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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Tempo: Was bleibt, wenn Menschen wechseln?

Machados Untersuchung verbindet den Nkisi Tempo mit Kontinuität und Unterschieden in benannten Angola-Häusern. Die religiöse Position der Autorin bleibt Teil des Zugangs.

3–4 Minuten Lesezeit

Gegenwart ist mehr als eine sichtbare Erscheinung

Veridiana Silva Machado berichtet aus einer Feier im Tanuri Junçara. Dort sah sie Tempo nicht in einer Person verkörpert. In ihrer religiös und ethnopsychologisch geprägten Lektüre erkennt sie dennoch seine Gegenwart: in den weißen Kleidern, dem Wind und den Beziehungen zu den anderen Anwesenden.

Die Episode zeigt, wie die Autorin eine zunächst erwartete Erscheinung neu deutet. Das Museum folgt ihrem veröffentlichten Bericht. Es behauptet weder, die Feier selbst gesehen zu haben, noch einen unabhängigen Nachweis für das Wirken des Nkisi.

Wer Kontinuität erkennt, benennt auch einen Zusammenhang

Im Tumbensi führt Mãe Zulmira die Fortdauer des Hauses auf Tempo zurück. Kota Sinavulo erinnert sich an zwei Zeiten, in denen sie den Nkisi in unterschiedlichen Personen erlebte. Trotz mancher Unterschiede erkennt sie in diesem Zusammenhang denselben Tempo wieder.

Daneben berichtet Machado von Mãe Creusa, die zwischen ihrem Tempo und dem von Dona Carmosina unterscheidet. Eigenschaften und Verpflichtungen werden hier nicht zu einem einzigen überall gleich auftretenden Charakter geglättet. Die beiden Aussagen beantworten unterschiedliche Fragen nach Verbundenheit und Unterschied.

Die Wurzel ist eine Metapher für Fortdauer

Machado erläutert die Baumwurzel als Bild einer fortdauernden Beziehung zwischen Generationen, Häusern, Lebenden und Toten. Sie hält ausdrücklich fest, dass der Baum nicht einfach Tempo bedeutet. Ihre Metapher beschreibt Erneuerung und Verzweigung, keine wörtliche Identität.

Dieser Zugang stammt aus einer ausgewählten Untersuchung zum Candomblé de Nação Angola. Tempo wird hier als Nkisi bezeichnet. Die Übersetzung mit dem deutschen Wort Zeit erklärt seinen Namen nur unzureichend, wenn sie die konkreten Beziehungen dieser Berichte ausblendet.

Die Autorin gehört selbst zu den Beziehungen

Machado legt ihre Bestätigung als Makota im Terreiro Tumbancé 2007 offen. Sie beschreibt, wie Gesprächspartnerinnen zuerst nach ihrer religiösen Familie fragen. Ihre Forschung ist deshalb auch eine Reflexion darüber, welche Erfahrungen Menschen einer Person mitteilen, deren Zugehörigkeit sie kennen.

Die veröffentlichte Masterarbeit von 2015 ist unser Zugang. Ihre weiteren zitierten Bücher, Liedaufnahmen und Gespräche wurden nicht zu eigenen neuen Quellen des Museums erklärt. Dieses Profil enthält ausgewählte öffentliche Aussagen und keine Anleitung für Einweihung oder religiöse Handlungen.

Die Figur in ihren Quellen

Tempo im benannten Angola-Zugang Machados

Tempo ist hier ein Nkisi im ausdrücklich benannten Angola-Kontext Machados. Mãe Zulmira, Kota Sinavulo und Mãe Creusa setzen unterschiedliche Akzente zu Fortdauer und Unterscheidung. Ihre Aussagen bleiben getrennt und werden nicht in eine allgemeine Orixá-Entsprechung umgerechnet.

Tempo in Machados ausgewählter Untersuchung von 2015
Machado 2015, S. 129–131; Forschungsposition auf S. 13, 66 und 129–130.

Person im Quellenbezug

Mãe Zulmira

Ihre Aussage zu Tempo und zur Fortdauer des Tumbensi wird durch Machado vermittelt. Die Position bleibt an diese Sprecherin und diesen Hauskontext gebunden.

Mãe Zulmira
Machado 2015, S. 130.

Person im Quellenbezug

Kota Sinavulo

Erkennt in Machados Bericht denselben Nkisi über einen Personenwechsel hinweg. Diese vermittelte Aussage wird von den anders akzentuierten Tempo-Aussagen getrennt.

Kota Sinavulo
Machado 2015, S. 130.

Person im Quellenbezug

Mãe Creusa

Unterscheidet in Machados Bericht ihren Tempo vom Tempo Dona Carmosinas. Die Aussage wird in dieser Vermittlung gelesen und nicht als selbst geführtes Interview ausgegeben.

Mãe Creusa
Machado 2015, S. 131.

Die Wege zum gelesenen Material

Werk, Fassung und verwendeter Zugang

Eine Geschichte kann in mehreren Fassungen vorliegen. Ein Katalogtext, ein Gesprächsbericht oder ein Bild ist jeweils ein eigener Zugang. Die Angaben zeigen, was hier tatsächlich gelesen oder betrachtet wurde; sie belegen keine selbst gehörte Aufführung.

Moderne Forschungsarbeit

O Cajado de Lemba: O tempo no Candomblé de Nação Angola

Titel/Positionierung, ausgewählte Methodenseiten und Schlussabschnitt zu Kontinuität/Unterschieden gelesen; PDF 1/13/130 nativ gesehen. Autorin legt Makota-Position und konkrete Gesprächsbeziehungen offen. Keine Ganzlektüre der 151 Seiten; keine eigenen Interviews, Audio- oder Festbeobachtungen. Forschungsposition ist weder Stimme aller Angola-Häuser noch naturwissenschaftlicher Nachweis religiöser Wirksamkeit. Lied von Tiganá Santana nicht gehört, keine Liedzeilen übernommen; keine Ritualabläufe angeleitet.

Masterarbeit Psychologie, Universidade de São Paulo, Ribeirão Preto, 2015. Repositorypfad 2016 ist kein Werkdatum.

Sprache beziehungsweise Bildzugang: Portugiesisch; eigene deutsche Paraphrasen

Benutzte Forschungsfassung

Machados Forschungs-PDF: Positionierung und Tempo

Ausgewählte Stellen S. 13, 66–67 und 129–131: Makota-Position, Forschungsbeziehungen, Kontinuität und unterschiedliche Tempo-Zuordnungen. Beide Lektürefenster stammen aus demselben PDF; keine zusätzliche Handschrift oder Feldaufnahme.

Masterarbeit Psychologie, Universidade de São Paulo, Ribeirão Preto, 2015. Repositorypfad 2016 ist kein Werkdatum.

Sprache beziehungsweise Bildzugang: Portugiesisch; eigene deutsche Einordnung

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Nkisi Tempo in den ausdrücklich bezeichneten Candomblé-de-Nação-Angola-Kontexten von Machados Studie2015.
Verwendeter Ausschnitt
Ausgewählte öffentliche UntersuchungspassagenS.13/66–67/129–131; nicht gesamte151seitige Arbeit.
  1. O Cajado de Lemba: O tempo no Candomblé de Nação Angola

    Veridiana Silva Machado · Masterarbeit Psychologie, Universidade de São Paulo, Ribeirão Preto, 2015. Repositorypfad2016 ist kein Werkdatum.

    Titel/Positionierung, ausgewählte Methodenseiten und Schlussabschnitt zu Kontinuität/Unterschieden gelesen; PDF1/13/130 nativ gesehen. Autorin legt Makota-Position und konkrete Gesprächsbeziehungen offen.

    Auswahl aus 151 PDF-Seiten, keine Ganzlektüre, eigenen Interviews, gehörten Aufnahmen oder beobachteten Feste. Die Makota-Position der Autorin ist weder eine Stimme aller Angola-Häuser noch ein naturwissenschaftlicher Nachweis religiöser Wirksamkeit. Tiganá Santanas Lied wurde nicht gehört; keine Liedzeilen oder Ritualanleitungen übernommen. Abgerufen am 2026-10-16.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-16. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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