Die Erzählung benennt eine andere Entstehung
Nach der Mayahuel-Folge beginnt eine ausdrücklich anders zugeschriebene Erdentstehung. Die französische Textansicht nennt Atlalteutli; de Jonghes Note erschließt Tlalteutli und einen weiteren Vergleichsnamen. Der Ausgangstext beschreibt die Gestalt als weiblich und lässt sie auf bereits vorhandenem Wasser gehen. Das ist die benannte Darstellung dieser Fassung.
Zwei Akteure teilen die Gestalt
Zwei Gottheiten verwandeln sich in große Schlangen und zerreißen den Körper. Ein Teil wird Erde, ein anderer kommt an den Himmel. Die übrigen Gottheiten reagieren mit Unmut und wenden sich der verletzten Gestalt zu. Das Entstehen von Lebensraum ist hier an einen gewaltsamen Konflikt gebunden, nicht an eine ruhige Schöpfung ohne Betroffene.
Versorgung wird an Körperteile geknüpft
Die Fassung verbindet Haare mit Pflanzen, Augen mit Wasserstellen, Mund mit Flüssen und Höhlen sowie Schultern mit Bergen. Diese Textbeziehungen sind keine anatomische Erklärung des Geländes. Die anschließende Forderung nach Herzen und Blut bleibt ein historischer religiöser Bericht und wird nicht als gerechte Verpflichtung oder heutige Praxis übernommen.
Wer wird bei der Entstehung sichtbar?
Vergleiche die schaffenden, die verletzte und die nachträglich tröstenden Beteiligten. Welche Perspektive verlörest du, wenn die Gestalt nur als Stoff für eine Landschaft bezeichnet würde?
Die Figur in ihren Quellen
Atlalteutli im französischen Erdfrauenfenster
Benannte Fassung
S.28–29, Haupttext und Note 6 auf 28
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Jeweils benannte Nahua-Fassungen; Tezcuq, Chalco und andere Berichtsfenster getrennt
- Verwendeter Ausschnitt
- Histoyre1905 S.26–31, Historia/Phillips1883 KapitelVIII, gesonderte Leyenda-/Anales-Fenster.
- Histoyre du Mechique: getrennte lokale Erzählfassungen
Französischer kolonialer Textzeuge; Edition Édouard de Jonghe · 1905, Journal de la Société des Américanistes2, S.1–41; älterer französischer Textzeuge
Öffentliche Textansicht: Einleitung S. 1–2 und S. 26–31 mit sichtbaren Herausgebernoten vollständig gelesen; oberer Scanbereich von S. 27 betrachtet.
Begrenzte Lektüre der Textansicht, kein vollständiger Abgleich aller Seitenbilder. Texterkennung kann Namen beschädigen; Normalisierungen bleiben dem Herausgeber zugeordnet. Seine Olmos-Herkunftsthese ist keine erwiesene Autorschaft. Abgerufen am 2026-10-13.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-14. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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