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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Hemera: Der Tag an der Schwelle

Hesiod nennt Hemera als Kind von Nyx und Erebos. Später begegnen sich Tag und Nacht an einer Schwelle: ein starkes Bild, aber keine lange Götterbiografie.

2 Minuten Lesezeit

Ein knapper Herkunftssatz

Hesiod nennt Hemera, den Tag, zusammen mit Aither als Kind von Nyx und Erebos. Die Namen bilden in wenigen Versen eine Beziehung zwischen diesen vier Gestalten.

Der Text gibt Hemera an dieser Stelle keine Rede, Aufgabe oder eigene Geburtsszene. Die Abstammung ist ein Befund; eine ausführliche Persönlichkeit wäre eine spätere Ergänzung.

Zwei Wege, ein Haus

Viel später im Gedicht begegnen sich Nacht und Tag an der bronzenen Schwelle. Die eine geht hinaus, wenn die andere zurückkehrt; das Haus enthält beide nie zugleich. Der Tag bringt in diesem poetischen Bild Licht über die Erde.

Die Szene zeigt Bewegung, nicht einen Streit zwischen Mutter und Tochter. Sie lässt sich neben die genealogische Angabe stellen, ersetzt sie aber nicht.

Was diese Seite offenlässt

Die beiden gelesenen Stellen berichten weder von einer Reise des Sonnengottes Helios noch von einem eigenen Kult der Hemera. Tag, Sonnenlicht und Sonnengott sind im Gedicht nicht automatisch dieselbe Gestalt.

So bleibt das Profil kurz: Es erklärt die belegten Beziehungen und das Schwellenbild. Für weitere Bedeutungen des Namens oder andere dichterische Fassungen braucht es eigene Quellen.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Genealogische Nennung
Theogonie 123–125: Nyx und Erebos als Eltern, Aither als weitere genannte Gestalt.

Tag und Nacht an der Schwelle
Theogonie 744–767: alternierender Aufenthalt, kein Handlungsmythos.

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Hesiod: Theogonie

Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.

Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Theogonie nach Evelyn-White: Uranfang und Nachtgeschlecht

Nur Verse 116–233 und 617–820 im Zusammenhang gelesen. Anfangsfolge, Uranos-Konflikt, Nyx' Nachkommen, Titanenkampf und kosmografische Ortsrollen; keine Volllektüre oder griechische Kollation.

Historische Übersetzung von 1914; digitale Wiedergabe bei Theoi.

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Griechische genealogische Dichtung; begrenzte Theogonie-Lektüre
Verwendeter Ausschnitt
Hesiod zugeschriebene Theogonie 116–125 und 744–767 nach Evelyn-White (1914).
  1. Theogonie: kosmische Anfänge und Nachtgeschlecht

    Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung Hugh G. Evelyn-White · Antike Dichtung; historische englische Übersetzung 1914

    Verse 116–233 zu Chaos, Gaia, Tartaros, Eros, Erebos, Nyx, Aither, Hemera, Uranos, Pontos, den Titanen, Kronos' Angriff und Nyx' Nachkommen; 617–820 zu Titanenkampf, Tartaros, Atlas sowie Nacht und Tag an der Schwelle tatsächlich gelesen. Keine Volllektüre der Theogonie behauptet.

    Historische Übersetzung ohne eigene griechische Kollation oder kritischen Apparat. Die Reihenfolge des Auftretens ist keine naturwissenschaftliche Entstehungschronologie. Genealogische Personifikation, Ortsbeschreibung und handelnde Figur auseinanderhalten. Erebos als Kind des Chaos in Vers 123 nicht automatisch mit jedem späteren Raumbeleg gleichsetzen. Einzelne Namen der Nyx-Liste nicht zu Lebensgeschichten ausbauen. Abgerufen am 2026-09-29.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-29. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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