Ein Weihender nennt seine Herkunft
Peregrinus, Sohn des Secundus, bezeichnet sich auf einem Altar aus Bath als civis Trever: als Angehöriger der Treverer. Seine Weihung richtet sich an Loucetius Mars und Nemetona. Er erfüllt damit ein Gelübde. Ein eigener Herkunftshinweis und zwei Götterbezeichnungen stehen im selben kurzen Text.
Das Objekt wurde 1753 im unteren Teil der Stall Street gefunden; sein oberer Abschluss ist abgebrochen. Der Katalog nennt keine genaue antike Datierung. Der Fundzeitpunkt datiert die Weihung nicht; eine konkrete Reise des Peregrinus ist damit ebenfalls nicht belegt.
Eine Endung hält die Frage offen
Die Edition liest Nemetona. Der Kommentar überliefert zwei Erklärungen der Endung: eine ungewöhnliche Dativform oder einen Fehler bei der Ausführung der Inschrift. Wir bewahren die Lesung und unterscheiden sie von ihrer grammatischen Erklärung. Ein modernes Wörterbuchstichwort kann diese Einzelheit leicht verdecken.
Der Kommentar nennt als Vergleich gemeinsame Verehrung am Rhein. Der Hinweis ist zunächst ein Vergleich des Kommentars. Die später in einem eigenen Abschnitt gelesene Altriper Weihung ist als CF-GeS-1035 / CIL XIII 6131 gesondert dokumentiert. Aus dem Paar auf diesem Altar folgt weder eine überall gleiche Ehebeziehung noch ein vollständiger Aufgabenbereich Nemetonas.
Was diese kurze Quellenstation trägt
Nemetona erhält einen eigenen Zugang, weil ihre Benennung an einem konkreten historischen Träger untersucht werden kann. Wir können Empfängerin, Mitadressaten und Weihenden unterscheiden. Eine Kindheit, eine Erzählfolge oder ein irischer Lebenslauf stehen dort nicht.
Lies die Formel einmal aus Sicht des Weihenden: Was möchte er über sich festhalten? Und was erfahren wir gerade deshalb nicht über die Göttin? Diese Verschiebung macht eine knappe Inschrift ergiebig, ohne ihren Umfang künstlich zu verlängern.
Kontinentale Weihungen verändern den Vergleich
Die Bronzetafel aus Ober-Olm nennt Nemetona als einzige göttliche Adressatin. Aulus Didius Gallus Fabricius Veiento führt seine Ämter auf; Attica wird als Mitweihende genannt. Der Apparat zeigt, dass eine ausdrückliche Bezeichnung als Ehefrau teils ergänzt worden ist. Die sichtbare Form Attica eius wird deshalb nicht still durch eine sichere Familienangabe ersetzt.
Der Weihstein aus Altrip nennt dagegen Mars und Nemetona gemeinsam. Silvinius Iustus und Silvinius Dubitatus erfüllen das Gelübde; der Korpus hält ihre Brüderschaft nur für wahrscheinlich. Zusammen mit Bath zeigen diese Belege unterschiedliche lokale Anreden. Sie geben keine universelle Ehe oder überall gleiche Kultordnung vor.
Namen und Rollen im Quellenfenster
Die Einträge gehören zu den jeweils genannten Quellenstellen. Eine gemeinsame Liste macht sie weder zu derselben Gestalt noch zu Mitgliedern eines einheitlichen Pantheons. Die Bezeichnungen sind redaktionelle Lesebezeichnungen; originale Schreibungen und Ergänzungen werden im Haupttext eigens erklärt.
8 getrennte Namens- und Rollenbezüge ansehen
| Name oder Bezeichnung | Rolle in diesem Zusammenhang | Einordnung |
|---|---|---|
| Peregrinus | Weihender mit der Selbstbezeichnung civis Trever. | Menschlicher Personenbezug |
| Secundus | Als Vater des Peregrinus genannt; keine eigene Reisegeschichte belegt. | Menschlicher Personenbezug |
| Loucetio Marti | Konkrete göttliche Mitadressierung neben Nemetona; keine überall gleiche Familienbeziehung. | Göttliche Anrede oder Zuordnung |
| Aulus Didius Gallus Fabricius Veiento | Weihender mit Ämternennung. | Menschlicher Personenbezug |
| Attica | Mitweihende; die ergänzte Ehefrauenbezeichnung wird nicht als sicher erhalten ausgegeben. | Menschlicher Personenbezug |
| Silvinius Iustus | Einer von zwei Weihenden. | Menschlicher Personenbezug |
| Silvinius Dubitatus | Zweiter Weihender; eine Brüderschaft hält der Korpus nur für wahrscheinlich. | Menschlicher Personenbezug |
| Marti et Nemetonae | Gemeinsame Anrede in Altrip; in Ober-Olm ist Nemetona dagegen allein genannt. | Göttliche Anrede oder Zuordnung |
Die Figur in ihren Quellen
Nemetona
Eigene Empfängerin neben Loucetius Mars; auffällige Endung und Forschungsalternativen erhalten.
Bath: gemeinsame Anrede
RIB 140, Zeile 6
Namen in der Quelle
Weitere Namen und Rollen bei Nemetona
Redaktioneller Zugang zu getrennten Namen in den bezeichneten Quellenfenstern. Die Einträge sind keine Aliase und bilden keine antike Gruppe oder Götterordnung. Menschen, Lesefragen, Erzählfiguren und spätere Zuschreibungen behalten ihre jeweiligen Rollen.
Abgegrenzte Quellenfenster
Die nachstehend bezeichneten Inschriften-, Katalog-, Fach- oder Erzählstellen; keine Vollinventur aller Überlieferungen.
Quellenarten unterscheiden
Texte, Objekte und moderne Zugänge
Antike Inschrift
Antike Inschrift RIB 140
Historischer Inschriftentext an einem konkret katalogisierten Gegenstand; moderne Edition und Objektansicht bleiben unterschiedliche Zugänge.
Undatierte römische Weihung; gefunden 1753, kein antikes Datum daraus abgeleitet.
Sprache oder Dokumentationsform: Latein
Benutzte Ausgabe
RIB Online 140: gelesener Editionsstand
Objekt-/Fundangaben, Edition und diplomatische Wiedergabe, Übersetzung, Apparat zur Lesung Loucetio und vollständigen kurzen Kommentar zur Endung Nemetona und zur gemeinsamen Verehrung gelesen. Bibliografie nur als Nachweisapparat gesehen, die dort genannten Werke nicht gelesen. Keine Übernahme der modernen englischen Übersetzung als Volltext und keine eigene Autopsie.
Digitaler Abrufstand 2026-10-16
Sprache oder Dokumentationsform: Lateinische Edition mit englischer Übersetzung; eigene deutsche Paraphrase im Museum
Moderner Dokumentations- oder Fachzugang
CF-GeS-1034: Nemetona auf einer Bronzetafel aus Ober-Olm
Ganze Edition, Apparat, Objekt-/Fundfelder und Kommentare gelesen; Attica eius und spätere ergänzte Verwandtschaftsangaben unterschieden. Kritische Korpusangaben eigenständig paraphrasiert, keine eigene Stein-/Fotolesung. Bibliografische Verweise nicht als gelesene Werke gezählt. Datensatz CC BY-NC 4.0; keine kommerzielle Bildfreigabe daraus abgeleitet und keine Fotos übernommen. Der Namenskommentar erklärt selbst, keinen eigenen sprachwissenschaftlichen Beitrag zu leisten.
Digitale Fassung 2024; historische Objekt-/Fundangaben im Eintrag.
Sprache oder Dokumentationsform: Deutsch mit lateinischer Edition
Moderner Dokumentations- oder Fachzugang
CF-GeS-1035: Mars und Nemetona aus Altrip
Ganze Edition, Apparat, Objekt-/Fundfelder und Kommentare gelesen; vermutete Brüderschaft der Weihenden als Interpretation erfasst. Kritische Korpusangaben eigenständig paraphrasiert, keine eigene Stein-/Fotolesung. Bibliografische Verweise nicht als gelesene Werke gezählt. Datensatz CC BY-NC 4.0; keine kommerzielle Bildfreigabe daraus abgeleitet und keine Fotos übernommen. Der Namenskommentar erklärt selbst, keinen eigenen sprachwissenschaftlichen Beitrag zu leisten.
Digitale Fassung 2024; historische Objekt-/Fundangaben im Eintrag.
Sprache oder Dokumentationsform: Deutsch mit lateinischer Edition
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Nemetona im konkreten römisch-britannischen Weihkontext; Herkunftsbezug des Stifters zum Treverergebiet
- Verwendeter Ausschnitt
- RIB 140: vollständige kritische Edition samt kurzem Kommentar; keine neue Autopsie.
- RIB 140: Weihaltar für Loucetius Mars und Nemetona
Roman Inscriptions of Britain Online, kritische digitale Edition · Undatierte römische Weihung; gefunden 1753, kein antikes Datum daraus abgeleitet.
Objekt-/Fundangaben, Edition und diplomatische Wiedergabe, Übersetzung, Apparat zur Lesung Loucetio und vollständigen kurzen Kommentar zur Endung Nemetona und zur gemeinsamen Verehrung gelesen. Bibliografie nur als Nachweisapparat gesehen, die dort genannten Werke nicht gelesen.
Keine eigene Autopsie oder Fotolesung. Nemetona bleibt die belegte Form; die grammatischen Erklärungen sind referierte Forschungsvorschläge. Der Kommentar allein ersetzt keine zweite Inschrift. Der dort genannte Altriper Beleg CIL XIII 6131 wurde inzwischen separat als CF-GeS-1035 gelesen und wird im eigenen Vergleichsabschnitt behandelt. Abgerufen am 2026-10-16.
- CF-GeS-1034: Nemetona auf einer Bronzetafel aus Ober-Olm
Corpus F.E.R.C.AN.; Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Antike · Digitale Fassung 2024; historische Objekt-/Fundangaben im Eintrag.
Ganze Edition, Apparat, Objekt-/Fundfelder und Kommentare gelesen; Attica eius und spätere ergänzte Verwandtschaftsangaben unterschieden.
Kritische Korpusangaben eigenständig paraphrasiert, keine eigene Stein-/Fotolesung. Bibliografische Verweise nicht als gelesene Werke gezählt. Datensatz CC BY-NC 4.0; keine kommerzielle Bildfreigabe daraus abgeleitet und keine Fotos übernommen. Der Namenskommentar erklärt selbst, keinen eigenen sprachwissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Abgerufen am 2026-10-16.
- CF-GeS-1035: Mars und Nemetona aus Altrip
Corpus F.E.R.C.AN.; Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Antike · Digitale Fassung 2024; historische Objekt-/Fundangaben im Eintrag.
Ganze Edition, Apparat, Objekt-/Fundfelder und Kommentare gelesen; vermutete Brüderschaft der Weihenden als Interpretation erfasst.
Kritische Korpusangaben eigenständig paraphrasiert, keine eigene Stein-/Fotolesung. Bibliografische Verweise nicht als gelesene Werke gezählt. Datensatz CC BY-NC 4.0; keine kommerzielle Bildfreigabe daraus abgeleitet und keine Fotos übernommen. Der Namenskommentar erklärt selbst, keinen eigenen sprachwissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Abgerufen am 2026-10-16.
- RIB 144: Weihaltar für Sulis: Lemnus und Maximus
Roman Inscriptions of Britain Online, kritische digitale Edition · Undatierte römische Weihung; laut Katalog in oder kurz vor 1792 gefunden.
Objekt-/Fundangaben, ganze Edition und diplomatische Wiedergabe, Übersetzung und kurzen Namenskommentar gelesen. Bibliografie gesehen; kein weiteres CIL-/Museumsobjekt kollationiert.
Lateinischer Text durch kritische Edition erschlossen; keine eigene Lesung des Steins. Ergänzte Buchstaben und aufgelöste Abkürzungen werden nicht als unverletzter Oberflächenbefund ausgegeben. Die Bitte um Wohlergehen beweist keine erfolgreiche Heilung. Abgerufen am 2026-10-16.
- RIB 146: Weihaltar für Sulis Minerva und die numina der Kaiser
Roman Inscriptions of Britain Online, kritische digitale Edition · Römische Weihung; Kommentar nennt Marcus Aurelius/Verus 161–169 oder ein späteres Kaiserpaar, kein genaues Jahr gesichert.
Objekt-/Fundangaben, ganze Edition, diplomatische Wiedergabe und Übersetzung sowie vollständigen kurzen Kommentar zum Kaiserpaar gelesen. Bibliografische Einträge nur gesehen.
Fund 1809 und antike Weihung getrennt. Die Verbindung Sulis Minerva ist konkret belegt; keine zeitlose Identität sämtlicher Minerva-Kulte abgeleitet. Keine unabhängige Neubestimmung des Kaiserpaars und keine eigene Museums-/Bildautopsie. Abgerufen am 2026-10-16.
- CF-GeS-1114: Sirona, Bronzetafel C 546
Corpus F.E.R.C.AN.; Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Antike · Digitale Fassung 2024; historische Objekt-/Fundangaben im Eintrag.
Ganze Edition, Apparat, Objekt-/Fundfelder und Kommentare gelesen; Fundort ausdrücklich nicht abschließend geklärt. Korpusautopsie 6. November 2023, keine eigene Autopsie.
Kritische Korpusangaben eigenständig paraphrasiert, keine eigene Stein-/Fotolesung. Bibliografische Verweise nicht als gelesene Werke gezählt. Datensatz CC BY-NC 4.0; keine kommerzielle Bildfreigabe daraus abgeleitet und keine Fotos übernommen. Der Namenskommentar erklärt selbst, keinen eigenen sprachwissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Abgerufen am 2026-10-16.
- CF-GeS-1023: Apollo und Sirona aus Nierstein
Corpus F.E.R.C.AN.; Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Antike · Digitale Fassung 2024; historische Objekt-/Fundangaben im Eintrag.
Ganze Edition, Apparat, Objekt-/Fundfelder und Kommentare gelesen; nachgezogene Schrift, moderne Reparatur und non vidimus / EDH-Grundlage erfasst.
Kritische Korpusangaben eigenständig paraphrasiert, keine eigene Stein-/Fotolesung. Bibliografische Verweise nicht als gelesene Werke gezählt. Datensatz CC BY-NC 4.0; keine kommerzielle Bildfreigabe daraus abgeleitet und keine Fotos übernommen. Der Namenskommentar erklärt selbst, keinen eigenen sprachwissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Abgerufen am 2026-10-16.
- Altar für Apollo Grannus aus Oberfinningen, Lupa 6425
Friederike Harl; Ubi Erat Lupa · Katalogdatierung 100–200 n. Chr.; vor 1822 am Kirchturm eingemauert belegt.
Gesamten kurzen Eintrag mit Inschrift, Fund-/Aufbewahrungsangaben, Inventarnummer, Datierung, Referenzen und Foto-Rechtehinweis gelesen.
Lateinische Auflösung durch Katalog vermittelt; keine eigene Fotolesung und keine unabhängige CIL-/EDH-Kollation. Keine Heilquelle am ursprünglichen Aufstellungsort aus der Wiederverwendung am Kirchturm erfunden. Foto ©Ortolf Harl, nicht zur Übernahme freigegeben. Abgerufen am 2026-10-16.
- Belinus: Weihaltar aus Aquileia, Inv. 1911, Lupa 18652
Friederike Harl; Ubi Erat Lupa · Katalogdatierung 1–50 n. Chr.; Eintrag 9. Juni 2020 aktualisiert.
Vollständigen kurzen Datensatz mit Inschrift, Fundjahr/-stelle, Material, Erhaltung, Verwahrung und Bibliografie-/Rechtefeldern gelesen.
Konkrete ausgeschriebene Form Belino nach Katalogedition, keine eigene Buchstabenautopsie. Bibliografische Referenzen nur gesehen, nicht selbst kollationiert. Foto ©Ortolf Harl / Soprintendenza nicht übernommen. Abgerufen am 2026-10-16.
- Aquis Bormonis: Tabula Peutingeriana und Borvo/Bormo-Weihungen
Andreas Hofeneder, Die Religion der Kelten in den antiken literarischen Zeugnissen III · 2011; Abschnitt 126 T 2, Druck S. 425–426.
PDF 2–3 / Druck 425–426 gelesen, für Borvo Abschnitt 126 T 2 samt Fußnoten 2438–2442 ausgewertet. PDF 3 zusätzlich nativ betrachtet, besonders die CIL-Zitate in Fußnote 2442.
Tabula-Ortsidentifizierung nach Fachkommentar, keine eigene Kartenauswertung. CIL XIII 2805–2808 nur in den hier zitierten Auszügen, keine unabhängige Originaledition gelesen. Autor/Werkzuordnung zusätzlich anhand offizieller KU-Bibliografie identifiziert; nicht aus einer fehlenden PDF-Titelseite abgeleitet. Abgerufen am 2026-10-16.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-16. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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