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Museum der
Mythologien

Exponat

Nüwa: Eine Welt wird repariert

Der Himmel deckt die Erde nicht mehr, Feuer und Wasser bedrohen die Menschen. Nüwa verändert Steine, errichtet Stützen und hält die Flut auf. Drei getrennte Textzugänge zeigen, warum Himmelsreparatur und Menschenschöpfung keine einheitliche Lebensgeschichte ergeben.

6–8 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Die Welt ist schon da — und trägt nicht mehr

Nüwa tritt hier nicht in ein leeres Universum. Menschen leben bereits in einer Welt, deren Ordnung versagt: Die vier äußeren Stützen sind zerstört, die neun Regionen aufgerissen. Der Himmel bedeckt nicht mehr alles, die Erde trägt nicht mehr alles. Feuer erlischt nicht, Wasser zieht sich nicht zurück. Raubtiere und Vögel greifen Menschen an, darunter Alte und Schwache.

So beginnt die betreffende Passage in Kapitel sechs des Huainanzi, dem Lanming xun. Wir geben ihren Inhalt sinngemäß aus dem chinesischen Text wieder. Der Einsatz ist das Weiterleben in einer beschädigten Welt. Wer hier sofort eine Geschichte von der Erschaffung aller Menschen anschließt, wechselt bereits die Quelle.

Die kurze Passage nennt für diese anfängliche Katastrophe keinen Verursacher. Insbesondere beginnt sie nicht mit einem Streit zwischen Gonggong und einem anderen Herrscher. Diese Lücke wird hier offengelassen, statt sie mit einer bekannten Episode aus einem anderen Zusammenhang zu füllen.

Material für einen beschädigten Himmel

Eine Frau im hellen Gewand drückt mit beiden Händen leuchtendes Material in eine große Lücke im blauen Himmel. Links unten liegen fünf verschiedenfarbige Steine in einer Schale; darunter erstreckt sich eine Flusslandschaft.
Heutige KI-Illustration zur Himmelsreparatur im Huainanzi 6. Fünf verschiedenfarbige Steine greifen die Materialangabe auf; Einzelfarben, goldene Naht, Gefäß, Gestalt und Landschaft sind frei gewählt. Keine historische Rekonstruktion oder verbindliche Ikonografie.

Vier Handlungen statt eines einzigen Wunders

Nüwa schmilzt oder läutert Steine in fünf Farben, um den Himmel auszubessern. Sie trennt die Beine der riesigen Schildkröte Ao ab und verwendet sie, um die vier Stützen aufzurichten. Sie tötet den schwarzen Drachen, um Jizhou zu retten. Schließlich häuft sie Schilfasche auf, die das überschießende Wasser aufhält.

Die Handlung verbindet verschiedene Materialien und verschiedene Aufgaben. Steine schließen die beschädigte Himmelsdecke. Körperteile werden zu tragenden Elementen. Das Töten beseitigt eine Bedrohung. Asche begrenzt das Wasser. Die Erzählung bietet keine technische Bauanleitung, wohl aber eine genaue Folge unterschiedlicher Eingriffe.

Auch die Antwort der Welt wird schrittweise erzählt: Der Himmel ist ausgebessert, die Stützen stehen richtig, das Wasser versiegt. Jizhou ist befriedet, schädliche Wesen sind beseitigt, und Menschen können leben. Die wiedergewonnene Bewohnbarkeit ist damit genauso wichtig wie die spektakuläre Arbeit am Himmel.

Die Gewalt gegen Ao und den Drachen wird nicht in eine harmlose Zauberszene umgeschrieben. Zugleich erzählt der Abschnitt weder von einem freiwilligen Opfer der Schildkröte noch von Nüwas eigenem Tod. Solche Ergänzungen würden die Verantwortung und den Preis der Rettung anders verteilen.

Fünf Farben sind noch keine Farbtabelle

Der gelesene Satz bezeichnet die Steine als fünffarbig. Er zählt ihre einzelnen Farben nicht auf und ordnet ihnen an dieser Stelle keine fünf Aufgaben oder Naturkräfte zu. Deshalb macht dieses Dossier aus einer knappen Materialangabe kein vollständiges kosmologisches Diagramm.

Unsere heutige Illustration arbeitet mit Blaugrün, Rot, Ockergelb, Weiß und Schwarz. Diese Palette ist eine gestalterische Entscheidung. Auch das leuchtende Bindematerial, das Gefäß, Nüwas Kleidung und ihre Körperhaltung sind frei gestaltet. Das Bild veranschaulicht die Reparatur; es dokumentiert keine antike Werkstatt und keine verbindliche Gestalt der Göttin.

Ein Detail lässt sich dagegen unmittelbar an der Passage prüfen: Verändertes Material schließt etwas Beschädigtes. Die sichtbare Naht soll diese Tätigkeit verständlich machen. Der Text muss dafür nicht nachträglich zu einer Erzählung über eine bestimmte handwerkliche Technik erklärt werden.

Eine Retterin, die ihre Leistung nicht ausstellt

Nach der Reparatur endet der Huainanzi-Abschnitt nicht sofort. Er beschreibt eine befriedete Ordnung, in der Tiere ihre Krallen, Zähne und Gifte nicht zum Angriff einsetzen. Nüwas Wirken reicht über den einzelnen Eingriff hinaus. Zum Schluss wird hervorgehoben, dass sie ihre Leistung und ihren Ruhm nicht zur Schau stellt.

Das ist ein anderer Schwerpunkt als die Frage, wer in einem Wettbewerb die mächtigste Gottheit sei. Der Abschnitt verbindet große Wirksamkeit mit einer Haltung, die sich nicht selbst in den Vordergrund drängt. Am Kapitelende werden Fuxi und Nüwa außerdem als Gestalten genannt, deren Wirken nicht auf aufdringlicher Reglementierung beruht.

Der Übersetzer John S. Major beschreibt das Huainanzi als ein unter Liu Ans Leitung entstandenes Werk über Philosophie und Regierung, das 139 v. Chr. dem Han-Hof präsentiert wurde. In seinem Bericht von 2010 betont er einen redaktionellen Zusammenhang des Gesamtwerks. Das ist seine fachliche Einordnung, kein Beweis dafür, dass jede Erzählstelle nur eine mögliche Bedeutung besitzt.

Für diese Passage hilft der Hinweis, über eine Sammlung von Abenteuern hinauszulesen: Was gilt als wirksames Handeln, und wie verhält sich eine rettende Leistung zu Selbstdarstellung und Herrschaft? Die Nüwa-Erzählung steht in einem Text, der solche Fragen mitverhandelt.

Im Liezi kommt die Beschädigung danach

Ein zweiter Zugang steht im Eröffnungsdialog des Liezi-Kapitels Tangwen. Dort wird nach den Grenzen von Raum, Zeit und Wissen gefragt. Himmel und Erde werden als Dinge behandelt, die selbst Mängel haben können. Nüwa bessert deshalb mit fünffarbigen Steinen Fehlstellen aus und richtet mit Aos Beinen die vier Stützen auf.

Erst danach folgt Gonggong. Der chinesische Text markiert den Übergang mit 其後, sinngemäß: danach. Gonggong kämpft mit Zhuanxu um die Herrschaft, stößt im Zorn gegen den Berg Buzhou und beschädigt die tragende Ordnung. Daraus erklärt der Dialog die Neigung des Himmels nach Nordwesten und die Richtung, in die sich das Wasser der Erde sammelt.

Lionel Giles gibt diese Folge in seiner historischen englischen Übersetzung ebenfalls wieder. Diese Lesart lässt sich hier also zwischen dem chinesischen Text und einer benannten Übersetzung vergleichen. Sie behauptet nicht, Nüwa habe nach genau diesem Streit die Schäden repariert. Eine solche umgekehrte Reihenfolge wäre eine andere Nacherzählung.

Giles verwendet in dieser Passage zudem männliche Pronomen und nennt Nü Kua in einer Anmerkung einen göttlichen Mann. Das wird als Merkmal seiner Übersetzung sichtbar gehalten, nicht stillschweigend zur verbindlichen Aussage über jede Nüwa-Überlieferung gemacht. Auch eine alte englische Ausgabe ist eine Vermittlungsentscheidung.

Menschen aus Erde: ein anderer Überlieferungsweg

Eine weitere Geschichte wird im Taiping yulan, Band 78, ausdrücklich als Zitat aus dem Fengsu tong eingeführt. Jetzt ist die Ausgangslage eine andere: Himmel und Erde sind bereits eröffnet, aber Menschen fehlen noch. Nüwa formt sie aus gelber Erde.

Die Arbeit übersteigt ihre verfügbare Kraft und Zeit. Daraufhin benutzt sie eine Schnur im Schlamm und hebt sie heraus, um weitere Menschen entstehen zu lassen. Der kurze Text erläutert nicht jede einzelne Bewegung. Wir ergänzen deshalb weder ein genaues Spritzverfahren noch eine ausgearbeitete Werkstattszene.

Am Ende deutet die überlieferte Fassung die beiden Herstellungsweisen sozial: Reiche und Hochgestellte werden den geformten Erdmenschen zugeordnet, Arme und gering Geachtete den Schnurmenschen. Damit erzählt sie nicht nur eine Herkunft, sondern begründet Ungleichheit. Diese Wertung gehört zur Quelle; sie ist keine Aussage des Museums über den Wert von Menschen.

Die Nachweiskette ist entscheidend: Gelesen wurde ein Zitat innerhalb einer Kompilation, keine vollständige Originalausgabe des Fengsu tong. Das zitierte Werk und der Text, der das Zitat bewahrt, erhalten deshalb eigene Einträge. Und die Menschenentstehung wird nicht zum ungenannten ersten Kapitel der Himmelsreparatur gemacht.

Zum Gegenlesen wurde auch die digitale Transkription der Sibu-congkan-Fassung herangezogen. Im kurzen Satz über die Schnur unterscheiden sich die angezeigten Zeichen: In der zuerst gelesenen Fassung steht vor dem Herausheben ein zusätzliches Zeichen. Ohne Vergleich der Druckbilder lässt sich daraus keine sichere historische Textvariante ableiten. Gelbe Erde, Schnur, Arbeitslast und die abschließende soziale Rangordnung sind in beiden gelesenen Texten erkennbar.

Nüwa mit Fuxi: Was ein Textil belegt

Das National Museum of Korea katalogisiert unter Bongwan4027 ein bemaltes Textil aus dem Gräberfeld von Astana bei Turpan. Der Katalog beschreibt Fuxi und Nüwa mit menschlichen Oberkörpern und verbundenen schlangenartigen Unterkörpern. Zirkel und Lineal sowie Sonne, Mond und Sternbilder gehören zur Darstellung.

Damit liegt ein konkreter Zugang zur gemeinsamen Bildüberlieferung vor. Es ist jedoch keine Illustration genau jener Huainanzi-Passage, die wir eben gelesen haben. Die dortigen Reparaturhandlungen und die hier beschriebenen Attribute beantworten unterschiedliche Fragen.

Auch Datierungen verlangen Aufmerksamkeit: Der englische Katalog nennt das dritte bis achte Jahrhundert für die Nutzung des Gräberfelds. Diese breite Angabe wird hier nicht in ein scheinbar präzises Herstellungsdatum des einzelnen Textils verwandelt. Und seine zusammenfassende Geschwister- und Fluterzählung ersetzt keine benannte Textedition.

Drei Fragen, drei verschiedene Nüwa-Profile

Im Huainanzi fragt die Szene nach einer wieder bewohnbaren Welt und nach wirksamer Rettung. Im Liezi steht die Reparatur innerhalb eines Dialogs über die Beschaffenheit und Begrenztheit der Dinge; danach kann eine neue Beschädigung folgen. Das im Taiping yulan bewahrte Zitat fragt nach der Herkunft von Menschen und verbindet diese mit sozialer Rangordnung.

Welche dieser Aussagen folgt aus dem jeweiligen Text, und welche wäre erst deine eigene Deutung? Prüfe besonders die Übergänge: Steht in der Quelle wirklich deshalb, vorher oder danach? Gerade kleine Verknüpfungen können aus mehreren Überlieferungen eine neue Geschichte machen.

Nüwa bleibt über diese Zugänge auffindbar, ohne zu einer Figur zu werden, der wahllos jede schöpferische Leistung zugeschrieben wird. Gemeinsamkeiten laden zum Vergleich ein. Sie entbinden nicht davon, die jeweilige Handlung und ihren Überlieferungsweg zu nennen.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Weltreparatur
Huainanzi 6 mit fortgesetztem Lob des zurückhaltenden Wirkens.

Reparatur vor neuer Beschädigung
Liezi Tangwen, chinesischer Text und historische englische Übersetzung.

Menschenschöpfung
Fengsu-tong-Zitat im Taiping yulan 78, einschließlich sozialer Hierarchie.

Paardarstellung
Ein konkret katalogisiertes Textil mit Fuxi aus Astana.

Drei Ebenen des Lesens

Werk, Handschrift, Ausgabe

Überlieferter Text

Huainanzi / 淮南子

Werkidentität; ausgewählte Nüwa-Passage in Kapitel 6 und begrenzter Kontext.

139 v. Chr. als Präsentationsdatum des Werkes laut Major; kein Datum der erzählten Katastrophe.

Sprache: Klassisches Chinesisch

Benutzte Ausgabe

Wikisource: Lanming xun

Kein selbst kollationierter Druck oder Handschrift; direkt gelesene Passage, eigene deutsche Inhaltswiedergabe.

Digitale Transkription abgerufen 2026.

Sprache: Klassisches Chinesisch

Überlieferter Text

Liezi / 列子

Werkidentität; ausschließlich Anfang des Tangwen-Dialogs erschlossen.

Traditionelle Zuschreibung nicht als gesicherte Datierung des erhaltenen Textes behandelt.

Sprache: Klassisches Chinesisch

Benutzte Ausgabe

Wikisource: Tangwen pian

Reparatur und 其後 direkt gelesen, keine kritische Variantenkollation.

Digitale Transkription abgerufen 2026.

Sprache: Klassisches Chinesisch

Benutzte Ausgabe

Lionel Giles: Book V, The Questions of T’ang

Nur Eröffnungsdialog und zugehörige Anmerkungen. Leerer PDF-Abruf kein Beleg einer Druckseitenlektüre.

Historische Übersetzung des frühen 20. Jahrhunderts; Webtranskription.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Taiping yulan / 太平御覽

Werkidentität des hier gelesenen Zitatträgers.

Kompilation älterer Quellen; Entstehungs- und Zitierzeiten nicht gleichgesetzt.

Sprache: Klassisches Chinesisch

Benutzte Ausgabe

Wikisource: Taiping yulan, Band 78

Abschnitt 女媧氏 gelesen; Quellenüberschriften und Kommentare getrennt beachtet.

Digitale Transkription abgerufen 2026.

Sprache: Klassisches Chinesisch

Überlieferter Text

Fengsu tong / 風俗通

Bibliografische Identität der im Taiping yulan angegebenen Quelle.

Zitiertes älteres Werk; hier nicht als ganzes Buch konsultiert.

Sprache: Klassisches Chinesisch

Erhaltener Textzeuge

Fengsu-tong-Zitat im Taiping yulan 78

Gelbe Erde, Schnur und soziale Rangordnung; eigener Überlieferungsweg gegenüber der Himmelsreparatur.

Überlieferung durch Zitat, keine separat eingesehene Originalhandschrift.

Sprache: Klassisches Chinesisch

Benutzte Ausgabe

Huainanzi, Sibu-congkan-Fassung, Band 6

Nüwa-Abschnitt von 往古之時 bis 智故消滅也 einschließlich der angezeigten Kommentare sowie Schlussstelle 伏戲女媧不設法度 gelesen. Vier Eingriffe, Ergebnisse, nicht ausgestellter Ruhm und politische Einbettung mit der zuvor registrierten digitalen Fassung verglichen. Begrenzter Vergleich digitaler Transkriptionen benannter Druckausgaben, keine vollständige kritische Edition, Handschriften- oder Druckbildkollation. Die Taiping-Einzelseite ist als noch nicht korrekturgelesen gekennzeichnet. Der Bildlink wurde geöffnet, aber kein lesbar angezeigter Scan visuell geprüft. Keine unabhängige chinesische Sprachgegenlektüre; Schreibabweichungen nicht ohne Druckprüfung als historisch echte Varianten bewertet.

Digitale Transkription einer benannten historischen Druckfassung; Abruf 2026.

Sprache: Klassisches Chinesisch

Benutzte Ausgabe

Taiping yulan, Sibu-congkan-Fassung, Band 78

Abschnitt 女媧氏 in der bandweisen digitalen Transkription gelesen, insbesondere Huainanzi- und Fengsu-tong-Zitat. Zusätzlich Transkriptionsseite Sibu Congkan Sanbian249-李昉-太平御覽-136-016.djvu/44 gelesen: 乃引繩於絙泥中舉以爲人; kein zweites 於 vor 舉, anders als in der bisher verwendeten freien Digitalfassung. Begrenzter Vergleich digitaler Transkriptionen benannter Druckausgaben, keine vollständige kritische Edition, Handschriften- oder Druckbildkollation. Die Taiping-Einzelseite ist als noch nicht korrekturgelesen gekennzeichnet. Der Bildlink wurde geöffnet, aber kein lesbar angezeigter Scan visuell geprüft. Keine unabhängige chinesische Sprachgegenlektüre; Schreibabweichungen nicht ohne Druckprüfung als historisch echte Varianten bewertet.

Digitale Transkription einer benannten historischen Druckfassung; Abruf 2026.

Sprache: Klassisches Chinesisch

Welche Zeit ist gemeint?

  • Erzählte Vorzeit ohne historisches Kalenderdatum.
  • Das Huainanzi wurde laut John S. Major 139 v. Chr. dem Han-Hof präsentiert. Dies datiert den Werkzusammenhang, nicht Nüwas Tat.
  • Majors Bericht über die neue englische Übersetzung erschien 2010.

Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Nüwa in benannten chinesischen Schriftquellen und einem katalogisierten Textil aus Astana
Verwendeter Ausschnitt
Huainanzi 6, Lanming xun, Nüwa-Abschnitt; eigene sinngemäße Inhaltswiedergabe des chinesischen Textes. Liezi und Fengsu-tong-Zitat anschließend getrennt.
  1. Huainanzi, Kapitel 6: Lanming xun / 覽冥訓

    Traditionell Liu An und seinem Gelehrtenkreis zugeordnet; digitale Transkription Wikisource · Han-zeitlicher Text; digitale Fassung abgerufen 2026

    Nüwa-Abschnitt von 往古之時 bis 道德上通,而智故消滅也 vollständig gelesen; unmittelbar vorausgehender Huangdi-Abschnitt und Schlussabschnitt zu Fuxi/Nüwa als Kontext. Übrige Kapitelteile nur Orientierung.

    Klassisch chinesischer Text direkt inhaltlich ausgewertet; deutsche Prosa ist eine eigene sinngemäße Wiedergabe, keine publizierte Fachübersetzung. Keine Handschrift oder kritischer Apparat kollationiert, keine vollständige Kapitel- oder Werklektüre. Digitale Transkription kann Fehler enthalten. Abgerufen am 2026-09-26.

  2. Taiping yulan, Band 78, Abschnitt Nüwa shi / 女媧氏

    Kompilierte Zitate verschiedener Werke; digitale Transkription Wikisource · Spätere Kompilation; Abruf der digitalen Fassung 2026

    Gesamten Abschnitt 女媧氏 gelesen, besonders ausdrücklich dem Fengsu tong zugeschriebene Menschenschöpfung und das Huainanzi-Zitat einschließlich sichtbar abgesetzter Kommentare.

    Zitatträger und zitiertes Werk getrennt. Kein vollständiges Fengsu tong gelesen und keine Originalhandschrift dieses Fragments behauptet. Eigene sinngemäße deutsche Inhaltswiedergabe; keine kritische Edition. Sozialhierarchie der Erzählung beschrieben, nicht als sachliche Menschenklassifikation übernommen. Abgerufen am 2026-09-26.

  3. Taoist teachings from the book of Lieh Tzŭ, Book V: The Questions of T’ang

    Lionel Giles, historische englische Übersetzung; Wikisource · Historische Übersetzung des frühen 20. Jahrhunderts; digitale Transkription

    Eröffnenden Dialog über Grenzen von Zeit und Raum bis einschließlich Himmelsreparatur und anschließendem Gonggong-Ereignis sowie zugehörige Fußnoten 1–10 gelesen. Rest des Buchkapitels nicht ausgewertet.

    HTML-Transkription kürzt den Namen im Hauptsatz zu Kua, Fußnote nennt Nü Kua. PDF-Abruf lieferte HTTP 200 mit leerem Körper: kein PDF gelesen, keine Bildseite visuell geprüft. Männliche Pronomen und divine man als historische Übersetzungsentscheidung markiert. Nicht als Datierungsbeleg für den antiken Text benutzt. Abgerufen am 2026-09-26.

  4. Liezi, Tangwen pian / 湯問篇, Eröffnungsdialog

    Traditionell Lie Yukou zugeordnet; digitale chinesische Transkription Wikisource · Überlieferter Text; hier keine pauschale Datierung nach traditioneller Autorschaft

    Anfang des Dialogs von 殷湯問於夏革曰 bis zur Erklärung der nach Südosten fließenden Gewässer gelesen. Reparatursatz, 其後 und Gonggong-Folge direkt mit Giles abgeglichen. Nachfolgende Größen- und Inselerzählungen nur Orientierung.

    Keine vollständige Kapitel- oder Werklektüre, keine Kollation von Handschriften oder kritischen Ausgaben. Katalogetikett Warring States nicht als gesicherte Datierung des erhaltenen Textes übernommen. Eigene deutsche Inhaltswiedergabe. Abgerufen am 2026-09-26.

  5. Huainanzi: Bericht des Übersetzers John S. Major

    John S. Major, Gastbeitrag bei Alan Baumler, Frog in a Well · 5. Juli 2010

    Gastbeitrag vollständig und Majors ausführliche Antwort vom 6. Juli über Aufbau und redaktionelle Kohärenz gelesen.

    Selbstbericht eines beteiligten Forschers; dessen Deutung des Gesamtwerks als solche benannt. Der vollständige englische Übersetzungsband von 2010 wurde nicht gelesen. Kein Ersatzbeleg für den konkreten Wortlaut der Nüwa-Passage. Abgerufen am 2026-09-26.

  6. Painting of Fuxi and Nüwa, Bongwan4027

    National Museum of Korea · Historisches Textil; Katalog nennt hier kein eindeutiges Einzelobjektdatum

    Vollständigen englischen Kataloghaupttext, Materialkategorie, Maße und Inventarnummer gelesen.

    Datierung 3.–8. Jahrhundert bezieht sich im Haupttext auf das Gräberfeld, nicht ausdrücklich auf das konkrete Bild. Erzählzusammenfassung des Katalogs nicht als Edition eines antiken Textes übernommen. Keine Bilddatei kopiert, keine eigene Betrachtung des Gemäldes oder vollständige Provenienzprüfung behauptet. Abgerufen am 2026-09-26.

  7. Huainanzi, Sibu-congkan-Fassung, Band 6

    Historischer chinesischer Text; digitale Transkription bei Wikisource · Historische Drucküberlieferung; digitale Transkription abgerufen 2026

    Nüwa-Abschnitt von 往古之時 bis 智故消滅也 einschließlich der angezeigten Kommentare sowie Schlussstelle 伏戲女媧不設法度 gelesen. Vier Eingriffe, Ergebnisse, nicht ausgestellter Ruhm und politische Einbettung mit der zuvor registrierten digitalen Fassung verglichen.

    Begrenzter Vergleich digitaler Transkriptionen benannter Druckausgaben, keine vollständige kritische Edition, Handschriften- oder Druckbildkollation. Die Taiping-Einzelseite ist als noch nicht korrekturgelesen gekennzeichnet. Der Bildlink wurde geöffnet, aber kein lesbar angezeigter Scan visuell geprüft. Keine unabhängige chinesische Sprachgegenlektüre; Schreibabweichungen nicht ohne Druckprüfung als historisch echte Varianten bewertet. Abgerufen am 2026-09-26.

  8. Taiping yulan, Sibu-congkan-Fassung, Band 78

    Historischer chinesischer Text; digitale Transkription bei Wikisource · Historische Drucküberlieferung; digitale Transkription abgerufen 2026

    Abschnitt 女媧氏 in der bandweisen digitalen Transkription gelesen, insbesondere Huainanzi- und Fengsu-tong-Zitat. Zusätzlich Transkriptionsseite Sibu Congkan Sanbian249-李昉-太平御覽-136-016.djvu/44 gelesen: 乃引繩於絙泥中舉以爲人; kein zweites 於 vor 舉, anders als in der bisher verwendeten freien Digitalfassung.

    Begrenzter Vergleich digitaler Transkriptionen benannter Druckausgaben, keine vollständige kritische Edition, Handschriften- oder Druckbildkollation. Die Taiping-Einzelseite ist als noch nicht korrekturgelesen gekennzeichnet. Der Bildlink wurde geöffnet, aber kein lesbar angezeigter Scan visuell geprüft. Keine unabhängige chinesische Sprachgegenlektüre; Schreibabweichungen nicht ohne Druckprüfung als historisch echte Varianten bewertet. Abgerufen am 2026-09-26.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-26. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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