Gemeinsames Bauen hat eine politische Bedeutung
Servius wirbt nach Livius für ein gemeinsames Heiligtum der Latiner und Römer. Als Vorbild lobt er die Zusammenarbeit beim berühmten Dianatempel von Ephesos. Die Latiner lassen sich schließlich darauf ein, mit den Römern einen Tempel für Diana in Rom zu bauen.
Livius deutet diese Zustimmung als Anerkennung von Roms Vorrang. Der Text erzählt damit zugleich von gemeinsamer Verehrung und ungleichen politischen Ansprüchen. Dianas Heiligtum ist ein Ort der Verbindung, doch die Verbindung bedeutet nicht, dass alle Beteiligten dieselbe Stellung erhalten.
Der richtige Opfernde entscheidet
Ein Sabiner besitzt in der Erzählung eine ungewöhnlich schöne, große Kuh. Eine Weissagung verbindet das Opfer für Diana mit der Herrschaft seiner Heimatgemeinschaft. Er führt das Tier nach Rom. Der dortige Priester schickt ihn zur Reinigung an den Tiber und opfert inzwischen selbst.
Der Gast will das Ritual richtig ausführen; der Priester nutzt gerade diese Sorge für die eigene Stadt. Livius endet mit der Freude des Königs und der Bürgerschaft. So erklärt die Geschichte Vorrang durch eine List. Sie ist kein unabhängig bestätigtes Ereignisprotokoll und begründet keine allgemeine Zutrittsregel für alle Dianaheiligtümer.
Der Mond erklärt eine andere Diana
Balbus verbindet Diana in Ciceros Dialog mit dem Mond. Er erklärt ihren Namen über einen Tag, den sie nachts entstehen lasse, und bezieht Geburtshilfe auf Mondumläufe. Diese Naturdeutung ist die Stimme eines stoischen Dialogsprechers, kein Kommentar des Sabiners bei Livius.
Varro berichtet seinerseits, dass einige den Mond Diana nennen, und verortet die Benennung Noctiluca auf dem Palatin. Seine Einschränkung auf einige bleibt wichtig: Namensverbindungen sind belegt, doch daraus folgt keine überall identische Verehrung. Lunas eigenes Profil erschließt einen datierten Münztyp neben diesen Textdeutungen.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Gemeinsames Bauen hat eine politische Bedeutung
Ab urbe condita 1.45.1–3, französische BCS-Fassung
Der richtige Opfernde entscheidet
Ab urbe condita 1.45.4–7, französische BCS-Fassung
Der Mond erklärt eine andere Diana
De natura deorum II.68–69; Sprecherrahmen II.1–3; De lingua Latina 5, Kapitel X: Absatz Sol vel quod
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Ab urbe condita
Nur Ab urbe condita 1.45.1–7 in der überarbeiteten französischen Nisard-/BCS-Fassung: gemeinsamer Tempelbau, Ephesosvorbild und Opferlist. Erzählter römischer Vorrang, kein unabhängig bestätigtes Ereignisprotokoll.
Antikes lateinisches Werk; die hier verwendete Auswahl belegt keine präzise Erstkomposition.
Sprache: Latein
Benutzte Ausgabe
Livius: Dianas Tempel und die Opferlist
1.45.1–7; BCS-Fassung nach Nisard 1864, mit ausdrücklich genannten Anpassungen.
Zeit des antiken Zeugnisses und heutige Edition beziehungsweise Dokumentation getrennt.
Sprache: Französische historische Übersetzung, modern angepasst
Überlieferter Text
De natura deorum
Nur De natura deorum II.68–69 mit Sprecherrahmen II.1–3 in Rackhams englischer Übersetzung: Balbus’ Mond-, Namens- und Geburtshilfedeutung. Kein Kommentar des Sabiners in Livius’ anderer Erzählung.
Antikes lateinisches Werk; die hier verwendete Auswahl belegt keine präzise Erstkomposition.
Sprache: Latein
Benutzte Ausgabe
Cicero De natura deorum – Rackham1933
Benutzte Online-Ausgabe, keine hier eigenständig kollationierten antiken Textzeugen. Lektüreumfang je Quelle dokumentiert.
1933.
Sprache: Englisch
Überlieferter Text
Varro: De lingua Latina
Nur De lingua Latina 5, Kapitel X, Absatz Sol vel quod, als lateinischer Lesetext: eingeschränkte Dianabenennung des Mondes und Noctiluca auf dem Palatin. Keine überall einheitliche Gleichsetzung.
Entstehung des Zeugnisses und heutige Edition beziehungsweise Dokumentation getrennt behandeln.
Sprache: Latein
Benutzte Ausgabe
Varro: Licht, Feuer und Namen
Buch 5, Kapitel X, vom Absatz Sol vel quod bis vor XI; genaue Absatzanfänge statt erfundener Nummern.
Zeit des antiken Zeugnisses und heutige Edition beziehungsweise Dokumentation getrennt.
Sprache: Lateinische Leseausgabe
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Römische Heiligtums- und Vorrangserzählung mit gesonderten antiken Monddeutungen.
- Verwendeter Ausschnitt
- Die auf dieser Seite benannten Werkfenster: Nur Ab urbe condita 1.45.1–7 in der überarbeiteten französischen Nisard-/BCS-Fassung: gemeinsamer Tempelbau, Ephesosvorbild und Opferlist. Erzählter römischer Vorrang, kein unabhängig bestätigtes Ereignisprotokoll.; Nur De natura deorum II.68–69 mit Sprecherrahmen II.1–3 in Rackhams englischer Übersetzung: Balbus’ Mond-, Namens- und Geburtshilfedeutung. Kein Kommentar des Sabiners in Livius’ anderer Erzählung.; Nur De lingua Latina 5, Kapitel X, Absatz Sol vel quod, als lateinischer Lesetext: eingeschränkte Dianabenennung des Mondes und Noctiluca auf dem Palatin. Keine überall einheitliche Gleichsetzung.
- Livius: Das gemeinsame Heiligtum und das überlistete Opfer
Titus Livius; Bibliotheca Classica Selecta, überarbeitete französische Nisard-Ausgabe · Antiker Text beziehungsweise Objekt; heutige Edition oder Dokumentation gesondert.
Ab urbe condita 1.45.1–7 vollständig in der gespeicherten französischen Fassung gelesen; vorhandene Ausgabenangabe Nisard 1864 mit ausdrücklich modernen Anpassungen erneut geprüft.
Begrenzte tatsächlich gelesene Textstelle oder Katalogbeschreibung; keine Volllektüre der Werke und zitierten Bibliografie, keine Objektautopsie, Bildrechtefreigabe oder externe Fachgegenlektüre. Historische französische Übersetzung mit modernen Anpassungen; keine vollständige lateinische Parallellektüre. Abgerufen am 2026-10-02.
- De natura deorum II: Balbus über Jupiter und griechische Göttergeschichten
Cicero; englische Übersetzung H. Rackham, Loeb Classical Library 1933; LacusCurtius
II.60–72 vollständig gelesen, insbesondere 63–66 und 70–72; Dialogkontext und Sprecher Balbus in II.1–4 geprüft, weitere Anfangspassagen bis 16 gelesen. Editionsangaben überprüft.
Stoische Position des Dialogsprechers Balbus, keine pauschale Lehre Ciceros oder aller Römer. Antike Namendeutungen nicht als moderne sprachwissenschaftliche Etymologien übernommen. Keine Volllektüre des Gesamtwerks. Abgerufen am 2026-09-26.
- Varro: Licht, Feuer, Krieg und benannte Altäre
Marcus Terentius Varro; The Latin Library · Antiker Text beziehungsweise Objekt; heutige Edition oder Dokumentation gesondert.
De lingua Latina 5, Kapitel X: vollständiger zusammenhängender Text vom Absatz Sol vel quod bis vor XI gelesen. Die Ausgabe zeigt hier keine modernen Paragraphenziffern; genaue Absatzanfänge werden angegeben.
Begrenzte tatsächlich gelesene Textstelle oder Katalogbeschreibung; keine Volllektüre der Werke und zitierten Bibliografie, keine Objektautopsie, Bildrechtefreigabe oder externe Fachgegenlektüre. Abschnittnummern nicht aus der unnummerierten Ausgabe erfunden; Absatzanfänge bezeichnet. Abgerufen am 2026-10-02.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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