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MythaneumDas Museum der Mythologien

Exponat

Perun: Wie viel erzählt eine Spur?

Ein Eid, ein hölzernes Kultbild und eine viel spätere Miniatur: Peruns Spuren führen durch verschiedene Zeiten. Der bekannte Kampf gegen Veles stellt eine andere Frage – wie entsteht aus Vergleichen eine Geschichte?

7–8 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Ein breiter Fluss windet sich zwischen bewaldeten Ufern. Unter dunklen Regenwolken leuchtet ein verzweigter Blitz; rechts fällt warmes Licht auf das Wasser.
Heutige KI-Interpretation: Gewitter über einer frei gestalteten Flusslandschaft, in Gouache- und Linienwirkung. Kein historischer Ort, keine Rekonstruktion von Kyjiw und kein überliefertes Bild Peruns. Mit OpenAI ImageGen erzeugt.

Der Blitz ist ein Anfang, noch keine Geschichte

Ein Gewitter lässt sich unmittelbar sehen: Regen verdunkelt die Landschaft, ein Blitz verbindet für einen Moment Himmel und Erde. Das große Bild dieser Seite ist eine heutige KI-Illustration. Es kann eine Frage anregen, aber keine frühere Vorstellung von Perun belegen. Dafür müssen wir zu benannten Textstellen und Bildzeugnissen wechseln.

Der erste Zugang führt nach Kyjiw in die mittelalterliche Rusʼ. Was erzählen die dort angesetzten Berichte über Peruns Rolle? Und was verändert sich, wenn wir Jahrhunderte später entstandene Bilder oder heutige Forschungsmodelle danebenlegen?

Vier Zeiten in einem Quellenblick

Die Povestʼ vremennych let, oft als Nestorchronik oder Primary Chronicle bezeichnet, wurde im frühen 12. Jahrhundert zusammengestellt. Sie verarbeitet älteres Material. Ihre erhaltenen Handschriften sind nochmals jünger: Die Laurentius-Handschrift stammt von 1377, die Radziwiłł-Handschrift aus den 1490er Jahren.

Das ergibt vier verschiedene Zeitangaben: ein Jahr, unter dem die Chronik etwas erzählt; die Zeit ihrer Zusammenstellung; das Alter einer erhaltenen Abschrift; schließlich das Datum der benutzten Ausgabe. Hier lesen wir ausgewählte Stellen in der englischen Übersetzung von 1953. Ein Eintrag zum Jahr 980 ist dadurch kein erhaltenes Schriftstück von 980.

945 und 971: Wer soll einen gebrochenen Eid ahnden?

Zum Jahr 945 berichtet die Chronik, Igor und nichtchristliche Gefolgsleute hätten bei einem Perunbild geschworen und Waffen, Schilde und Gold niedergelegt. Christen leisteten ihren Eid in der Eliaskirche. Im Vertrag von 971 werden Perun und Volos angerufen; Vertragsbruch soll den Schwörenden selbst Verderben bringen.

Perun erscheint hier in einer verbindlichen Handlung zwischen Menschen. Die beiden Eidorte von 945 belegen innerhalb dieser Erzählung verschiedene religiöse Gruppen. Sie machen den biblischen Elias nicht zu einem zweiten Namen Peruns.

980: Ein Bild auf dem Hügel

Unter 980 lässt Wladimir außerhalb seines Hofes in Kyjiw mehrere Kultbilder aufstellen. Peruns Bild ist aus Holz, mit silbernem Kopf und goldenem Schnurrbart. Daneben nennt die Chronik Chors, Dažbog, Stribog, Simargl und Mokoš. Das ist ein konkreter Kultbildbericht, aber noch keine ausgearbeitete Familiengeschichte dieser Gottheiten.

988: Ein Bild wird fortgeschafft

Unter 988 erzählt die Chronik, Wladimir lasse Peruns Bild an einen Pferdeschwanz binden, schlagen und in den Dnipro werfen. Nichtgetaufte Menschen weinen. Später entsteht am früheren Kultplatz eine Basiliuskirche. Die Szene setzt den Religionswechsel sichtbar in den Stadtraum.

Wer spricht über die frühere Religion?

Die Abwertung der Kultbilder gehört zur christlichen Perspektive der Erzählung. Sie ist keine neutrale Beschreibung dessen, was ihre Verehrer glaubten. Zugleich warnt der Historiker Donald Ostrowski vor einer einzigen glatten Lesart der ganzen Chronik: Er unterscheidet mehrere Erzählerperspektiven und untersucht, wie heidnische Vergangenheit Teil christlicher Geschichtsschreibung wird.

Wir können deshalb genau angeben, was eine ausgewählte Passage sagt, ohne daraus sämtliche Überzeugungen einer Bevölkerung abzuleiten. Auch eine moderne Übersetzungsanmerkung muss geprüft werden: Sie spricht mit der Stimme ihrer Herausgeber und steht nicht auf derselben Ebene wie der übersetzte Chronikbericht.

Ein später Blick auf das Kultbild

Handschriftenminiatur: Ein sitzender Mann links weist auf zwei stehende Personen; rechts steht eine rote menschliche Gestalt mit langem Stab auf einem Hügel, flankiert von dunklen geflügelten Figuren.
Miniatur Nr. 111 der Radziwiłł-Chronik, spätes 15. Jahrhundert: Wladimir und das Perunbild zum Chronikjahr 980. Unbekannter Illustrator. Reproduktion über Wikimedia Commons, dort als Scan vom Buchumschlag L. S. Klein, 2004, verzeichnet; Public Domain / PD-Art. Originaldatei unverändert, Webfassungen proportional verkleinert bzw. in WebP umgewandelt. Bildnachweis Bildlizenz

Was die Miniatur zeigt – und was ihr Datum verändert

Links sitzt eine rot gekleidete Person; zwei weitere stehen zwischen ihr und einer erhöhten roten Gestalt rechts. Dunkle geflügelte Wesen flankieren diese Gestalt. Die Dateibeschreibung ordnet das Blatt Wladimirs Anordnung beim Perunbild zu. Die dämonisierende Darstellung gehört zur Überlieferungsgeschichte des Bildes.

Die Miniatur entstand im späten 15. Jahrhundert. Sie lässt erkennen, wie eine spätere Bildüberlieferung die Szene gestaltet. Für eine genaue Rekonstruktion der Statue aus dem 10. Jahrhundert reicht das nicht. Auch die digitale Abbildung hat einen Überlieferungsweg: Commons nennt einen Buchumschlag von 2004 als Scanvorlage.

Der Name und der Donner: eine sprachliche Frage

Warum wird Perun mit Donner verbunden? Die Forschung untersucht dafür Namen, verwandte Wörter und spätere Sprachzeugnisse. Roman Zaroff führt unter anderem das polnische Wort piorun für einen Blitz an und deutet den Gottesnamen über eine Wurzel mit der Bedeutung schlagen.

Martin Pukanec wendet sich 2013 gegen diese einfache Ableitung und bevorzugt einen älteren indoeuropäischen Namensvergleich. Dabei bleiben Bedeutung und lautliche Entwicklung Gegenstand der Argumentation. Solche Modelle können Zusammenhänge erschließen; sie sind keine wiedergefundene Geschichte aus Peruns Mund.

Auch der Vergleich mit dem litauischen Perkūnas braucht diese Unterscheidung. Sprachliche Verwandtschaft oder Ähnlichkeit beantwortet noch nicht, welche Rituale, Erzählungen und Gemeinschaften jeweils gemeint sind. Das eigene Perkūnas-Profil erschließt dafür benannte litauische Ortsgeschichten und Liedkontexte.

Spätere Bräuche sind eigene Zeugnisse

Zaroff verbindet spätere Eliasverehrung, Wettervorstellungen und ländliche Bräuche mit Perun. Für ihn sprechen sie für ein Fortleben älterer Vorstellungen. Das ist eine historische Deutung über große Zeitabstände hinweg.

Ein später aufgezeichneter Brauch belegt zunächst seinen eigenen dokumentierten Zusammenhang. Um daraus eine ununterbrochene Tradition seit dem 10. Jahrhundert abzuleiten, wären zusätzliche Nachweise nötig. Die hier gelesene Untersuchung ersetzt diese Einzelprüfung nicht. Sie öffnet eine Forschungsfrage, deren Quellen wir nicht rückwärts auf einen einzigen ursprünglichen Kult zuschneiden sollten.

Nachlesen: [3] S. 58–59

Perun gegen Veles: Wie eine Rekonstruktion erzählt

Eine eindrucksvolle Kampfgeschichte entsteht in Emily Lyles Untersuchung von 2009: Sie erwägt Veles an der Wurzel eines Weltbaums und Perun als Raubvogel oben. Perun besiegt den Gegner; andere junge Gottheiten werden frei. Jahreslauf und verschiedene Vergleichserzählungen sollen das Modell erklären.

Lyle nennt die konkrete Form dieser Geschichte ausdrücklich spekulativ. Ihre Kalenderdiagramme sind moderne Vorschläge, keine alten slawischen Bilder. Wir zeigen deshalb, wie die Forscherin argumentiert, und erzählen das Modell nicht als erhaltenen frühen Mythos nach.

Für den Vergleich ist eine einfache Unterscheidung entscheidend: Die gemeinsame Anrufung Peruns und Volosʼ im gelesenen Eid belegt noch keinen Kampf zwischen beiden. Das Veles-Profil behandelt die Namensbeziehungen und Funktionsdeutungen anhand seiner eigenen Belege.

Welche Frage passt zu welcher Spur?

SpurWas lässt sich damit untersuchen?
Chronikstelle mit JahresansatzWas berichtet der Text, und aus welcher Perspektive?
Spätmittelalterliche MiniaturWie gestaltet eine spätere Bildüberlieferung die Szene?
SprachvergleichWelche Wort- und Namensbeziehungen werden begründet?
Rekonstruierte KampfgeschichteWelche Annahmen verbinden getrennte Zeugnisse?

Nimm diese Frage mit

Stell dir vor, du müsstest eine Bildunterschrift für Perun schreiben. Beginnt sie mit Die Chronik berichtet, Eine spätere Miniatur zeigt oder Eine Forscherin schlägt vor? Jeder Anfang führt zu einer anderen Art von Aussage. Genaues Benennen macht die Lücken sichtbar und die vorhandenen Spuren interessanter.

Zum Weiterlesen führt Jupiter zu einer anderen Verbindung von Gottheit und Eid. Bei Teššub kannst du eine erhaltene Erzählung mit der hier vorgestellten Rekonstruktion vergleichen. In der Quellenwerkstatt prüfst du selbst, wie weit ein Beleg trägt.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Chronik und Eid
Konkrete Berichte unter945,971,980und988 in der benannten Übersetzung.

Sprachvergleich und spätere Deutungen
Unterschiedliche etymologische Argumente und nur mittelbar erschlossene spätere Traditionen.

Hypothetischer Perun-Veles-Kampf
Moderne vergleichende Rekonstruktion von2009; kein überlieferter früher Erzähltext.

Fassungen und Belege unterscheiden

Werk, Überlieferung und Lesezugang

Werk

Povestʼ vremennych let / Primary Chronicle

Perun in den ausgewählten englischen Eid-, Aufstellungs- und Beseitigungsstellen 65, 74, 77, 90, 93, 116–117. Die Radziwiłł-Abbildung bleibt ein gesondertes Bildzeugnis, keine Textgrundlage der Laurentian-Übersetzung.

Kompilation im frühen12.Jahrhundert; ältere Bestandteile, überlieferte Fassungen und spätere Handschriften unterscheiden.

Sprache: Altostslawisch

Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: The Russian Primary Chronicle: Laurentian Text (1953), ausgewählte Perun-Stellen Indo-European Time and the Perun-Veles Combat (2009), S. 147–152

Überlieferungsträger

Laurentius-Handschrift der Chronik

Materieller Textzeuge nach wissenschaftlicher Beschreibung. Keine hier durchgeführte Handschriftenautopsie.

1377 nach OstrowskiS.230.

Sprache: Altostslawisch

Quellen zu diesem Lesezugang: Pagan Past and Christian Identity in the Primary Chronicle (2011), S. 229–253

Überlieferungsträger

Radziwiłł-Handschrift der Chronik

Textzeuge und Bildüberlieferung getrennt von der Laurentius-Handschrift. Miniatur111 über eine als Buchumschlagscan verzeichnete Reproduktion betrachtet; keine Kollation des Textes.

1490erJahre nach OstrowskiS.230.

Sprache: Altostslawisch

Quellen zu diesem Lesezugang: Pagan Past and Christian Identity in the Primary Chronicle (2011), S. 229–253 Perun (Radzivill Chronicle): Miniatur Nr. 111

Benutzter Lesezugang

Cross / Sherbowitz-Wetzor: The Russian Primary Chronicle, Laurentian Text

Benutzte englische Ausgabe in archiviertem PDF; nur einzeln dokumentierte Seiten gelesen. Die Radziwiłł-Miniatur ist ein gesondertes Bildzeugnis, nicht die Textgrundlage dieser Übersetzung.

1953; Überarbeitung der älteren Cross-Übersetzung.

Sprache: Englisch

Quellen zu diesem Lesezugang: The Russian Primary Chronicle: Laurentian Text (1953), ausgewählte Perun-Stellen

Werk

Indo-European Time and the Perun-Veles Combat

Lyle 2009, S. 147–152 als moderne vergleichende Untersuchung. Die konkrete Kampf-/Geburtsform ist ausdrücklich spekulativ; Diagrammunterschriften gelesen, keine erneute Bildsichtung oder Primärwerklektüre aller Vergleiche.

2009

Sprache: Englisch

Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Indo-European Time and the Perun-Veles Combat (2009), S. 147–152

Welche Zeit ist gemeint?

  • 945 und 971: Eide in der Chronik; 980 und 988: Aufstellung und Zerstörung des Kultbildes. Erzählte Jahresansätze, keine Datierung der erhaltenen Handschriften.
  • Frühes 12. Jahrhundert: Kompilation der Povestʼ vremennych let nach Ostrowski; ältere Bestandteile und verschiedene Erzählerperspektiven.
  • 1377: erhaltene Laurentius-Handschrift; nicht das Datum der erzählten Eide.
  • 1490er Jahre: Radziwiłł-Handschrift nach Ostrowski. Die abgebildete Miniatur gehört zu dieser viel späteren Überlieferungsstufe.
  • 1953: benutzte englische Übersetzung von Cross und Sherbowitz-Wetzor.
  • 2009: Lyles vergleichendes Modell des Perun-Veles-Kampfes; keine Datierung eines erhaltenen frühen Erzähltexts.

Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.

Figuren und Namen in den Texten

Die Einträge folgen dem jeweiligen Werk. Eigene Handlungen, kurze Namensnennungen und Herkunftsangaben bleiben unterscheidbar. Gleiche oder ähnliche Namen ergeben noch keine gemeinsame Lebensgeschichte.

Povestʼ vremennych let / Primary Chronicle

1 Eintrag nach Szenen und Namensgruppen ansehen

Zum Werk und seinem hier benutzten Lesezugang

Handelnde und Namen der Chronik (1)

Die ausgewählte Stelle begrenzt die Aussage.

Perun in Eid, Aufstellung und Beseitigung

Perun wird in Eiden angerufen; die Liste von 980 beschreibt sein hölzernes Bild. Später ordnet Vladimir dessen Herabziehen und Wegschaffen an.

Gott, angerufener Name und materielles Bild bleiben unterscheidbar. Die Chronik erzählt hier keinen Kampf mit Volos.

Beleg: Cross, S. 65, 74, 77, 90, 93, 116–117 · The Russian Primary Chronicle: Laurentian Text (1953), ausgewählte Perun-Stellen

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Ausgewählte ostslawische Chronikzeugnisse zu Perun und spätere vergleichende Forschung
Verwendeter Ausschnitt
Cross/Sherbowitz-Wetzor 1953: Chronikjahre 945, 971, 980, 988; Radziwiłł-Miniatur 111; Ostrowski 2011, Zaroff 1999, Pukanec 2013 und Lyle 2009 in dokumentierter Auswahl.
  1. The Russian Primary Chronicle: Laurentian Text (1953), ausgewählte Perun-Stellen

    Samuel Hazzard Cross und Olgerd P. Sherbowitz-Wetzor, Übersetzung und Edition; Mediaeval Academy of America

    Vorrede und ausgewählte englische Seiten 65, 74, 77, 90, 93, 116–117 sowie Kommentar S. 226 Anm. 55 gelesen. Gedruckte Seiten 77, 93, 116–117 zusätzlich als Seitenbilder betrachtet.

    Keine Volllektüre der Chronik, keine Handschriftenkollation. Jahreszahlen innerhalb der Chronik unterscheiden sich vom Datum der Kompilation und der erhaltenen Abschriften. Ältere religionsgeschichtliche Kommentare sind keine Primärzeugnisse oder automatisch heutiger Konsens. Abgerufen am 2026-09-26.

  2. Pagan Past and Christian Identity in the Primary Chronicle (2011), S. 229–253

    Donald Ostrowski; in Ildar H. Garipzanov (Hg.), Historical Narratives and Christian Identity on a European Periphery, Brepols

    S. 229–232, 240–243 und 252–253 gelesen; S. 241 mit den Chronikbelegen zusätzlich visuell geprüft. Verlagsmetadaten bestätigen Band, Herausgeber und Erscheinungsjahr 2011.

    Teilkapitel-Lektüre, keine Gesamtlektüre des Sammelbands. Modell zweier Erzähler und Herkunftshypothesen sind Argumente des Autors. Beschädigte kyrillische Zeichen der PDF-Textextraktion nicht als Originaltext verwendet; keine eigenständige Kollation. Abgerufen am 2026-09-26.

  3. Organized Pagan Cult in Kievan Rus’. The Invention of Foreign Elite or Evolution of Local Tradition? (1999), S. 47–76

    Roman Zaroff; Studia mythologica Slavica 2, DOI 10.3986/sms.v2i0.1844

    S. 47–52 und 55–60 gelesen; für diese Seite besonders Namendeutung S. 56 und spätere Überlieferungen S. 58–59.

    Keine Gesamtlektüre oder eigene Prüfung aller zitierten ethnografischen Berichte. Weitreichende Kontinuitäts- und Herkunftsbehauptungen werden als Forschungsposition behandelt. Defekte kyrillische Zeichen im Extrakt nicht für sprachliche Einzelbeweise benutzt. Abgerufen am 2026-09-26.

  4. Slovanské božstvo Perún z etymologického hľadiska (2013), S. 33–44

    Martin Pukanec; Slavica Nitriensia 2 (2013), 1

    Englisches Abstract und slowakischer Haupttext S. 33–42 gelesen, bibliografischen Anhang teilweise geprüft. S. 33 und 42 zusätzlich als Seitenbilder betrachtet.

    Archiv enthält das ganze Heft; keine Heft-Volllektüre. Die vorgeschlagene Etymologie bleibt eine Forschungsposition mit ausdrücklich unsicherem Bedeutungsspektrum. Keine eigene historische Lautanalyse oder Gleichsetzung baltischer und slawischer Gottheiten. Abgerufen am 2026-09-26.

  5. Indo-European Time and the Perun-Veles Combat (2009), S. 147–152

    Emily Lyle; Studia mythologica Slavica 12, DOI 10.3986/sms.v12i0.1668

    Alle sechs Seiten Text einschließlich Literaturverzeichnis und Schlusszusammenfassung gelesen; S. 149 und beide Kalenderdiagramme auf S. 150 tatsächlich visuell geprüft.

    Vergleichende Rekonstruktion; die Autorin bezeichnet die konkrete Erzählform selbst als spekulativ. Diagramme sind moderne Modelle. Keine Volllektüre der von Lyle zitierten Primärtexte und keine frühe slawische Originalerzählung erschlossen. Abgerufen am 2026-09-26.

  6. Perun (Radzivill Chronicle): Miniatur Nr. 111

    Unbekannter historischer Illustrator; Dateibeschreibung und Reproduktion auf Wikimedia Commons

    Beschreibung, Datierung, Scanherkunft, Maße, Public-Domain-/PD-Art-Kennzeichnung und heruntergeladenes Originalbild geprüft.

    Commons nennt als Scanvorlage den Umschlag von L. S. Kleins Buch von 2004. Keine direkte Handschriftenautopsie, keine Lektüre dieses Buchs. Aussage über spätere Federzusätze nicht eigenständig datiert. Die spätmittelalterliche Miniatur beweist keine originalgetreue Gestalt des Kultbildes von 980. Abgerufen am 2026-09-26.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-18. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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