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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Charun: Axt und Hammer erzählen verschiedene Rollen

Eine Vase zeigt die als Charun gedeutete Gestalt beim Ausholen mit einer Axt. An einem Grabeingang gehört ein Hammer zu einer anderen Darstellung. Werkzeug, Handlung und Ort müssen gemeinsam gelesen werden.

3 Minuten Lesezeit

Die Axt gehört zu einer konkreten Gewaltszene

Der British-Museum-Katalog beschreibt auf einer Seite des Stamnos 1839,1025.10 eine als Charun benannte Gestalt, die den Arm eines gestürzten Mannes festhält und mit einer Axt zum Schlag ausholt. Die Figuren sind nackt; die Beschreibung betont auch ihre körperliche Erscheinung. Das Gefäß wird auf 350–325 v. Chr. datiert.

Aus dieser Katalogdeutung wird hier keine allgemeine Behauptung, Charun schlage alle Verstorbenen oder bestrafe immer dieselbe Schuld. Der einzelne Mann erhält im gelesenen Datensatz keinen Namen und keine erzählte Vorgeschichte. Das Bild zeigt eine Gewalthandlung, ihre Ursache bleibt offen.

Der Hammer steht an einer Schwelle

Die universitäre Beschreibung des Anina-Grabes in Tarquinia nennt Charun mit einem Hammer und Vanth mit einer Fackel am Eingang. Beide Gestalten erscheinen nochmals an einer Seitenwand. Ihre Bilder sind damit an die Architektur des Grabes gebunden: Eine Tür und die ihr zugeordneten Figuren machen einen Übergang sichtbar.

Die Deutung der Gestalten als Unterweltsbegleiter verbindet ein Werkzeug mit einem Ort. Sie beweist noch nicht die genaue Handlung, für die jeder Hammer in etruskischen Bildern verwendet wurde. Dieser Eingang lässt sich mit der Axtszene vergleichen, ohne beide Werkzeuge und ihre Aufgaben gleichzusetzen.

Ein Gefäß bewahrt zwei unterschiedliche Bildseiten

Auf der anderen Seite des Londoner Stamnos steht laut Katalog eine geflügelte Frau mit Fackel vor einem sitzenden jungen Mann. Ihre Zuordnung zu Vanth ist ausdrücklich als Möglichkeit angegeben. Dass beide Seiten auf demselben Gegenstand vorkommen, macht sie zu einem nützlichen Vergleich von Bedrohung und möglicher Begleitung.

Eine gemeinsame Ehe oder eine feste Geschichte zwischen Charun und Vanth folgt daraus nicht. Auch Herkunftsangaben bleiben unterschiedlich sicher: Vulci ist als wahrscheinlicher Herstellungsort und Orbetello als berichteter Fundort verzeichnet. Gegenstand, Zuschreibung und Provenienz tragen jeweils einen eigenen Grad an Gewissheit.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Die Axt gehört zu einer konkreten Gewaltszene
1839,1025.10: Description, Seite B und Production date

Der Hammer steht an einer Schwelle
Objektbeschreibung: Eingang und Seitenwand, Charun/Hammer und Vanth/Fackel

Ein Gefäß bewahrt zwei unterschiedliche Bildseiten
Description, Seite A; Production place und Findspot

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

British Museum 1839,1025.10: Axtszene und mögliche Vanth

British Museum 1839,1025.10: der dokumentierte Katalogtext zu beiden Bildseiten, Datierung und eingeschränkten Herkunftsangaben. Charun mit Axt und eine nur mögliche Vanth auf der anderen Seite; kein neuer Direktzugriff oder eigene Bildsichtung.

350–325 v. Chr.; heutiger Katalog.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

British Museum 1839,1025.10: Axtszene und mögliche Vanth: benutzte Lesefassung

Indexierte Katalogausgabe; kein HTML-Roharchiv, Foto oder vollständige historische Vasenedition gelesen. Gegenständliche Nacktheit und Gewalt benötigen einen Kontexthinweis.

350–325 v. Chr.; heutiger Katalog.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Anina-Grab: Fackel, Hammer und Eingangsbilder

Die französische Lehrbeschreibung des Anina-Grabs: Eingang und Seitenwand mit Charun/Hammer und Vanth/Fackel. Begrenzter räumlicher Vergleich; widersprüchliche Links-/Rechtsangaben werden nicht übernommen.

Heutige universitäre Lehrdarstellung; Grabnutzung vom dritten bis ersten Jahrhundert v. Chr. nach dem Beitrag.

Sprache: Französisch

Benutzte Ausgabe

Anina-Grab: Fackel, Hammer und Eingangsbilder: benutzte Lesefassung

Universitäre Lehrdarstellung mit erkennbaren redaktionellen Widersprüchen. Nur bezeichnete Objektbeschreibung, keine eigene Fotoautopsie oder Inschriftenedition. Keine öffentlich übernommenen Bilder.

Heutige universitäre Lehrdarstellung; Grabnutzung vom dritten bis ersten Jahrhundert v. Chr. nach dem Beitrag.

Sprache: Französisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Etruskische Bild- und Kultzeugnisse an bezeichneten Orten; griechische Vergleiche, moderne Zuschreibungen und historische Forschungsargumente gesondert.
Verwendeter Ausschnitt
Die auf dieser Seite benannten Quellenfenster: British Museum 1839,1025.10: der dokumentierte Katalogtext zu beiden Bildseiten, Datierung und eingeschränkten Herkunftsangaben. Charun mit Axt und eine nur mögliche Vanth auf der anderen Seite; kein neuer Direktzugriff oder eigene Bildsichtung.; Die französische Lehrbeschreibung des Anina-Grabs: Eingang und Seitenwand mit Charun/Hammer und Vanth/Fackel. Begrenzter räumlicher Vergleich; widersprüchliche Links-/Rechtsangaben werden nicht übernommen.
  1. British Museum 1839,1025.10: Axtszene und mögliche Vanth

    British Museum, Greek and Roman Department · 350–325 v. Chr.; heutiger Katalog.

    Vollständig ausgegebener indexierter British-Museum-Datensatz 1839,1025.10 tatsächlich gelesen; direkter Webabruf 403.

    Indexierte Katalogausgabe; kein HTML-Roharchiv, Foto oder vollständige historische Vasenedition gelesen. Gegenständliche Nacktheit und Gewalt benötigen einen Kontexthinweis. Abgerufen am 2026-10-02.

  2. Anina-Grab: Fackel, Hammer und Eingangsbilder

    Canelle Ledieu; Apolline Picard; Sarah Guillemin; Youna Froger; Léa Malingre; Université de Tours · Heutige universitäre Lehrdarstellung; Grabnutzung vom dritten bis ersten Jahrhundert v. Chr. nach dem Beitrag.

    Vollständiger Haupttext und Bildunterschriften gelesen; Bibliografie nur als Verweise.

    Universitäre Lehrdarstellung mit erkennbaren redaktionellen Widersprüchen. Nur bezeichnete Objektbeschreibung, keine eigene Fotoautopsie oder Inschriftenedition. Keine öffentlich übernommenen Bilder. Abgerufen am 2026-10-02.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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