Wer trägt die Handlung außerhalb des ausgesandten Sonnenauges?
Die Unterbrechung der Gewalt hängt nicht nur an Re und der ausgesandten Göttin. Boten beschaffen roten Ocker, ein nur als Bezopfter bezeichneter Helfer verarbeitet ihn und versklavte Frauen mahlen Gerste. Die Arbeit dieser Gruppen gehört zur Handlungsfolge.
Der weitere Text verteilt neue Aufgaben: Nut trägt, Schu stützt, Thot schreibt und vertritt. Späte Bild- und Ritualanweisungen nennen weitere Gestalten und Rollen. Sie werden nicht zu einer widerspruchsfreien Götterfamilie oder einer Folge sicher historischer Ereignisse verbunden.
Die Grundlage ist ausschließlich die bereits archivierte, auf der Vermittlungsseite als deutsche Fachübersetzung TLA/ORAEC gekennzeichnete Fassung aus KV17. Die Originalseite war beim früheren Abruf nicht direkt zugänglich. Die zusätzliche KI-Übersetzung und automatisch erschlossene Bild-/Figurenhinweise dieser Vermittlungsseite werden hier nicht verwendet.
Rollen mit eigener Belegstelle
Die Zeilen unterscheiden Namen, Gruppen, Rollen und nichtpersonale Begriffe. Unsichere Zuordnungen werden nicht als feste Aliasbeziehungen verwendet.
| Benennung | Stelle | Handlung oder Funktion | Identitätsgrenze |
|---|---|---|---|
| Re | Rat, Auge, Rückzug und Ritualrede | Beruft den Rat ein, veranlasst die Abwehr und begrenzt die Tötung. | Erzählte königliche Stimme und spätere Ritual-Selbstbeschreibung nicht zu einer historischen Biografie gemacht. |
| Nun | Götterrat und Übergang zur Himmelskuh | Wird als älterer Gott angerufen und gibt Rat. | Die Beziehungen gelten für diese Fassung, nicht automatisch für alle Schöpfungsdarstellungen. |
| Schu und Tefnut | Einberufung des Rats; Schu später als Stütze | Werden gerufen; Schu erhält im weiteren Text einen bestimmten Stützauftrag. | Eine gemeinsame Nennung bedeutet nicht in jedem Abschnitt dieselbe Tätigkeit. |
| Geb | Rat und spätere Anweisungen zu Schlangen | Erhält einen konkreten Auftrag und soll die Schlangenbindungen beachten. | Keine allgemeine Reduktion der Figur auf Erdsubstanz. |
| Nut | Aufnahme Res und Himmelsordnung | Wird zur Kuh und trägt Re; die folgende Ordnung erhält eigene Erklärungen. | Dargestellte Verwandlung, keine universelle Identität jedes Kuhbilds. |
| Auge in Hathor-Gestalt / Sachmet-Namensstelle | Aussendung, Töten und Worterklärung | Die Göttin handelt als ausgesandtes Auge; der Text enthält die ausdrücklich benannte Sachmet-Stelle. | Eine bestimmte Fassung und Namensverknüpfung, keine pauschale Identität aller Sonnenaugen. |
| Schöne von Imau | Nach dem Trinken | Wird innerhalb der erzählten Namensentstehung eingeführt. | Ein textgebundener Name beziehungsweise Beiname, keine unbelegte zusätzliche Lebensgeschichte. |
| Menschen als Aufständische, Bedrohte und bewaffnet Zurückkehrende | Erzählfolge vor Res Rückzug | Tragen unterschiedliche Positionen gegenüber Re und der ausgesandten Gewalt. | Die kollektiven Bezeichnungen liefern keine Liste identischer Einzelpersonen. |
| Schnelle Boten | Vorbereitung des roten Getränks | Besorgen auf Res Auftrag roten Ocker. | Unbenannte Helfergruppe; keine erfundenen Eigennamen oder sichere menschliche/göttliche Einzelklassifikation. |
| Der Bezopfte in Heliopolis | Vorbereitung des Getränks | Zerreibt den roten Ocker. | Quellennaher Rollentitel; nicht ohne Beleg als Thot oder andere bekannte Figur identifiziert. |
| Versklavte Frauen und spätere Dienerinnen | Bierbereitung und Festanweisung | Leisten die im Text beschriebene Arbeit. | Handlungstragende Frauengruppen bleiben sichtbar; ihre personelle Identität zwischen Abschnitten wird nicht behauptet. |
| Heh-Götter | Stützung der Himmelskuh | Werden als stützende Gruppe eingeführt. | Der Plural ist keine ohne Weiteres identische Biografie der einzeln erschlossenen Figur Heh. |
| Urzeitliche Väter, Mütter und Götter | Rat und spätere Anreden | Bilden benannte kollektive Bezugspunkte. | Fehlende Individualnamen werden nicht durch eine Standard-Götterliste ersetzt. |
| Duamutef und Atum in Beischriften | Bild-/Beschriftungsanweisung und Schluss | Erscheinen in der vermittelten Beschriftungsfolge, teilweise mit Unsicherheitszeichen. | Die editorisch markierten Lesungen bleiben als solche erkennbar. |
| Thot | Schreibauftrag und Stellvertretung | Soll einen Auftrag festhalten und erhält ausdrücklich die Stellvertreterrolle. | Die folgenden Ibis-/Mond-/Pavian-Erklärungen sind textinterne Deutungen, keine von uns bestätigten Etymologien. |
| Osiris und Schlangen auf Land und Wasser | Auftrag an Geb | Osiris wird mit der Bewachung ihrer Jungen verbunden. | Diese Schlangen werden nicht automatisch mit den benannten Amduat-Schlangen gleichgesetzt. |
| Mit unzufriedenem Herzen und Erdgötter | Auftrag zur Beruhigung der Aufständischen | Ein dämonisch eingeführter Bezug und seine Gefolgsleute erscheinen im Text. | Die Benennung wird nicht unmarkiert als Seth oder Apep aufgelöst. |
| Der Gott Zauberer / personifizierte Zauberkraft | Schlangenauftrag und Ba-Aussagen | Der Text spricht von personifizierter Wirksamkeit und einer göttlichen Zaubererrolle. | Die deutsche Rollenübersetzung wird hier nicht zu einer neuen vollständigen Heka-Biografie oder einer allgemeinen Namensgleichung. |
| Chnum, Sobek und Apophis | Ba-Aussagen | Werden in einzelnen Beziehungen zwischen Ba, Gestalt und Wirksamkeit genannt. | Diese Aussagen heben die Eigenständigkeit der Figurenprofile nicht auf. |
| Göttin Regen und Gott Nacht | Ba-Aussagen | Sind so benannte Gestalten innerhalb der deutschen Vermittlung. | Keine nicht gelesenen ägyptischen Eigennamen oder Familiengeschichten hinzugefügt. |
| Widder von Mendes | Ba-Aussagen zu Osiris | Wird als bestimmter Gestaltbezug genannt. | Nicht allein wegen der Widderform mit Chnum oder Herischef gleichgesetzt. |
| Herischef | Späte Ritual-Selbstbeschreibung | Wird als Gesichtsbezug der angesprochenen göttlichen Ba-Gestalt erwähnt. | Knapper benannter Bezug; keine vollständige Kultgeschichte aus der einen Zeile. |
| Ewigkeit und Unendlichkeit | Namensantwort in der Ritualanweisung | Sind die gelesenen deutschen Namensausdrücke der betreffenden Antwort. | Nicht stillschweigend zu zwei sicher identifizierten ägyptischen Einzelgöttern oder zu einer festen Terminologie aufgelöst. |
| Unbenannte Göttin, Schlangengestalt und östliches Götterpaar | Späte Bild- und Rezitationsanweisung | Bilden beschriebene Rollen ohne hier sichere individuelle Namenszuweisung. | Bildanweisung und Deutung bleiben im begrenzten Textfenster. |
| Ritualsprecher und Wab-Priester | Reinigung, Rezitation und Antwort | Sollen die Worte sprechen und das beschriebene Ritual ausführen. | Vorgeschriebene Rollen und Wirkungsansprüche sind keine beobachtete heutige Praxis. |
| Menmaatre / Sethos Merenptah | Schlussformeln | Benennen den historischen königlichen Bestattungskontext. | Osiris-Bezeichnung des Königs ist kein neuer Gott oder Beleg, dass alle Erzählereignisse seiner historischen Regierung angehören. |
Was gehört in ein Figurenregister?
Folge einer Nebenrolle durch ihren Abschnitt. Welche Handlung würde ohne sie fehlen? Prüfe danach eine nur übersetzte Benennung: Welche sichere Aussage trägt sie und welche weitergehende Identität bleibt offen?
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Begrenztes Namen- und Rollenfenster
Nur der als DE scholarly / TLA / ORAEC markierte deutsche KV17-Text bis zu den Schlussformeln
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Buch von der Himmelskuh
Erzähl- und Ritualtext um Res Alter, das ausgesandte Auge, die Unterbrechung der Gewalt und Res Entfernung von den Menschen.
Überlieferte ägyptische Fassungen des Neuen Reiches; hier nur das Zeugnis im Grab Sethos’ I. geprüft.
Sprache: Altägyptisch
Erhaltener Textzeuge
Himmelskuhtext im Grab Sethos’ I. (KV 17)
Konkreter Textzeuge der behandelten Handlung; nur in moderner Übersetzung gelesen, nicht am Original kollationiert.
Neues Reich; Datum des Grabzeugnisses ist nicht automatisch das Entstehungsdatum aller Erzählstoffe.
Sprache: Altägyptisch, Grabinschrift
Benutzte Ausgabe
TLA/ORAEC: Das Buch von der Himmelskuh im Grab Sethos’ I.
Gelesen wurden Erzählbeginn, Hathor- und Sachmet-Stellen, rotes Bier und spätere Nut-Kuh-Szene. Die separat angezeigte englische KI-Übersetzung wurde nicht verwendet.
Moderne digitale Edition; die öffentlich abrufbare Archivfassung ist eine Drittseiten-Wiedergabe, keine eigene Kollation.
Sprache: Wissenschaftliche deutsche Übersetzung des Altägyptischen
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Jeweils benannter ägyptischer Text-/Bildzusammenhang und die ausdrücklich erklärte moderne Vermittlung.
- Verwendeter Ausschnitt
- Nur der als DE scholarly / TLA / ORAEC markierte deutsche KV17-Text bis zu den Schlussformeln
- Das Buch von der Himmelskuh, Grab Sethos' I.: wissenschaftliche deutsche Uebersetzung
Lutz Popko und Mitwirkende, Thesaurus Linguae Aegyptiae; deutsche Textwiedergabe bei Egyptian Inscriptions/ORAEC · Altägyptischer Text aus KV 17, Neues Reich; moderne digitale Edition, Corpusstand 2026
Ausschliesslich den als 'DE scholarly - TLA / ORAEC' ausgewiesenen deutschen Text zur Erzaehlung in KV 17 gelesen: Rat und Auge in Hathor-Gestalt, ausdrueckliche Sachmet-Namensstelle, roter Ocker in Bier, Trinken und Schutz der Menschen, Nut als Kuh sowie anschliessende Ritualanweisungen. Dazu TLA-Suchindex mit Aegyptisch ḫpr Sḫm.t pw und deutscher Uebersetzung der Sachmet-Zeile geprueft.
Das abrufbare HTML ist eine Drittseiten-Wiedergabe der TLA/ORAEC-Edition; die direkte TLA-Seite zeigte bei Zugriff eine Verifikationssperre und konnte nicht hashgenau archiviert werden. Die separat ausgewiesene automatische englische KI-Uebersetzung auf der Drittseite wurde nicht als Beleg genutzt. Nur die nachpruefbaren deutschen Passagen verwenden; keine eigene Hieroglyphenautopsie oder Handschriftenkollation behaupten. Original-TLA-Stelle: https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/IBUBdy1oxL3HuUDWvpAAKM2DAHs Abgerufen am 2026-09-30.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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