Ein Angebot und eine verletzende Antwort
Ištar bietet Gilgameš Ehe, ein kostbares Gespann, Rang und Wohlstand an. Seine Antwort verbindet Ablehnung mit einer Reihe herabsetzender Vergleiche. Er kündigt an, die früheren Geliebten aufzuzählen, und fragt, wer von ihnen auf Dauer Bestand gehabt habe.
Die folgende Reihe ist deshalb zunächst seine Anklagerede. Die darin erzählten Schäden werden nicht als unabhängig überprüfte Lebensgeschichten aller Geliebten ausgegeben. Ištar nennt seine Worte später ausdrücklich beleidigend und trägt ihre Beschwerde vor Anu und Antu.
Dumuzi, Vogel und Löwe
Gilgameš nennt Dumuzi als Gemahl ihrer Jugend und verbindet ihn mit wiederkehrender Klage. Diese knappe Bezugnahme ersetzt nicht Dumuzis eigene Verfolgungs-, Traum- und Unterweltsgeschichten.
Danach führt er den gesprenkelten allallu-Vogel an: Ištar habe seinen Flügel gebrochen, seither rufe er nach ihm. Der nächste Fall betrifft einen kräftigen Löwen, für den sie sieben und sieben Gruben gegraben habe. Vogel und Löwe sind eigene einzelne Erzählfälle, ohne dass die Übersetzung ihnen persönliche Eigennamen gibt.
Pferd, Silili und der verwandelte Hirt
Dem im Kampf berühmten Pferd, so die Rede, habe Ištar Peitsche, Sporen, lange Laufleistung und trübes Trinkwasser zugewiesen. Seine Mutter wird namentlich Silili genannt und mit dauernder Klage verbunden. Die eine Zeile trägt diese Beziehung und Trauerrolle; eine weitergehende sichere Kult- oder Lebensgeschichte Sililis entsteht daraus nicht.
Der Hirt bringt Ištar regelmäßig Speise und opfert Zicklein. Gilgameš behauptet, sie habe ihn in einen Wolf verwandelt, sodass die eigenen Hirtenjungen ihn vertreiben und die Hunde ihn beißen. Versorgung, Verwandlung und Zurückweisung bilden einen eigenen Fall, keine zusätzliche Version von Etanas Adler oder Dumuzis Gefangennahme.
Išullānu widerspricht mit eigenen Worten
Išullānu wird als Gärtner von Ištars Vater bezeichnet. Er bringt Datteln und versorgt ihren Tisch. In Gilgamešs Erzählung wirbt Ištar um ihn; seine Antwort fragt nach dem Nutzen einer Beziehung, die ihn Schmähung und Flüchen aussetzen könnte.
Die benutzte englische Übersetzung beschreibt anschließend eine Verwandlung in einen dwarf, also Zwerg. Die folgenden Bewegungsangaben sind unvollständig. Diese konkrete Wiedergabe bleibt an ihre Ausgabe gebunden. Išullānu ist ein benannter Handelnder mit eigener Gegenrede und wird nicht auf einen anonymen Beleg für die Schlechtigkeit einer Göttin reduziert.
Der Himmelsstier trifft auch Menschen außerhalb des Streits
Ištar verlangt von Anu den Himmelsstier und droht andernfalls mit einem Angriff der Toten auf die Lebenden. Die vorgebrachte Drohung ist nicht derselbe Vorgang wie der danach erzählte Angriff des Stiers. Anu fragt nach Vorräten für sieben Jahre; Ištar behauptet, die nötige Vorbereitung sei geschehen. Witwe und Landwirt von Uruk erscheinen in dieser Versorgungsrede.
Beim Angriff fallen nach der Erzählung hundert und dann zweihundert Männer in aufgerissene Gruben. Diese Zahlen gehören zur Dichtung, nicht zu einer verifizierten historischen Opferstatistik. Enkidu fragt angesichts der Aufgehäuften nach Wiedergutmachung. Der Kampf ist dadurch nicht nur ein folgenloser Triumph der beiden Helden.
Nach der Tötung klagt Ištar; Enkidu bedroht die Göttin. Ištar versammelt daraufhin Frauen, die der englische Zugang mit mehreren Bezeichnungen für Kurtisanen und Prostituierte benennt, zur Trauer. Gilgameš ruft Handwerker zur Betrachtung der Hörner und widmet sie Lugalbanda. Die dienenden Frauen seines Hauses stimmen anschließend in sein Selbstlob ein. Klage, Kunsthandwerk und Lob sind verschiedene Stimmen des Schlusses.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Was erfahren wir über die genannten Gestalten, wenn wir die Anklage als Rede des Königs lesen?
Gilgameš lehnt Ištars Angebot ab und zählt frühere Geliebte auf. Seine Anklage nennt Menschen und Tiere; Ištars Antwort, die Toten Uruks und eine weibliche Klagegruppe ergänzen den Blick.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Gilgamesch-Epos, standardbabylonische Fassung
Abgrenzung zu sumerischen Einzelgeschichten und früheren babylonischen Fassungen.
Textzeugen nach eBL vom 8. bis 2. Jahrhundert v. Chr.; Erstkomposition hier nicht präzise datiert.
Sprache: Akkadisch
Benutzte Ausgabe
eBL: zusätzliche Gilgameš-Tafeln III, IV, VI und XII, Stand17.10.2026
Vier zusätzliche Tafeln vollständig in ihren gelieferten englischen Feldern gelesen. Ergänzt die acht vorher vorhandenen Tafeln; XII im Besucherweg von der in XI geschlossenen Handlung getrennt.
Laufende eBL-Ausgabe; Erstpublikationsfeld13.10.2022, Abruf17.10.2026.
Sprache: Englisch nach Akkadisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Standardbabylonisches Gilgameš-Epos, die jeweils bezeichnete Tafel
- Verwendeter Ausschnitt
- Vorhandene englische Versfelder mit Ergänzungen, Fehlstellen und Übersetzungsvorbehalten. Keine neue Originalsprachen- oder Handschriftenkollation.
- eBL: Poem of Gilgameš, Standard Babylonian, Tablet VI
Andrew R. George (Herausgeber und englischer Übersetzer); Revision Geraldina Rozzi und Enrique Jiménez · Laufende eBL-Ausgabe, gesicherter Stand 17.10.2026; record publicationDate 13.10.2022
Alle bereitgestellten englischen Übersetzungsfelder einschließlich Fehlstellen, Ergänzungen und fehlender englischer Felder vollständig tatsächlich gelesen. Editions-/Übersetzermetadaten gelesen.
Keine eigene Akkadischübersetzung, Keilschriftkollation, vollständige Apparatslektüre oder arabische Übersetzungslektüre. Laufende Ausgabe, nicht unveränderte Druckedition2003. Abgerufen am 2026-10-17.
- eBL: Poem of Gilgameš, Standard Babylonian, Tablet III
Andrew R. George (Herausgeber und englischer Übersetzer); Revision Geraldina Rozzi und Enrique Jiménez · Laufende eBL-Ausgabe, gesicherter Stand 17.10.2026; record publicationDate 13.10.2022
Alle bereitgestellten englischen Übersetzungsfelder einschließlich Fehlstellen, Ergänzungen und fehlender englischer Felder vollständig tatsächlich gelesen. Editions-/Übersetzermetadaten gelesen.
Keine eigene Akkadischübersetzung, Keilschriftkollation, vollständige Apparatslektüre oder arabische Übersetzungslektüre. Laufende Ausgabe, nicht unveränderte Druckedition2003. Abgerufen am 2026-10-17.
- eBL: Poem of Gilgameš, Standard Babylonian, Tablet IV
Andrew R. George (Herausgeber und englischer Übersetzer); Revision Geraldina Rozzi und Enrique Jiménez · Laufende eBL-Ausgabe, gesicherter Stand 17.10.2026; record publicationDate 13.10.2022
Alle bereitgestellten englischen Übersetzungsfelder einschließlich Fehlstellen, Ergänzungen und fehlender englischer Felder vollständig tatsächlich gelesen. Editions-/Übersetzermetadaten gelesen.
Keine eigene Akkadischübersetzung, Keilschriftkollation, vollständige Apparatslektüre oder arabische Übersetzungslektüre. Laufende Ausgabe, nicht unveränderte Druckedition2003. Abgerufen am 2026-10-17.
- eBL: Poem of Gilgameš, Standard Babylonian, Tablet XII
Andrew R. George (Herausgeber und englischer Übersetzer); Revision Geraldina Rozzi und Enrique Jiménez · Laufende eBL-Ausgabe, gesicherter Stand 17.10.2026; record publicationDate 13.10.2022
Alle bereitgestellten englischen Übersetzungsfelder einschließlich Fehlstellen, Ergänzungen und fehlender englischer Felder vollständig tatsächlich gelesen. Editions-/Übersetzermetadaten gelesen.
Keine eigene Akkadischübersetzung, Keilschriftkollation, vollständige Apparatslektüre oder arabische Übersetzungslektüre. Laufende Ausgabe, nicht unveränderte Druckedition2003. Abgerufen am 2026-10-17.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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