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MythaneumDas Museum der Mythologien

Raum

Wissen und naher Schutz

Woran wird Schutz im einzelnen Zeugnis greifbar?

Sarginschrift, Schreiberwerkzeug, Herstellungsform und kleine Schutzbilder eröffnen einen Zugang über materielle und sprachliche Handlungen.

Kleine dunkelgrüne frontale Fayence-Gestalt mit breitem Gesicht und seitlich abstehenden Armen vor hellem Grund.
Bes-/Aha-Bildamulett, The Met 11.215.178, Malqata, ca. 1386–1347 v. Chr., 3 cm hoch. Die genaue Gottesbenennung bleibt offen. Public Domain / CC0. Bildnachweis Bildlizenz

Woran wird Schutz im einzelnen Zeugnis greifbar?

Nicht jede Schutzfigur erzählt eine eigene lange Geschichte. Manche Zeugnisse sind kleine Dinge mit Gebrauchsspuren, andere erhaltene Inschriften oder bildliche Handlungen. Gerade ihre begrenzten Angaben helfen, die konkrete Frage an ein Objekt zu stellen.

Anubis führt an Amenys Schwelle, Thot und Seschat zur Arbeit mit Zeichen, Bes und Taweret zu nahen Schutzbildern. Die Figurenprofile unterscheiden Benennung und vorsichtige Identifikation. Eine religiös beanspruchte Wirkung wird dabei nicht als nachgewiesene heutige Heilwirkung ausgegeben.

Quellen: The Met 11.150.39a,b: Sarg des Ameny · Book of the Dead for the Chantress of Amun, Nauny · Scribe’s Palette, The Met 10.176.62 · Scribe’s Palette and Brushes, The Met 14.1.393a–d · Papyrus Chester Beatty I: The Contendings of Horus and Seth, Übersetzung und Kommentar · Cartonnage fragment, The Met 13.182.42 · Two-sided stela of pluriform Thoth, The Met 55.143 · Temple of Repyt at Athribis: stretching the cord · Head of a Goddess, The Met 08.202.44 · Amulet of a Bes-image, The Met 11.215.178 · Mold for Bes-image Amulet, The Met 12.180.364 · Amulet of Bes with a Tambourine, The Met 11.215.195 · Magic Wand, The Met 86.1.91 · Childbirth, Digital Egypt for Universities · Amulets, Digital Egypt for Universities · Magic, Dictionary of Daily Life in Ancient Egypt · Horus stelae: magic and religion · House of Life: sources for words of power · Ancient base asking blessings from Heka; modern figure above ankles, 48.97

Kleine Dinge und naher Schutz

Amulett, Votiv und Herstellungsform zeigen unterschiedliche materielle Zugänge; eine vermutete Verwendung bleibt als solche gekennzeichnet.

Historische Darstellung

Bildnachweis

Bes-/Aha-Bildamulett, The Met 11.215.178, Malqata, ca. 1386–1347 v. Chr., 3 cm hoch. Die genaue Gottesbenennung bleibt offen. Public Domain / CC0.

The Met Open Access, Public Domain / CC0

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Exponat

Bes: drei Zentimeter Schutz?

Ein kleines Bildamulett, seine Herstellungsform und ein Fund mit erhaltenem Faden führen zu konkreten Dingen statt zu einer erfundenen Götterbiografie.

3 Minuten Lesezeit

Historische Darstellung

Bildnachweis

Bes mit Tamburin, The Met 11.215.195, Malqata, ca. 1386–1347 v. Chr., 1,6 cm hoch; mit zehn Perlen auf originalem Leinenfaden gefunden. Public Domain / CC0.

The Met Open Access, Public Domain / CC0

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Figur

Bes: Bildgestalt, Amulett und Musik

Ein benanntes Bes-Bild ist nicht immer eindeutig Bes: Kleine Objekte aus Malqata zeigen Schutz, Herstellung und Musik in getrennten Befunden.

3 Minuten Lesezeit

Historische Darstellung

Bildnachweis

Taweret-Amulett, The Met 04.2.365, 664–332 v. Chr., 5,1 cm hoch; Herkunft nur Ägypten. Public Domain / CC0.

The Met Open Access, Public Domain / CC0

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Figur

Taweret: Geburt, Schutz und wechselnde Bildformen

Gebogenes Elfenbein, eine Votivstele, ein Amulett und eine spätere Statuette zeigen Taweret in unterschiedlichen materiellen und religiösen Zusammenhängen.

3 Minuten Lesezeit
5 weitere Zugänge in diesem Quellenkomplex

Historische Darstellung

Bildnachweis

Bastet-Bronze, The Met 34.6.1, Spät- bis Ptolemäerzeit. Public Domain / CC0.

The Met Open Access, Public Domain / CC0

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Figur

Bastet: mehr als ein Katzenbild

Bastets Bilder reichen von löwenhaften Formen über die katzenköpfige Göttin bis zum gestifteten Katzenmumienbehälter. Drei Objekte zeigen verschiedene Zeiten und Handlungen, ohne einen einzigen Kultort für alle zu behaupten.

2 Minuten Lesezeit

Historische Darstellung

Bildnachweis

Renenutet-Relief, The Met 09.180.40, ca. 1961–1917 v. Chr. Public Domain / CC0.

The Met Open Access, Public Domain / CC0

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Figur

Renenutet: Relief, Kornfest und Votivgabe

Ein Relief aus Lisht zeigt Renenutet menschlich, ein späteres Votivobjekt als Schlange. Ein Festkalender verbindet ihren Namen mit dem Korn. Diese Zeugnisse tragen verschiedene Orte und Zeiten.

2 Minuten Lesezeit

Figur

Meretseger: Göttin des thebanischen Berges

Zwei beschriebene Zeugnisse aus Deir el-Medina zeigen Meretseger in verschiedenen Schlangenformen. Sie verorten ihre Verehrung bei Menschen der Nekropole; eine oft zitierte weitere Stele besitzt dagegen keinen dokumentierten Fundort.

2 Minuten Lesezeit

Historische Darstellung

Bildnachweis

Statue der Sachmet, Regierungszeit Amenophis' III., etwa 1386-1347 v. Chr., The Met 15.8.2, Public Domain / CC0. Sie gehoert zu einem grossen Statuenprogramm zur Besanftigung der Goettin; keine Darstellung der Himmelskuh-Erzaehlung.

The Met Open Access, Public Domain / CC0

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Figur

Sachmet: Macht, Besänftigung und Heilung

Eine monumentale Löwinnenstatue aus der Zeit Amenophis’ III. macht Sachmet als machtvolle Kultfigur sichtbar. Ein medizinischer Papyrus nennt Sachmet-Priester neben Ärzten und Magiern. Die Sachmet-Namensstelle im Buch von der Himmelskuh gehört zu einem anderen Zeugnis.

4–5 Minuten Lesezeit

Figur

Heka: Gott und wirksame Worte

Heka bezeichnet in ägyptischen Quellen eine wirksame Kraft und kann als Gott angesprochen werden. Ein antiker Sockel bittet Heka um Gesundheit; die darauf stehende Figur ist jedoch größtenteils modern ergänzt.

2 Minuten Lesezeit

Eine Bitte an der Schwelle

Sarg- und Gefäßinschriften geben Anubis und weiteren Schutzstimmen bestimmte Aufgaben.

Historische Darstellung

Bildnachweis

Sarg des Ameny, The Met 11.150.39a,b, etwa 1981–1802 v. Chr., Public Domain / CC0. Die gemalte Scheintür und die Augen sind sichtbar. Die Anrufung des Anubis steht laut Met auf dem Sargdeckel; sie ist auf dieser Detailaufnahme nicht lesbar und wird nicht als sichtbare Szene ausgegeben.

The Met Open Access, Public Domain / CC0

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Exponat

Anubis an Amenys Schwelle

Amenys bemalter Sarg zeigt eine kleine Scheintür und schützende Augen. Auf dem Deckel bittet eine Inschrift Anubis, Amenys Übergang zu ermöglichen. Die Gottheit erscheint hier als angerufener Begleiter; auf Naunys viel späterem Papyrus prüft sie dagegen die Waage.

3–4 Minuten Lesezeit

Historische Darstellung

Bildnachweis

Sarg des Ameny, The Met 11.150.39a,b, etwa 1981–1802 v. Chr., Public Domain / CC0. Die gemalte Scheintür und die Augen sind sichtbar. Die Anrufung des Anubis steht laut Met auf dem Sargdeckel; sie ist auf dieser Detailaufnahme nicht lesbar und wird nicht als sichtbare Szene ausgegeben.

The Met Open Access, Public Domain / CC0

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Figur

Anubis: Bestattung, Schwelle und Waage

Drei datierte Bestattungszeugnisse geben Anubis unterschiedliche Aufgaben: Amenys Sarg bittet um seinen Beistand, Khnumnakhts Sarg nennt ihn im Umfeld der Einbalsamierung, Naunys Papyrus zeigt ihn an der Herzwaage. So entsteht ein präziseres Profil als aus dem Etikett „Gott des Todes“.

3–4 Minuten Lesezeit

Historische Darstellung

Bildnachweis

Als Selqet katalogisiertes Goldblechamulett, The Met 23.10.27, 664–380 v. Chr.; Herkunft aus Saqqara nur möglich. Public Domain / CC0.

The Met Open Access, Public Domain / CC0

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Figur

Selket: Skorpionzeichen und Schutz der Kanopen

Ein Gefäß aus Ruius Grab nennt Selket und Qebehsenuef in einer Schutzformel. Ein späteres Goldamulett und die Skorpionikonografie zeigen andere Träger ihres Namens.

2 Minuten Lesezeit
2 weitere Zugänge in diesem Quellenkomplex

Historische Darstellung

Bildnachweis

Klagende Nephthys, The Met 12.182.23a, 332–30 v. Chr. Ihre einstige Aufstellung am Sargende ist nur eine Vermutung des Museums. Public Domain / CC0.

The Met Open Access, Public Domain / CC0

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Figur

Nephthys: Klage, Name und Schutz am Sarg

Eine kniende Holzfigur zeigt Nephthys als Klagende. Ein Kanopenkasten nennt sie zugleich unter den Schutzgöttinnen: Bild, Inschrift und vermutete Aufstellung haben unterschiedliche Beweiskraft.

2 Minuten Lesezeit

Wissen, Worte und ihre Träger

Schrift, Messen, Wahrnehmung und spätere Verehrung werden in den einzelnen Profilen quellengebunden erläutert.

Historische Darstellung

Bildnachweis

Schreiberpalette, The Met 10.176.62, ca. 2030–1550 v. Chr., 34,6 cm lang. Reste schwarzer Tinte sind erhalten. Public Domain / CC0.

The Met Open Access, Public Domain / CC0

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Exponat

Thot und die Arbeit der Zeichen

Eine erhaltene Schreiberpalette führt von Tinte und Rohrpinsel zu Thots verschiedenen Rollen. Seschats Tempelbilder zeigen, dass Wissen und Messen nicht in einer einzigen Götterfigur aufgehen.

3 Minuten Lesezeit

Historische Darstellung

Bildnachweis

Zweiseitige Stele mit drei Thot-Bildformen, The Met 55.143, wahrscheinlich 1.–2. Jahrhundert n. Chr.; gezeigt ist die besser erhaltene Seite. Public Domain / CC0.

The Met Open Access, Public Domain / CC0

Bildquelle Bildlizenz

Figur

Thot: Schrift, Mond und Vermittlung

Thot richtet Osiris in einem Pyramidentext mit auf, greift in einem späteren Erbstreit ein und erscheint auf Bestattungsbildern als Pavian oder ibisköpfige Gestalt. Die Rollen gehören zu unterschiedlichen Zeugnissen.

3 Minuten Lesezeit

Historische Darstellung

Bildnachweis

Kopf einer Göttin, wahrscheinlich Seschat, The Met 08.202.44, ca. 1550–1504 v. Chr. Die ursprüngliche Handlung im Relief ist unbekannt. Public Domain / CC0.

The Met Open Access, Public Domain / CC0

Bildquelle Bildlizenz

Figur

Seschat: schreiben, zählen, eine Schnur spannen

Ein namentlich zugeordnetes Tempelfragment, eine nur wahrscheinlich identifizierte Reliefgöttin und ein dokumentiertes Gründungsbild zeigen verschiedene Grenzen des Seschat-Wissens.

3 Minuten Lesezeit
8 weitere Zugänge in diesem Quellenkomplex

Heutige Lesegrafik

Bildnachweis

Heutige Quellenordnung: Rahoteps Stele, Anis Totenbuch und der Schabaka-Stein sind unterschiedliche Zeugnisse. Die ähnliche Rede von Herz und Mund verbindet sie nicht automatisch zu einer einzigen Erzählung. Grafik: Wissenschaftswelle nach UCL UC 14327 und British Museum EA10470,3 / EA498.

Eigene schematische Lesegrafik; Textbelege bei UCL und British Museum

Bildquelle

Figur

Hu: das wirksame Wort zwischen Königsrede und Totenbuch

Hu steht in Rahoteps Königsrede beim Mund und erscheint in Anis Totenbuch als personifiziertes göttliches Wort. Die beiden Kontexte dürfen nicht zu einem erfundenen Abenteuer werden.

2–3 Minuten Lesezeit

Heutige Lesegrafik

Bildnachweis

Heutige Quellenordnung: Rahoteps Stele, Anis Totenbuch und der Schabaka-Stein sind unterschiedliche Zeugnisse. Die ähnliche Rede von Herz und Mund verbindet sie nicht automatisch zu einer einzigen Erzählung. Grafik: Wissenschaftswelle nach UCL UC 14327 und British Museum EA10470,3 / EA498.

Eigene schematische Lesegrafik; Textbelege bei UCL und British Museum

Bildquelle

Figur

Sia: Wahrnehmung zwischen Königsherz und Gerichtsbild

Rahoteps Stele nennt Sia im Herzen des Königs; Anis Totenbuch zeigt Sia in der göttlichen Versammlung. Zwei Bezüge, keine erzählbare Lebensgeschichte.

2–3 Minuten Lesezeit

Historische Darstellung

Bildnachweis

Vergöttlichter Imhotep mit Papyrusrolle, The Met 26.7.852a, b, 332–30 v. Chr.; erheblich jünger als die historische Person. Public Domain / CC0.

The Met Open Access, Public Domain / CC0

Bildquelle Bildlizenz

Figur

Imhotep: vom Beamten zur verehrten Gottheit

Der Mann aus der Zeit der 3. Dynastie wurde viel später als weiser und heilender Gott dargestellt. Eine ptolemäische Sitzfigur zeigt die späte Verehrung, nicht sein historisches Aussehen.

2 Minuten Lesezeit

Historische Darstellung

Bildnachweis

Chons als Kindergott, The Met 89.2.525, 664–30 v. Chr.; kein Bild der in der Bakhtan-Erzählung ausgesandten Kultfigur. Public Domain / CC0.

The Met Open Access, Public Domain / CC0

Bildquelle Bildlizenz

Figur

Chons: Mondkind und die Bakhtan-Erzählung

Eine kleine späte Statue zeigt Chons mit Mondzeichen und Kinderlocke. Eine andere Textsituation erzählt von zwei Chons-Formen, einer Reise und einer Heilung.

2–3 Minuten Lesezeit

Figur

Bentresh und die zwei Chons-Formen

Eine Hilfsbitte führt einen Schreiber und dann eine Chons-Form nach Bakhtan. Der Rückweg wird zum eigenen Konflikt.

4–5 Minuten Lesezeit

Auch in diesem Zusammenhang:

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