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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Weitere Frauen und Kinder: Wissen und Gegenwehr

Welche Handlungen verschwinden hinter den Namen der mächtigen Figuren?

7–8 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Eine gemalte Frau weist vom Maisfeld auf den Wasserbedarf; ein Mann steht am schmalen Kanal. Puma, Fuchs, Schlange und zwei Vögel begleiten die Kanalarbeit am Berghang.
Freie heutige KI-Illustration zum Huarochirí-Manuskript, Kapitel 6 nach Arguedas 1966: Chuquisuso fordert Bewässerung und einen größeren Kanal aus Cocochalla; Tierrollen tragen die gemeinsame Arbeit. Die Darstellung wählt diesen Handlungsausschnitt aus der benannten Cupara-Folge. Aussehen, Kleidung, Tiere, Bauform und Geografie sind Bilddeutung, keine vermessene Ansicht oder heutige Ritualaufnahme. Die zuvor verschärfte Knappheit und die sexuelle Forderung Pariacacas bleiben im Text benannt; das Bild zeigt kein bedingungsloses männliches Geschenk. Textgrundlage

Cavillacas Kind

Das krabbelnde Kind findet den Vater und wird mit Cavillaca zu Stein. Arguedas nennt bei Geburt und Versteinerung eine Tochter; Ávila/Markham einen Jungen. Ein gemeinsamer Quellenrollenfall hält die Übersetzungsabweichung fest. Kein zweites Kind wird daraus erfunden.

Urpayhuachac

Pachacamacs Partnerin und Mutter zweier Töchter besucht Cavillaca im Meer, besitzt den zunächst einzigen Fischteich und verfolgt Cuniraya. Kapitel 10/13 führt ähnliche Namensformen unter den Schwestern; diese kapitelbezogene Verbindung bleibt ein eigener Vergleich, keine automatisch zusammengefügte Biografie.

Pachacamacs ältere Tochter

Arguedas beschreibt eine Schlafsituation der älteren Tochter; Ávilas Bericht in Markhams Übersetzung nennt ausdrücklich sexuellen Verkehr. Keine dieser Angaben belegt ihre Zustimmung. Die Tochter bleibt unbenannt und von ihrer Schwester unterschieden.

Pachacamacs jüngere Tochter

Die jüngere Tochter entzieht sich Cuniraya und verwandelt sich in eine Taube. Der Bezug auf die als Tauben gebärend erklärte Mutter benennt eine Beziehung, nicht einen neuen persönlichen Namen der Tochter.

Die hilfreiche Frau in Huayquihusa

Sie bietet dem ausgegrenzten Besucher Chicha an. Nach seiner Warnung verlässt sie den Ort mit Kindern und Brüdern. Ihre Hilfsbereitschaft ist eine eigene Handlung; die drohende Schweigeforderung Pariacacas wird nicht als freiwillige Verschwiegenheit umgeschrieben.

Kinder und Brüder der hilfreichen Frau

Die Mutter verlässt den Ort in Begleitung ihrer Kinder und Brüder. Die Überlieferung nennt diese Gruppe ausdrücklich, ohne individuelle Namen zu geben. Ein Gruppenfall genügt; keine namenlosen erfundenen Einzelbiografien.

Chuquisuso

Die Frau verlangt erst Wasser für die Felder und dann den Kanalbau, bestimmt den Ort der anschließenden Beziehung und bleibt am Kanaleinlass als Stein. Kapitel 7 ordnet sie Cupara und Chahuicho zu. Diese ausdrücklichen Entscheidungen stehen neben der von Pariacaca verschärften Knappheit.

Der Vater auf dem Weg zu Huallallo

Der weinende Vater bringt sein geliebtes Kind zu Huallallo. Pariacaca nimmt andere Gaben und schickt beide zurück. Der Vater kehrt nach fünf Tagen als Beobachter des Kampfes wieder. Keine eigene Namensangabe wird hinzugefügt.

Das vor Huallallo gerettete Kind

Das einzelne Kind der Begegnung in Kapitel 8 darf mit dem Vater zurückkehren. Es wird von den allgemein erzählten Kinderopfern in Kapitel 1 unterschieden.

Kinder und Eltern unter Huallallos Forderung

Kapitel 1 erzählt eine frühere Ordnung, in der von zwei Kindern eines aufgezehrt und das andere von den Eltern zum Aufwachsen gewählt wird. Die Betroffenen erhalten einen ausdrücklich gruppierten Quellenfall; keine reale Opferzahl wird behauptet.

Manañamca

Die mit Huallallo verbundene Frau wird ebenfalls zum Feuer, kämpft gegen Pariacaca und verletzt Chuquihuampo. Er verdrängt sie Richtung Meer; der Verletzte soll ihre Rückkehr verhindern. Ihre Handlung ist keine namenlose zweite Ausgabe Huallallos.

Hananmaclla

Die Mama-Stimme in Kapitel 13 nennt diese frühere Huaca und erwägt die Sonne als Partner. Pariacaca und Chaupiñamca seien möglicherweise ihre Kinder. Möglichkeit und örtliche Sprecherposition bleiben in der Beziehung erhalten.

Die Frau in der verschlossenen Kiste

Kapitel 14 lässt einen Boten vorzeitig in die kleine Kiste schauen. Eine schön gekleidete, sehr kleine Frau erscheint und verschwindet. Später begleitet eine als Schwester und Ñusta bezeichnete Frau den Abschied. Die genaue Verbindung bleibt in diesem begrenzten Erzählrahmen; keine eigenständig benannte Göttin wird erfunden.

Die Figur in ihren Quellen

Cavillacas Kind

Das krabbelnde Kind findet den Vater und wird mit Cavillaca zu Stein. Arguedas nennt bei Geburt und Versteinerung eine Tochter; Ávila/Markham einen Jungen. Ein gemeinsamer Quellenrollenfall hält die Übersetzungsabweichung fest. Kein zweites Kind wird daraus erfunden.

Benannte Fassung
Kapitel 2, S.23–25/PDF 15–16

Ávila/Markham: begrenzter Vergleich
II, S.125–128; Arguedas-Tochter und Markham-Junge als getrennte Übersetzungsaussagen am selben Rollenfall.

Die Figur in ihren Quellen

Urpayhuachac

Pachacamacs Partnerin und Mutter zweier Töchter besucht Cavillaca im Meer, besitzt den zunächst einzigen Fischteich und verfolgt Cuniraya. Kapitel 10/13 führt ähnliche Namensformen unter den Schwestern; diese kapitelbezogene Verbindung bleibt ein eigener Vergleich, keine automatisch zusammengefügte Biografie.

Benannte Fassung
Kapitel 2/10/13, PDF 17–18/41/46–48

Ávila/Markham: begrenzter Vergleich
II, S.129–131; Bearbeitungsform und editorische Berichtigung; keine sichere gesamte Schwesternbiografie.

Belegte Beziehungen

Die Figur in ihren Quellen

Pachacamacs ältere Tochter

Arguedas beschreibt eine Schlafsituation der älteren Tochter; Ávilas Bericht in Markhams Übersetzung nennt ausdrücklich sexuellen Verkehr. Keine dieser Angaben belegt ihre Zustimmung. Die Tochter bleibt unbenannt und von ihrer Schwester unterschieden.

Zwei ausdrücklich verglichene Textfassungen
Arguedas: Kapitel 2, S. 27/PDF 17; Ávila/Markham: II, Küstenbegegnung mit der älteren Tochter

Die Figur in ihren Quellen

Pachacamacs jüngere Tochter

Die jüngere Tochter entzieht sich Cuniraya und verwandelt sich in eine Taube. Der Bezug auf die als Tauben gebärend erklärte Mutter benennt eine Beziehung, nicht einen neuen persönlichen Namen der Tochter.

Benannte Fassung
Kapitel 2, S.27/PDF 17

Die Figur in ihren Quellen

Die hilfreiche Frau in Huayquihusa

Sie bietet dem ausgegrenzten Besucher Chicha an. Nach seiner Warnung verlässt sie den Ort mit Kindern und Brüdern. Ihre Hilfsbereitschaft ist eine eigene Handlung; die drohende Schweigeforderung Pariacacas wird nicht als freiwillige Verschwiegenheit umgeschrieben.

Benannte Fassung
Kapitel 6, S.47–49/PDF 27–28

Gruppe im Quellenbezug

Kinder und Brüder der hilfreichen Frau

Die Mutter verlässt den Ort in Begleitung ihrer Kinder und Brüder. Die Überlieferung nennt diese Gruppe ausdrücklich, ohne individuelle Namen zu geben. Ein Gruppenfall genügt; keine namenlosen erfundenen Einzelbiografien.

Benannte Fassung
Kapitel 6, S.49/PDF 28

Die Figur in ihren Quellen

Chuquisuso

Die Frau verlangt erst Wasser für die Felder und dann den Kanalbau, bestimmt den Ort der anschließenden Beziehung und bleibt am Kanaleinlass als Stein. Kapitel 7 ordnet sie Cupara und Chahuicho zu. Diese ausdrücklichen Entscheidungen stehen neben der von Pariacaca verschärften Knappheit.

Benannte Fassung
Kapitel 6–7, S.49–55/PDF 28–31

Ávila/Markham: begrenzter Vergleich
VII, S.144–147; Wasser-/Kanalverhandlung derselben benannten Folge, nicht unbesehen jedes andere Frauenprofil.

Die Figur in ihren Quellen

Der Vater auf dem Weg zu Huallallo

Der weinende Vater bringt sein geliebtes Kind zu Huallallo. Pariacaca nimmt andere Gaben und schickt beide zurück. Der Vater kehrt nach fünf Tagen als Beobachter des Kampfes wieder. Keine eigene Namensangabe wird hinzugefügt.

Benannte Fassung
Kapitel 8, S.57–59/PDF 32–33

Die Figur in ihren Quellen

Das vor Huallallo gerettete Kind

Das einzelne Kind der Begegnung in Kapitel 8 darf mit dem Vater zurückkehren. Es wird von den allgemein erzählten Kinderopfern in Kapitel 1 unterschieden.

Benannte Fassung
Kapitel 8, S.57–59/PDF 32–33

Gruppe im Quellenbezug

Kinder und Eltern unter Huallallos Forderung

Kapitel 1 erzählt eine frühere Ordnung, in der von zwei Kindern eines aufgezehrt und das andere von den Eltern zum Aufwachsen gewählt wird. Die Betroffenen erhalten einen ausdrücklich gruppierten Quellenfall; keine reale Opferzahl wird behauptet.

Benannte Fassung
Kapitel 1/PDF 14

Die Figur in ihren Quellen

Manañamca

Die mit Huallallo verbundene Frau wird ebenfalls zum Feuer, kämpft gegen Pariacaca und verletzt Chuquihuampo. Er verdrängt sie Richtung Meer; der Verletzte soll ihre Rückkehr verhindern. Ihre Handlung ist keine namenlose zweite Ausgabe Huallallos.

Benannte Fassung
Kapitel 8, S.59–61/PDF 33–34

Die Figur in ihren Quellen

Hananmaclla

Die Mama-Stimme in Kapitel 13 nennt diese frühere Huaca und erwägt die Sonne als Partner. Pariacaca und Chaupiñamca seien möglicherweise ihre Kinder. Möglichkeit und örtliche Sprecherposition bleiben in der Beziehung erhalten.

Benannte Fassung
Kapitel 13, S.85/PDF 46

Die Figur in ihren Quellen

Die Frau in der verschlossenen Kiste

Kapitel 14 lässt einen Boten vorzeitig in die kleine Kiste schauen. Eine schön gekleidete, sehr kleine Frau erscheint und verschwindet. Später begleitet eine als Schwester und Ñusta bezeichnete Frau den Abschied. Die genaue Verbindung bleibt in diesem begrenzten Erzählrahmen; keine eigenständig benannte Göttin wird erfunden.

Benannte Fassung
Kapitel 14, S.91–93/PDF 49–50

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Anonymes Quechua-Manuskript von Huarochirí

Verbundene lokale Erzählungen und Berichte über religiöse Beziehungen. Regionale Sprecherpositionen, christliche Wörter und Veränderungen stehen im selben überlieferten Text.

Frühes 17. Jahrhundert; anonyme Aufzeichnung im kolonialen Kontext. Keine gesicherte Autorenzuschreibung aus dem Titel 1966.

Sprache: Kolonial verschriftetes Quechua mit spanischen Einschüben

Benutzte Ausgabe

Dioses y hombres de Huarochirí, Lima 1966

José María Arguedas übersetzt; die Einleitung nennt Karen Spalding für die paleografische Transkription und Pierre Duviols für die beigefügte Studie. Nur ausgewählte Kapitel und Vorstücke hier gelesen; die Quechua-Spalte ist kein Foto der Handschrift.

1966; digitales Universitätsangebot ist keine neue historische Datierung.

Sprache: Gedruckte Quechua-Transkription neben spanischer Übersetzung

Überlieferter Text

Francisco de Ávilas Huarochirí-Bericht 1608

Missionarisch wertende, kürzere Bearbeitung mit sieben ausgeführten Kapiteln und einem angekündigten achten. Nicht mit dem vollständigen anonymen Quechua-Manuskript gleichsetzen.

1608 im Titel der überlieferten Bearbeitung.

Sprache: Spanische Bearbeitung

Benutzte Ausgabe

Ávila in Narratives of the Rites and Laws of the Yncas

Clements R. Markhams Ausgabe; der Huarochirí-Teil umfasst eigene historische Kommentare und Übersetzernoten. Nicht eine direkte vollständige Übersetzung des Quechua-Manuskripts.

London 1873, Hakluyt Society.

Sprache: Englische Übersetzung des spanischen Berichts

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Verwendeter Ausschnitt
Ausgewählte Huarochirí-Kapitel in Arguedas 1966, konkret verglichen mit Ávila/Markham 1873 und benannten heutigen Untersuchungen. Lokale Stimmen und Übersetzungsschritte getrennt.
  1. Huarochirí: ausgewählte Kapitel in Arguedas’ zweisprachiger Ausgabe

    Anonyme Quechua-Aufzeichnung; José María Arguedas (Übersetzung), Karen Spalding (paleografische Transkription) · Koloniale Aufzeichnung des frühen 17. Jahrhunderts; Ausgabe Lima 1966

    Vorstücke PDF 1–7/12–13; vollständige spanische Kapitel 1–10/PDF 14–41, 13/PDF 46–48, 14/PDF 49–50. Gedrucktes Quechua parallel sichtbar.

    Keine eigene Quechua-Übersetzung, keine Handschriftenautopsie. Ältere Titelzuschreibung an Ávila und fragliche 1598-Datierung sind Aussagen der Ausgabe, keine heute gesicherte Autoren-/Datierungsentscheidung. Übrige Kapitel und Duviols’ gesamte Studie nicht gelesen. Abgerufen am 2026-10-14.

  2. Ávilas kürzerer Bericht: Markhams englische Ausgabe 1873

    Francisco de Ávila; Clements R. Markham (Übersetzung und Edition) · Bericht 1608; London, Hakluyt Society 1873

    Titel PDF 7; Ávila-Vorstücke PDF 149–150; I–VII vollständig, VIII nur angekündigter Plan, Druck 123–147/PDF 153–177.

    Unvollständige spanische Bearbeitung in späterer englischer Übersetzung; nicht das ganze Quechua-Manuskript. Missionarische Wertungen und Markhams Noten unterscheiden. Kein vollständiges Buch oder juristischer Depositionsbestand. Abgerufen am 2026-10-14.

  3. Chaupi Ñamca: eine literaturwissenschaftliche Lektüre

    Sergio Andrés Sandoval · 2011, Espaço Ameríndio 5(1), S.32–56

    PDF 1–20/S.32–51: Argument und ausgewählte zitierte Huarochirí-Passagen.

    Heutige Interpretation und Zitate anderer Editionen; keine unmittelbare Lektüre aller dort angeführten Werke. Ritualkontinuität nicht durch heutige örtliche Feldforschung bestätigt. Abgerufen am 2026-10-14.

  4. Dioses y héroes de Huarochirí: Namen als Forschungsfrage

    Rodolfo Cerrón-Palomino · 2021, Boletín de la Academia Peruana de la Lengua 69, S.125–134; DOI 10.46744/bapl.202101.005

    PDF 1–8/S.125–132: mehrsprachige Namensargumente; ausgewählte Cuniraya-/Pariacaca-/Huallallo-Stellen.

    Benannte etymologische Hypothesen eines Autors; kein wissenschaftlicher Konsens oder eigene Sprachrekonstruktion. Nicht die ganze Referenzliste oder jedes zitierte Original gelesen. Abgerufen am 2026-10-14.

  5. Taylor 2008: Katalog zur normalisierten zweisprachigen Edition

    Instituto de Estudios Peruanos, Verlagskatalog · Beschriebene Edition 2008; Katalogabfrage 2026

    Bibliografische Angaben, Editionsbeschreibung und ausdrücklich hypothetische Tomás-Zuschreibung.

    Nur Metadaten gelesen; keine vollständige Taylor 2008-Edition. Kataloghypothese ist kein Beweis für die Autorschaft. Abgerufen am 2026-10-14.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-14. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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