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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Tecuciztecatl: zuerst angeboten, später gefolgt

Weshalb führen seine erste Zusage und seine kostbaren Gaben nicht zum ersten Sonnenrang?

3 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Nanahuatzin handelt zuerst, Tecuciztecatl folgt. Sonne und Mond erscheinen, stehen aber zunächst still; weitere Handlungen und Wind bewegen sie.

Erscheinen ist noch keine Bewegung

Zusage und Handlung

Tecuciztecatl bietet sich zuerst an, zögert viermal. Nanahuatzin handelt zuerst; Tecuciztecatl folgt.

Zur benannten Quelle

Helligkeit

Beide erscheinen zunächst gleich hell. Tecuciztecatls Glanz wird im erzählten Ablauf begrenzt.

Zur benannten Quelle

Bewegung

Das Erscheinen setzt sie noch nicht in Bewegung. Weitere Handlungen und schließlich der Wind gehören zur Folge; Ehecatl ist im gewählten Zugang die benannte Windrolle.

Zur benannten Quelle

Eigene Ablaufgrafik zum benannten Sahagún-Fenster, BuchVII, KapitelII. Unterschiedliche Zusage, Handlung, Helligkeit und Bewegung sind einzelne Stationen. Keine Vermischung mit den neuen Sonnenakteuren der Historia und keine astronomische Berechnung. Grafik vergrößern Textgrundlage

Er meldet sich zuerst

Auf die Frage, wer die Welt erhellen soll, erklärt Tecuciztecatl seine Bereitschaft. Seine vorbereitenden Gaben bestehen aus kostbaren Federn, Gold, Steinen und Koralle. Das zeigt eine auffällige Ausstattung, noch keinen vollendeten Schritt ins Feuer.

Vier Versuche haben eine Grenze

Am Feuer erhält er die erste Aufforderung. Die Hitze macht ihm Angst, und er geht zurück. Viermal versucht er es, viermal hält er sich zurück. Weil die Versuche begrenzt sind, wird nun Nanahuatzin aufgefordert. Die Reihenfolge verändert sich durch konkrete Entscheidungen.

Er folgt einem bereits gegebenen Beispiel

Als Nanahuatzin im Feuer ist, springt Tecuciztecatl hinterher. Beide erscheinen später als Lichtgestalten, zunächst gleich hell. Die Gottheiten halten diese Gleichheit nicht aufrecht: Ein nicht namentlich benannter Akteur wirft einen Hasen gegen Tecuciztecatls Gesicht und vermindert seinen Glanz.

Der Mond hat ein anderes Zeitfenster

Sonne und Mond bewegen sich zunächst nicht. Erst weitere Handlungen setzen die Folge in Gang; der Mond folgt später, sodass die beiden zu verschiedenen Zeiten erscheinen. Tecuciztecatls Weg macht somit Annahme, Zögern, Nachfolgen und die Begrenzung einer zunächst ähnlichen Helligkeit sichtbar. Die Geschichte ist keine astronomische Entstehungsberechnung.

Wer diesen Zugang verfasst hat

Sahagún beschreibt Gespräche mit indigenen Ältesten, Arbeit mit sprachkundigen Gelehrten und mehrere Überarbeitungen. Er nennt unter anderen Antonio Valeriano, Alonso Vegerano, Martín Jacobita und Pedro de San Buenaventura. Die Überlieferung entsteht damit durch mehrere Beteiligte.

Zugleich erklärt seine Einführung einen Missionszweck: Das Wissen soll Predigern helfen, die von ihm abgelehnte Religion zu erkennen und zu bekämpfen. Wir lesen den spanischen Druck von 1829. Seine christlichen Urteile, klassischen Göttervergleiche und späteren Herausgeberzusätze werden als Quellenrede behandelt.

Die Figur in ihren Quellen

Tecuciztecatl

Benannte Fassung
Buch I,III oder VII: genaue Kapitelstellen in den Seitenabschnitten

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Historia general de las cosas de Nueva España

Sahagún nennt im eigenen Vorwort indigene Auskunftgebende, Grammatikgelehrte, Schreiber, Prüfungen und Umarbeitungen. Die ausgewählten spanischen Druckfenster sind eigene Ausgabedatensätze.

Koloniales Werk mit mehreren Arbeits- und Überlieferungsstufen; die hier verwendeten Druckbände 1829 sind nicht das Entstehungsdatum der erzählten Motive.

Sprache: Nahuatl und Spanisch im historischen Projekt; hier spanischer Druck gelesen

Benutzte Ausgabe

Spanischer zweiter Druckband 1829: Sonne und Mond

Tatsächlich gelesenes begrenztes Fenster einschließlich auf diesen Seiten stehender historischer Anmerkungen; keine Ganzlektüre sämtlicher zwölf Bücher.

Buch VII, S.244–250; historischer Druck, keine moderne Übersetzung aus Nahuatl.

Sprache: Spanisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte Nahua-/Mexica-Rollen im kolonialen spanischen Sahagún-Zugang; getrennte heutige INAH-Vermittlung
Verwendeter Ausschnitt
Sahagún/Bustamante, spanische Druckbände1829, BändeI–II, ausschließlich benannte Kapitel; INAH-Raumtext als eigene heutige Perspektive.
  1. Sahagún: Sonne und Mond im siebten Buch

    Bernardino de Sahagún mit benannten Nahua-Gelehrten und Auskunftgebenden; Druckherausgeber Carlos María de Bustamante · 1829, zweiter Druckband; tatsächlich gelesene Titelseite PDF5

    Historia general de las cosas de Nueva España, México: Alejandro Valdés; historischer spanischer Druck, keine direkte moderne Nahuatl-Übersetzung.

    Buch VII, Kapitel I–II, Druckseiten 244–250 (PDF 254–260) vollständig; Anfang Kapitel III auf 250 mitgelesen, nicht ganzes Kapitel III.

    Nur diese spanische Erzählung und Himmelsbeobachtungsbeschreibung; keine astronomische Bestätigung der Wunder, keine medizinische Bestätigung historischer Schwangerschaftsängste; nicht die gesamte Weltzeitalterüberlieferung. Abgerufen am 2026-10-13.

  2. Sahagún beschreibt die Zusammenarbeit und den Missionszweck

    Bernardino de Sahagún mit benannten Nahua-Gelehrten und Auskunftgebenden; Druckherausgeber Carlos María de Bustamante · 1829

    Historia general de las cosas de Nueva España, México: Alejandro Valdés; historischer spanischer Druck, keine direkte moderne Nahuatl-Übersetzung.

    Vorwort Druckseiten III–VII (PDF 13–17) sowie Einführung XIII–XV (PDF 23–25) vollständig gelesen. Seite V zusätzlich am Scan betrachtet.

    Selbstbeschreibung einer kolonialen Erhebung, keine unabhängige Rekonstruktion aller Beteiligten. Aussagen des Druckherausgebers und des historischen Verfassers bleiben unterscheidbar. Abgerufen am 2026-10-13.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-13. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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