Sieg als Name in Zeus' Gefolge
Hesiod nennt Nike zusammen mit Zelos, Kratos und Bia als Kind von Styx und Pallas. Als Styx zuerst zu Zeus kommt, erhalten ihre Kinder einen Platz in seiner Nähe. Nike bedeutet in Evelyn-Whites Übersetzung „Victory“, doch die Verse erzählen hier keine einzelne Schlacht, die sie gewinnt oder entscheidet.
Die genealogische Nähe zu Zeus ist ein Ausgangspunkt. Wie Nike später in Athen aufgestellt und erklärt wird, muss an anderen Zeugnissen geprüft werden.
Zwei Athener Bilder bei Pausanias
Pausanias beschreibt rechts vom Zugang zur Athener Akropolis einen Tempel der flügellosen Nike. An anderer Stelle seines Rundgangs berichtet er von einer großen Athena-Statue, die eine kleine Nike in der Hand trägt. Das sind zwei verschiedene Bild- und Ortsbeziehungen innerhalb der Stadt.
Später erklärt Pausanias die flügellose Gestalt durch einen lokalen Wunsch: Der Sieg solle Athen nicht verlassen. Er vergleicht diesen Gedanken mit einem gefesselten Enyalios in Sparta. Das ist sein Bericht über eine Deutung, keine sichere Aussage darüber, weshalb das Bild ursprünglich so gestaltet wurde.
Eine fragmentarische Nike aus Terrakotta

Fehlende Flügel sind nicht dasselbe wie flügellos gedacht
Die griechische Terrakottafigur im Met stammt aus dem späten 5. Jahrhundert v. Chr. Erhalten ist ein bewegter, gefalteter Körper ohne Kopf und Arme. Laut Katalog waren ihre Flügel einst in Schlitzen am Rücken befestigt; sie fehlen heute. Die Frontansicht lässt diese Schlitze nicht sicher selbständig erkennen.
Dieses Objekt zeigt, wie wichtig der Erhaltungszustand ist: Die Figur war ursprünglich beflügelt, auch wenn das Foto jetzt keine Flügel zeigt. Pausanias' flügellose Nike auf der Akropolis bezeichnet dagegen ein anderes, ausdrücklich so beschriebenes Bild in einem anderen Zusammenhang.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Verwandtschaft und Zeus
Theogonie 383–403, keine Einzelszene Nikes.
Athener Bild- und Ortsansprüche
Akropolisbeschreibungen und Pausanias' lokale Deutung, nicht mit Met-Figur identisch.
Erhaltene Terrakotta
Met 07.286.23 als fragmentarisches antikes Objekt mit verlorenen Flügeln.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Hesiod: Theogonie
Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.
Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Theogonie 346–403 und 775–806 nach Evelyn-White
Styx' Herkunft, Kinder, Zeus-Beziehung und Eidwasser in begrenzten Passagen.
Historische Übersetzung 1914
Sprache: Englisch nach Altgriechisch
Überlieferter Text
Pausanias: Beschreibung Griechenlands
Werkebene der Beschreibung Griechenlands. Die einzelnen Museumseiten nennen ihre tatsächlich gelesenen Ausschnitte in den zugehörigen Ausgabenkarten; daraus folgt keine vollständige Erschließung des Werks.
Werkebene; hier kein exaktes Entstehungsjahr festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Pausanias 1,22,4 und 1,24,7 nach Jones
Nike-Tempel und Athena-Statue an der Athener Akropolis.
Historische Übersetzung
Sprache: Englisch nach Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Pausanias 3,15,7–8 nach Jones
Lokale Begründung der flügellosen Nike im Vergleich mit Enyalios.
Historische Übersetzung
Sprache: Englisch nach Altgriechisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Griechische Dichtung, antiker Reisebericht und griechische Terrakotta
- Verwendeter Ausschnitt
- Theogonie 383–403; Pausanias 1,22,4; 1,24,7; 3,15,7–8; Met 07.286.23.
- Theogonie 346–403 und 775–806: Styx, ihre Kinder und der Eid
Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung Hugh G. Evelyn-White · Antike Dichtung; historische englische Übersetzung 1914
346–366: Styx unter den Okeaniden; 375–403: Pallas, vier Kinder, Styx' Gang zu Zeus, Zusage und Ehrung; 775–806: Styx' Wohnort und Eidwasser mit Folgen des Meineids. Nur diese Stellen für den Komplex gelesen.
Historische englische Übersetzung ohne griechische Kollation. Die Zeilen geben Zelos keine Einzelhandlung und Nike keine feste bildliche Gestalt; Eidwasser ist eine Erzählung über die Götter, kein menschliches Ritualprotokoll. Abgerufen am 2026-09-29.
- Pausanias 1,22,4 und 1,24,7: Nike an der Athener Akropolis
Pausanias, Beschreibung Griechenlands; englische Übersetzung W. H. S. Jones · Antiker Reisebericht; historische englische Übersetzung
1,22,4: Tempel der flügellosen Nike rechts vom Akropoliszugang. 1,24,7: Athena-Standbild trägt eine kleine Nike. Nur diese beiden Orts- und Bildbeschreibungen für Nike gelesen.
Pausanias beschreibt von ihm berichtete Monumente, nicht eine universelle Nike-Ikonografie. Das erhaltene Met-Terrakottaobjekt ist ein anderes Werk und soll nicht mit seinen Beschreibungen identifiziert werden. Abgerufen am 2026-09-29.
- Pausanias 3,15,7–8: Deutung der flügellosen Nike
Pausanias, Beschreibung Griechenlands; englische Übersetzung W. H. S. Jones · Antiker Reisebericht; historische englische Übersetzung
3,15,7–8: Pausanias vergleicht das gefesselte Enyalios-Bild in Sparta mit der flügellosen Nike in Athen und berichtet die Deutung, Sieg solle dort bleiben.
Die Erklärung ist Pausanias' Bericht über eine lokale Deutung, kein unabhängiger Beweis für Entstehung oder ursprüngliche Absicht des Athener Bildes. Abgerufen am 2026-09-29.
- Terrakottafigur der Nike, Met 07.286.23
The Metropolitan Museum of Art; antike Werkstatt unbekannt · Griechische Terrakotta, spätes 5. Jahrhundert v. Chr.; heutiger Sammlungskatalog
Objektseite und API: Terrakottafigur Nike, spätes 5. Jahrhundert v. Chr., Inventar 07.286.23, 17,8 cm hoch; Katalog erläutert Flug-/Landehaltung und einst in Rückenschlitzen befestigte Flügel. Individuelle Public-Domain-Angabe und API-Flag geprüft; Bildbeschreibung nach Originalsichtung.
Die heute fehlenden Flügel dürfen nicht als beabsichtigte Flügellosigkeit der Figur beschrieben werden; Met-Objekt nicht mit Pausanias' Tempelbild gleichsetzen. Abgerufen am 2026-09-29.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-29. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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