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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Kothar-wa-Hasis: Ein Werk verändert den Konflikt

Gefertigte Waffen, ein Haus und ein begehrter Bogen zeigen verschiedene Folgen göttlichen Handwerks.

2–3 Minuten Lesezeit

Eine Waffe hat einen Namen und eine Aufgabe

Im Yam-Konflikt fertigt Kothar Waffen und spricht sie auf ihre jeweilige Wirkung an. Der erste Schlag genügt nicht; der folgende bringt den Gegner zu Fall. Der Sieg ist somit auch von Entwurf, Herstellung und gezieltem Einsatz abhängig.

Ginsberg erläutert Yagrush und Ayamur als Waffennamen und versieht Teile der Bedeutungsangaben mit Unsicherheit. Diese benannten Mittel erhalten nicht ohne weiteren Textbeleg eine eigene Götterbiografie.

Beim Haus geht es auch um eine Öffnung

Kothar baut Baals Haus. Über das Fenster wird gestritten: Baal lehnt es zunächst ab und lässt es später öffnen. Danach gibt er seine mächtige Stimme zu hören. Der Bauabschnitt verbindet so eine technische Entscheidung mit der Darstellung von Herrschaft und Wetter.

Die alte Fußnote bezeichnet Hayyin als weiteren Namen des Handwerkergotts. Diese Zuordnung bleibt am benannten Editionszusammenhang; eine Behauptung über jedes ähnlich benannte Werk oder jeden Kultort folgt daraus nicht.

Der begehrte Bogen führt zu einer anderen Frage

In der durch Budin vermittelten Aqhat-Erzählung stellt Kothar den Bogen her, den Anat später begehrt. Aqhat verweist im Streit auf die Möglichkeit, eine weitere Waffe von ihm zu erhalten.

Dass ein Gegenstand herstellbar ist, löst den Konflikt um seinen Besitz nicht. Vergleiche die drei Werke: Welche Handlung ermöglichen Waffe, Haus und Bogen, und wer entscheidet darüber, wie sie gebraucht werden?

Nachlesen: [2] S. 55–59

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Im benannten Erzählzusammenhang
Wie greifen Herstellung und technische Entscheidungen in eine Erzählung ein?

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Baal-Zyklus, KTU 1.1–1.6

Hier das ausdrücklich gelesene frühe Ginsberg-Fenster und/oder der bereits erschlossene Mot-Teil. Moderne KTU-Werkbezeichnung ist keine Behauptung einer neuen vollständigen aktuellen Primäredition.

Antiker ugaritischer Tafelkomplex; Erzählzeit, Entstehung und erhaltene Niederschrift sind verschiedene Ebenen.

Sprache: Ugaritisch

Benutzte Ausgabe

Ginsberg: frühe Baal-/Anat-Teile, vorhandener ANET-Auszug PDF 2–10

Einleitung und Abschnitte mit alten Editionssiglen VI AB, III AB C/B, II AB A, Fragment b, II AB und V AB. Eine vorläufige Editionsreihenfolge ist keine lückenlose antike Erzählfolge. Keine eigene Konkordanz aller alten Siglen mit modernen KTU-Nummern behauptet.

Vorhandener Auszug der ANET-Ausgabe 1969.

Sprache: Englische historische Fachübersetzung ugaritischer Texte

Überlieferter Text

Aqhat und Pughat: KTU 1.17–1.19

Durch Budin 2018 vermittelte begrenzte Textfenster; keine unabhängig vollständige Aqhat-Primärlektüre.

Spätbronzezeitlicher literarischer Text; keine genaue Herrscher- oder Schreiberjahresdatierung aus widersprechenden Darstellungen abgeleitet.

Sprache: Ugaritisch; hier vermittelt durch Budins englische Fachstudie und die dort zitierten Übersetzungsfenster

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte ugaritische Baal-/Kirta-/Aqhat-Zusammenhänge
Verwendeter Ausschnitt
Historischer Ginsberg-Auszug mit markierten Lücken; vorhandene Wikander- und ergänzende EUPT-/Budin-Fenster
  1. Baal und Anat: frühe Erzählteile im vorhandenen Ginsberg-Auszug

    H. L. Ginsberg · ANET-Ausgabe 1969; historische Lesungen und Anordnung

    Vorhandene PDF-Seiten 2–10 jetzt vollständig als native Seitenbilder gelesen: Einleitung/alte Editionssiglen, Yam-Konflikt, Hausbau sowie der in dieser Ausgabe anders eingeordnete V-AB-Teil. Sichtbar nummerierte Druckseiten 130–137; erste Einleitungsseite im Auszug ohne sichtbare Seitenzahl. Keine erneute Akquise oder Textextraktion.

    Historische englische Übersetzung, keine aktuelle vollständige KTU-Edition oder eigene ugaritische Zeichenlesung. Die alten Siglen und teils ausdrücklich vorläufige Reihenfolge werden nicht blind in moderne Tafelnummern umgerechnet. Zweifelhafte Ergänzungen, Sprecherzuweisungen und identitätsbezogene Deutungen der alten Fußnoten nicht als gesicherte Tatsachen übernommen. Der bereits gelesene Mot-Teil bleibt über den bestehenden separaten Lesebeleg gebunden. Keine öffentliche Scanreproduktion. Abgerufen am 2026-10-16.

  2. Gender in the Tale of Aqhat

    Stephanie Lynn Budin · 2018

    Gesamter Aufsatz-Haupttext Druckseiten 51–70 (PDF 17–36) einschließlich Fußnoten gelesen; bibliographische Titeldaten PDF 3–4. Verwendet für Handlungsfolge, begrenzte darin zitierte Übersetzungsfenster und ausdrücklich zugeschriebene Interpretationen.

    Keine unabhängig vollständig gelesene Primärausgabe von KTU 1.17–1.19. Parker 1997 und Coogan/Smith 2012 werden durch Budin vermittelt, nicht als selbst gelesene Ausgaben geführt. Bibliographie PDF 37–38 nicht vollständig gelesen; zitierte Vergleichswerke/Rechtsurkunden nicht unabhängig erschlossen. Die These Pughat als Sohn und Ergänzungen verlorener Szenen bleiben Interpretationen. Kein erhaltenes Ende oder gesichertes Alter Pughats behauptet. Abgerufen am 2026-10-17.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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