Eine Krise wird weitergetragen
Nach Ištars Abstieg kommt das sexuelle Zusammenfinden von Menschen und Tieren zum Stillstand. Papsukkal erscheint niedergeschlagen, in Trauerkleidung und mit ungepflegtem Haar. Vor Sîn und Ea trägt er seine Verzweiflung vor. Die folgende Rede verbindet das Ausbleiben der Göttin mit der Krise der Oberwelt.
Die sichtbare Trauer und die übermittelte Nachricht gehören zusammen. Papsukkal ist in dieser Passage nicht selbst derjenige, der Ištar aus der Unterwelt herausführt. Seine Handlung schafft die Verbindung zu Ea, dessen Antwort einen anderen Helfer hervorbringt.
Eine ähnliche Aufgabe braucht einen genauen Namen
Im sumerischen Unterweltsgang sucht Ninšubur nach Inannas Ausbleiben Hilfe. Der hier gelesene akkadische Text nennt dagegen Papsukkal. Der Vergleich zeigt eine verwandte Vermittlungsfunktion, ohne aus der Ähnlichkeit allein eine überall gültige Identität abzuleiten.
Dieses Profil bleibt auf die benannte akkadische Szene begrenzt. Weitere Namensverbindungen, Kultorte und Götterlisten erfordern jeweils eigene Belege. Eine universelle Genealogie ergibt sich aus der kurzen Botenszene nicht.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Wer bemerkt, dass die Rückkehr ausbleibt, und setzt Hilfe in Gang?
In der akkadischen Ištar-Dichtung macht Papsukkal das Ausbleiben der Göttin zur Nachricht an andere Götter.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Ištars Gang in die Unterwelt – akkadische Überlieferung
Von der sumerischen Inanna-Komposition getrennter Werkdatensatz. SOAS erschließt Z. 1–125; die separat registrierte eBL-Edition einschließlich Schluss Z. 126–138 wurde zusätzlich gelesen. Keine vollständige Kollation der Überlieferung.
Antiker Text; das Publikationsdatum einer heutigen Lesehilfe datiert nicht seine Entstehung.
Sprache: Akkadisch
Benutzte Ausgabe
eBL: Ištars Unterweltsgang, Standard Babylonian
Haupttext bis Z. 138 und Kommentar zu Z. 136 gelesen. Kritische Rekonstruktion mit zusätzlichen Zeilen und Varianten; keine einzelne historische Tafel. Fosters englische Übersetzung bietet in Z. 136–137 einen Jubelruf, die Anmerkung diskutiert die konkurrierende Aufstiegslesart. Keine vollständige Partiturprüfung.
Ausgabe nach eigener Zitierempfehlung: Setälä 2022; dynamischer Stand gelesen am 26.09.2026.
Sprache: Akkadische Transkription und englische Übersetzung
Überlieferter Text
Inannas Gang in die Unterwelt – sumerische Überlieferung
Aus mehreren Textzeugen erschlossene sumerische Komposition; die verschiedenen Torfolgen und Schlussfassungen bleiben unterscheidbar.
Keine einheitliche Entstehungsdatierung aus der modernen Rekonstruktion abgeleitet.
Sprache: Sumerisch
Benutzte Ausgabe
Pascal Attinger: La descente d’Innana dans le monde infernal
Moderne synoptische Erschließung mit rekonstruierter Lesefassung und Varianten. Benutzt wurden vor allem Übersetzung und Anmerkungen S. 74–94. Kein einzelner antiker Textzeuge und keine eigene Neukollation der Tafeln.
2019, aktualisiert 2021; Zenodo v2, DOI 10.5281/zenodo.4603728.
Sprache: Sumerische Partitur; französische Übersetzung und Anmerkungen
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Papsukkal im akkadischen Ištar-Abstieg; ausdrücklich begrenzter sumerischer Vergleich
- Verwendeter Ausschnitt
- Genau bezeichnete moderne Lesetexte mit Fehlstellen und Ergänzungen; keine eigene Keilschriftkollation oder historische Porträtrekonstruktion.
- Descent of Ištar, Chapter Standard Babylonian
A. Setälä; Beiträge Z. J. Földi, A. Hätinen, E. Jiménez und G. Rozzi; Übersetzung Benjamin R. Foster · 2022; dynamische Onlineedition, gelesen 2026-09-26
Angezeigter Haupttext Z. 1–138 einschließlich eingeschobener a/b/c-Zeilen, Transkription und englische Übersetzung; aufgeklappte Anmerkung zu Z. 136 vollständig gelesen.
Keine eigene Kollation der Tafeln oder vollständige Prüfung aller ausklappbaren Partituren. Übersetzungsproblem in Z. 118b: englisch does pay trotz akkadischem lā; diese englische Formulierung nicht übernommen. Z. 126 ist davon unabhängig belegt. Anmerkung 136 zitiert Frahm 2003, ohne dass dessen ganzer Aufsatz hier gelesen wurde. Abgerufen am 2026-09-26.
- La descente d’Innana dans le monde infernal (1.4.1)
Pascal Attinger · 2019, aktualisiert 2021
Zenodo, Version v2, DOI 10.5281/zenodo.4603728. Lizenz laut archivierter Repository-Metadaten: Creative Commons Namensnennung 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/). Die deutsche Nacherzählung und das Schema sind bearbeitete Zusammenfassungen, keine vollständige Übersetzung.
Bibliografische Einleitung S. 1–4; französische Übersetzung und Anmerkungen S. 74–94, einschließlich der abweichenden Torfolgen, Wartezeiten und des umstrittenen Schlusses. S. 81 mit der Torfolge visuell am PDF geprüft.
Die vollständige Partitur S. 4–74 wurde nicht kollationiert. Keine eigene Entzifferung der Tontafeln. Der zusammenhängende Text ist eine moderne Rekonstruktion aus mehreren Textzeugen; Lesarten und Forschungskontroversen bleiben sichtbar. Abgerufen am 2026-09-25.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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