Ihr Wunsch setzt die Verwandlung in Gang
Die Bärin und der Tiger leben in derselben Höhle und bitten Hwanung, Menschen werden zu dürfen. Das Anliegen stammt von ihnen. Der Absatz unterscheidet anschließend die Bärin, die menschliche Gestalt erhält, vom Tiger, dem dies nicht gelingt. Ungnyeo bezeichnet hier die Bärenfrau; der Ausdruck wird nicht als Beleg einer unabhängig bekannten historischen Person behandelt.
Die zweite Bitte ist kein bloßer Herkunftseintrag
Nach der Verwandlung findet die Frau keinen Partner und bittet unter dem Baum um ein Kind. Hwanung verbindet sich mit ihr; sie bringt Dangun zur Welt. In einer Ahnenliste bliebe nur die Mutterposition übrig. Die benannte Erzählung gibt ihr dagegen einen Wunsch vor der Verwandlung und einen weiteren danach.
Die Zahlen werden nicht geglättet
Das Gebot nennt hundert Tage ohne Sonnenlicht; beim eingetretenen Ergebnis stehen dreimal sieben Tage. Diese Abweichung bleibt sichtbar. Sie wird weder als biologische Erklärung noch als Anleitung zur Nachahmung gelesen. Die Passage unterscheidet erzählte Verwandlungen; sie beweist keine natürliche Rangordnung von Tierarten oder Menschen.
Die Enkelin im anderen Werk bleibt eine andere Textrolle
Der ausgewählte Jewang-ungi-Absatz spricht von einer Enkelin, die menschliche Gestalt erhält und sich mit dem Baumgott verbindet. An dieser Stelle nennt er weder Bärin noch Tiger. Deshalb heißt die dortige Gestalt auf dieser Seite nicht automatisch Ungnyeo. Ein Vergleich ist möglich, eine unbezeichnete Verschmelzung wäre eine Ergänzung des Museums.
Die Figur in ihren Quellen
Ungnyeo – Bärenfrau
熊女 als handelnde Bärenfrau im benannten Samguk-yusa-Absatz; keine automatische Identifizierung mit der Enkelin aus Jewang ungi.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Samguk yusa / 三國遺事
Dangun-Abschnitt des Samguk yusa im benannten NIKH-Zugang, mit seiner chinesischen Text- und koreanischen Vermittlungsebene; keine ganze Chronik. Die seitenbezogenen Abschnitte „Ihr Wunsch setzt die Verwandlung in Gang“, „Die zweite Bitte ist kein bloßer Herkunftseintrag“, „Die Zahlen werden nicht geglättet“ erschließen die Frage „Was verschwindet, wenn Dangun nur über männliche Ahnen erklärt wird?“.
Iryeon zugeordnet; gewöhnlich spätes 13. Jahrhundert, abweichende Redaktionsdatierung im benannten Kommentar.
Sprache: Klassisches Chinesisch
Benutzte Ausgabe
NIKH: Gojoseon / Wanggeom Joseon
Originalabschnitt mit Klammerbemerkungen, Übersetzung und gesondertem Kommentar; keine eigene Kollation historischer Drucke.
Digitale Edition, Abruf 2026.
Sprache: Klassisches Chinesisch und Koreanisch
Überlieferter Text
Jewang ungi / 帝王韻紀
Dangun-bezogenes Jewang-ungi-Fenster; abweichende Abstammungs- und Verwandlungsmotive nicht an die Samguk-yusa-Fassung angleichen. Die seitenbezogenen Abschnitte „Die Enkelin im anderen Werk bleibt eine andere Textrolle“ erschließen die Frage „Was verschwindet, wenn Dangun nur über männliche Ahnen erklärt wird?“.
1287, Yi Seung-hyu, nach NIKH-Kommentar.
Sprache: Klassisches Chinesisch
Benutzte Ausgabe
NIKH: 初誰開國啓風雲
Abschnitt mujw_002_0030; Enkelin und Baumgott, keine stillschweigende Bearbeitung zur Samguk-yusa-Fassung.
Digitale Transkription, Abruf 2026.
Sprache: Klassisches Chinesisch
Welche Zeit ist gemeint?
- Mittelalterliche Werküberlieferung; keine Lebensdatierung dieser Erzählgestalt.
- Jewang ungi: Werkdatierung nach dem benannten NIKH-Kommentar, kein Handlungsdatum.
Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Dangun-Vorgeschichte: Autorität, Verwandlung und benannte Begleiter
- Verwendeter Ausschnitt
- Samguk yusa I/Gii I/Gojoseon: zitierter Gogi-Absatz mit eingebetteter Jeseok-Glosse; Jewang ungi, ausgewählter Dangun-Absatz als getrennter Vergleich. Vorlagenzitate, Originaltext, Übersetzung und Kommentar unterscheiden; keine ganze Werk- oder Drucklektüre.
- Samguk yusa: Gojoseon / Wanggeom Joseon, mit koreanischer Übersetzung und Kommentar
Iryeon zugeschriebener Text; National Institute of Korean History als digitaler Herausgeber · Mittelalterlicher Text, digitale Edition mit aktuellem Kommentar
Vollständigen klassischen Originalabschnitt von 魏書云 bis 通典亦同此說 samt sichtbaren Klammerbemerkungen gelesen; koreanische Übersetzung abgeglichen. Kommentar zu Datierung, Wei shu/Gogi, Deutungen und Chronologie gelesen.
Eigene sinngemäße deutsche Wiedergabe des klassischen Texts, keine unabhängige Sprachprüfung oder Handschriftenkollation. Forschungskommentar und antiker/mittelalterlicher Wortlaut getrennt. Kommentar nennt abweichende Redaktionsdatierung 1360/1361; nicht als geklärt übernommen. Keine Gesamtlektüre des Werks. Abgerufen am 2026-09-26.
- Jewang ungi, unterer Teil: 初誰開國啓風雲
Yi Seung-hyu; digitale Originaltextfassung des National Institute of Korean History · Werk von 1287 nach dem begleitenden NIKH-Kommentar zu Samguk yusa
Vollständige abgegrenzte Dangun-Passage mujw_002_0030 einschließlich Prosaeinschüben gelesen; koreanische Parallelfassung auf der Website zum Verständnis konsultiert.
Klassischer Text direkt ausgewertet; eigene deutsche Inhaltswiedergabe, keine unabhängige Sprachprüfung. Keine vollständige Werklektüre oder Betrachtung der dort verlinkten Buchscans. 孫女 als Enkelin belassen, nicht still zu Bärin korrigiert; 1038 und 1028 in verschiedenen Zeilen nicht vereinheitlicht. Abgerufen am 2026-09-26.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-10. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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