklassische Maya-Bildwerke, getrennte heutige Interpretationen
Verwendeter Ausschnitt
Landa und Lizana im1864-Druck, begrenzte Seiten; Tremain2013 als eigenes Forschungsargument; aktuelle Met-Kataloge als spezifische Objektinterpretationen.
  1. Landa: benannte yukatekische Rollen im spanischen Druck

    Diego de Landa; Ausgabe und französische Übersetzung Charles-Étienne Brasseur de Bourbourg · 1864, Paris: Auguste Durand; koloniales Werk16.Jahrhundert

    Ausgewählte spanische Hauptseiten 34/36/38,40/42,146/148,216/226,242/256,284/286/288/290,298/300/302,316 vollständig gelesen, samt dort sichtbaren historischen Noten. Deutsche Zusammenfassung vorwiegend aus dem spanischen Haupttext.

    Keine Ganzlektüre des 647 seitigen Sammeldrucks. Französische gegenüberliegende Seiten teilweise mitgelesen, nicht vollständig kollationiert. Unvollständige OCR durch fünf tatsächliche Scanseiten geprüft; historische Schreibungen und Übersetzeranmerkungen getrennt. Missionsurteile und beschriebene Medizin werden nicht als heutige Aussagen übernommen. Abgerufen am 2026-10-14.

  2. Teller mit Chahk: Schriftname, Verzweigung und Wasser

    James A. Doyle, The Metropolitan Museum of Art · 2019Katalogtext; Objekt600–800n.Chr.,2021.320

    Vollständigen Objekttext und Metadaten gelesen; tatsächliches Foto des Tellers 2021.320 ganz in verkleinerter Ansicht betrachtet.

    Keine eigene Glyphenentschlüsselung. Erhaltene, unsichere und erodierte Namensstellen bleiben unterscheidbar. Die Bildrechte wurden für dieses konkrete Objekt als gemeinfrei geprüft. Abgerufen am 2026-10-14.

  3. Regenkopf aus Chichén Itzá: mehrere Bildaspekte

    James A. Doyle, The Metropolitan Museum of Art · Undatierter Katalogtext; Objekt10.–11.Jahrhundert,1978.412.24

    Vollständigen Objekttext und Metadaten gelesen; tatsächliches Foto des Regenkopfes 1978.412.24 ganz in verkleinerter Ansicht betrachtet.

    Regenzuordnung und mögliche Sonnenaspekte bleiben Kataloginterpretationen. Fundort Haus 5 C 3 nach Bericht des Katalogs, keine eigene Grabungsaktenprüfung. Mischmerkmale ergeben nicht automatisch eine neue Figur. Abgerufen am 2026-10-14.

  4. Lives of the Gods: getrennte Maya-Bildrollen und Schriftfragen

    The Metropolitan Museum of Art, Ausstellungsvermittlung · Undatierte digitale Ausstellungsvermittlung; aktueller Abruf2026-10-14

    Einleitung sowie Abschnitte zur Itzamnaaj-Namensfrage, zu Tag und Sonne, Nacht und Regen gelesen.

    Ausgewählte Abschnitte, nicht der gesamte Ausstellungsführer. Heutige museale Interpretation, keine Stimme aller Maya. Unsichere Namenslesungen und unterschiedliche Zeiträume bleiben sichtbar. Nicht zugängliche Leihobjekttexte und Bilder wurden nicht verwendet. Abgerufen am 2026-10-14.

  5. The Met: Open Access und CC 0 für freigegebene Bilder

    The Metropolitan Museum of Art · Aktuelle institutionelle Open-Access-Regel, am 1. Oktober 2026 geprüft

    Abschnitte Policy, Open Access policy und Access images of artworks in the public domain.

    Nur die tatsächlich gelesene institutionelle Regel. Freigabe immer am einzelnen Objekt/API geprüft; nicht auf beliebige Museumsfotos übertragen. Abgerufen am 2026-10-01.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-14. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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