Das Kapitel gibt keine einfache Einzelbiografie
Buch I ordnet der Figur mehrere Namen zu. Unter Ixcuina nennt es vier Schwestern; daneben steht eine Einzelbezeichnung, die mit dem Aufnehmen von Unreinheit erklärt wird. Die überlieferte Darstellung wechselt somit zwischen einer und mehreren Gestalten. Dieses Profil erfindet dafür keine vier vollständigen zusätzlichen Lebensläufe.
Vier Schwestern sind einzeln benannt
Auf Druckseite10 stehen Tiacapan, Teicu, Tlaco und Xucotzin. Tiacapan wird als Erstgeborene beziehungsweise ältere Schwester beschrieben; die weiteren Bezeichnungen unterscheiden die folgenden Rollen in der Geschwisterreihe. Die vier Namen erhalten eigene Registerzugänge in diesem Quellenfenster. Der kurze Befund liefert keine vier weiteren Abenteuer, Elternangaben oder vollständigen Lebensgeschichten.
Verlangen und Reinigung stehen nebeneinander
Die Fassung schreibt der Figur beziehungsweise den Figuren zu, sexuelles Verlangen anzuregen und nach einem Bekenntnis Verfehlungen zu vergeben oder zu reinigen. Das Nebeneinander ist ihr eigener Textbefund. Sie lässt sich dadurch nicht angemessen auf ein einzelnes modernes Etikett wie Liebesgöttin verkürzen.
Die beschriebene Rede hat weitere Gegenüber
Im anschließenden Bekenntnis treten ein Ritualkundiger, ein nach dem Kalender bestimmter Termin und die Anrufung Tezcatlipocas auf. Die Handlung ist nicht allein eine unmittelbare Unterhaltung eines Menschen mit Tlazolteotl. Die Fassung verfolgt mehrere Vermittlungen und ordnet religiöse sowie rechtliche Folgen zusammen.
Der christliche Blick bleibt sichtbar
Sahagún beschreibt Bekenntnis, Sünde und Buße und diskutiert Unterschiede zu Praktiken unter dem Christentum. Seine eigenen Urteile stehen dabei neben berichteten Aussagen. Wir behandeln diese Wörter als Teil einer kolonialen Vermittlung, nicht als neutrale Gleichung aller religiösen Begriffe. Welche Stimme du gerade liest, entscheidet mit über das Verständnis.
Wer diesen Zugang verfasst hat
Sahagún beschreibt Gespräche mit indigenen Ältesten, Arbeit mit sprachkundigen Gelehrten und mehrere Überarbeitungen. Er nennt unter anderen Antonio Valeriano, Alonso Vegerano, Martín Jacobita und Pedro de San Buenaventura. Die Überlieferung entsteht damit durch mehrere Beteiligte.
Zugleich erklärt seine Einführung einen Missionszweck: Das Wissen soll Predigern helfen, die von ihm abgelehnte Religion zu erkennen und zu bekämpfen. Wir lesen den spanischen Druck von 1829. Seine christlichen Urteile, klassischen Göttervergleiche und späteren Herausgeberzusätze werden als Quellenrede behandelt.
Die Figur in ihren Quellen
Tlazolteotl
Eigene quellengebundene Rolle in der benannten spanischen Ausgabe; keine Gleichsetzung mit allen anderen Nahua-, Maya- oder modernen Fassungen.
Benannte Fassung
Buch I,III oder VII: genaue Kapitelstellen in den Seitenabschnitten
Die Figur in ihren Quellen
Tiacapan in der Ixcuina-Stelle
Einzeln benannte Schwester in der Ixcuina-Mehrzahl auf S.10. Individuelle Namensattestation, gemeinsame zugeschriebene Tätigkeit; keine zusätzliche erfundene Biografie.
Benannte Fassung
Buch I Kapitel XII, S.10/PDF 40
Die Figur in ihren Quellen
Teicu in der Ixcuina-Stelle
Einzeln benannte Schwester in der Ixcuina-Mehrzahl auf S.10. Individuelle Namensattestation, gemeinsame zugeschriebene Tätigkeit; keine zusätzliche erfundene Biografie.
Benannte Fassung
Buch I Kapitel XII, S.10/PDF 40
Die Figur in ihren Quellen
Tlaco in der Ixcuina-Stelle
Einzeln benannte Schwester in der Ixcuina-Mehrzahl auf S.10. Individuelle Namensattestation, gemeinsame zugeschriebene Tätigkeit; keine zusätzliche erfundene Biografie.
Benannte Fassung
Buch I Kapitel XII, S.10/PDF 40
Die Figur in ihren Quellen
Xucotzin in der Ixcuina-Stelle
Einzeln benannte Schwester in der Ixcuina-Mehrzahl auf S.10. Individuelle Namensattestation, gemeinsame zugeschriebene Tätigkeit; keine zusätzliche erfundene Biografie.
Benannte Fassung
Buch I Kapitel XII, S.10/PDF 40
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Historia general de las cosas de Nueva España
Sahagún nennt im eigenen Vorwort indigene Auskunftgebende, Grammatikgelehrte, Schreiber, Prüfungen und Umarbeitungen. Die ausgewählten spanischen Druckfenster sind eigene Ausgabedatensätze.
Koloniales Werk mit mehreren Arbeits- und Überlieferungsstufen; die hier verwendeten Druckbände 1829 sind nicht das Entstehungsdatum der erzählten Motive.
Sprache: Nahuatl und Spanisch im historischen Projekt; hier spanischer Druck gelesen
Benutzte Ausgabe
Spanischer Druck 1829: ausgewählte Gottheitenkapitel
Tatsächlich gelesenes begrenztes Fenster einschließlich auf diesen Seiten stehender historischer Anmerkungen; keine Ganzlektüre sämtlicher zwölf Bücher.
Buch I, S.1–28; historischer Druck, keine moderne Übersetzung aus Nahuatl.
Sprache: Spanisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Benannte Nahua-/Mexica-Rollen im kolonialen spanischen Sahagún-Zugang; getrennte heutige INAH-Vermittlung
- Verwendeter Ausschnitt
- Sahagún/Bustamante, spanische Druckbände1829, BändeI–II, ausschließlich benannte Kapitel; INAH-Raumtext als eigene heutige Perspektive.
- Sahagún: Gottheiten in der spanischen Druckausgabe
Bernardino de Sahagún mit benannten Nahua-Gelehrten und Auskunftgebenden; Druckherausgeber Carlos María de Bustamante · 1829
Historia general de las cosas de Nueva España, México: Alejandro Valdés; historischer spanischer Druck, keine direkte moderne Nahuatl-Übersetzung.
Buch I, Druckseiten 1–28 (PDF 31–58) vollständig einschließlich historischer Anmerkungen.
Nur die benannten spanischen Kapitel. Klassische Göttervergleiche, Christianisierung und historische medizinische Wertungen bleiben Quellenrede. Keine eigene Nahuatl-Kollation. Abgerufen am 2026-10-13.
- Sahagún beschreibt die Zusammenarbeit und den Missionszweck
Bernardino de Sahagún mit benannten Nahua-Gelehrten und Auskunftgebenden; Druckherausgeber Carlos María de Bustamante · 1829
Historia general de las cosas de Nueva España, México: Alejandro Valdés; historischer spanischer Druck, keine direkte moderne Nahuatl-Übersetzung.
Vorwort Druckseiten III–VII (PDF 13–17) sowie Einführung XIII–XV (PDF 23–25) vollständig gelesen. Seite V zusätzlich am Scan betrachtet.
Selbstbeschreibung einer kolonialen Erhebung, keine unabhängige Rekonstruktion aller Beteiligten. Aussagen des Druckherausgebers und des historischen Verfassers bleiben unterscheidbar. Abgerufen am 2026-10-13.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-13. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
Eine Korrektur oder ein kulturelles Anliegen melden · Bitte den Titel oder die Seitenadresse nennen.

