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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Telipinu: Abwesenheit, Zorn und eine erneuerte Beziehung

Die erste Fassung beschreibt Telipinu durch fehlende Versorgung, eine Suche und rituelle Beruhigung.

2 Minuten Lesezeit

An der Unordnung erkennbar

Telipinu trägt in dieser Fassung keine lange abgeschlossene Lebensgeschichte vor. Seine Abwesenheit wird an der unterbrochenen Versorgung und am Aussetzen vertrauter Beziehungen erkennbar. Die Figur wird über das beschrieben, was mit ihr fehlt.

Wer ihn nur mit einer Jahreszeit gleichsetzt, verliert andere Bezüge aus dem Blick: verärgerte Kommunikation, die Sorge des Wettergottes und den Bezug zu König und Königin. Der Text liefert mehr als eine einzige Naturformel.

Nachlesen: [1] Kola 1–37

Eine Wiederkehr muss bearbeitet werden

Die Suche geht in eine Folge von Anreden und Handlungen über. Telipinu soll seine belastenden Zustände ablegen; die Worte richten seine Beziehung zu Menschen und Herrschaft neu aus. Die Erzählung erhält damit einen rituellen Adressaten.

Die beschädigten Stellen und die angeführten Übersetzungsalternativen bleiben Teil dieses Profils. Weder ein verlorener Anlass des Zorns noch eine lückenlose Suchgeschichte werden hinzugefügt.

Nachlesen: [1] Kola 80–225

Mit einer Beziehungsfrage weiterlesen

Achte beim Exponat auf den Wechsel des Sprechens: Wann wird über Telipinu erzählt, wann wird er angesprochen, und wann beansprucht ein menschliches Ich selbst eine Handlung? Die gleiche Figur wird dabei auf verschiedene Weise gegenwärtig gemacht.

Nachlesen: [1] Kola 120–180

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Im benannten Quellenfenster
Wodurch wird diese Figur in der ausgewählten Fassung erkennbar?

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Telipinu, erste Fassung (CTH 324.1)

Der ausdrücklich benannte und tatsächlich gelesene Textzusammenhang.

Antiker Textzusammenhang; kein Trägerdatum aus erzählter Zeit oder modernem Editionsdatum abgeleitet.

Sprache: Hethitisch, hier über deutsche wissenschaftliche Übersetzung

Erhaltener Textzeuge

KUB 17.10, Zeuge A; weitere im Lesetext aufgeführte Zeugen B und C nicht mit diesem Einzelträger gleichgesetzt.

KUB 17.10, Zeuge A; weitere im Lesetext aufgeführte Zeugen B und C nicht mit diesem Einzelträger gleichgesetzt.

Trägerbezeichnung aus der Editionsübersicht, keine neue Tafelautopsie.

Sprache: Hethitisch in Keilschrift

Benutzte Ausgabe

Telipinu, erste Fassung (CTH 324.1) – benannte deutsche Online-Ausgabe

Zusammengesetzter, mit Ergänzungen und Unsicherheitsmarkierungen vermittelter Lesetext; nicht mit dem vollständig erhaltenen Wortlaut eines einzigen Trägers gleichgesetzt.

TITUS 2010

Sprache: Deutsch nach Hethitisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Konkret bezeichnete anatolische/hurritisch-hethitische Text- und Forschungskontexte
Verwendeter Ausschnitt
Die hier bezeichneten CTH-Textfenster und Ausgaben
  1. Telipinu, erste Fassung: deutsche TITUS-Übersetzung CTH 324.1

    TITUS / Marburger Editionsgruppe unter Leitung Elisabeth Rieken; TITUS-Bearbeitung Jost Gippert · TITUS-Fassung 2010

    Gesamter verfügbarer deutscher Lesetext 1–225 einschließlich Zeugenübersicht A–C und aller 78 angezeigten Anmerkungen gelesen.

    Nur erste Fassung; keine Lektüre der anderen Telipinu-Fassungen oder der im Kommentar zitierten Literatur. Die Suche der Biene ist in dieser Fassung lückenhaft. Keine eigene Keilschriftkollation oder öffentliche Wiedergabe der Übersetzung. Abgerufen am 2026-10-17.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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